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Full text of "Leipzig; Jewish Community Collection 1874-1997 Bulk: 1925-1968"

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Date Filming Began: October 8, 2009 



REEL2 



AR 2167 

Leipzig; 
Jewish Community 

Collection 



A^ Z\G^ /-exp^i^Q ^tju5Vslv Couavm^uaA^ CoHec-^Gvv - To/d^^ 1' H^-^^r-Q 



ervyqroSS 



^J 



^oiM ^^^ 



Anteil der Juden auf d«r Leipziger V%nnm 
loula Meyar-Öemgrosi^ Mannheim. 



Dai ThaiTÄ, übar walohat ich Ihnen vorautragen die Ehre habe, ist so ausser- 
ordentlich weit gestellt, dass es im Rahmen eines kurzen Referates nioht ereohbrfend 
behandelt, ja kau» umrissen twrden kann. Ich irorde mioh Tielmehr darauf besohrtoken 
mUasen, unter Vermeidung des Eingehens auf Einzelheiten, die grossen hauptsäohlieh- 
sten Gesichtspunkte in aller Kurse susaimBensu fassen und henrorzuheben Tersuohen. 

Was meine Abhandlung bietet, gründet sioh meist auf Akten aus dem RatsarchdT 
in Uipzig, lianohes fand ich im Buche Ton A. Lery •» Geschichte ^er Juden in Sachsen ". 
ferner im Buch von Prof. Kroker. Einiges entnahm ich dem Buch Markgraf, der aber an- 
scheinend Antisemit gewesen, 

üeber meine eigene Erfahrung, die fest bis 1880 zurückreicht, als die Kloster- 
messe schon bestand, aber die frühere Warenmesse noch nicht ganz aufgehört hatte, 
berichte loh Tielleioht auf minsch sp*tt^r einmal, da jedoch ursprünglich mein Vcrtr 
der die Jahre 1200 - 1800 umfasst, für zwei Abende bestimmt war, so war ich gezwoni 
Tieles gans wegzulassen und manches nur stiohwortmsi sig zu bringen. - 

Es ist eine historische Tstsaohe, dass die Hßndelsst^dtr von alters her aui^ 
die Juden eine starke Anziehungskraft ausgeübt haben. Rs ist ja auch klar, dass ^ 
jlöischen Hassen« die durch Verfolgungen und Entrechtungen jahrhu liierte lang von p*^ 
duktiY« Schaffen in Werkstatt und auf derr» Felde abgeschnitten waren, zum Geld- unc 
Oelegenheitshandel gedrängt wurden. Paher lenkte di- Handelsmetropole Leipzig seh 
teitig das Interesse 6^r jüdischen Kaufleute auf sioh. Dieser besondere umstand 
wie die Bedeutung und die Beurteilung d.9T Juden im allgemeinen, l'ässt es berechti,^ 
erscheinen« die Geschichte der flÜdT. Messfieranten in Leiiszig einer eingehenden 
Stellung zu wUrdigen. (Messfieranten nennt man Mesnbesuoher, also Eink'äufer unu 
Verküufer). 

Wann die erstan Juden auf der Laipsiger vesse erschienen sind« läist sich 



- 2 - 



. f" 



B««ti«Bth«lt ttloht angelwi, da dia ▼orbandonen Urkunden ans Janar Epooh« ttu«s«r«t 
dürftig tind «ntultoglioh sind. Alt in ©inar ürkunda die Jud«n tftx^rtmupt erwähnt 
wirden, ipraoh loan ▼on dain Jtldlscheii Klenant »1« von «turne Gegebenam, iHng«*^ Vorhan- 
dancsa« Einiga lotiEan lassan darauf aohliessenp dass sogar i» Jahre 120 eioh Juton 
•ohon dauernd in Laipaig niadarga lassen haben mx^A daaalt auch ganz diaaelben Reohte« 
wie die ehristliohen Kaufleute, genossen. Diese Ole loh Stellung wtthrte aber nur bis 
tum Jahre 1360, als man die Juden der Brunnenrergiftung beschuldigte. Sichere Kunde 
lft)er die sesshaften Juden in Leipiig gibt Jedoch erst eine Wachrioht aus de» Jahre 
1569. Hach derselben hatten die Juden ibmals eine geschutst gelegene Oasse, die soge- 
nannte Judenburg, als Wohnatitt« inne, an deren Eingang sieh eine besondere Pforte 
befand. Piese Strasse bestaht heute noch. 

Wann Überhaupt die Leipsiger Ifease entstanden, kann »an nicht mit 3esti?!ant- 
heit sagen, und bei ihr geht ea wie bei« Volksliadi Es wird plötelich gesunken, aber 
■an kennt veder den Verfssaer, noch den KoB^onistsn. Die Meeae iat nicht tu einer be- 
stiBBftten Zeit gegründet worden, sondern sie war plötzlich da« 

WarenaÄrkte gab es in Jener Zeitepoche in allen Teilen Buropas, aie bekannte- 
sten in Deutschland Ton ISOO an, waren Augsburg, irumbers, Frankfür t/ka in, Magd^^burg, 
lauaburg, Braunachweig, KtSnigsberg, Breslau, Dantig, Hamburg, Frankfurt/oder und 
andere, und alle hatten «weifellos mindeatens bis ins 18. Jahrhundert ihre Beroohti- 
gang und segensreiche wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Man was sich wer- 
gegenwÄrtigen, dass »an t.Zt. der KreutsUge und sp'*tar sich nicht einfach da oder 
dort, dieae oder jene Ware brieflich bestellen konnte, sondern die Bedürfnisse ^%t 
mit^irbesohaffüng haben dasu gefuhrt, in Mlrkten und Messen Einrichtungen vm schaffen, 
die einem grossaUgigen Warenaus taue oh von einer Brd^egend tur anderen förderlich tu 

dein wermoobten« 

In den Zeiten minder entwickelter Kultur »it schwer fUlligeren Terkehr erftlll- 
tmi die M4Misen wirtschaftliche Aufgaben, die apater bei besserer Terwollkcoi^eter 
Hände Isorgpjiiaation anderawle sweokiÄaaiger gelöst worden sind; aber dasmla warer 



• 3 - 



Mssen dem gl« i oh su» teilen^ ims heut« der Weltverkehr ist. 

Freilioh kenn man das jetsige Messewesen iil keiner Weise mit demjenigen des 
Mittelalters Tergleiehen. Für diejenigen Ton Ihnen, die die Leipsiger Messe Überhaupt 
nicht kennen, möchte ich henror|]Eeben, dass es j«t«t iß. Inneren der Stadt etwa 26 M#ss* 
p&läste gibt, die mit allen Beques^lichkeiten versehen, wie Telefon, mehrere Fahrstuhle 
Restaurants, Schreibsiamer etc« 

Ja, sogar imt^r dem Harktplat« befindet sich ein Hessehaus und ausserhalb der 
Stadt gibt es Jet«t ein spexielles ^^essgelünde, insbesondere für Schwerindustrie, 
worauf enorm grosse Hallen gefbaut sind, fUr llasehinen, Lokomotiven, Wagen und alles 
was dai?.it susammenhÄngt. Eine dieser Hallen ist fast so gross« wie etwa die Heidel- 
bergerstrasse hier, worin man *.B. maschinelle Einrichtungen ganxer Fabriken sehen 
kann. 

Kommt man Jetst als VerkÄufer nach LeiT)Eig, so sohlieat man seinsn Verkaufsraum 
auf, läset abstauben und man kann Terkaufen. Dagegen im Mittelalter und sogar noch, 
als ich erstmals nach Leipsig kam, spielte sich das Hessewesen in der Orimc^isoh«»- 
und Peterstrasse und Keumarkt ab und in den saselbst einmündenden StrÄssohen, worin 
Jeder Terftlgbare Raum in den Wohnungen der Hiuser, selbst KUohe und (Hinge, s Is ^ohn- 
und Aus'^tellungsrttuae benutst wurden. Die meisten Handler schliefen auf ihren ?Tagen^ 

Wie also jetzt in den Messpal'asten und Eallenm nur mit Mustern, spielte sioh 
damals das Messeleb«!, ausser in den genannten primitiren Räumen, auf dem Augustus- 
plat« und freien PlHtsen innerhalb der Tore, und «war da ab, rro die Waren lagerten, 
denn ror mehr als 700 Jahren, seitdem Leipsig als wichtige Einrichtung des deutschen 
und internationalen Wirtschaftslebens besteht, kaufte man Waren, die man auch sofbrt 
mit nach Haine nahm. Die Kaufleute brachten ihren gesamten Warenvortrag sur Messe 
mit und Übergaben dem Kttufer di'> erworbenen Warenmengen sogleich an Ort und Stelle, 
Die Waren kamen auf hoch aufgeladenen Wagen, die aber nicht leer mit «urtlckg^^ncasBen 
wurden, sondern die Fändler kauften wieder Waren ein, die es in ihrer Heimat nicht 



/ 



. 4 - 



gab und die sie ftlr ihre Kuodmi su Hf^use oder wieder auf anderen Messen brauohten« 
Ein einzelner Händler kasa oft mit 20 Wa^^en, «amt Kneohten und MÜgden. 

Den in Dwitsehlfmd lebenden Juden nar es bis löOO rerbr^ten^ Dienstpersonal 
tu halten« besw. mit tur Messe su bringen. 

War die Messe einsal sohleeht und die Verktufer konnten nioht alle Waren ab- 
seteen oder der tu ertielende Preis war tu gering« dann blieb ihnen niehts anderes 
übrige als die nicht abgesetzten 7?aren in LeiT>tig in Oeirtslben bis tur n^hsten Messe 
einzulagern, weil sie die entleerten Wagen tur M^tnahiie der gekauft«! Waren ge- 
brauohten« 

In Buropa bestanden schon sehr früh grosse tJn^ersohiede der OUtergewinnung, 
bedingt nioht nur in der^ rerstreuten TorkoBsnien seltener Waturerxer.gnisse, sondern 
ebenso dadux^h« dass die Länder um die Ktlsten des Mitte laeeres in gewerblicher Ein- 
sieht weit fortgeschritten waren als das b innen Itedi sehe Mitteleuropa und das ost- 
•uropMische Tiefland. 

Aus Lindem mit höher entwiokelter Kultur dregen Hände Istreibende in die ent- 
legeneren Gegenden vor, wo noch eivgenwirtsehaft liehe Bedarfsdeckung herrschte« die 
jedoch einer Srgänturg durch Oüter seltenerer Art oder fremder Produkte eines teohnisoh 
TenrollkoonEsneten Gewerbe fleisses flüiig waren, aber bei der wiethin bedrohlichen Un- 
sicherheit dmr W^e vereinigten sich die lau flaute tu grtSsseren Karawanen« wie firüher 
die Phönisier. An geeigneten Prätten« an StroanUndüngen oder auf Inseln in KtlstennMhe« 
bei Fluss- und Gebirgstlbergangen, unter dem Schutte befestigter Anlagen, nahmen sie 
▼orüber^ehend Aufenthalt« bftten ihre mitgebrachten Waran feil und tauschten Landeser- 
teugnisge dagegen ein. Eine gewisse Fülle und Mannigfaltigkeit des Angebots« immer 
nach dem Stande der daraligen einfkohen LebensTerhMltnisse gemessen« lockten Leute 



an« die auch e 



tu 



kaufen oder einen Kauf rortunehmen gedachten. Der Orundsitt der 



!?ational Ökonomie« betgl. Angebot und Waohfrage« trit^ hier deutlich vor Augen. Von 
fliegenden Korkten kt5nnte Taan ursprlinglioh sprechen« noch ohne Regeladii sigkeit« bis 
naoh und nach periodische Märkte tu bestirnter Zeit des Jahres an bestimmten Orte 
abgehalten wurden. 



- 5 - 



.^^ 



So ungefähr mögen all«, also auch di« Leiptiger !;««s« ent«t«id«i ••in. 
Aus eirt^lnen Hoti««i In alt«n Urkunden kann aan ab©r «rsehon, dms dim Leiptigor 
MHrkt«, wia sla danala lii«S3«n, ebenso alt sind wie di© Stadt selbttT 

Uipiig erhielt nach und nach riele Metsprivi legten, deren Entstehung «war 
«•hr interessant l«t^ die ich j©doeb, damit dar Vortrag nicht zu lange dauert, ein- 
teln nioht anfuhren kann. fUr jene l^poohe war besonders wiohtig, dass sohon hundert 
Jahre naoh d^r Orttodung der Stadt asi 1, KHirs 1268 Markgraf Dietriqh durch einen 
Bsndelssohutebrief Terhieas: alle Xaufleute, woher sie auoh waren und «er «ie auoh 



•ein soehten, die seine Stadt Leipfig sur 
bung SU •ohutten. 



bemaohteo, vor Bedrückung und Bereu-» 



rerx raaohe Aufschwung der Stadt und ihres Handels wurde aber auoh durdi den 
Reich ttuB der Proiberger Silbergrutoen begünstigt, deren Erschliessung mit der Orltodutg 
▼OTJ Leipsig fast tusannenfiel und deren reiche Ausbeute der Orafen Otto, dem Gründer 
Ton Leipsig, dan Beinamen " des Reichen *• subrachte. In jener 2ei^, die arm war an 
edlem Metall, wirkte der Bergsegen fUr das ganze Land wie ein befruchtender Strom. 

In wirtschaftlicher Hinsicht war das Wesentliche, dass die Messen vornehm- 
lich 6mT Ftsrderung de« Femhandele dienten, indr» sie die verschiedenen Warenerseug- 
nisse vermittelten umd eben danus l^r rechte der Grosshandel vor» 

Wieso aber gerade Leipsig dieser b€>deutende Stat>elpletE des europäischen 
Handels geworden ist, liest sioh nioht eimnal adt Bestimmtheit sagen. Die Bedeutung 
der meisten grossen Handelspllttse beruht eigentlich auf Ihrer Lage am Meere, oder 
an einem schiffbaren Strom, Wohl kommt Leipsig seine geographische Lage «ustatten, 
in der Mitte Europa« und als Schnittpunkt altor Handelsstrassen, aber «um Teil 
braohten es die gan«tigen Mess Verhältnisse in öestalt dmr erwähnten Privilegien und 
Redhte mit sieh« dass Leipsig den alten Hansestädten, trotsdf« dort das aus Korwegen J 
Ruasland, Schweden, Finnland eingeführte Pelcwerk gehandelt wurde, den Hang ablief. 

La»t not leaet beruht aber Leipsige Aufsciiwung und rasches Wachstum in 
erster Linie auf seinem stets aufstrebenden freist, seiner sielvollon Handelspolitik 



- 6 - 



und ^BT besonderen l^tlhrigkelt seiner ohristliohen und jtldisob en K a ufleute, In Uberat« 
günstiger geographischer Lage «wisohen de» gewerbereiolwn Westen und d^n Rohstoff- 
ländern des Ostens, gestütst auf Sachsens glücklich entfaltete industrielle Produktion 
in reger BandalsYerbindung mit Ha]Ä>urg, dem Binfalltor des Terkehrs von England her, 
»it den Niederlanden, »it Oberdeutsch land, tfberdies nahe dem aus^hrerie^igenden Sohle« 
sien und Böhmen, sab Leipzig gar bald in seinen Ifeiuem das reiche Getriebe 6er gröss- 
ten Bitteleuropäisohen Tfeltmesse und Hess sich euch durch die anderen llllrkte nioht 
aus d«n Felde schlagen. 

Die regelmässigen MärHe iwüren anfangs im IS. Jahrhundert klein. Es kamen 
einige hundert Messfieranten, diese Zahl erhöhte sich nach und nach auf SO. 00'^, wonm- 
terter oa. 8000 Juden ges'ählt wurden, deren Umsätze aber grösser waren, als die d^r 
ohrist liehen Fand 1er. Die Su^Jme der verkauften Waren, die allein von ausländischen 
Juden herrtthrte, steigerte sich einmal bis eu einer Hillion Taler. Die Händler mussten 
die Summe auf der Wage im Rathaus angebsn und von dieser Summe waren an Rat und Staat 
Abgaben su zahlen. Allerdings kam es vor, dass bekannte Fändler unter sich abrechnetsi^ 
tm die Abgaben «u ersparen, daher eurde auch der wirkliche ümsatt nicht genau ermittelt 

Hur kurse ^eit waren die Juden und Christen besUglioh der Abgaben gleiohge«- 
stellt und als einmal durch Petition«! der Zoll ermässig^ wurde, betog sich dies nur 
maf den Teil der Christen. Die ungünstige Besteuerung der Juden hatte aber tur Folge, 
daes sie, wie vorhin erwähnt, viele gehandelte ''^aran nicht angaben. 16ß4 hat ein lür- 
fUrst die Oleiehstellung der Juden mit den Christen ausdrücklich befohlen, iber nach 
einiges Jahren wurde wieder die htJhere Abgabe für Juden in Anrechnung gebracht, Ja, 
es wurden noch neue für sie eingeführt. 

Als die Juden dann von einigen Hessen dieserhalb we^ lieben, wurden die 
Abgaben herabgesetst« Markgraf sagt in seineiB Buchet " damit aber das Häkeln der Juden 
wieder unterbleibe, wurde bestimmt, dass jeder Jude am ersten Tage nach seiner Ankunft 
sich auf dein Rathause lu melden hätte, tweitens hätte er aneugeben, was er ein- oder 
ausführen wolle (nioht deolarierte Waren verfallen dem Rate), drittens! die Juden, 



• 7 - 
veloh« mit Juw«l9n handeln» ^ hatten eix^e besond ^rs hohe Steuer tu sehlen^ und et 



beieet 



«t5rtliohs 2u dieser Angabe sind aie auoh rerpf Höhtet , venn die Juveleb an den 
LandesfUrsten oder andere groeee Herren verkauft würden. 

Oofters ifurden die Brlaaae aisaaohtet, dann Icamen achlirfere BeatiaTnungen, wonadi 
jeder Jude seinen Tortettel und Abgabeeettel als Paasieraohein bei aioh ft^ren «ollte« 
Soloh kleine Had^lstiehe ersann «an^ damit auch die Innungen, auf die ieh gleioh su 
sprechen kemam, befriedigt waren; diese warmi Jetet besonders erbost, ^a aach jt^ische 
XleinhXndler tur Messe eugelassen, die " Markgraf ** in seinem Buche * 8aokjuden ** nanntj 

Venn nun aber nicht schon im 11. und 12. Jahrhundert ein richtig groasstlgiges 
Oesohiift Plats greifen konnte, so war daran das Zunftwosen schuld. Die Hr^imBr, dasiis 
Eraseer genannt, die teils rohe Menschen waren, deren Tätigkeit selbe tverstHndl ich mit 
dem heutigen Einzelhandel nichts «u tun hat, und dir aber in de» damaligen Oewirr von 
BesohrMnkungen manche Yorrrechte ihr Eigen nannten, waren lange Zeit eifrigst bemüht, 
besüglioh der %0»b% Jeden Fortschritt, jeden gross sügigen Oedanken schon ±m Keime su 
ersticken. Ebenso wie sie auf die Grosskaufleute neidisch waren, weil diese die Hats- 
herren stellten, die früher aus ihren Kreisen geneaBsen wtirden, ebenso hasserfüllt wa- 
ren sie tu allen Zeiten erst recht gegen die Juden, ohne die aber das Messgeselälft 
gleich Bull gewesen wärm und sie denunsierten sie, wo es nur angüngig war. Auf den 
Sack sehlllg;t man und d«n Esan meint luin. Die Handelsherren irr allgemiinen und die 
Messe im besonderen sollten getroffen werden und nur deshalb rückte man mit Wmdel- 
Stichen und Keulen den Juden auf den Leib. Die Krämer verkörperten gleichsam den klein- 
bürgerlichen Kastengeist und leider behielten sie sehr oft während 6mr Messen die 
Oberhand. Die landosherrliche Gewalt war oft erat nach der Messe imstande, die Frei- 
heiten des Verkehrs wieder hersustellim und die Auswüchse des Lokalpatriotismus su 
beschneiden. 

Ble die Juden, di- aber von einem ungeheuren i^illen «um Loben durchpulst wa- 
ren, geswickt und gepwackt und denunsiert wurden, wie sie aber willensstark und hart- 



• 8 - 



näoki^ ihran Kampf um ihr Raoht führten, dafür Tf611 loh ron rialen «iwii klalna fpi- 

aodan anfuhren t 

Daa Ab- und Aufladen der Puxhrwerlce war ^on jeÄer Privileg einer Zunft 
und niemand andere durfte hier tu herangetogen werden, tieaer Gesellschaft war es aber 
oft unmöglich, der Arbeit Herr tu worden, und aie bedienten tu allerletzt die Juden, 
und swar oft erst, als die Messe oohon begonnen» Die polnischen Judon Hessen si oh 
dann lange Jahre von einen^i gewissen Liebig und dessen Söhnen und Verwandten helfen, 
bia Liebig dieaerhalb bestraft wurde. Da »ohloasen sioh 18 jüdische polnische Kauf- 
lente tu eüaem Verein suseanen, machten Eingaben auf Eingaben (worin in einer beaon- 
dera hingewiesen wird, daes dieser Lieb ig während des Samatags und der jüdischen 
Feiertage Waren auch bewache und an diesen Tagen die Feuerung unterhalte). 

Die Petitionen gingen bis «um Kaiaer, der schliesslich entschied, dass 
Liebig am Auf- und Abladen polnische und russischer tfagea während der Messe nicht 
mehr su behindern sei und als vereidigter Messhelfer su bestellen wVre. 

Eine sweite Episodes Sa kam im 13. Jahrhundert eine Judenverordnung heraus, 
wonach es den Leipziger Hausbesitsem verboten war, an jüdische Händler Läden und 
Magasine zu vermieten, um Ifiederlaasungen su vereiteln. Lange Jahre hat sich niemand 
um diese Verordnung gelctomert und sogar der Bürgermeister TTendlor vermietete an Juden. 
PlötEÜch kam die Innung swei Jahrhunderte später und verlangte, dasa eine Witwe dem 
Kaufmann Oumgpel aus Hannover die Hesswohnung aufsage. Die tapfere Frau weigerte sich. 
Auch dieaer Streit ging bis «um Kaiser, da aber stellte sich heraus, dass die Innun- 
gen die Wohnangen von Lehrer, KUater und Pfarrer, die diesen garnicht angereohnet 
wurden, fUr die Meas^^n billig abgemietet und indirekt an Christen und Juden vermiete- 
ten. Auoh hier wurden die Innungen abgevieaen. Ich kenne aber auch viele Fälle, bei 
denen die Juden sdt ihrem Becht nicht durchdrangen, cbaohon der Hat auf ihrer Seit^ 



stand. 



Aber das eine fteht fest, und dies ist aus Akten nacheeisbar, dass die 



Heesfreunde damals schon geneppt und ausgenUtst wurden, wie heutigen Tags. 

BeiUglich der Izmungen ging ea darola Leipsig wie früher Nürnberg «.Zt, 



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der Kei«ter«inger. Als die Gilda der Handwerker lurnborg beherrechte war die klein- 
liche Veekmeaserei obenan, so dass sich kauai Hana Sachs durohaetsen konnte und in 
Leipsig mues die Arbeit dea Oroashandela ala aegenareiche Korrektur beaeiohnet wer- 
denj^ der dxurch das Innungaweaen herbe ige ftlhrten Kleinliohkeitakrimerei. 

Wohl aind im 15. Jahrhundert die Leipsiger Messen aohon eine Sitole dea e«ro- 
päiachen Bandela geweaen« eine dceiinierende Stelle nahmen aie aSber erat ein, naohdero 
a«f Betreiben weittoliokender Landeaherran, insbesondere Kaiaer ^axiailiana noch gön- 
atigere MeaspriTilegien verliehen wurden, um deren Wahrung der Rat dmr Stadt aioh 
steta eifrigst bemtiht hat« 

Ala durch Pririlegien, wie Ger iohtabarkeit etc. die groasen Handelaherren 
featen Fuaa gefaast, mit auawKrtigen KÄufem und Verkäufern ina Benehmen getreten 
waren und aomit dm wirkliehen Orundatein, man kann sagen, aur Jettigen Mease gelegt, 
traten aie noohmals an Kaiaer und Reich heran, auch wegen eiiMa Privilegea beEüglioh 
geaohUtzter Strassen« 

ühd der Bat hatte erwirkt, daas nicht allein gute Straase hergestellt, aon- 
dem daas diese för die Measfieranten wHhrend d^r Hin- und Rückfahrt, je 18 Tage 
(aoviel Reiaeseit wurde angenoniTren) bewaoht wurden, so dass die laufleute freies 
Geleite hatten« 

FUnf beachUtste Haupt- oder Heeretraaae, atrahlenfbrmig nach Leipsig führend, 
wurden gebaut, die die Handelaleute sur Mease nicht allein benutzen durften, scmdern 
von da ab benUtten «uastam , wann aie nicht Ämr Ach* un^ Aberacht verrailen eollten, 
und twar der Zölle und Wegateuer halber. Kaufleute, die die vor geschriebenen Straa- 
aen der Abgaben halber vermieden, ouasten di<^» oft mit dew Verluat von Hab und Out 
und Leben bUaaeb, denn Raubritter und herus^t reifendea Raubgeaindel waren Überall 
auf der Lauer« 

tJm Jeweils Strassen und Brücken um Leipsig herum in gutem Zustsind *u halten, 
ert)aten Biaoht5fe von Meraeburg von den B'Andlem Beiträge und erteilten dafUr den 
Beitragenden einen 40-tägigen Abiaas. Ob auch die Juden SUndenablaas satte 1 erworben, 
war meinerseits nicht festsustellen« 



. 10 • 



In jener Zeit konnte laan eioh nicht, wie heute, abend« in den D,-2ug eetEen, 
um morgen« in Leipzig eu arbeiten tu beginnen. Re ar damals nicht leioht^nach Leiptig 
SU koimaen, denn sogar trots Sohuts keaien Beraubtmgen vor; ein Augeburger Kaufiaana 
sagte einnial «u einem Leiptiger OeachUftafreund, du» Bürgermeister Wlnklen 

• man freut mich iBwer wieder neoh Leipzig lu kownen und überwindet gam 
die Reiee^ aber diesmal bin ioh wieder mit unseren Frachten Eusassnen«* 
gefahren. In unaioheren Zeiten bleibt der KeufnÄnn bei seiner Ware und 
doch haben sie mich «uguterletEt eine Tagereise Toa Ziel angehalten und 
mir ein Pass Pelle abgehackt. • 

Dieser Augsburger wohnte bei Winkler, wie Uberhauot wiele aus^rlrtige HÄndler bei ihren 
OesohUftsfreund«! Gastfreundschaft genossen, was ogt sogar su Verwandsohaft fahrte. 
Hierüber las ioh einen sehr lustigen Koman, worin Schiller, Ooethe, Leasing, Leib^it» 
und andere grosse Oeister Torkamen. Da, wie ich schon angeführt, Christen geringeren 
Eingangssoll sahlten, so Hessen Juden hlufig ihre Waren duroh christliche Oeschiifts« 
ftreunde «tofUhrenj diesen Waren konnten aber nur auf dm lamsn des christlichen Kauf- 
manns abgesetst werden. Der Jude durfte, nachdem« die Stadttore passiert, die TTarsn 
nicht mehr an sich nehmen oder durch Soheinkauf erwerben, denn Schiebe rgeaohüfte waren 
streng verboten. Ks durften also Waren auf der Messe nur einmal rerkauft werden, um 
Preistreibereien «u rermeiden. Auoh der in Leipsig ansiissige Händler durfte die auf 
der Messe eingekauften Waren nicht auf der gleichen Messe absetsen. 

Als einmal eine Art Octroi rem einem bestiiBBiten Tage ab erhöht werden sollte, 
Tereinigten sich polnische, rupsisohe und litauische, christliche und jUdisehe Kauf- 

« J I» ■ II ■■ ■ III ■»— »» II» U li I » I I » m 

leute EU einer Karawane, um vor üeberfall gesehUtst su sein, uns sie erreichten Leip- 



sig Tor der Zollerht5hung. 



▼or 



Wenn es aber schon Jaden christlichen Kaufmann der Reise bang war, um wie- 
viel mehr war dies bei den Juden der Pall und trübe Wolken TerdUsterten den Hinmel 
Abreisenden und surliokb leibenden Angehörigen, unsere Torfkhren, die der mehr als 
taussndjtfhrigen Colus ohnedies soriel KrVnkungen, Pemütigungen und Einsohüchteruni 



- 11 - 



haben durohnaohen atlsaen^ ¥rar«n auf der Reit« naob Lelp«l|; erst recht den Yerfol- 
fungen und Drohungen au8ge»et«t. S« kam Aber nooh ein gewisses l^rauen dstu, wenn 
die Juden deren d&ehten« dass sie in Laiptig ernstlich y:r9in]c werden könnten, Ja, 
daas sie daselbst der Tod ereile. Weim ntoilsioh ein Jude in Leipsig st^rb, konnte 
er daselbst nioht beerdig»- werden« Daher beeilten sioh kranke Juden, wenn sie irgend- 
wie reiaefllhig, Leintig «u verlassen»- Ein Beispiel von Tielent 

Bin - Mendel - Speyer aus Prankfurt a.lK. ▼erschied nach S-tÄgigem Iranken- 
lager. Sein Schmiege rtrater, der ait sur Messe war, gab sieh die gr»sste Mühe, die 
Leiche herauszubringen, aber nur durch einflues reiche Venaittlung und tausend Taler 
har wurde die Leiche rem Rate freigegeben und konnte nach siassloeen Schwierigkeiten 
in Dessau, als dem nüehsten jüdischen Friedhof beerdigt werden, 

Baehder aber Leiptig betltglioh der Beerdigung keine Aenden^ng eintreten 

Hess, wandten sioh die Juden aus Prag im Jahre 1679 an den FurfUrsten, damit die 

freie WegfUhrung von Leichen gestattet würde. D^r KurfUrst verlang e ein^n Bericht 

▼on der Stadt und frug, ob Überhaupt ein derartiger Pa3 1 schor vorgekonB^ren. Die 

Stadt antwortet© und vertrag den Standpunkt, dass die Juden wohl 

um einen Ort fUr die Bestattung ihrer Toten gebeten hatten, aber 
•^^' ^Pg^i^hige und Sohilnder unseres alleinseligmachenden christ- 
IWshen Glaubens lehtii der Rat es ab, ihnen einen ehrliehen Ort 
gum Begrltbnis su verstatten, und wegen Freigabe von Leichen wolle 
sich öle Stadt nicht binden! 

Als nach kurser Zeit wieder ein Todesfall vorkam, wurden den anweeenden 
jüdischen Verwandten, da sie nur noch 14D Taler gehabt, ihre stotlichen Waren und 
Wafen beschlagnahmt. Es ist daher ein betrüblichen Zeichen imner Zelt, dass fiska- 
lische ErwÄg^ingen nioht eintml vor den Toten halt machten. 

Auf ^r einen Seite wurden den Juden diese Sohikanen genacht, wKhrend an- 
dererseits oft anerkannt wurde, dass der Einfluss ä^r Juden auf den Lelptiger Handel 
Kneserst segensreich wnr und dass es gerade den Juden ru verdanken, die Leipsi^er 
Bürgerschaft dein Btendel nahegebracht su haben und dass es auch ihr Verdienet, das« 
Laipsis dieser internationale Randelsplat« geworden sei. 



-12- 



Aber trotz dieser grossen Vorteil«, die Lelpslg duroh die rege SeteiUiSüng 
der Juden gewann, dauerten die Besohrtokungen de* jUdieohen Blesient« im Handel fort, 
J«. öftere erfahren ele sogar nSett unbedeutende Enseitenmgen, l-mer «ngeiettelt 
durah die Irtoer, «pÄter euch «uroh Kaufleute, die In den Juden nun eine grosse 
Konkurrens sehen, well diese -aoh und nach in offenen Gewölben Waren anboten. 

Seither hatten die Ulptlger, ausser der Mes setelt geruhs«™ und su frieden 
in behaglloheiT, Idyll dahingelebt. 

■un aber war es «iBttllch wie ein Aufpeitschen ihres «eltherlgen Tuns, wenn 
sie die Rührigkeit dieser wenigen Juden bemerkten, denn auch diese wenigen Angesie- 
delten sollten wieder ▼or. einen- Ort eun anderen getrieben werden, ebenso, fle win sie 
1411 der Verfolgung preisgegeben wegen eines Verdaeh^^ee, z» Oste-n ein ohristliohes 
find gemartert tu haben und ein anderes Mal der geheimen Verbindung mit den Bussiten 
beschuldigte. 

la 14. Jahrhundert hatten auoh die KrSaer gelernt, die WessfreBsden austu- 
Bützen, denn das Seppewesen begann deMls und treibt auch heu^e nooh seine Bl«*-en, 
Tlele lebten von dem Verdienst der einen Messe bis Jtur n»«ehsten, sogar die Markt- 
helfer. Daher wollten die Frliiner die Messer auch nicht aehr Bissen, aber liederlas- 
sungen wollton sie unter allen üiastSnden hintertreiben. 

Eie KrSmer wussten wohl, dass fast Tor den Toren Uipsis und twar in Alle. 
Magdeburg, Halberstadt sieh riele Juden bereits niedergelassen hatten. In ihren 
Eingaben an den Rat um Vertet der Flederlassuncen der Juden heisat es wörtlich, 

" dass der R»-- die Augen bei gut«r Zeit euftun sollte, darnit sie, <?ie ehrlicher 
Christen, nicht selbst der Ruin erwarte. " Hierbei brauohe man gamlcht su 
gedenken der ganz umrersohKsiteo Art und Weise, mit der die Juden J eden , der 
das Aussehen eines landmannee hat, auf freter Gasse anreden, alt in die Oe- 
wOlbe und IJlden flehen und su» Kaufen verleiten. " 
Hachder> auf <!ic»e Anklage keine behördliche Ilassnahiiie geg« die .1Ud5 sehen 
Äessflerenten erfolg^-e, tawen neu« Beschwerden 1687. p.rln kamen die Worte ror, 



• 15.- 



• wenn den Juden die« und jenei gettattet wnr^^, jedweder reohteohaffene 
bttf« und Hendwerkeirenn Scheu trage, naeh Leipeig eu handeln und Infelj 
gedeeeen das liebe Leipsig ceia Ilelnod und eeine Krene ** den l^ndel** 
unbemerkt Terliere. * 
Ter Ra-^ blieb wankend. Derauf wandten lich aber die Juden dir«kt an den lür- 
fUrsten und berßerkten, daes man t ie in Frankfurt a.O., Brauntohweig und anderen 
?l*&tzen nicht nur gern atifn¥h»e^ tondem togftr St«;;erfreiheit geirilhre. 

Der Kurfürst hielt die Beschwerde der Chrisler. nicht ftlr begrttadet und erlaub- 
te offisiell^ dass die Juden in der Reichs* und den enstossenden Strassen OewOlbe 
eröffnen durften. Auf diese unerwartete kurfürstliche Begünsti^n^ hin suchten die 
christlichen Kaufleute mit allen möglichen Mitteln den Kurfürsten lur Aufhebung sei- 
nes Beschlusses 2u bewegen, inder sie darauf hinwiesen^ dass wegen der Tielen Juden 
Leipsig gemieden wt5rde, dass sogar in Lyon und Paris kein Jude geduldet, wHhrend 
Prag und Breslau genug darunter zv leiden h'Ätten; aber hier in Leipsig lavfe das 
JudenTolk sogar, selres Gefallens halber, an SoT?n- und Feiertagen hereum, um den 
und jeden su locken. 

In einer anderen Petition heisst esi •* In Hajnburg würen Itagst alle Juden 
durch Btlrgerbeschluss baanislert, so dass sie sich Witten nach Alton» wenden atfesen.*' 

Durch die sWgemde Stellungnahme des Bäte« erreichte die Erbitterung geg«Q 
die Juden eine solche Höhe, (so sagt Markgraf), dass sie 2ur Selbsthilfe griffen, . 
d.h. es erfolgten OewalttMtigkeiten. Der Kurfürst erweiterte nun erst recht sein 
Dekret rom Jahre 1687 su Gunsten der Juden. 

Aber an der >H>hen Besteuerung tederte auch dieser Kurfürst nichts, denn er 
betrachtete die Juden als eine grosse Flnanzquelie. 

Mit der Messe ging es einmal auf und einaal ab und den Juden einmal gut und 
wieder sehr schlecht^ ^enaohd'W dmr Hat, Kurfürst und Kaiser tu ihren dünsten oder 
tu ihrem Kaohteil eintraten; jedeiifalls spiegelte «ich das Geschick der Juden Ic 



- 14 - 



llM)t«l«b«c und in den IJiMätzen wieder^ gan£ abzusehen daTon, dass T/elterelgnisaa» 
wie di« P«8t und der dreisaigjMhrige Irieg oder Kriege im Aueland, die Meese oft 
•reohUtterten oder begUnetigten. Hierüber einige Beisoiel© nur etiohirdrtaiäiesig, wäh- 
rend diese VorglCnge »elbet dioke AktenbUndol füllen. 

Beiepielei Einaaal wurden in Leipsig drei VMnton. «ueser Kurs ge«et«t. Daher 
▼erkauften die Händler in Leipzig eohnell ihre W«ren, kauften noch Taler daiu und be- 
suchten eiligst die Vesse in Frankf\ir^ a.llain, um da fir ^ie in Leipsig ausser Karm 
gesetsten Taler einsukaufen« 

Einmal heisst es in einem Messeberioht, dass besonders die Juden aus Lissa 

und Brody^ die für Türken und Russen zu Kriegszwecken zu liefern hatten^ enorme 

Einkäufe sachten. 

Ein anderaaal kauften Oriechen und Türken zut gleichen Zw^ok 4.0'?o Zentner 

Waren auf einmal. 

Auf einer anderen 3^esse ^-urdr das Geschäft durch das Falliment einer War- 
schauer Finim ungünstig beeinflusst. 

Begünstigt wurde die l^esse einüiai besonders dörch die Aufk)(ufe Tersobiedener 
Firrren aus der Walachei und Moldau^ die »it reichlich klingender ¥^inze angekoBn?»n 



seien. 



Das Sinken der österreichischen und russifchen Wertpapiere erwirkte ein 




flaues Gesohttft, 

«.Zt. des Seekrieges zwischen Holland nn^ ?ngl«r»d ef>ieltc sich der tollltndi- 
sehe Handel auf der üesse in Leipzig ab* 

Einmal wer eine fehlgeschlagene Spekulation in F&senfellen schuld am sohlech- 
ten Gesol^ft und daran^ dass die Wechsel, die bei Yessbeginn fällig^ nicht eingelöst 
werden konnten, nUhrend auf einer anderen Hesse die Judf?r aus Brodi und RuHHiellof dms 
Geschäft belebten und für 12f .000 Dukaten einkauften. 

So sind in d^n J^kten, bIs Berichte an den Kaiser, viele tnusende solcher 
Beispiele angeführt, '^ie geeignet waren, die Uessgesol^fte in gut^er oder in «ohleoh^ 



• 16 - 



tun »öoht« loh Ihnen nooh cäii« kur£ slrisci«*«^ w* m 

i^nz jcur« «iclÄXier^Bn^ wie mm in angrenzenden Staaten 

t«b.r ai. Juden dacht.. „acMa» «„ ..rfolgt h.tt.. «loh.r 7ort.ll i.i..ig a„roh dl.- 
.•lb.n .rwaoh.« «r. Mach« Sl. d.h«- .ln.„ kl.W Ab,f .h.r .it „Ir ^.h Pr.u...n. 
..U. d.. d«Alig«, gro...n lCürfUr.t.„. al. «. von Hell.«! k«i^ .o .r Ha„d.l k.„n« 
und ..«t.«. ..l.rnt und .„.h d« w.rt d.r Jud« .rk«.nt h.t^. Br ^r .In ^rnUnfti. 
fr. w.i«,liofc.nd.r r«,.t. «r d.n dl. 4ud.n .1». p.litl..h.. kultur.ll. und nl.bt 
.ul.t.t wirfchaftllch. B.d«,tung hatfn und ob.ohoa er .in ^ll.ttodl« jud^u».!».. 
Und .orrand. 11... .r ..fort dl. Jud«, h.r.ln. m -in« Erla...n k««t d«- Kurf«r.t 
•uoh .Insal «uf Kannh.lB xu •pr.eh.n und niri(hnt> 

- Di. r^. Stadt Kannh.1« ..i durch dl. Jud«. in Blut. ,.k«.a und In .In« 
J«d«nr..kript h.l.,t ... b. «.r.l.ht „, d.. lande. B..t«. ..nn darin tI.I 
B.nd.1 und Wand.1 g.tn.b,n wird - und «x .in.r a»l.r.n St.ll.. " da., di. 
Jud.n d« Und. nl.ht ..hMli,*, .«d.m vi.l«hr nutzbar .r.oh.in.n. « 
Der ^„. KurfVr.t B«u.t. dl. ,ud.n w.1.. und .l«ge l.„te und ^.tatt.t. ihn«» ..hon 
bald in Frankfurt a.O. .In. Synaje«. « |..u.n und Fri.dhöf. .ln.uriohten. DaMt dl. 
Jud« Uip.lg n,eh «ehr «iden ..Uten. erll... .r lha.n dan L.lb«oll. 

AI. .in«l die Elnköhft. ran d.r M.... FrankfNart a.O. ^ringer war«, .rgln««, 
«r^Tllch. Anfraß d.. XurfUr.t«. «. di. A.t.ka»«.r. waru. «. Jud« di. FranWV.rt.r 
««.. nioht hMufiger b.«,eht«. .ond.m ll*,r In uip.ig. Bm.la« .In- «.«rkauTt«. 

In dl..«a r«.««.Bh«.j .t.ht „. da.. Sohutrtrl.fe tUr Frankfl^rt a.O. b.r.it. 
wlllicat .rteilt «rd«. und da., di. Polen gan. b..ond.r.. al. di. v.r.lttler nri.ph.n 
0.t«i und W.rten, bÄjUnatif», wurd.n. 

lau ««ht. dabai an L.ip.i« denk«, deren Mea.« g.rad. In j.n« JAr^ durch 
di. Jud«» .W un,.h«r.n Auf.oh.ung nah«.n. d«m .. b.«.ohten doch in .in«a Jahr. 
18.192 Jud.n di. dr.i L.ip«ig.r M«.« und bn.oht.n der .«.h.. H.gi.rung di. Su». 
▼on 873.000 Talern ein. 

laehd« .b.r gar nfah .in Erla« k«a. d... ^ auf di. Kig.nart der Jud« n^, 

•loht .u n.h«en ..i und »an dl. R.ligion d.r..lben .ohüt..n .ollf. t«nt. .. wi. .1, 
«waltige Slafonl. dnroh di. R.lh«» unserer 01ai&«i.g.noM.tt. 



- 16 - 



Jud«n^ dl» frUh«r klagt«, jauohEten jetft; dl«, di« früher v#r«iwif alten, Jube 
tan leat und «tatt der erlittenen Damtltigungen koimte mn bald einen heldigan Stol» 
vahrcMhBMin« 

Trot« der Tielan antiawnitisohen Aeueeerungen im Buch " Markgraf ", der Sachee 
«ar^ iat aber eohlieeeltoh doch noch helle geworden, und er führt seibat aa Sohluas 
aeiner Betraehtungen folgendes an; dies soll aueh mein Sohluss seini ** üebarblioken 
wir nooh einnal die Oesohiohte der Juden auf der Mease in Laip«ig, so ergibt sieh, 
dass die jtMisehen Fieranten in hohen Kaaase belebend und ft5rdemd auf den Leipsiger 
Messhandel eingewirkt haben. Belebend und fördernd wirkten sie fürs eiste duroh die 
Grosse ihrer Einkäufe, indem sie dadurah Sahire iohe Kaufleute in den wersohiedens ten 
Undem naoh Laipcig loakten und fornehmlieh 6mr säohsisohsn Industrie einen reichen 
Absatz rerschafften. TUm sweite wirkton sie fördernd auf die MessgesohKfte durch die 
Wannigfsltigkeit ihrer Einküufe« insofern sie besonderi die inliändisohe Industrie tu 
isner grösserer llannigfaltigkeit in der Produktion anspornten. Auf wielen Messen waren 
die Juden wegen ihrer wersohiedenen und tmfangreiohen Einkäufe sogar ausschlaggeb«id. 
Belebend und fördernd auf die Messgesohlfte wirkten die jüdisohen Kaufleute weiter auc 
durch ihre reichen Zahlungsmittel in klingender Münze, guten Anweisungen und gern ge- 
kauften ausllindisohen Rohstoffen. Endlieh förderten sie den Messhandel aueh <^rch ihre 
sich stetig steigernden Verldfcufe^ indem sie dadurch die ohristliohen Kaufleute tvaa. 
Wettbewerb drängten und die Industrie su iaamer grösserer Tenrollkam?anung nötigtesi. ©h 
Zweifel gsibührt darum ein guter Teil dm9 Huhnes» den Leipsiger Messen eine dooiinierenc 
Stellung versahftfft «u haben» neben den ohristliohen Kaufleuten, a ueh den jtidiso hen 
Messfieranten und gewiss wMre ihr Anteil an diesem Ruhoe ein nooh grösserer, wesm sich 
nioht Tersohiedene jüdische Kaufleute wiedf^rholt der üebertretung von Verordnungen der 
Behörden schuldig gemacht hätten. " 

Sie sehen also, dass selbst der Gegner sebliesslioh den ^ert der Juden doch m 
kennen ausste und mit Stol« und Befriedigung können wir nun mit dem Fem-4>-Xug 
Hause fishren» denn wir haben uns überseugt, daas unsere GlaubenscenosBen 



suin Siege geli 
Ihnen allan meinen 



kjfmerkssmkeit aber» die Sie m^ 



Lk a] 



(\^ 21G1 



L^dt<9, '^^exjsisW C 



O'JOUüU-UUVt 



•^y CoHec-^Qy^-q^ld^r 2 ££-^txjz.r J-h.cS 



109. OS, Klasse 11/3 



Projektarbeit 



Thema: Alltag im Faschismus - Juden in Leipzig 



Verfasserin: Esther Jonas 



Arbeitszeitraum: Juni/Juli 1991 



Betreuung: E. Martin (zeitweilig) 



Leipzig, im Juli 1991 



Esther Jonas 



Inhalt 



- Die Anfänge des Antisemitismus in Deutschland 
und dessen Folgen in Leipzig 



Jüdisches V7irken in Kunst und Kultur der Stadt 
Leipzig ^ 



- inhaltsschwere Lebenswege - der Familie Pest 



er 



- Die „Höhere Israelitische Schule zu L 



eipzig 



II 



- Gertrud Herrmann - ein jüdisches Schicksal 



- Erwin Martin - kein Jude, und doch...! 



- Ein Blick auf das „Heut 



II 



- Zeittafel 



- Publikationsbeiträge als Beispiel 



Hinweis auf benutzte Quelle 



n 



Alltag im Faschismus - Juden in Leipzig 



Die Wurzeln des Antisemitismus reichen bis etwa zu der 
Zeit zurück, als die Bibel zum Leitbuch der Christen wurde. 
Besonders während der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts fand der 
Antisemitismus auch in Deutschland Auftrieb. 

Reaktionäre Kräfte setzten auf die „Judenfrage" als Heilmittel 
gegen die Gebrechen der Gesellschaft. Alte, latent vorhandene 



Feindbilder gegen jene Menschen, die allen Bekehrungsversuche 



n 



widerstanden hatten, wurden genutzt. Im Jahre 1879 tauchte die 
Losung auf „Die Juden sind unser Unglück", ab diesem Zeitpunkt 



begannen sich die vorher nur religiösen Anfechtungen in „rassische 



II 



umzuwandeln. 1382 fand der „Erste internationale antisemitische 



Kongreß" in Dresden, der „Zweite" im folgenden Jahr in Chemnitz 
statt. Diese Vorgänge blieben nicht ohne Einfluß auf Leipzig. 
In Leipzig entstand der Hammer-Verlag des T. Fritzsch, der 
versuchte, diese unheildrohende Ideologie im Reichsmaßstab zu 
propagieren. Es erschienen kleine Flugschriften und Bücher, die 
zentrale Zeitung, der „Antisemiten-Katechismus", welche ab 
1907 als Handbuch der „Judenfrage" galt und bis 1944 eine Auf- 
lagenhöhe von 325.000 Exemplaren erreichte. ' " 



Zahlreiche Artikel im jüdischen Gemeindeblatt reflektieren de 



n 



Druck, dem die jüdischen Bürger schon vor 1933 ausgesetzt war 



en 



Der berüchtigte Otto Reche wurde nicht erst 1933 Ordinarius für 



II 



Rassen- und Völkerkunde", sondern schon 1927 an der Universität 



zu Leipzig. Bereits 1932 übernahm er den Vorsitz der „Deutschen 
Gesellschaft für Rassenhygiene" in Leipzig. Im selben Jahr nahmen 



2 - 



- 2 - 

die „Deutschen Christen" in ihren Gründungsrichtlinien die 
„Nürnberger Gesetze" geradezu vorweg. 

Ende 1932 wurde Stadtrat Julius Krause (SPD) in der Stadtverord- ■'"'''/ 
netenversammlung von den Nazis und deren Verbündeten angegriffen, 
da er Jude war. Er antwortete darauf: „Als Jude bin ich geboren, 
und Sozialdemokrat bin ich seit 35 Jahren. Ich bin es aus Über- 
zeugung und werde es bleiben mein Leben lang." Im Verlauf des 
Novemberpogroms 1938, wurde er im KZ Buchenwald von den Nazis 
ermordet . 

Trotz aller Anfechtungen, der die jüdischen Bürger ausgesetzt 
waren, versuchte die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig 
sich ständig der Probleme ihrer sozial am schwächsten gestellten 
Mitglieder anzunehmen, so auch mit dem Appell an das jüdische 
Unternehmertum „Gebt den jüdischen Erwerbslosen Arbeit!", der im ^ '^ 
Jahre 1932 im Gemeindeblatt veröffentlicht wurde. 

* 

Am 30. Januar 1933 geriet in Deutschland die Macht in die Hände 
derer, die Juden und politisch anders Denkende als ihre Hauptfeinde 
sahen . 

Im Zeichen des brennenden Reichstages wurde der Terror gegen Juden 
und viele demokratische Kräfte des Volkes hemmungslos eröffnet, um ' 
die faschistische Macht zu sichern. Wie in allen anderen größeren 33 
Städten des „Deutschen Reiches" kam es am 1 . und 2. April 1933 
auch in Leipzig zum sogenannten „Juden-Boykott". Viele namhafte 
Wissenschaftler, Künstler und Beamte werden entlassen, damit Nazis 
in deren Positionen rücken können. SA und andere Nazi-Schlägertrupps 
stehen vor jüdischen Geschäften, Hetzparolen werden verbreitet, an 
Schaufenster geschmiert und Juden werden mißhandelt. Die Schlag- 
zeilen der nationalsozialistischen „Leipziger Tages-Zeitung" ver- 
kündeten, das war der „1. Schlag" oder auch die „Generalprobe". 



- 3 - 



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ilcpi/f licrfM O.is Sf hK:l<<,.il der 
f ,in iilii- will dl' IM (liin f )( t A I ilin 
..f hl' UM f')i li.iHf.-n ■ (ji.'Sliilli'l 



Aus dem Lcipzfoer Stodtp^irlament. 



Vor civva einem J.ilirc hallen liMiidic nc\u<1icr der M.lilii- 
hen Upcr V<:raiilx'i^un>^, sidi dunti eine walirciid einer Opern- 
•.illillirunj; ver:ln^l;lllelc den Juden unl.ciindlulie DeinonMr.iiion 
..rsdiwcn zu Itllilen, Hcrv(jr;;crulen wjr sie diirdi eine Wen- 
dun;^ des (Jperntcxics, Oie j;eeu:nel wjr, den Juden ver;idiiln.ti 
211 inadicn. l)ic Iniend.Tiu knnnic wohl Ifinncll die X'crani- 
\«.(lnll^^,• ablehnen, dj die i;crüi;ic Siellc mdil ciw.i v(in dein 
Sdtauspicler iiuprovisieri war, nmc man anl.injjs nnnahin, son- 
dern dem Opernic.Me cmspradi. Ahrr m.in li.iiic diidi Ik- 
rediiijjunj,', Md> darillitr ru verwundern, diO >;er.ide diese t a^- 
sunc des TcMcs jjcwnhli wir, w.Thrcnd im .-illjjeinenien den 
Autlilhruni^en dieser Oper ein spjiercr TcM iiii.'fiindc rs\v^^l 
wird, in dem u. a. diese Sklle eine andero Kas-^iiii^,« eih.ilien 
halle, die alles die Juden Krankende vermied In Lrmnerun;^ 
an diesen Vor(.;an>;, der semvr/eii j^roBcs Aiilsclien erre^;! hat' 
Knnnle es redii eiijeiiariij; wirken, wenn sidi vor kurzem der 
Kdt der Siadi Lcip/ij; mn einer Anlr,i;;e hclassen nuißic. weldic 
iM;ißnahmcn der Rat fu »rcreilen heiibsidiiiKe, um der Über- 
Ircmdunij der Oper diirdi Juden und JudcndiiiMen vurzu- 
beui;cn, die dordi den (jeneralmusikdirekuir litedicr dauernd 
bei;Llnsiii;i würde. l:s seien eiwa lU— 12 derarii(;e Künstler 
ciij;.u:icri, unü diese würden /um .N'adiieil der dinstlidicn ,Mii- 
j:liedcr der Oper lievor/uj;! |)ic A^,;elc^;enhcll erliall jedodi 
eine andere iicleuditunj;. wenn man erlaliri. daü die .'\nlrji;e 
villi dem volkisdicn Siadiverdtdncien l'usisekreiar (ioiic aus- 
;;e|.;ani;cn isi üieser Voikisdie jjel.nllt sidi. wie alle seine (ie- 
Slllllllll^;s^;clll)^^en, in der Knie eines Aulspurers, der uboiall 
/u^allllllellllan^;c willen. jUdisdirn I mlluB oder jiijisdie ^^\dll• 
i;ier /u tordcrn. So liai (Jone m einer Siadivenirdnciensnruni; 
viun 2U November den Kaisanirai; aul ^'adlhewllll^'un); eines 
Heiiia>;cs von 1 5ü(Xl S\mV. r-jr ZeppeliiiLekencr Speiulc ab- 
»jticliiii, weil der Aulrul rur Zep(iciiii lAkencr Spende unter 
den vielen, vielen Unlersduilicn audi Namen von Juden und 



.N^nnnern jlldischer Ahslammunc lrai'l;(ncbcnbci sei erwähnt, daß 
er in >;leiditin Aiem mit ihnen audi soldte von l'ol.iikein nennt, 
dir sidi niijii sehr neu iiher die Vnikisdirn nii(\crii, ; M den 
beiuhmien . Alut idiskanzlrr I ehrenbadi, der eikl.irt hat, es 
wuide ihm jdioii litiel, wenn er liberhaupl nur die Vnlkisdien 
salie'). Dieser Umsiar.d lial ihn aul die ri<jiii(;e / aliric i:c- 
wiesen. J)as dcuisdie Volk hal kein Interesse an der Ce- 
sdiidiic* Deweis: das {;<■■'!">:« I■r^;ebni5 der S.immluiif; Aber 
die Juden haben Inicresse daran. .Der ciiinjje 7wei|; des 
driiisdien Veikehis. die I ulllahrl (sie !), ist heute nodi nidil 
)d(liS(}r . . . .^\a^ will eben aul diese Art und Weise den 
l.uluerkchr in seine I l.lnde bekommen." (Wir kennen ilen 
wahren (irund lür die Wut der Volkisdicn Über l:d<cner : lidcencr 
ist liberal und hat jüdisdie A^iiarbeiier, i. U. ist ein Sohn des 
verstorbenen Dresdener Bankdirektors Leon Klempercr als 
Sieueimann hei ihm tabn.) Hfi emtf soldicn l.insiellunn darl 
man sich audi nidil llbcr die lurcJit des Herrn Ooiie wundern, 
daß demnJdiM die siadiisdie Oper j;anrlub .verjudcl' sein 
werde. I.^er Kat hal für diese An>;!le des Herrn (iotle wenij; 
Verji.lndnis C'it'R'. Sondern die einriß mn>;liiJie Antwort yC' 
pcben: das hnRa(;emeni der KUnsiler erloljjc nadi rem kilnsl- 
leriscJien Grunds3l:en durdi den ^^emisdiien Tlieater;*usjdiuB 
(Rat und Siadlverordnelen); es liepe keine S'cranlastunc und 
A\Of;ln.tiKeit vor, nadi Kasse oder Relif;ion der Opernmi'Klieder 
ru lorsdien. I"ine l)en3dilrilij;iinf: der dirisllidien Mii>;lieder 

sei weder beabsiditii;! nodi berneikbar. — [lie Ani;clei;rnbcil 
hal damil eme drr Saiiie aiii;emessene rrlediKiirj- (.-elunden. 
Der Kit hat soj;ar Werl daiaul >:clect, die Ollenilidikeii rtarütier 
lu unleriifJiicn, und deshalb in MIrnilidier Sitninj; der Siadt- 
veroidnelen die Anbaue und die Antwort des Uaies verlesen, 
tls sollte )edo(ii aus dem Vor|;an^;c die I ehre j;crof;en wer- 
den, daö audi im Sladiparlameiil so m.Tnelics vor);elil, vi/.\s 
unsere .^ulIrH•,■k^amke1l veidicnl. 




'.'.'.■ Itlwi lli ii(|in.inn 

.Mhiiii't.' V ( wi ; m;'.; in«, ; 'm ,mi 

I. 11 ()/ :'.)''! I lii'ilt» M'lw ,-i .(| mit 

I IM« I.l'. Hl "i" !"i I /l I'mI'MI MiMl 



■S l liMIK'lluIctjliltl Ix'iichltM 1').'/ 
ICIld'IIMJlMlu! AkllOfUMl IM 

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^v»'V.ü««'ivti•ul♦.i<^i»^ '•■•.; ^>, rv.•«:i^"^i>«!^<i^^^ 



Umfaffen5e 9Jla6nor)men 6cö 3leidr)eö 



Die Entjudung | 

der deutschen Wirtschaft 

Elnhoitlkhe Rlchllinien lür die Firmlcrung 
V beim Ueb«rgang jüdischer Betriebe. 

Die .Wirtßchaflskammer Würtlembcrg-Hohcn- 
rollern knt bei der Keichswirlschallekniiiinßr an- 
geregt, daß der Firmieriing beim Uobergang jüdi- 
ßcher Geschäfte in deutschen Be«ltz bcBondere Aul- 
merksamkeit gewidmet wird. Sie ist der Autfas- 
suing, daß P e r s o n e n t i r m e n mit jüdisc h 
klingen den N_a jn_e_n___g r u n d 9 Ü t z 1 i.cjj 
n ich t~bT'i "b e HTl t e n wer den sollton . Auch der 
Firmenzusatz, 



ial< 



erscheint in die«em 



^vormal6 . . ." er^cneini m 
Zusammenhang nicht als wünschenswert, ebenso 
wie ein Firmenzus4ilz über da« Gründungsjahr, bo- 
fern. dadurch ein Zu&ammenliÄiig mit dem früliercn 
jüdischen Betrieb hergestellt wird. Die Wirtftchafta- 
kammer Würltemberg-HohenxoUern hat sich in 
Ihrer Eingabe angcsiclils der besouderen Bedeu- 
tung, die der von ihr angoschnitlejien Frage ohne 
Zweifel 'Im Augenblick zukommt, dafür au>s- 
gesprochen, daß einheitliche Richtlinien 
•^ für die Firmierung beim Uebergang jüdischer Be- 
triebe in deutßchen Besitz für das ganze Reich 
heraosge^eben werden. 



MaiUnahmon gegen dlo Tarnung 
jüdischer Geschäfte 

DoT StaAtflBekrotAr für das Sicherh^it«wwMi nr.d 
nnhere SS.- und Polizcifllhrer in Wien hat am ft. Kot. 
l<)as n.i.:hstehendo Verordnung erl.iSBcn: Die larnuDfj 
jüdiBchcr Genchäfto in Wien hat wiederholt lur Slrtnjin;j 
der öflentüchon Ruhe, Sichnrheit und OrdnunR i^tlWhri 
Um für die Zukunft drrarliKC Unzuträgiichkoiteii aunzu- 
grhücßon, ist eine jLlftre Kennzoicbnu ng dcr 
i U dUche n G e ftThTTTe geboten 1 ür den ^^f^ich 
des Öflues Wien wird daher angtoidnet, daß Jüdisch« 
DandelBgcschäfte und Gewerbebetriebe bis Bp.lleatena 
lum 15. November 1938 in der Weiae gekennznchnn 
werden mUese.i, daß neben dem Wortlaut der lirmi, 
dem Namen des Inhaber« oder der sonetigen nexoich. 
nang in gleich großen Schriftzeichen dieselben Wort« 
in h e b r ü i B cjL?X-^^_ILr_a ch »L anzubringen «^»nd^ _^^ 
-Zp^TrJ^Tl^^-j^f^^n werden mfri IafA_M«-XU-dLgl-M5mi^^ 
"T^estwf^T 

Diese Verordnung d« Staat^sekretAri, ftlr da« ßlchjrr. 
h^tBwofen hat, w-lo der „Wiener VB.' l^^rvorb b^ 
zwei Vorteile: einmal wird die Bezeichnung jUdl. 
Bdier GoachAfte als solche in einer einheithch gleichen 
Art und Welse festgesetzt, so daß alle Sondcrak lon n 
XlberflÜBHig eracbeinen, anderseits wird die heJ,r.'u:.ch« 
Aufachrift jedem Volksgenossen deutlich ^^/J;^/^""^^ 
briii-en. daß er es mit einem jüdischen GeechJfl tu 

tun hat. 



SYNAGOGE EZ CHAIM 

Of«o-S<hlll-{irafi« •. V. 

!,|<«fl^Q. «»•<•." •»• Co» J.K( J6V9 l.«n!*i •« d.< 
von io"'**«Q. <*• ' S.p'.»b.' ob loy't«* »«J. 

lA b>i I9UK( »ij** 0«" (»•••«••■g.. f i»'i>nhot>*i. 

D«r VoriTond 
Her SynoflOB« 5« CKolm Oiio SihcllSir. •. V. 



DleZlonlsllscöByerclnlDunöLelpzlfl : 

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ludil p»f irloii J 

eine lücniioB BüreaiJHrali j 

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(Htmf odrr Mran) unifr KOntH|rn Bc- • 
Jiniunycn. (.>flcrlfn mU (J<hiH»«nipiüf hcn • 
und Krlcrcnirn tn oMfr AJir»»» rft>«lfa ■ 














5onwncr ScMufi VerWouf 




- 3 - 



Bruno Walter, der Gewandhauskapellmeister, wurde gezwungen - 
sein nächstes dort ursprünglich angesetztes Konzert, nicht zu 
dirigieren. Er spricht in seinen Lebenserinnerungen davon, wie 
sinnlos es schien, „um Hilfe hinauszurufen gegen das schwelende 
Feuer, mit dem die Barbaren die Kultur und ihre Pflegestätte be- 
drohten!" Der weltberühmte Dirigent mußte die Stadt verlassen. 
Ein kulturvolles und mit der Pflege vieler kultureller Güter 
ausgefülltes Leben war charakteristisches Merkmal des Großteils 
der in Leipzig lebenden jüdischen Familien, unabhängig davon, ob 
arm oder reich, akademisch gebildet oder nicht. Jeder versuchte, 
auf die ihm zu Gebote stehende Weise sich mit Kultur vertraut zu 
machen, sich mit ihr zu beschäftigen oder sie auszuüben. 
Sehr bemerkenswerte Zeugnisse jüdischen Wirkens in Leipzig sind 
z.B. das von Hans Kroch Ende der 20er Jahre am Augustusplatz, in 
Stahlbeton-Bauweise erstmals in Leipzig, errichtete Büro-Hochhaus, 
oder das von der Familie Eitingon gestiftete jüdische Krankenhaus, 
welches auch nicht- jüdischen Patienten zur Verfügung stand, und jj 7 
das noch heute als Städtische Frauenklinik in Betrieb ist, hinzu 
kommt die von Eitingons errichtete Ez-Chaim Synagoge, die dem ortho- 
doxen Teil der Israelitischen Religionsgemeinde als Betstätte 

diente. Die Pelzhändler familie Ariowitsch stiftete u.a. das Alten- 

•p —- 
heim in der Auenstraße 14 und die Prva t-Synagoge in der Färber- ^- "^ 

Straße 11. In den gepflegten Salons jüdischer Unternehmer aus 
Leipzig, wurden vielen Künstlern und Wissenschaftlern Gelegen- 
heiten zum regen Gedanken- und Erfahrungsaustausch geboten. Bei 
den mindersituierten Familien erfüllten dann auch mal eine Geige, 
ein Klavier oder eben nur ein Grammophon den Wunsch, sich mit 
Kultur vertraut zu machen oder diese in die eigenen vier Wände 
zu holen. 



- 4 



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2 5- 




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4 - 



V7ie solche Interessen Verwirklichung fanden, sei hier am Beispiel 
der Familie Pester (Merseburger Straße 35) beschrieben, die auf 
ihre Weise die Verbindung zur Musik herstellte. Derweil Ignatz 
Pester gelegentlich als Markthelfer einige Pfennige verdiente, be- 



trieb seine Ehefrau Mia einen kleinen bescheidenen Wäschelade 



n 



nur ein paar Häuser weiter von der Wohnung gelegen. Ihre beiden 



Kinder Ruth und Sigmar besuchten zu jener Zeit eine Schul 



e m 



Lindenau, gemeinsam mit nicht jüdischen Kindern. Ruths Schulfreun- 
din Elfriede Kürschner erlebte selbst mit, wie in Pesters Wohnung 
öfters das einfache Klavier von den Kindern strapaziert wurde. Sig- 



mar Pester (jetzt Steven B. Shelton, in USA) berichtete selbst 



von 



den vielen unvergeßlichen Nachmittagen oder Abenden, an denen auch 



Klassiker dem ehrwürdigen Instrument entlockt wurd 



en . Übrigens 



hat sich diese von den Eltern mitgegebene Liebe zur Musik, über 
all die Jahre, auch der der barbarischen Verfolgungszeit, hinweg 
bei ihm erhalten. Ganz in unergründliche Gedanken verloren, wid- 



met er seine volle Aufmerksamkeit den Klängen seiner CD-Anlage i 



m 



stilvoll eingerichteten Zuhause, dort gönnt er sich die Zeit 



zur 



Erholung vom Alltagsstreß. Sigmars Mutter war bei allen ihren 



Kunden sehr beliebt, groß war ihr Entgegenkommen bei zahl 



u n g s u n - 



fähigen Käufern und wohlwollendem Verstand 



nis für deren unglückli- 



che Situation. Die Kinder Ruth und Sigmar galten als gute Spielge-'p/^ 
fährten der anderen Kinder in der Schule wie auch im Straßenviertel. 



Nach 1933 änderte sich das, bald behandelte 



man die gesamte Familie 



wie Aussätzige und von Eltern und Lehrern aufgehetzte Mitschüler 
schikanierten die beiden jüdischen Kinder. In der Nacht vom 27. /28 



Oktober 1938 wurde die gesamte Familie nach Polen „abgeschobe 



n 



II 



sie teilte ein solches Schicksal mit etwa 5 000 anderen Jude 



n 



polnischer Herkunft, die ebenfalls in Leipzig lebte 



n 



Nachdem Nazi-Deutschland Polen im September 1939 überfallen hatt 



rA: 







Ruth Pester, Klassenfoto mit Lehrer Schmidt, 
Schuljahr 1934/35, 44. Volksscliulc Leipzig 







Debbie Shelton 
Tochter von Bob 



St. Bob Shelton 
( Sigmar Pcs ter ) 



.Max Moritz Engelbery 
Onkel von Bob 



- 5 



gerieten auch die Pesters abermals in die Hände der „braunen" 
Schergen, die sie in ein Vernichtungslager verschleppten. Ruth 
und Sigmar überlebten. Sigmar gelang es, erst aus einem Neben- 
lager von Auschwitz zu fliehen und nachdem er erneut gefaßt wurde, 
von einem Transport, der wiederum in Richtung Auschwitz fuhr, aber- 
mals zu entkommen und bei tschechischen Partisanen, mit denen er 
dann gemeinsam gegen die Faschisten kämpfte, relative Sicherheit 
zu finden. Ruth, die ebenfalls fliehen konnte, lebte zunächst 
illegal in der Tschechoslowakei, ging nach Frankreich, heiratete 
dort und lebt auch jetzt noch da. 

Sigmar blieb noch für einige Monate nach der Befreiung der Tsche- 
choslowakei im Jahre 1945 dort und wanderte über Frankreich in die 
USA aus. Doch die furchtbare Zeit der unmenschlichen Verfolgung 
hinterließ unauslöschliche Folgen, der wohl viele der Überlebenden 
des Holocaust ausgesetzt sind. Auch für Sigmar sollte der Leidens- 
weg noch nicht beendet sein. Er heiratete eine jüdische Frau, die 
gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester in Auschwitz vom berüchtigten 
SS-Arzt Dr. Mengele unmenschlichen „Sonderbehandlungen und Experi- 
menten" unterworfen wurde. Die Zwillingsschwester verstarb an den 
Folgen dieser satanischen Versuche. Sigmars Frau litt noch jahre- 
lang unter den durchgemachten „Behandlungsmethoden" und schreck- 



lichen Erlebnissen, da halfen auch Sigmars enormes Einfühlu 



ngsver- 



mögen und seelischer Beistand nicht, das durchlebte Leid konnte 
nur überdeckt aber nicht beseitigt werden. Nach Ansicht der Ärzte 
in den USA, sollte und durfte sie keine Kinder bekommen, doch wie 
sehr war auch bei den beiden der Wunsch vorhanden, eine Familie zu 
gründen und Liebe an eigene Kinder verschenken zu dürfen. So stark, 
daß Sigmars Frau alle ärztlichen Ratschläge ignorierte und doch 
zwei Kindern das Leben schenkte. Doch das Gespenst der furchtbaren 

- 6 - 



- 6 



ihr zugefügten Torturen, erhob sich immer wieder gegen sie und 
wurde zum erdrückenden Syndrom, bis der Tod sie davon erlöste. 
Von noch vielen anderen erschreckenden Schicksalen gäbe es zu be- 
richten, doch nur noch drei sollen hier folgend Vi/idergpdietjelung , fin- 
den: das einer Schule, das der Studienrätin G. Herrmann und das des 
Herrn Petruschka. 



Am 15. April 1912 wurde die „Höhere Israelitische Schule zu Leipzig 
eröffnet. Der aktivste Verfechter für die Gründung dieser Scliule, 
Rabbiner Dr. Ephraim Carlebach, stand ihr auch von 1912 bis 1935 
als Direktor vor. Alle Schulkinder wurden hervorragend qut unter- 



M 



richtet, betreut und unentgeltlich medizinisch versorgt 



j";z 



In der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde auch diese 
Schule von den Faschisten verwüstet. Der Schulbetrieb mußte für 
einige Zeit eingestellt werden und nach dessen Wiederaufnahme häuf- 
ten sich die Schikanen, wie z.B. ausbleibende Kohlelieferungen, so 
daß die Schüler im Kalten saßen, oder nur kamen, um ihre Unter- 
richtsthemen in Empfang zu nehmen und die Aufgaben dann zu Hause 
erledigen mußten. Am 15. Dezember 1939 wird die Auflösung des 
Israelitischen Schulvereins von der Gestapo (Geheime Staatspolizei) 
verfügt. Bereits 1941 brachten NS-Verwaltungsmaßnahmen und andere 
gegen die Schule gerichtete Schikanen den Unterrichtsbetrieb völlig 
zum Erliegen. Am 20. Juni 1942 wurde die generelle Schließung aller 
jüdischen Schulen angeordnet und jeglicher Unterricht für jüdische 
Kinder verboten. Ab 1941/42 bis 1945 wird die Schule als sogenann- 
tes „Judenhaus" und als Sammellager mißbraucht, für die Juden, die 
die Faschisten in die Vernichtungslager deportieren wollten. Die 



II 



Höhere Israelitische Schule zu Leipzi 



pzig wirkt nicht mehr - dort 



befindet sich heute die Deutsche Zentralbücherei für Blinde, i 



n 



der Gustav-Adolf-Straße 7 



- 7 



läRlicIi des 50. Jalircstacjes der fascliistisclicii 
groninaclit wird an der heutigen Deutschen 2cn- 
ilbüchcrei für Blinde, der ehemaligen Höheren 
aelitischcn Schule eine Gedenktafel angebracht 
:rdcn. Die Tafel macht darauf aufmerksam, daß 
s Gebäude 1912 als Höhere Israelitische Schule zu 
ipzig eingeweiht wurde. Gründer war der Rabbiner 
. Ephraim Carlebach. 1940 verbot das NS-Regime . 
n Lehrbetrieb. 1942 bis 1945 wurde die Schule 
m Sammellager jüdischer Bürger vor der Deporta- 
n in die Konzentrationslager. 




i: J 







?? 



9 - 



Faschistisches Gedankengut, Rassismus und Antisemitismus gehören 
noch nicht der Vergangenheit an, sind noch nicht überwunden, nicht 



nur in Deutschland, auch an anderen Stellen der Erde. Das beweis 



en 



die antisemitistischen Hetzen in der Sowjetunion, die Aggressionen 
im Nahen Osten und nicht zuletzt das Auftreten rechtsradikaler 
Kräfte in Deutschland, besonders auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. 
Dieses wurde mir in erschreckender Weise immer mehr gerade in dem 
Zeitraum bewußt, als ich mich mit der hier vorliegenden Projekt- 
arbeit beschäftigte. Daraus resultiert für mich die Schlußfolgerung 
daß es von größter Wichtigkeit ist. Wissen über die Geschichte der 



Juden und über die menschenfeindlichen Praktiken der F 



aschisten 



näher kennenzulernen und unbedingt an andere, insbesondere 



meine 



Generation weiterzuvermittel 



n 



Deshalb möchte ich hier ergänzend eine Zeittafel mit den allerwich- 



tigsten Daten aus der Zeit der Judenverfolgung durch die Nazis a 



n 



fügen, die ich nicht all 



e in meiner Arbeit unterbringen konnte 



Einige Beispiele von israelischen Beiträgen oder Stimmen zur Pro- 
blemsituation im Nahen Osten, wo eben die Existenz des Staates 
Israel bedroht ist, sollen abschließend dazu dienen, das Verständ- 



nis dafür zu förder 



n, daß man nicht verdrängen oder wegschauen darf 






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J^iMfbtflaub bt? 'Dfiilfd'fu T'Piff.« ifi, imb bffttU ron btm luiOtiiflfrtintr SlUfii/ bU <Dfnl[ri;f ?lahou für 
oKf 9''^""l< i" r>d.>Mii, l<ot b(i f){fidj#l.i3 fiiiflimmig baS folQrnb« ©tfffc 0<fd;Iof|fii/ba8 Oitnnlt .iHvfiliibtt 
irirb : 



§1 






(0 l!(;ffrfilifijiiiijfiij>rlfc^n3^bfnunb£laiit^aii9t(»örißfii b{u(fd)ni obrr iu(Dtnpaiibltn53Iii(f8 flubiJfrColcit/ 
Irotjbtui flffd;lofinu Gl^rn (lab nidjHjj, oiii^ irrnii |lf jur Uiiigfbuitfi bifff8 ffifftbr8 im Wufliniib pffd;Io|frrj flub," 

15( "Die ^JidUigffitiflnflr fiutii mir btr (Stilist 80 niDvifl trbfbtn. 







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341 _ 




Die Deportation Leipziger Juden, vermutlich 
von einem Bahnhof am Rand der Stadt 

Der Pfeil zeigt auf Frau Heia Zygelberg 

Weitere Angaben sind unbekannt 



Foto-Nr. 151D02 
Bild-Archiv von 
Yad Vashem - Jerusale 



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c:iOinallco2? Vcroitsondcr dar JuaiccIiQn Gon^olndo 



Von don l)Ol Aufbruch üoa Kriecoa noch orictlcron^on 
tm'l somit auf koiiDto V7c1dö roaoliütali. 



"» Bio c?5tc Bopo^tatiozi ^odl cn 21, yaaua? 1942 atett« 
561 PorQouori v/urdC3i nacli El£Ci clopcrtiort und von dort in 



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Bio c'w-oito Sopos-tavioa ftnü aui 10, '>d 1942 ctctt» 



3^>0 Toi'.-'aoaoa ourclca nach lüljHn (Sclöico) uad voa dort nacli 



^ Dio di^ltto Soportation fcn-a. arj 13* Juli 1942 otatt* 

&3» roracnon 'rardon wehracholnlich a^cli Ariern?!!::; £;obrac!iVM 
Nicht ein üii'isicor kolirto i^iii'^ücl^« 




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Die vlortö Deportation faiid arn 19^ Sop tonibor 1942 ßtatt^, 

500 Porscnon^ ^haupsUchllcix alto imd kx^anko Wonaclien) Icarr.ou 

nach EiioroßionGtadt* Dlo tlolirsGlil von ilmcn ;vurdo aiirUck 
naoli Aucchwitsj^bracAit^ '^ou dicGoin Tranoport I)llQl)on 

27 Poraonea eci Xobortw 



-^ Dio. fünft floportation read am 17* Fobruar 1943 ntatt^i 

• 150 Poraonoa vrordon doportiortt 117 In dou Osten, dor Rcat 
3mch Thorcoicn^tadt» Von don 33 Poraonea, dlo nacli GJliQro- 
cionatadt Iconcn^ kolirton 4 nach loipalE surüok^ Von doa an- 
doron Iranoport orliiolt aan koinö nachriclit» 



Dlo ßociisto Deportation fand a-n 27# Pobruar 1943 statt» 

50 Personen v<a:rden nacIi ^Tlioreaionatadt l^sw^ Auacliv/ita ßo- 
bracht j 3 S'exöonon davon blioben anj I^ben» 



*- Bio ölQbonto Deportation fand am 10, Juni 1943 ßtatt* 
, 30 Personen \vnrdon deportiert, wovon 4 a^n lobon bliobön. 



V^' 



* »io achte Doportatioa fead a-n 13. Januar 1944 a'catt, 

Sio uafoato öolchö Judon, deron ariaoho Elümior odor Prauon 
„^^ vorstorbon 'v;are^^ 35 Poraonon Tmrdon deportiert | wovon 
10 ai) liCbon bllobon» 



InößooQat vairdon 1076 Poroonon doportlort, wovon 62 Poraonon 
o 3 55 nach Lolpsig ßurückkchrton* 

- Aq 14<^ Fobriior 1945 v.airde dor Roat der Juden, dlo in rdocli- 
Olion lobton nach Shoroöienotadt deportiort* 

Dio IJohrhoit dioaer 200 LIcnachon kohrto nach iolpsie curucke 



yiT- 



. . : IUDEX 



^. 



:.. 1# Indox lsfr.3 P, IW a^ iJo, 350 
• 2» TVcQi d93 Doktiaonta ; BoTlcIai; übor dag SoliicksaX dor 



loipisieor Jüdon 



3« DatUdS 1945 (?) 



4» Aaaalil der Soiton: Z/BsiQjLiach ■ 

5*. Autor odor QuQlloj Di% Prits GriiniTcld (ehomallsor Vor~ 

öiteendor dor Jüdiöchon Gonoiudo 

ffroblinka jr Moidanolr^ Auacliwits, ^lioresien- 
Qtadti Oston (Ziel unbokannt); UiGCholien» 



Iriba; 



Schicksal dea? 3000 in loipsic boi Aue- 
brucli doö iCrioeca lebondon Xeip^iiGor \ 
Judont Datum und Boatimmunsaort dor 
9 Doportationoa^ Ansalil der Dcportiortoüj 
oinachlieOlicli Angato dor Ül^orlobondcn 
bsv/^ ZurlickEOkolirton : 3c?den Troncportoa* 



VD3^Voc^:^'^\vS\^Oi:vCN?j; <: ., 



''V^nSXSJOs'v^OT; 



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BoTSCHAFr DES STAATES ISRAEL 




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Palästinensischer Terror gegen Araber und Juden 



1 . Im Li a II f e der v e r ^ a n g e rj e n W o c: h e wurden 7 
Palästinenser von ihren eigenen I.andsleuten 
ermordet. Drei weitere erlitten Verletzungen. 

2 . I in Monat März waren es sechs Palästinenser 
(drei in J\jdäa und Samaria und drei im 

G a z a s t r e i f e n ) , die unter der Anschuldigung der 
" K o 1 1 a b o r a t: L o n " mit Israel solchen !•' e h m e m o r d e n zu m 
Opfer fielen. 20 wurden zum TeiJ schwer verwundet, 
(4 in der Westbank, 14 im Gaza streifen, einer in 
Jerusalem und einer im K <» r n L a n d Israels). 

3. Seit Beginn der Unruhen in den von Israel 
verwalteten Gebieten im Dezember 1987 wurden 3_7.7 
palästinensische Männer, Frauen und Kinder von 
palästinensischen Fanatikern unterschiedliche!' 
Couleur ermordet, 1252 wurden verletzt. (Diese 
Zahlen enthalten nicht die fünf Palästinenser, die 
bei Terror an schlagen ums heben kamen, die den 
Israelis galten, und weitere 37 arabische 
Gefängnisinsassen, die von ihren M i t h ä f t 1 i n g e n 
umgebracht wurden. ) 

4 . Zwischen Anfang J a n u a r 1988 und Ende M ä r z 1991 
kam es bei p a 1 ä s t. i n e n s i s c h e n Terror- und 
Mordanschlägen gegen Israelis zu 1 12 Tod e so p fe rn 
(davon 6 8 Zivilisten) und 54 6 Verletzten (davon 
2 9 3 Zivilisten). 



Aviv S h i r - n 

Presse- und Informationsabteilung 



SiniKvkiilkx- : • 5.M)() Bonn ."! • Tel. (I2:S.S:V(I 



Botschaft des Staates Israel 
~ Pre.sseabf.ei.lung - 




25. Oktober 1990 






Die Saal dos Hasses und der Gewalt; ging wieder einmal atif 



Vor einigen Tagen verübte ein junger Araber in Jerusalem einen mörderischen 
Anschlag, dem vier Israelis zum Opfer fielen: drei Tote, ein 13jähriges Kind er- 
litt Kopfverletzungen. Bei den Ermordeten handelt es sich um eine 18jährige un- 
bewaffnete Soldatin, einen 43jährigen Zivilisten und einen Polizisten. 

Diese mörderische Tat iit höchr^twahrscheinl ich dem Einfluß eines am 11. Okto- 
ber 1990 von der AI Fatah 'in Judäa und Samaria in Umlauf gebrachten Flugblattes 
zuzuschreiben. Darin wurde die palästinehsische Bevölkerung zu Gewalttaten gegen 
Israelis aufgerufen, sei es mit Waffen, mittels Messern oder durch Brandstiftung. 
Stimmen, die zur Vernunft aufrufen, vermißt man noch immer. 

Die PLO, an der Spitze der palästinensischen Terrororganisationen, möchte 
ihre Unterstützung Saddam Husseins bezeugen und die Weltöffentlichkeit von der 
Golfkrise ablenken. Man ist geneigt zu glauben, daß die einseitige Verurteilung 
Israels durch den Weltsicherheitsrat - die die Ursache der Zwischenfälle auf dem 
Tempelberg, nämlich die Provokation und den Angriff auf betende Juden verschwieg 
solche Anschläge fördert. 

Zwei Terrororganisationen haben sich telefonisch zur Verantwortung für den 
Anschlag vom 8. Oktober 1990 bekannt. Zum einen ist es der "Islamische Jihad, 
AI Aqsa Fraktion" (eine islamisch-fundamentalistische Organisation, die bereits 
früher die Verantwortung für anti-israelische Anschläge übernommen hat), zum 
zweiten die "Einheit 17", die zur wichtigsten Gruppierung innerhalb der PLO, näm- 
lich der AI Fatah, gehört und dem direkten Befehl von Yassir Arafat untersteht. 

Israels Versuch, vernünftig und zurückhaltend auch in solchen Fällen zu han- 
deln, wird durch das Verhalten des getöteten Polizisten bestätigt, der zunächst 
den Mörder durch Zurufe aufzuhalten versuchte, dann zwei Warnschüsse abgab und 
schließlich den Attentäter durch Schüsse in die Beine verletzte, was aber nicht 
verhinderte, daß der Mörder auch ihn erstach. Für seine Zurückhaltung bezahlte 
der Polizist mit dem Leben. 

Mittlerweile \>mrden weitere ähnliche Anschläge von Palästinensern auf Israe- 
lis in Jerusalem, der Nähe von Haifa und in der Küstenstadt Ashkelon verübt. Da- 
bei wurden fünf Menschen zum Teil schwer verletzt. Dies ist ein zusätzlicher Be- 
weis dafür, daß das oben erwähnte Flugblat.t seine Wirkung nicht verfehlt hat. 
Statt die Gemüter zu beruhigen versucht d ie paläst inensi sclc Führung, ihre Leute 
aufzuhetzen und zu Gewalttätigkeiten anzustiften. 

Israel würde jede Stimme begrüßen, die a 1 1. e am Nahost-Konflikt Beteiligten 
zur Mäßigung aufruft. 



Botschaft des Staates Israel 




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Fortschritt im Friedensprozeß 



1. Israel und die Vereinigten Staaten sind sich bezüglich 
der Fortsetzung des Friedensprozesses prinzipiell einig. 
Während noch zahlreiche Details geklärt und viele Fragen 
beantwortet werden müssen, hat Israel einen großen Schritt 
gemacht, um einen Fortschritt auf dem Weg zum Frieden und 
zur Stabilität in der Region zu ermöglichen, 

2. Israel hegt die Hoffnung, daß seine Bemühungen, Frieden 
mit seinen Nachbarstaaten zu erreichen, auf eine ähnliche 
Bereitschaft bei den arabischen Staaten stößt und sie 
positiv reagieren, um den Friedensprozeß zu fördern. 

3. Israel hat sich mit der Einberufung eines regionalen 
Treffens der am israelisch-arabischen Konflikt beteiligten 
Seiten einverstanden erklärt. Dieses Treffen wird die 
Umsetzung eines zweigleisigen Lösungsansatzes für den 
Friedensprozeß erleichtern. Dabei soll ein Gleis zum 
Frieden zwischen Israel und den arabischen Staaten, daß 
zweite zur Lösung der palästinensischen Frage führen. 



Das regionale Treffen wird ein Sprungbrett für direkte 
Verhandlungen zwischen den arabischen Staaten und Israel, 
bzw. zwischen Israel und den Palästinensern sein. Nach 
einer Eröffnungssitzung unter der Schirmherrschaft der 
Vereinigten Staaten und möglicherweise der UdSSR, werden 
sich die Konfliktparteien in direkte Verhandlungen begeben. 



4. 

d 

forivSeLZT:, aer iei:,ZLenü i i cn 
zu Koexistenz, Zusammena 
verhi 1 f t . 



die augenblickliche 
' ^-"-^edensprozeß 
eser Region 
und Frieden 



Presse- und Informationsabteilung 
15. April 1991 



Simrockiillcc 2 • 5300 Botm 2 ■ Tel OJIS'SIVO 






BoTSCMAFr DES STAATES ISRAEL 




Vktü^ niT'iiav 



Der Krieg am Golf - was kaimt danach? 



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Es ist eine der unumstößlichen Tatsachen für jecien, der die Golf -Krise 
analysiert, daß das AnLlitz des Nahen Ostens nie wieder so sein wird, 
wie es vor der Krise v/ar. 

Für Israel zumindest, das die Realität im Nahen Osten besser kennt 
als jede andere westliche DeiTiokiratie, v;ar Saddam Hussein keine Über- 
raschung. 

Seine ständigen Riife, uns zu vernichten, wurden in Israel sehr ernst 
gencmnen. Wir haben seit Jahren vor der irakischen Bedrohung für den 
Nahen Osten und für den Weltfrleden gewarnt, aber leider wurde dem keine 
ernsthafte Aufn)erksamkeit geschenkt. Zu unserem Dex^auem steht der irakische 
Diktator nicht allein, wenn es um den Wunsch geht, Israel zu vernichten. 
Nach 42 Jaliren seines Bestehens ist Israel ininer noch von vielen arabischen 
Staaten unrringt, von denen nur einer, Ufimlich Ägypten, seiiie Existenz 
anerkannt hat. ♦ 

Die anderen arabischen Staaten äußern sich genau so feindselig wie 
Saddan Hussein. Manche von denen haben ebenfalls riesige Armeen, Giftgas 
und Trägerraketen. Die sofortige und totale Identifikation der PLO m.lt dem 
Ruf Saddam Husseins, "halb Israel zu verbrennen" und mit chenischen und 
biologischen Waffen zu vemicliten, weist wieder darauf hin, daß diese 
Organisation kein Partner sondern ein Hindernis auf dem Wege zu einer 
friedlichen rx!>sung der Palästinenserfrage ist. Israel betrachtet die 
Bedrohung seiner Existenz, die in der Charta der PIX) festgeschrieben ist, 
mit dem gleichen Ernst wie die Drohungen von Saddam Hussein. 
Es besteht kein Zweifel daran, daß Israel nach Beendigung des Krieges sein 
Ringen um eijie friedliche Lxisung mit den arabischen Ländern und den Palästinen 
Sern fortsetzen wird. 

Keine dieser Bemühungen wird jedoch Erfolg Jiaben, solange die arabischen 
Länder und die Palästinenser Israel nicht anerkennen und zu direkten 
Frieden sgesprächen bereit sind. 



Qi.nr.wi-.ii...« ■• . '^\m\ nn,u) -> Tri. ()::h'.s23-() 



Botschaft des Staates Israel 




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Die traurigen Ereignisse am Tempelberg 

Nach den ersten Untersuchungen und Zeugenaussagen zeichnet sich das Bild einer ebenso sorg- 
fältig geplanten wie organisierten Provokation ab. Die Tatsache, daß im voraus angehäufte und 
gelagerte Steinbrocken, Flaschen und Nägel gefunden wurden, sowie die Anwesenheit Tausender 
gewalttätiger moslemischer Demonstranten auf dem Tempelberg — an einem Tag, der kein mos- 
lemischer Gebetstag war - deuten darauf hin, daß von einem spontanen Ausbruch nicht die Rede 
sein kann. 

Zum Laubhüttenfest strömen Tausende jüdischer Pilger zur Klagemauer, und weitere Zehntausen- 
de kommen in die Heilige Stadt Jerusalem. Die Wahl des Ortes und des Zeitpunktes sollte die ge- 
samte moslemische Welt aufhetzen. Die Behauptung, die Ausschreitungen wären nur eine Peak- 
•tion auf die Aktivität einer kleinen jüdischen Gruppe, „Die Treuen des Tempelberges", Ist unbe- 
gründet, weil diese sich an einem entfernten Punkt versammelt hatten, da es ihnen bereits vom 
Obersten Gerichtshof verboten worden war, den Tempelberg zu betreten. Dieses Verbot war der 
Öffentlichkeit bekannt. 

Aus Rücksichtnahme auf die Gefühle der Moslems und um Provokationen zu vermelden, Ist es üb- 
rigens trotz israelischer Herrschaft in Jerusalem allen Juden verboten, auf dem Tempelberg zu be- 
ten. Diese Regelung Ist auch heute noch gültig. 

Die moslemischen Demonstranten dagegen hatten keine Hemmungen, betende Juden vor der Kla- 
gemauer, der heiligsten Stätte des Judentums, mit einem Steinhagel zu bedecken. 

Die jüngsten Ereignisse heben erneut das empfindsame Gleichgewicht an den Helligen Stätten 
hen/or, ein Gleichgewicht, das von israelischen Regierungen seit Jahren gewahrt wird. Der Angriff 
auf die Religionsfreiheit vor allem der Juden diente dazu, dieses Gleichgewicht zu zerstören. 
Ein weiteres Ziel, vielleicht das Hauptziel der Initiatoren der Ausschreitungen, war es, die Auf- 
merksamkeit der Weltöffentlichkeit wieder einmal auf das Palästinenserproblem und die abflau- 
ende Intifada zu lenken. Palästinensisches Blut hat, so makaber es auch klingen mag, seit eh und 
je den Zielen der PLO gedient. Diesmal wird es auch als Mittel genutzt, von der Golfkrise abzulenken. 
Die palästinensischen Extremisten, die sich auf die Seite Saddam Husseins geschlagen haben, 
versuchen eine Verbindung - auch wenn es sie nicht gibt — zwischen der Spannung am Golf und 
dem arabisch-israelischen Konflikt herzustellen, um zum einen den Widerstand innerhalb der ara- 
bischen Welt gegen Saddam Hussein zu brechen und zum anderen das religiöse Element in die- 
sem Konflikt in den Vordergrund zu stellen, wie es auch der Diktator aus Bagdad immer wieder ver- 
sucht. 

Wir bedauern den Verlust jeden Menschenlebens und den Ausbruch der Gewalt in der so vielen 
Religionen heiligen Stadt Jerusalem. Dies kam In den Worten von Staatspräsident Herzog, Pre- 
mierminister Shamir, Jerusalems Bürgermeister Kollek und vieler anderer Persönlichkeiten in Is- 
rael zum Ausdruck. Die Stimmen aus der arabischen Welt, die zur Mäßigung aufrufen, bleiben wie- 
der einmal aus. Es darf aber Extremisten und Randalierern nicht gelingen, den gesamten Nahen 
Osten und das Heilige Land in einen Jihad, den „Heiligen Krieg", hineinzuziehen. 



Simrockailcc 2 • 5300 Bonn 2 • Tel. 02 28/823-0 



Hinweis auf benutzte Quelle 



n 



II 



Juden in Leipzig" Dokumentation und Katalog zur Ausstellung 

anläßlich des 50. Jahrestages der faschisti- 
schen Pogromnacht, vom 5. November bis 17. 
Dezember 1988, im Ausstellungszentrum der 
Karl-Marx-Universität, Kroch-Hochhaus, Leipzig 

Seiten: 15, 16, 207, 208, 209 



II 



Leipziger Blätter 



II 



Nr 



Herbst 1986 



Nr. 13, Herbst 1988 



52, 53, 54 
30, 33 



Bildmaterialien und Dokumentenauszüge - Privatarchiv Märti 
Publikationen der Botschaft des Staates Israel in der BRD 



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Anlage zum Zeugnis Klasse 1 1 



109. Oberschule 
Dachsstr. 1 
Leipzig 
O-7072 
Tel. 25 105 33 




Die Schüierin /cier Schüler 

hat im Schuljahr 

ordnungsgemäß und pünktlich eine 



FACHARBEIT 



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angefertigt und verteidigt 



Thema der Facharbeit 




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Die Facharbeit wurde mit ^e/?/- gc^^ bewertet. 



Leipzig, den 3 . / . -^2^ 



Unterschrift des 
Betreuers 



Unterschrfft des 
Direktors 



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LEO BAECK INSTITUTE 



129 EAST 73rd STREET NEW YORK N.Y. 10021 
TEL. (212) 744-6400 FAX (212) 988-1305 



18. November 1992 
bw-641/2-FG 



Herrn Rechtsanwalt 
Hubert Lang 
Löhr Straße 10 
7010 Leipzig 
Germany 



t 



Max Gruenewald 
Honorary President 

Ismar Schorsch 
President 

Franz Winkler 
Vice President 

Fred Grubel 

Vice President 

and Secretary 

Peter M. Toczek 
Trecuurer 



Robert A. Jacobs 
Executive Director 



Lieber Herr Lang: 

Lassen Sie mich Ihnen noch einmal für die generöse 
Einladung nach Leipzig danken. Es waren gewiß 
interessante und wehmütige Tage, die ich in Leipzig 
verbringen durfte. Daß ich nun als Präsident des 
Kuratoriums der Ephraim Carlebach Stiftung wieder nach 
New York zurückgekommen bin, war angenehme und 
aufregende Überraschung für mich. Ich werde mir gewiß 
Mühe geben, mehr als ein "figurehead" des Kuratoriums 
zu sein und habe mit Frau Prof. Drucker bereits 
entsprechende Gespräche geführt. Für die Kopie Ihres 
Verzeichnisses der Juristen jüdischer Abstammung in 
Leipzig danke ich Ihnen bestens. Bezüglich einiger 
dieser Kollegen kann ich Ihnen noch zusätzliche 
Nachricht geben, wie folgt: 

Dr. Jacob Braude ist nach England (London) 
ausgewandert und nach einem erfolgreichen 
Geschäfts leben im Jahre 1978 dort gestorben. 

Dr. Erich Cerf ist nach Palästina ausgewandert 

und bereits vor geraumer Zeit gestorben. 

Nähere Angaben können Sie aus der biographischen 

Studie entnehmen, die Cerfs Tochter Herrn 

Prof. Unger zur Veröffentlichung in dem geplanten 

Sammelband übergeben hat. 

Kurt Cohn: Wäre es nicht interessant, in dem 
Verzeichnis darauf hinzuweisen, daß Cohn einer 
der höchsten Richter der DDR geworden war, bevor 
er starb? Außerdem sollte es doch für Sie 
durchaus möglich sein, in den dortigen Akten 
sein Geburts- und Sterbedatum ausfindig zu machen. 



LEO BAECK INSTITUTE, NEW YORK 



Herrn RA Hubert Lang 
Leipzig^ Germany 



- 2 - 



18. November 1992 
bw-641/2-FG 



Max Drucker: Ein Justizrat Max Drucker ist mir 
völlig unbekannt. Sind Sie gewiß, daß dies nicht 
eine Verwechslung mit Dr. Martin Drucker ist? 

Martin Einschlag ist nach Palästina ausgewandert. 
Ich habe nie gewußt, daß er ein Jurist war. 

Dr. Ludwig Goldwasser ist nach Palästina 
ausgewandert und hat den hebräischen Familien- 
namen Mehazev angenommen. Er ist übrigens einer 
der Gründer des Vereins der ehemaligen Leipziger 
in Tel-Aviv. Vor einigen Jahren ist er verstorben. 

Manfred Hoffner ist nach Palästina ausgewandert 
und schon vor vielen Jahren verstorben. 

Erwin Jacobi: Ich glaube, es wäre deutlicher und 
wichtig, nicht bloß anzugeben, daß er im Jahre 
1947 "Rektor" gewesen ist, sondern daß er tat- 
sächlich der Rektor der Universität Leipzig war. 

Ch. A. Kapel: Ich kannte Kapel als Repetitor. 
Ich bezweifle, daß er je Rechtsanwalt gewesen ist. 

Lebrecht war der Justiziar der Israelitischen 
Religionsgemeinde zu Leipzig für viele Jahre. 

Jacob Mittelmann hatttf nicht nur den Doktortitel 
sondern promovierte sogar 1930 zum ^umma cum laude. 

Kurt Sabatzky kannte ich sehr gut. Ich wußte jedoch 
nie, daß er Jurist war. 

: Wachtel, Landgerichtsdirektor, leitete während der 
NS-Zeit das Leipziger Büro des Hilfsvereins der 
Juden m Deutschland, der für die Auswanderung in 
alle Länder außerhalb Palästinas zuständig war. 
Ich kann mich nicht erinnern, an welchem Gericht er 
Landgerichtsdirektor gewesen war. Ich weiß jedoch 
bestimmt, daß es nicht ein sächsisches Gericht und 
daß es nicht Leipzig war. 

Ich vermisse in Ihrem Verzeichnis einen zu meiner Zeit 
wohlbekannten Staatsanwalt, der definitiv von 
jüdischen Eltern abstammt und den ich zuletzt in 
Buchenwald traf. im Augenblick entfällt mir s4iA 



LEO BAJECK INSTITUTE, NEW YORK 



Herrn RA Hubert Lang 
Leipzig, Germany 



- 3 - 



1 8 . November 1992 
bw-641/2-FG 



Name, aber es sollte möglich sein, ihn in den Akten 
der Staatsanwaltschaft ausfindig zu machen. 6s ist 
möglich, daß sein Name entweder Graf oder Frank war, 
aber wie gesagt, sein Name ist mir entfallen. 

Ich hoffe, daß Ihnen mit diesen . Angaben ein wenia 
gedient ist. , 

Mit meinen besten Grüßen 
Ihr 



Dr. Fred Grube 1 
Vizepräsident 



Juristen jüdischer Abstammung 
in Leipzig 



HUBERT LANG 

RECHTSANWALT 

LÖHRSTR.10 
aVOlO LEIPZIG 



Stand: 13.10.1992 



= im Jüdischen Adreßbuch 1933 enthalten 
= Kartei in der Gemeinde vorhanden 
*** = in der Wählerliste 1932 (?) enthalten 



** 



Barban, Heinrich; Dr. jur. * 

geb. : 03.08.1876 

Vater: Kaufmann, Weststraße 87/III 

RA und Notar 

jur.: 19.04.1896 - 25.09.1900 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 01956 

Wohnung: Lessingstraße 15 (1933) 

Sitz: Neumarkt 31/33 

1933 Rücknahme der RA- Zulassung und Amtsenthebung als Notar 
Ausgewandert 



Baumgarten, Alexander; Dr. 

geb.: 08.01.1868 in Suhl/Thür. od. Aaachen ? 

Vater: Steuerrat 

Reichsgerichtsrat, seit 12.02.1920 Reichsanwalt beim RG 
stud . früher in Gießen 
jur.: 01.05.1889 - 15.03.1890 
Wohnung: Leplay Straße 5 



üt umtut 



Berkowitz, Bernhard 

Rechtsanwalt 

geb. : 26.12.1901 

Wohnung: Alexanderstraße 41/1 (1933) 

Kanzlei: Katharinenstraße 6 



Braude, Jacob; Dr. jur. 

geb.: 14.02.1902 in Fürth/Bayern 

Referandar 

seit 1922 in Leipzig 

sud.jur.: Erlangen und Leipzig 

1930: Referendar -Prüfung 

1933 entlassen 

Wohnung: Lessingstr. 17/1; 1933: Springerstraße 19 



Breit, Max (Magnus); Dr. *; **; *** 

RA und Notar 

geb.: 06.12.1879 in Leipzig 

Vater: Kaufmann 

jur.: 22.04.1899 - 20.06.1902 

Wohnungen: Eutritzscher Str. 3/III, Blücherstraße 45/111. 

1933: Simsonstraße 8; 1935: Fritzschestr . 10 
August 1937: England (lt. Kartei) 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 2012 



Buchholz, Franz; Dr. jur *; ** 

Verwaltungsbeamter, Gemeindesektretär 

geb.: 09.10.1906 in Züllichau 

Wohnung: Wiederitzsch, Stenzlerstraße 36 

01.01.1936: Neuer Israelitischer Friedhof 
18.03.1937: nach Holand verzogen (lt. Kartei) 

Cerf, Erich; Dr. * 

geb.: 25.08.1888 in Erfurt 
Vater: Fabrikbesitzer Robert C. 
Wohnung: Lortzingstraße 13/1 b. Eltern 

1933: Erhardstraße 8 
jur.: 22.04.1908 - 04.03.1909 

dann München, dann wieder Leipzig: 

22.04.1910 - 27.04.1911 
RA und Notar 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 03646 

am 21.04.1931 zum Notar bestellt 

Sitz: Ritterstraße 1 {mit Drucker und Eckstein) 



Chamizer, Erwin; Dr. jur. *, *** 

Fabrikbesitzer 

geb.: 19.11.1878 in Leipzig 

Vater: Buchdruckereidirektor 

Wohnung: Sidonienstraße 19b b. Eltern 

1933: Jacobstraße 9 
jur.: 18.11.1898 - 10.04.1901 
01.05.1901 - 25.10.1902 

Promotion (1902) zu Problemen der Wahlschuld nach dem bürgerlichen 
Recht an der Uni Leipzig 



Cheuciner, Mauryey; Dr. jur. *, *** 

geb.: 01.10.1900 
Meusdorf er Straße 9 



Citren, Curt; Reichsgerichtsrat (seit: 01.06.1928) 

geb.: 24.07.1878 in Berent /Westpreußen 

seit 01.01.1921 Oberlandesgerichtsrat (Stettin) 

hatte 1933 Schlaganfall erlitten 

nach: Gröppinger; siehe auch: Lobe, Fünfzig Jahre Reichsgericht, 1929 

Wohnung: Kleiststraße 7/p. (1933) 



** 



Cohen, Salvatore, Dr. * 

Jurist und Übersetzes (Grieche) 

geb.: 01.06.1890 in Trikalle 

Leplaystraße 8, zuletzt: Gustav -Adolf -Straße 

"Unbekannt wohin verzogen" (lt. Kartei) 



46 



Cohn, Daniel * 

geb.: 02.06.1881 in Tuchel 
gest.: 21.12.1965 in Chicago 
Kammergerichts rat 
15.08.1932: Reichsgerichtsrat 
1933: beurlaubt; 01.11.33: Ruhestand 
1938: kurze Zeit im KZ Sachsenhausen 
1939: Emigration nach England; 1947 in die USA 
Senatspräsident am RG a.D. im Wege der Wiedergutmachung 
(nach Göppinger) 
Wohnung: Moltkestraße 2/III (1933) 



Cohn, Kurt 
Landgerichtsrat 
Wohnung : Nords t r aße 



56/ III (1933) 



Cohn, Richard; Dr. jur. *, ** 

Rechtsanwalt und Notar, später "Konsulent" 

geb.: 25.07.1878 in Leipzig 

gest. : 1959 in Hamburg 

Vater : Kaufmann 

jur.: 18.10.1898 - 10.04.1899 (vorher München) 

dann Berlin, dann wieder Leipzig: 

28.04.1900 - 05.07.1901 
am 05.05.1923 zum Notar bestellt 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 02049 
und: AG Leipzig Nr. 00031 (Konsulent) 

Devisenstelle Nr. 629 
Wohnung: Löhrstraße 21/1 b. Eltern 

1933: Clausewitzstraße 2 , Robert -Schumann- Str. 



10 



** 



David, Alfons; Dr. jur. * 

geb.: 13.06.1866 in Speyer 

gest.: 11.06.1954 in Pasadena Cal . USA 

seit 01.02.1918 Reichsgerichtsrat 

seit 01.01.1929 Senatspräsident am Reichsgericht 

Vorsitzender des Ehrengerichtshofes für RAe 

16.03 1933: "Beurlaubung"; 01.08.1993: Ruhestand 

emigriert am 27.01.1939 nach Wiltz (Lux.), von dort am 16.03.1939 in 

die USA 

nach: Göppinger; siehe auch Kaul 

stud. nicht in Leipzig, aber 2 Töchter: Lore D. (rer. nat.) 

und Luise (jur.) zwischen 1923 - 1928 

Wohnung: Schillerweg 15 pt . (1933) 

STAL, Devisenstelle Nr. 633 

IRG-Kartei: 29.01.1939 ausgetreten 



David, Martin; Dr. jur. *, ** 

geb.: 03.07.1898 in Posen 

Privatdozent 

Wohnung: Mahlmannstraße 6 (1933) 

Funkenburgstraße 25 (1935) 
IRG-Kartei: nach Holland ausgewandert 



Döring, Carl Wilhelm; Dr. 

Rechtsanwalt 
Nordplatz 12 
STAL, Devisenstelle 1340 



Dohnanyi, Hans von; Dr. jur. 

geb.: 01.01.1902 in Wien 

Oberregierungsrat, hatte nach der Liste der Beamten des 

Reichsjustizministeriums den "Ariernachweis" nicht erbracht. 

war seit Juni 1933 persönlicher Referent des Reichsjustizministers 

Dr. Gürtner. Er mußte nach den formalen Bestimmungen und nach der 

Auffassung der nationalsozialistischen Machthaber als "Vierteljude" 

gelten. Nachdem Gürtner ihn im Jahre 1938 wegen der ständigen 

Quertreibereien der Partei nicht mehr im Ministerium hatte halten 

können, gelang es ihm durch geschicktes Tektieren, daß D. am 

16.09.1938 zum Reichsgerichtsrat ernannt wurde. 

D. War Reichsgerichtsrat bis 30.11.1941 und von Kriegsbeginn an beim 

Oberkommando der Wehrmacht in der Abwehr -Abteilung tätig; nach dem 

erfolglosen Attentat auf Hitler durch Fabian v. Schlabrendorff und H 

V. Tresckow 1943 wurde er im April 1943 verhaftet (er war Schwager 

von Dietrich Bonhoeffer) und am 09.04.1945 im KZ Sachsenhausen 

ermordet . 

nach: Göppinger 



Dressler, Leo; Dr. *; ** 

geb.: 25.09.1895 in Tarnopol 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Grimmaischer Steinweg 11 (1933) 

Wohnung: Montbestraße 34/1 (1933) 

nach England ausgewandert ? 



Drucker, Max 

geb. um 1880 
Justizrat 



Drucker, Martin; Dr. jur., Justizrat (1917) 

ev . - luth . 

geb: 06.10.1869 in Leipzig 

gest.: 22.02.1947 in Leipzig 

jur.: 16.10.1889 - 17.01.1893 

seit 1896 RA in Leipzig (mit Eckstein und Cerf) 

1924 : Präsident des DAV 

1932: Rücktritt, danach: Ehrenpräsident 

01.01.1944: Versetzung in den "Ruhestand" 

Juni 1945: Rückkehr nach Leipzig, Wiederaufnahme der RA-tätigkeit 



Einschlag, Martin 

Jurist, Prokurist 
Poetenweg 13 

Fein, Gerhard; Dr. jur. *, ** 

geb. : 25.01.1906 

Referendar 

Wohnung: Gohliser Straße 15 

Verwaltung "Jüdisches Jugendhaus" 



Felsenberger, Albert Salomon; Dr. jur. 

geb.: 11.05.1873 in Frankfurt am Main 

gest.: 20.07.1935 in Leipzig ? 

seit 01.06.1914 Oberlandesgerichtsrat (Celle) 

seit 11.09.1914 Hilfsarbeiter bei der Reichsanwaltschaft 

seit 01.04.1921 Reichsanwalt 

zum 30.09.1934 Ruhestand (aus gesundheitlichen Gründen auf ärztliches 

anraten) 

nach: Göppinger 

Wohnung: Elisabethallee 18 pt. (1933) 



Finkelstein, Anton; Dr. jur. 

geb. : 09.11.1883 

RA und Notar (seit 04.12.1923) 

Kanzlei: Grimmaische Straße 27/11 (1933) 

Wohnung: Fritzschestraße 4/1 (1933) 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. : 3758 

Amtsenthebung mit Verfügung vom 11.08.1933 



Fleiß, Heinrich; 
geb.: 19.05.1892 
Referendar 
Wange rooger Weg 17 



Dr . j ur 



** 



Freuden thal, Joseph; Dr. * 

geb.: 01.03.1903 

Syndikus 

Wohnung: Stephanstraße 22 

stellv. Vorsitzender des Jüd 

STAL, PP-V 45 24 Bl. 2 

nach: Bach 



Jugendbundes "Franz Rosenzweig" 



Fuchs, Johannes; Dr. jur. 

Rechtsanwalt und Notar (seit 18.10.1932) 

1934 Ortsgruppenltr. des Reichsverbandes christl. dt. Staatsbürger 

nichtarischer Abstammung (STAL, PP-V 4537, Bl. 25) 
Kanzlei: Schillerstraße 4 (1933) 
Wohnung: Gletschersteinstraße 33/11 (1933) 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. : 3766 
STAL, Devisenstelle Nr. 650 

Zulassung zum RA wurde mit Wirkung vom 15.08.33 zurückgenommen, 
gleichzeitig erfolgte Amtsenthebung als Notar 



Goldschmidt, Konrad; Dr. *, *** 

geb.: 10.01.1887 in Leipzig 

Vater: Privatmann Louis G. 

Wohnung: Gustav-Adolf -Str . 30 b. Eltern 

1933: Karl -Rohde- Straße 4 
jur. : 17.10.1907 - 23.04.1908 (vorher: Genf) 

Dann: München, Berlin, München, wieder Leipzig 

30.04.1910 - 19.07.1911 
RA und Notar; am 12.08.1930 zum Notar bestellt 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 03826 
Sitz: Goethestraße 1 (mit Dr. Franz) 



Goldstein, Curt; Dr. 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Neumakrt Nr. 5 

Wohnung: Gletschersteinstraße 49 



*** 



Goldwasser, Ludwig; Dr. jur. * 

geb. : 13.04.1896 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Hainstraße 7 

Wohnung: Funkenburgstraße 16, Herloßsohnstraße 7a 



Gottlieb, Hellmuth; Dr. 

geb. : 19.06.1901 
Fregestraße 35 



•JUT 



*** 



Gottschalk, Hermann; Dr., Justizrat * 

geb.: 29.10.1867 in Gröbzig 

gest.: im Jüdischen Krankenhaus in Dösen 

Vater: Kaufmann 

Wohnung: Jacobstr. 3/1 b. Eltern 

1933: Weinligstraße 11 
jur: 07.06.1889 - 21.01.1891 (vorher Heidelberg) 
RA und Notar, am 25.07.1919 zum Notar bestellt 
Sitz: Dittrichring 8 
Vertreter: Dr. Paul Ernst Böhme 



Hermann Gerson Aemil 

1910 in Leipzig 



Gottschalk, 

geb. : 21. 08 

Referendar 

Sohn von JR Gottschalk 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 

Wohnung: Dittrichring 8/II 



Theodor 



2263 



*** 



Graf, Curt; Dr. * 

geb. : 16.09.1888 

Rechtsanwalt und Notar (seit 20.11.1922) 

Kanzlei: Neumarkt 29/11 (mit Carl Unger und Dr 

Wohnung: Kaiserin- Augusta- Straße 25 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 3832 

Amtsenthebung mit Verfügung vom 11.08.1933 



Lewy) 



Graf, Eugen; Dr. jur. * 

geb.: 05.05.1904 in Leipzig 

Gerichtsassesor 

Kündigung zum 30.06.1933 aufgrund des Gesetzes zur 

Widerher stellungdes Berufsbeamtentums 

Klara- Wieck- Straße 17 

seit 1935: Hamburg 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 2261 



Grübel, Fred; Dr. 

geb.: 22.10.1908 in Leipzig 

Vater: Kaufmann und Schriftsteller Salomon G. 

jur. et. rer. pol.: 22.10.1927 - 14.05.1930 

Wohnung: Gohliser Str. 18 b. Eltern 

Verwaltungsdirektor der Leipziger Gemeinde vor 1945 

heute: Vizepräsident des Leo Baeck Instituts New York 



Grunsfeld, Fritz; Dr. jur. 

geb.: 27.09.1908 in Halle 

Vater: Max G., geb.: 23.12.1876 in Heiligenstadt 

Mutter: Meta G., geb. Schönlicht, 

geb. 22.10.1879 in Naumburg 
Schwester: Hildegard G., geb. 18.08.1912 in Halle 

lebt in Düsseldorf 
stud. jur. bis 1933 in Halle, später Genf und Holland 
nach 1939 Verwaltungsleiter der IRG zu Leipzig 
nach 1945 im ersten Vorstand 
nach 1952 in Düsseldorf Richter, später Rechtsanwalt 

Gutherz, Franz (Theodor) *, *** 

geb. : 06.11.1904 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Thomaskirchhof 21 

Wohnung: Großgör schenstraße 4, Grassistraße 22 



Harmelin, Wilhelm; Dr. *, *** 

geb. : 08.11.1900 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Nikolaistraße 69 

Wohnung: Nordplatz 2 



Heilpem, Max 

RA und Notar 

geb.: 02.03.1878 in Leipzig 

Vater: Rechtsanwalt, Leipzig 

stud. jur.: 19.04.1898 - 16.07.1901 

zuvor : Würzburg 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 02429 

und: AG Leipzig Nr. 00031 (Konsulent) 

am 23.03.1923 zum Notar bestellt 

Kanzlei: Barfußgäßchen 11/11 

Wohnung: Fockestraße 2 



Heinemann, Rudolf; Dr. jur. 

Kaufmann 

Lützner Straße 70 



Hellmann, Max * 

Rechtsanwalt und Notar (seit 16.05.1931) 

Kanzlei: Harkortstraße 17 

Wohnung: Elisenstraße 76 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 3898 

02.06.1932: Amt als Notar niedergelegt 



Hesse, Richard 

geb.: 29.03.1896 in Bleicherode 

Rechtsanwalt 

1933-42 Zentralbüro für jüdische 

Aus Wanderungsangelegenheiten in Leipzig 

nach: "300 Jahre Jüdische Gemeinde Halle" (S. 



285) 



*** 



Hirschfeld, William; Dr. * 

geb. : 21.01.1866 

Rechtsanwalt und Notar (seit 16.12.1919) 

Kanzlei: Brühl 13 

Wohnung: AI exander Straße 31 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 3924 

Amtsenthebung mit Verfügung vom 11.08.1933 



Hodes, Siegfried; Dr. jur. * 

RA und Notar 

geb.: 30.12.1888 in Leipzig- Lindenau 

gest.: 26.01.1933 in Leipzig 

Vater: Kaufmann Samuel H. (1909: Dresden) 

stud. jur.: 20.10.1909 - 10.03.1910 

zuvor: Freiburg/Breisgau 

anschl. : München und Berlin 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 02429 

am 05.10.1932 zum Notar bestellt 

Kanzlei: Goethestraße 3-5/II 

Wohnung: Lindenthaler Straße 6 



(oder: 3926 ?) 



Hölzer, Nathan 

geb.: 09.03.1901 in Leipzig 

Gartenarbeiter (nach der Deportationsliste) 

Wohnung: Rittergutstraße 5/Eg. 

Fremdenpaß- Nr. 25 H/42 

Transport - Nr . 84 (Transport liste vom 14.02.1945 

war nach 1945 Amtsgerichts rat in Leipzig 



Hoeniger, Victor; Dr. jur. 

geb.: 22.02.1870 in Ratibor 

gest.: 07.03.1953 in Freiburg/Breisgau 

Reichsgerichtsrat, auf eigenen Antrag zum 01.04.1935 pensioniert, als 

seine Zwangspensionierung bevorstand; lebte danach mit seiner 

Tochter, die aus einer Ehe mit einer "arischen" Frau hervorgegangen 

war, und zwei Enkeln zurückgezogen in Freiburg. Da er diese 

versorgte, blieb er von größeren Repressalien verschont, mußte aber 

in den letzten Kriegs jähren von seinen (gekürzten) Pensionsbezügen 

Sonderabgaben leisten; weiter Veröffentlichungen waren ihm (MA am 

HGB- Kommentar von Düringer/Hachenburg) nicht mehr möglich. Nach dem 

Krieg war er Spruchkammervorsitzender. 

Frontkämpfer (1914-1918) 

(Nach Göppinger) 

Wohnung: Kaiserin- Augusta- Straße ll/I (1933) 



Hoffner, Manfred; can. jur. (1933) * 

Montbe Straße 33 

Bund jüdischer Pfadfinder 



Jacobi, Curt; Dr. jur. 

Rechtsanwalt 

Grimmaische Straße 22/III 



Jacobi, Erwin; Dr. jur. Uni. -Prof. 

geb.: 15.01.1884 in Zittau 

gets.: 05.04.1965 in Leipzig 

1933 von der Uni Leipzig vertrieben 

Wohnung: Straße des 18. Oktober 17/III 

1945 bis mtte der 50er Jahre wieder Prof 

1947: Rektor 

Personalkte: Uniarchiv Nr.: 24 72 



in Leipzig, 



Jacobson, Hermann Albert; Dr. jur. * 

RA und Notar 

geb.: 05.01.1875 in Dresden 

Vater: Kaufmann, Dresden 

Stud. jur.: 24.04.1895 - 05.08.1898 

Wohnung: Auenstraße 4 3/ III 

am 28.02.1923 zum Notar bestellt 

Vertreter: Dr. Alfred Moritz Rübner 

Dr. Friedrich Ae 
Kanzlei: Neumarkt 31-33; 1933: Plauensche Straße 13/11 
Wohnung: Löhrstraße 19 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 3952 
Amtsenthebung mit Verfügung vom 11.08.1933 



b. Eltern 
02.1919 



Jacoby, Alfred; Dr. * 

Rechtsanwalt, Amtsgerichtsrat a.D. 

geb.: 11.09.1893 in Leipzig 

Vater: Privatmann Theodor J. 

Wohnung: Pol itz Straße 30/pt 

stud. jur.: 12.10.1912 - 05 

vorher: Freiburg 

Kriegsfreiwilliger seit 29.09.1914 

seit 1917 in Lazaretten 

seit 10.10.1918 wieder zuhause 

1922: Landgerichtsrat 

1923: kurzzeitig Leitung der Gefangenenanstalt Leipzig I+II 

1925: Rechtsanwalt 

Kanzlei: Markt 8, Aufgang A/III 

Wohnung: Kaiser- Wilhelm- Straße 34 

Vorsitzender des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 2541 



Jacoby, Hans; Dr. * 

geb.: 11.05.1884 in Leipzig 

RA und Notar 

stud. jur.: 15.04.1902 - 14.04.1903, dann Freiburg 

dann wieder Leipzig: 15.03.1903 - 14.06.1905 

Vater: Privatmann, Leipzig 

Kanzlei: Markt 8, Aufgang A/III (Mirag-Haus) 

Wohnung: Moltkestraße 1 

am 06.09.1923 zum Notar bestellt 

Vertreter: Dr. Curt Kroch, Amtsgerichtsrat a.D. Alfred Jacoby, 

Dr. Paul Zander 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. : 2540 



Joske, Heinz; Dr. jur. * 

geb.: 19.04.1895 in Weißenfels 
Rechtsanwalt 

stud. jur.: 22.10.1913 - 23.10. 

30.04.1915 - 17.04. 
Soldat seit 15.02.1915 
Vater: Privatmann Emil J. 
Kanzlei: Barfußgäßchen 11 
Wohnung: Dufour Straße 18 



1914 
1919 



(vorher: 
(vorher : 



Grenoble) 
Berlin) 



Junghanns, Max; Dr. 

Landgerichtsrat 

mosaisch ? 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 



2514 (nur ein Blatt) 



Kapel, Chil Ascher; Dr. 

geb.: 15.07.1898 
Rechtsanwalt 
Oststraße 28 



*** 



Kaufmann, Arthur; * 

geb.: 08.11.1901 in Leipzig 

Vater: Kaufmann (verst) , Mutter: Mathilde K. 

Rechtsanwalt 

stud.jur et rer pol.: 12.11.1921 - 13.04.1922 

vorher: Halle und Freiburg 

25.10.1922 - 11.06.1923 {vorher München) 

Kanzlei: Nikolaistraße 55 

Wohnung: König- Johann -Straße 26 

Kaufmann, Willi; Dr. jur. * 

geb.: 01.08.1874 in Walsangut (?) 

RA. und Notar 

Vater: Privatmann, Leipzig 

stud.jur.: 26.10.1893 - 17.07.1896 (vorher Frei bürg) 

Vater (?) von Arthur K. 

Kanzlei: Nikolaistraße 55 

Wohnung: Springerstraße 27 

Notar seit 20.02.1923 

Vertreter: Dr. Max Breit 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 3971 

Kirchberger, Hans; Prof. Dr. jur. (ev.) 

RA beim Reichsgericht seit 10.02.1932 

Notar seit 05.05.1923; Amt am 31.03.1932 niedergelegt 

geb.: 14.03.1884 in Niederlahnstein 

gest.: 14.06.1968 in Wisconsin (USA) 

1927 - 1933 ao. Prof. an der Handelshochschule Leipzig 

Vater: Max K., Kaufmann, Niederlahnstein 

stud. chem: 19.10.1903 (vorher: Genf) 

std.jur.: 20.10.1905 - 07.04.1906 (vorher: München) 

Kanzlei: Hugo- Licht -Straße 1; Schillerstraße 3 (1923) 

Wohnung: Oetzsch-Markkleeberg, Leipziger Str. 1, Wundtstraße 9 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 3984 

STAL, Devisenstelle Nr. 695 

1938: aus der Rechtsanwaltschaft ausgeschlossen, 

Emigration in die USA 
16.03.1951: RA beim BGH 

Koehne, Waldemar;Dr. jur., 

geb.: 28.09.1880 in Danzig 

seit 01.04.1921 Kammergerichtsrat 

seit 01.04.1930 Hilfsrichter beim RG 

Reichsgerichtsrat seit 01.10.1931 

nach: Göppinger 

Wohnung: Kaiser- Wilhelm- Straße 70/III (1933) 



Königsberger, Friedrich- Paul; Dr. 

geb.: 25.02.1871 in Breslau 

seit 23.06.1927 Reichsgerichtsrat, gehörte dem III 

nach: Göppinger; siehe auch: Lobe aaO 

Wohnung: Schönbachstraße 8 (1933) 



Zivilsenat an 



Kremnitzer, Bernhard; Dr. jur, 

Versicherungsdirektor 
Grassistraße 2 



*** 



Kroch, Kurt; Dr. * 
geb.: 30.03.1884 in Leipzig 
RA und Notar 

Vater: Kaufmann Samuel K. 
Stud.jur.: 09.11.1903 - 01.05.1905 

30.10.1905 - 20.06.1906 
am 04.12.1923 zum Notar bestellt 
Vertreter: Dr. Willy Kaufmann 
Kanzlei: Markt 2/II 
Wohnung: Sebastian- Bach- Straße 53 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 



(vorher: 
(vorher: 



Tübingen) 
Halle) 



2679 



Kufeid, Herbert; Dr. 

geb. : 10.03.1906 
Referendar 
Arndt Straße 38 



jur 



*** 



Landau, Siegfried; Dr. *, *** 

geb. : 07.06.1895 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Grimmaische Straße 26 

Wohnung: Windscheidstraße 22 



Lebrecht, 

Jusitzrat 

vor 1933 verstorben 
Witwe: L., Elisabeth 
Karl -Heine -Straße 19 



**• 



Lehrfreund, Ludwig; Dr. *, *** 

geb. : 17.12.1893 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Katharinenstraße 21/11 

Wohnung: Elster Straße 20 

Vorsitzender der Jüdischen Volkspartei Leipzigl 

STAL, Devisenstelle Nr. 717 



Lentschner, Richard; Dr. jur. * 

Fe r di nand - Rohde - S t r aße 7 



Lerch, Heinrich; Dr. jur. *** 

geb. : 14.04.1895 
Referendar 



*** 



Lewin, Heinrich 

Arbeitsgerichts rat 

geb.: 27.10.1901 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr 



2784 



Lewy, Leo; Dr. jur. *, *** 

geb. : 25.07.1892 
Rechtsanwalt 
Kanzlei: Neumarkt 29 
Wohnung: Harkortstraße 8 



Liepmann, Adolf; Dr. jur. *, *** 

geb.: 21.08.1893 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Grimmaische Straße 26 

Wohnung: Richterstraße 2 

Lindemann, Herbert Josef; Dr. *** 

geb.: 11.03.1906 

Rechtsanwalt 

Kanzlei u. Wohnung: Grimmaische Straße 27 

Lippmann, Walter; Dr. *; *** 

Rechtsanwalt; 1939 als jüdischer Konsulent zugelassen 

geb.: 13.10.1895 in Leipzig 

Vater: prakt . Arzt, Leipzig 

Wohnung: Tauchaer Straße 10/11 b. Eltern 

stud. jur. 17.04.1914 - 30.08.1914 

21.10.1915 - 03.01.1919 Soldat 

stud. jur: 10.01.1917 - 07.05.1919 (2 Kriegsjahre !) 

11.10.1919 - 12.04.1920 
vorher: Heidelberg, Göttingen 

23.10.1914 - 03.04.1915 
Kanzlei: Grimmaische Straße 24 
Wohnung: Leibniz Straße 13/11 



List, Erich 

Rechtsanwalt 

Neumarkt 40 

Wohnung: Pestalozzistraße l/I (1933) 



List, Julius Hugo; Dr. 

ev. (war "Halb Jude") 
RA und Notar 

geb.: 08.05.1871 in Leipzig 
Vater: Bankdirektor 

Wohnung: Poniatowskistraße 16 b. Eltern 
stud. jur.: 17.10.1890 - 15.04.1891 

02.05.1892 - 12.10.1892 
dann: Lausanne, München, Berlin, Heidelberg 
dann wieder Leipzig: 03.05.1893 - 14.02.1894 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 04097 
am 20.02.1923 zum Notar bestellt 
Vertreter: RA Johhanes Ehrlich 
29.09.1933: Niederlegung des Amtes als Notar 
Kanzlei : Neumarkt 4 
Wohnung: Beethovenstraße 31 



Meyerowitz, Martin; Justizrat 
geb.: 03.01.1869 in Königsberg 
gest.: 23.06.1942 in KL Flossenbürg 
RA beim Reichsgericht, später Rechtskonsulent 
Kanzlei: Fockestraße 2 
Wohnung: Jacobstraße ll/lll 

Laut Kartei der IRG direktes Mitglied der Reichsvereinigung 
seine an den Rollstuhl gefesselte Ehefrau Helene M. , geb.: Eichelbaum 
(geb.: am 10.12.1885 in Insterburg/Ostpreußen) wurde mit dem Trans- 
port vom 17.02.1943 nach Theresienstadt deportiert 



** 



*** 



Meyer, Josef Erich * 

Vorname lt. jüd. Adreßbuch 1933: Josef 

Vorname lt. Adreßbuch 1933: Erich 

Wählerliste: beide Vornamen 

geb.: 13.06.1902 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Grimmaische Straße 21 

Wohnung: Kant Straße 17 



Mieses, Victor; Justizrat 

Rechtsanwalt und Notar 
Kanzlei: Barfußgäßchen 15 
Wohnung: Gustav -Adolf -Straße 36 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 4154 



Mieses, Walter; Dr. rer. pol. 

geb. : 12.01.1900 

Amtsgerichtsrat (1929) 

zum 31.01.1930 ausgeschieden 

1922: Referndar AG Aue, LG Leipzig 

1924: in der Kanzlei Drucker u.a. 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 2841 



Mittelmann, Jacob Marcus 

geb.: 11.05.1909 in Leipzig 

gest. :05. Ol. 1975 in Tel Aviv 

Vater: Abraham M. , Kaufmann 

stud.jur et. rer. pol.: 16.10.1928 - 15.04.1930 

vorher: Handelshochschule Leipzig 

20.10.1930 - 24.02.1932 
vor he r : He i de 1 be rg 

Wohnung: Gohliser Str. 4, dann Kickerlingsberg 6 b. Eltern 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 2836 



Monasch, Berthold; Dr. 

Patentanwalt 

Kanzlei : 

Wohnung: Dittrichring 18 



Littauer, Rudolf Max; Dr. jur. 

geb.: 29.10.1905 in Leipzig 
Vater.: Dr. med. Arthur L., prakt . Arzt 
stud.jur.et. rer.pol.: 03.03.1924 - 14.03.1925 

23.04.1926 - 03.08.1927 
vorher: Freiburg, München 

bis 1933 Assistent an der Uni. Leipzig, Emigration in die USA 
RA in New York, seit 1968 Honrarprof . in Erlangen 
Jacobstraße 11 



Löwenheim, Hans; Dr. jur. *, *** 

geb.: 09.04.1895 

Rechtsanwalt 

Kanzlei: Brühl 4 

Wohnung: Kaiser-Wilhelm- Straße 72/III 

Präsident der Leipzig- Loge 



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Löwenstein, Berthold; Dr., Justizrat * 

geb.: 12.11.1863 

RA und Notar 

Kanzlei: Peterssteinweg 11/11 (mit Dr. Arthur Sitte) 

Wohnung: Kaiser-Wilhelm- Straße 66/1 

nach der Schweiz (Solthurn) ausgewandert 

am 04.12.1917 zum Notar bestellt 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. 4100 

STAL, Devisenstelle Nr. 726 



Mansfeld, Richard; Dr. 

ev., (Vater war jüdischer Abstammung) 

geb.: 29.11.1865 in Wolfenbüttel 

gest.: 05.12.1943 in Leipzig ? 

seit 01.01.1906 Oberlandesgerichtsrat in Braunschweig 

seit 01.06.1907 Reichgerichtsrat 

seit 01.10.1922 Senatspräsident 

trat mit Vollendung seines 68. Lebensjahres zum 01.12.1933 in den 

Ruhestand 

Wohnung: Brandsvorwerkstraße 72 



Metz, Richard; Dr. 

geb.: 01.06.1865 in Köln 

seit 01.04.1908 Kammergerichtsrat 

seit 03.02.1920 Reichsgerichtsrat 

nach: Göppinger 

Wohnung: Ferdinand- Rohde- Straße 20/pt 



(1933) 



Moser, Georg; Dr. *, *** 

geb. : 29 .03.1882 

RA und Notar 

Kanzlei: Petersstraße 15 

Wohnung: Ferdinand- Rohde- Straße 22 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 2908 

STAL, Devisenstelle Nr. 393 (ausgewandert) 



Nathanson, Leon 

Waldstraße 12 ? (nicht 1933) 



*** 



Neumann, Richard; Dr. jur. * 

geb.: 05.12.1878 in Gnesen 
gest.: 10.04.1955 in Karlsruhe 

01.04.1921 - 31.12.1935 Reichsanwalt; ab Mai 1935 schon im 
Wartestand; während des Krieges nach Theresienstadt deportiert; nach 
1945 Generalstaatsanwalt in Groß-Berlin, ab 09.02.1945 in West- 
Berlin, 

15.11.1950 - 31.12.1952 Senatspräsident des 3. bzw. 5. Strafsenats 

beim BGH 

nach: Göppinger; siehe auch: Kaul, Geschichte des RG 

Wohnung: Schwägrichenstraße 17/1 (1933) 



Neumann, Rudolf Albert, 

geb. : 31.05.1900 
Rechtsanwalt 
Pestalozzistraße 1/pt. 



Dr . j ur 



*** 



Otto, Hans; Dr. 

RA und Notar (seit 28.02.1923) 

Kanzlei: Hainstraße 16 (mit Dr. Kurt Runge) 

RA- Zulassung und Notariat im August 1933 niedergelegt 



Perls, Jakob Kurt *; *** 

geb.: 22.03.1890 in Chemnitz 

Rechtsanwalt, später: Konsulent 

Vater: Simon P., Leipzig 

stud.jur.: 19.10.1909 - 01.07.1912 (vorher: Genf) 

Kanzlei: Thomasgasse 2 

Wohnung: Gustav- Adolf -Straße 27 

wurde mit dem Tranport vom 17.02.1943 nach Theresienstadt deportiert 

war jedoch zuvor bereits mehrfach zur Deportation vorgesehen und 

wieder gestrichen worden 



Pietrkowski, Arthur; Dr. jur. 

geb. : 13.05.1892 

Bankleiter 

Wohnung: Waldstraße 80 

Vorsitzender "Bar Kochba" 



*** 



Rehfeld, Hugo 

Syndikus 
Bosestraße 6 



Rosenberg, Ernst; Dr. jur 
Reichsgerichtsrat i.R. 
Andreasstraße 2/II (1933) 
mosaisch ? 



Rosenberg, Leo; Dr. jur., üni.-prof. 

geb.: 07.01.1879 in Fraustadt (Schlesien) 

gest.: 18.12.1963 in München 

bis 1932 Prof. in Gießen 

bis 29.03.1934 Prof. an der Uni Leipzig 

1934 - 1936 im Büro eines RA beim RG tätig 

nach 1945 Prof. in München 

bedeutenster Zivilprozeßlehrer seiner Zeit 

Wohnung: Montbe Straße 9 

Personalakte: üniarchiv Nr. 93 



Rosenberg, Werner; Dr. 

Reichsgerichtsrat i.R. 
Südstraße 98 
mosaisch ? 



h.c 



*** 



Rosen, Georg; Dr. * 

geb.: 02.09.1883 

Rechtsanwalt und Notar (seit 1923) 

Kanzlei: Thomasgasse 2 

Wohnung: Springerstraße 20 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 4281 

Amtsenthebung mit Verfügung vom 11.08.1933 



Sabatzky, Kurt 

Syndikus des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens 

zeitweise bis März 1937 komm. Ortsgruppenltr . ; 

(STAL, PP-V 5007, B1.215) 

Ltr. des Kriegsopferdezernats der RJF (STAL, PP-V 4508, Bl.l) 

Salinger, Hugo; Dr. * 

Reichsgerichtsrat 

Wohnung: Scharnhorst Straße 2 



Saupe, Eugen; Dr. jur. 

RA und Notar 

geb.: 29.02.1880 in Leipzig (ev.-luth.) 

Vater: Bäckermeister, Leipzig 

stud.jur.: 13.11.1900 - 29.09.1902 (vorher: 

Kanzlei /Wohnung: Nordstraße 60/I+II 



München, Berlin, Bonn) 



Schi es s, Robert Eugen, Dr. 

geb. : 28.11.1901 
Referendar, Assesor 
Louisenstraße 26 
emigriert nach London 



3ur 



*** 



Schreiber, Walter; Dr. jur. 

geb. : 06.07.1885 
Bankier 

Beethovenstraße 16 



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Seelen£reund, Benno; Dr. 
geb. : 29.07.1895 
Jurist 
Gottschedstraße 3 



üt *** 



Sontag, Ernst; Dr. jur. 

geb.: 06.03.1873 in Breslau 

gest.: 31.08.1955 in Lugano 

ab 1905 Richter, 1919 Oberlandesgerichtsrat, dann Reichsgerichtsrat 

bis 1931; bis 1932 Mitarbeit an der Zeitschrift "Die Justiz", Ende 

der 30er Jahre in die Schweiz emigriert, nach 1945 Mitarbeit an der 

"Deutsche (n) Rundschau" 

na ch : Göpp i nge r 

Wohnung: Ferdinand- Rohde- Straße 13 (1933) 

Steigmann, Max; Dr. jur. *, *** 

geb. : 27.07.1901 
Referendar 
Berliner StraOe 56 

Strauß, Herbert * 

geb.: 22.06.1900 in Leipzig 

Rechtsanwalt, später Konsulent 

Akte: STAL, AG Leipzig, Nr.: 03197 

01.08.1922: Referendar beim AG Zwönitz 

27.06.1924: Zeugnis der RAe Drucker, Eckstein, Cerf 

30.04.1926: Ausscheiden aus dem Justizdienst durch Kündigung 

Kanzlei: Reichsstraße 24 Aufgang A/II 

Wohnung: Fritzschestraße 11 

nach Uniarchiv: 

geb.: 22.09.1902 in Kirchhain 

stud.jur.: 28.10.1921 - 28.02.1922 (vorher: Frankfurt, München) 



Tschopik, Ludwig * 

RA und Notar (seit 1923) 

Kanzlei: Brühl 4 

Wohnung: Mozartstraße 17, 1934: Markgrafenstraße 10 

Personalakte: 3365 

ehrengerichtliches Verfahren mit RA Dr. Magnus Breit 

im Jahre 1935: Ausschluß aus der Rechtsanwaltschaft 



*** 



Tumpowsky, Adolf; Dr. * 

geb. : 19.09.1878 

RA und Notar (seit 04.04.1923) 

Kanzlei: Brühl 25/11 

Wohnung: Gustav -Adolf -Straße 21 

Personalakte: STAL, AG Leipzig, Nr.: 4447 

Amtsenthebung mit Verfügung vom 11.08.1933 



Wachtel, Alexander Siegfried 

(Nach Bach) 

Wachtel, Julius; Dr. jur., Justizrat *, *** 

geb. : 09.07.1860 

RA und Notar 

Kanzlei: Peterskirchhof 7 

Wohnung: Mozartstraße 7 

Vorsitzender des Zentralvereins seit 1911 

Vorsitzender der Mendelssohn- Stiftung (1933) 

Personalakte: STAL, AG Leipzig, Nr.: 3467 

Wachtel, 

Landgerichtsdirektor 
Goethestraße 1 

Waldheim, Leopold; Justizrat * 

geb.: 19.09.1864 in Sternnburg/Mecklenburg 

Rechtsanwalt und Notar (seit 1916) 

erblindet, Amt niedergelegt 

Kanzlei: Gottschedstraße 27, 

mit Dr. Dalitz, Rudolf Otto und Fritz Meyer II 

Wohnung: Lortzingstraße 14 

Personalakte: STAl, AG Leipzig Nr. : 4468 

wurde mit seiner Ehefrau Margarete W., geb. Michael (Schwester von 

Prof. Otto Michael) mit dem Tranport am 19.09.1942 nach 

Theresienstadt deportiert. 



Weiss, Hans 

geb.: 23.12.1911 
stud. jur. 
Fichtestraße 13 



*** 



Wohrizek, Emil; Dr. 

geb.: 24.04.1878 in Leipzig (üniarchiv: Reichenberg/Böhmen) 

gest. : 1942 im KZ 

RA und Notar (seit 02.04.1925 in Leipzig) 

Amt zum 31.12.1929 niedergelegt, Umzug nach Berlin 

1930: Maassenstraße 36, Berlin 

Vater: Kaufmann in Leipzig 

stud. jur.: 15.04.1903 - 26.09.1905 

18.04.1906 - 21.07.1907 (vorher: Berlin) 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr. : 4510 
am 03.07.1924 zum Notar bestellt 

Kanzlei: Hainstraße 9, Brühl 10/12, Neumarkt 38, Ritterstraße 4 
Wohnung: Waldstraße 52 

betreute das jüdische Waisenhaus in Leipzig, zuletzt bei der 
Palästina- Treuhandstelle GmbH tätig. 

wurde am 28.03.1942 mit seiner Frau deportiert (nicht in den Listen 
enthalten) nach: Göppinger (S. 264); siehe auch: Tetzlaff, S. 359 



Woyda, Julius; Dr. jur 
geb. : 05.02.1899 
Prokurist, 
Lothringer Straße 55 



*** 



Zander, Paul; Dr. jur. * 
geb.: 25.05.1884 in Leipzig 
Vater: Kaufmann in Leipzig 
stud.jur.: 15.04.1903 - 26.09.1905 

18.04.1906 - 21.07.1907 {vorher: Berlin) 
RA und Notar, später Konsulent 
am 03.07.1924 zum Notar bestellt 

Vertreter: Ass. Johann Glinka, Ass. Dr. Werner Heubel, Dr. Curt Cerf 
Kanzlei: Neumarkt 38, Nikolai Straße 55 
Wohnung: Straße des 18. Oktober 17 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 3572 

und 00031 (Konsulenten) 
STAL, Devisenstelle Nr. 518 (ausgewandert) 



Zemik, Feodor Fritz; Dr. * 

geb.: 05.11.1883 in Breslau 

RA und Notar, später: Konsulent 

stud.jur.: 26.04.1905 - 15.02.1907 (vorher: Freiburg, München, 

Berlin) 
Vater: Kaufmann Max Z., Leipzig 
Kanzlei: Windmühlenstraße 7, Brühl 37/39 
Wohnung: Elisenstraße 111 
Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 3549 
STAL, Devisenstelle Nr. 520 
wurde mit dem Transport am 21.01.1942 deportiert 



Zülzer, Max (Dan); Dr. * 

geb.: 29.12.1885 in Leipzig 

Vater: Kaufmann Philipp Z., Leipzig 

stud.jur.: 06.11.1907 - 01.07.1910 (vorher: Berlin) 

RA und Notar 

Kanzlei: Beethovenstraße 13 

Wohnung: Elisenstraße 114 

Personalakte: STAL, AG Leipzig Nr.: 3553 und: 00031 (Konsulenten) 

STAL, Devisenstelle Nr. 524 

1934: Eid auf den "Führer" 

01.10.1935: Amtsenthebung als Notar 

01.-31.12.1938: Zulassung als Konsulent 

wurde mit seiner Frau Zilla Z., geb. Ollendorf mit dem Transport am 

18.03.1943 nach Theresienstadt deportiert 



Chaim Rockman 
Briefe an Adolf R. 1939-1942 Specializing in Walking and cycling tours 

P.O.B. Tit Mcvaswrtt t«r»el 90805 

Der heutige Vortrag ist, wie eine A,.«xzani von anderen Veran- 
staltungen der am letzten Sonntag zu Ende gegangenen 2. Jüdishen 
Woche in Leipzig dem 150. Gründungs Jubiläums der hiesigen 
Israelitischen Religionsgemeinde gewidmet. 

150 Jahre sind historisch gesehen ein sehr kurzer Zeitraum. 
Diese 150 Jahre umschließen allerdings einen Abschnitt, der sich 

tief in das Bewußtsein derer, die wir heute leben, eingegraben 
hat . 

Als sich im Jahre 1847 in Leipzig die jüdischen Bürger dieser 
Stadt zu einer Religionsgemeinde zusammenschlössen vollzog sich 
in den deutschen Ländern, zeitlich differenziert, ein Prozeß, 
den wir heute die Emanzipation der Juden nennen. Emanzipation 
meint dabei vor allem erst einmal die rechtliche Gleichstellung 
der jüdischen Minderheit gegenüber ihren christlichen Mitbür- 
gern. Es folgten mit Kaiserreich und Weimarer Republik Epochen, 
die zum einen von der Integration der deutschen Juden in die 
Gesellschaft, von der Ajinäherung an die deutsche Mehrheitskultur 
gekennzeichnet waren, aber z'om anderen auch von Antisemitismus, 
der sich vor allem, im Vergleich etwa zum Anti Judaismus vergan- 
gener Zeiten durch eine rassistische Komponente "auszeichnete". 
Seinen Höhepunkt erreichte dieser Antisemitismus unter der 
Diktatur der Nationalsozialisten, als er in der Vernichtung der 
Juden Europas gipfelte. Sechs Millionen Opfer - eine Zahl, die 
nach menschlichem Ermessen nicht mehr faßbar ist. Mit Mensch- 
lichkeit allerdings haben die damaligen Geschehnisse ja auch 
nichts mehr zu tun. Dennoch waren es Menschen, die diese Greuel- 
taten verübten. 

Ich möchte allerdings heute nicht über die Begriffe "Menschen", 
"menschlich" und "Menschlichkeit" philisophieren, wenngleich das 
Tun und Lassen dieser angeblich am höchsten entwickelten Form 
des Lebens in Vergangenheit und Gegenwart manchmal direkt dazu 
herausfordert. Vielmehr soll es heute um eine Frau gehen, die 
den sechs Millionen Toten einen Namen gibt, ein Gesicht, eine 



/ 



7 



stimme. Lina Rochmann, so ihr Name, wäre namenslos geblieben , 
unbedeutend für das, was ein Geschichswissenschaftler den 
historschen Prozeß nennt, hätte es es nicht den Holocaust 
gegeben und wären da nicht eben jene rund 30 Briefe überliefert. 
Diese Briefe widerspiegeln mit einem hohen Maß an Authentizität 
die Lebenssituation jüdischer Menschen zu einer Zeit, als die 
Ausgrenzung und Isolierung der jüdischen Bevölkerung deutsch- 
lands bereits in das Stadium der massiven Vertreibung übergegan- 
gen war und die physische Vernichtung unmittelbar bevorstand. 

Lassen Sie mich im folgenden kurz etwas zur Israelitischen 
Religionsgemeinde und Juden in Leipzig vor und während der NS- 
Zeit,. der nationalsozialisitschen Politik gegenüber den Juden, 
der Familie Rochmann und last but not least zu jenen Briefen 
die Lina Rochmann an ihren Sohn Adolf nach London schrieb, 
sagen. 

Im Jahre 1933, kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozia- 
listen hatte die Stadt Leipzig etwa 11.500 Einwohner jüdischen 
Glaubens. Den Höhepunkt in der Mitgliederentwicklung hatte sie 
zu diesem Zeitpunkt bereis überschritten. Schon acht Jahre 
zuvor, bei der Volkszählung von 1925 hatten 12.500 Juden in der 
Stadt und etwa 13.200 im Einzugsbereich der Gemeinde gelebt. Die 
Mitglieder Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig rekrutier- 
te sich aus allen im Bezirk der Kreishauptmannschaft Leipzig mit 
Ausnahme der Amtshauptmannschaft Rochlitz lebenden Juden sowie 
denjenigen, die in diesem Bezirk ein Geschäft betrieben oder 
über Grundbesitz verfügten. 



Die Mitgliedschaft der Gemeinde setzte sich insgesamt sehr 
heterogen zusammen. Im 19. Jahrhundert hatt sie sich auf religi- 
ös liberaler Grundlage entwickelt. Die damaligen Gemeindeein- 
richtungen, etwa die Synagoge oder die Religionsschule waren 
ebenso ausgerichtet. Eine starke Zuwanderung von Juden aus 
anderen deutschen Ländern, mehr aber noch die Einwanderung von 



Juden aus Osteuropa in der Zeit des Kaiserreichs und auch der 
Weimarer Republik bedingten in ihrer Konsequenz ein Anwachsen 
von religiös orthodoxen und auch chassidischen Geitieindemitglie- 
dern. Im übrigen entspannen sich harte Kämpfe um den Kultus und 
das Wahlrecht innerhalb der Religionsgemeinde zwischen liberalen 
und orthodoxen Juden sowie deutschen und ausländischen Staats- 
angehörigen, auf die ich in diesem Rahmen aber nicht näher 
eingehen möchte. Diese Einwandeung bedeutete auch ein Anwachsen 
der nichtdeutschen Staatsangehörigen unter den Gemeindemitglie- 
dern, die Anfang unseres Jahrunderts die deutschen Staatsange- 
hörigen bereits überflügelte. 1910 waren knapp 70% der Juden 
Leipzigs in keinem der zum Deutschen reich gehörenden Länder 
staatsangehörig, 1925 wird diese Zahl auf ca. 80% geschätzt. Man 
darf allerdings diese Zahlen nicht so interpretieren, daß 80% 
der Leipziger Gemeindemitgliedschaft Mitte der zwanziger Jahre 
aus dem Ausland eingewandert waren. Vielmehr sind in dieser Zahl 
auch die Kinder und Enkel der Einwanderer inbegriffen. Da es für 
insebsondere osteuropäische Juden fast unmölich war, sich 
einbürgern zu lassen und in Deutschland sich die Staatsangehö- 
rigkeit nach der des Familienoberhauptes, des Ehemannes bzw. 
Vaters richtete, waren auch die in Deutschland geborenen und 
aufg^wachsnen Juden von Einwanderern Reichsausländer. Nach dem 
I. Weltkrieg wurden viele von ihnen staatenlos. Das hing mit der 
Neu- und Umbildung von Staaten in Osteuropa und durchaus nicht 
einfachen Regelungen über Staatsangehörigkeitsrecht zu- 
s ammen . zus ammen . 

Auch politisch war die jüdische Minderheit in sich zerplittert - 
von national-konservativ bis radikal links. Bezogen auf die 
innerjüdischen Auseinandersetzungen waren sowohl die Anhaänger 
eines Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, 
die für die Annäherung und Verschmelzung im deutschen Kultur- 
kreis plädierten, als auch die Zionisten, die für die Bildung 
eines jüdischen Nationalstaates in Palästina ein traten in der 
Leipziger Gemeinde aktiv. 
Und auch auf sozioökoncmischen Gebiet zeichnete sich eine hohe 



Differenziertheit ab. Kerstin Plowinski arbeitete in ihrer 
Dissertation heraus, daß die Leipziger Gemeindemitgliedschaf t 
durchaus den Tendenzen, die für die jüdische Minderheit in 
Deutschland insgesamt galten, folgte. Auch in Leipzig war die 
Gruppe derer, die sich im Handel engagierten, am größten. Neben 
Traditionen, die aus bestimmten Entwicklungen der Vergangenheit 
herrührten, unterstützte die Bedeutung Leipzigs als interna- 
tionales Handelszentrum diese Tendenz deutlich. Auch die ver- 
gleichsweise hohe Zuwanderungsrate wirkte in diese Richtung. Von 
der sozialen Stellung her deckte die Gruppe das gesamte Spektrum 
ab - von den untersten Schichten der Sozialskala bis zum Groß- 
kaufmann, der Geschäfte mit Millionenumsatz abwickelte. Ähnlivch 
häufig waren die sogenannten freien Berufe, wie Ärzte, Rechts- 
anwälte, vertreten. Und auch ein jüdisches Proleatriat exia- 
stierte in der Messestadt, wobei dieses handwerklich geprägt 
war und mit dem Leipziger Industrieproletariat wenig zu tun 
hatte. Der für die jüdische Minorität in Deutschland kennzeich- 
nende Drang zur Selbständigkeit trifft für Leipzig in gleichem 
Maße zu. Mehrheitlich gehörten die Leipziger Juden am Ende der 
Weimarer Republik .den Mittelschichten und auch den oberen 
Unterschichten an. 

Diese alles 'in allem äußerst heterogen zusammengestzte Gruppe 
der Mitglieder der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig 
sah sich ab 1933 einer stufenweisen Ausgrenzung, Isolierung, 
Diffamierung, Vertreibung und letzlichen Vernichtung gegenüber. 
Manfred Unger unterschied in diesem Prozeß drei Phasen: diue 
Entwicklung bis zum November pogrom 1938, eine Zwischenphase von 
1939 bis 1941 und die Jahre der sogenannten "Endlösung" von 1942 
bis 1945. Für diese "Zwischenphase" liegen nach Manfred Unger, 
die bisher wenigsten Kenntisse vor. Die Analyse solcher Selbst- 
zeugnisse wie der Briefe von Lina Rochmann können helfen, diese 
Phase der Verfolgung, die Lebensumstände, wie sie sich für eine 
alte Frau, die zu diesem Zeitpunkt ohne Familienanhang in 
Leipzig war, darstellten, zu ergründen und zu dokumentieren. 



Vor allem in der ersten Phase der Nazi-Diktratur verlief die 
Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Menschen wellenförmig. 
Ein erstes Signal setzten der Boykott jüdischer Geschäfte vom 1. 
April 1933 und das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamt- 
entum vom 7. April des gleichen Jahres. Nach letzterem waren 
Beamte jüdischer Herkunft aus dem SDtaatsapparat zu entfernen. 
In einer Art vorauseilendem Gehorsam wurde dieses Gesetz al- 
lerdings in Unternehmen der Industrie, des Handels und in 
privaten Institutionen zur Anwendung gebracht. Die Stadtver- 
waltung veröffentlichte im Jahre 1935 eine Liste sogenannter 
nichtarischer Ärzte, die unterteilt war in zugelassene und nicht 
mehr zugelassene. Bis auf wenige Ausnahme war ihnen die Kassen- 
praxis entzogen worden, später verloren sie . auch ihre Approba- 
tion. Als sogenannte "Krankenbehandler" durften sie nur noch für 
Juden tätig sein. Ähnliche Regelungen betrafen beispielsweise 
jüdische Apotheker und Rechtsanwälte. 

Die wenige Monate später, im September bzw. November 1935 
erlassenen sogenannten "Nürnberger Gesetze" und die dazu gehöri- 
gen Verordnungen markierten einen neuen Schritt in Richtung 
Verfolgung und Vertreibung der jüdischen Menschen. Die national- 
sozialistische Definition der angeblich jüdischen Rasse wurde 
festgeschrieben. Die I. Verordnung zum Reichsbürgergesetz 
unterschied zwischen Glaubens- und Geltungsjuden sowie Misch- 
lingen I. und II. Grades. Der geschlechtliche Verkehr und die 
Heirat zwischen Juden und Nicht Juden waren von nun an untersagt. 
In den Jahren 1937/38 begann ein verstärkter Angriff auf das 
jüdische Vermögen sowie die forcierte Verdrängung von jüdischen 
Unternehmern aus dem Wirtschaftsleben - die Arisierung trau in 
ein neues Stadium: Jüdische Unternehmen wurden von der Vergabe 
öffentlicher Aufträge ausgeschlossen, der sogeannte "Arierpara- 
graph" sollte nun staatlich sanktioniert auch in der Wirtschaft 
Anwendung finden, die jüdische Gewerbetätigkeit wurde einge- 
schränkt, jüdisches Vermögen mußte angemeldet werden. 
Bereits seit 1935 war den Juden in Leipzig der Zutritt zu Frei- 
und Hallenbädern, der Besuch kultureller Veranstaltungen, von 



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Bibliothken und Museen sowie 1937 das Betreten des Rosentals 
untersagt . 

Noch vor dem reichsweiten Novemberporom 1938 trat im Juli die 
Verordnung über die Einführung von Kennkarten für Juden deut- 
scher Staatsangehörigkeit und im August über die Pflicht den 
Zusatznamen Sara bzw. Israel ab 1. Januar 1939 zu tragen, sofern 
man nicht bereits einen jüdischen Vornamen entsprechend einer 
Liste der Nationalsozialisten hatten, in Kraft. 
Die Abschiebung polnischer Juden Ende Oktober 1938 und das 
wenige Tage später reichsweit durchgeführte Novemberpogrom 
markieren das Ende der 1. Etappe der nationalsozialistschen 
Jdeunver folgung. Die Abschiebung der polnischen Juden geht auf 
eine Erklärung der polnischen Regierung zurück, daß alle Polen, 
die länger als 5 Jahre im Ausland lebten, bis zum 30.. Oktober 
ihre Pässe verlängern müßten. Ansonsten drohte ihnen der Verlust 
der polnischen Staatsangehörigkeit. In der Folge hätten sich die 
deutschen Behörden einer Vielzahl von staatenlosen jüdischen 
Ausländern gegenüber gesehen, denen der polnische wie jeder 
andere Staat jegliche Unterstützung verweigert hätte. Das war 
der Anlaß, um in einer Nacht- und Nebelaktion etwa 1.600 pol- 
nische Juden am 28. Oktober 1938 über die polnische Grenze 
abzuschieben. Cirka 1.300 Personen erhielten Zuflucht im pol- 
nischen Konsulat in der Villa Ury in der Wächterstraße. Aller- 
dings wurden diejenigen, die diese erste Abschiebung überstanden 
im Frühjahr des Jahres 1939 erneut ausgewiesen. Die letzten noch 
verbliebenen polnischen Juden wurden nach der Besetzung Polens 
durch die deutschen Truppen in Konzentrationslagern interniert. 
Sie alle überlebten die NS-Zeit nicht. 

Das Novemberprogrom, dessen Ereignisse hinlängliich bekannt sein 
dürften, forderte allein in Leipzig ein Todesopfer bei den 
unmittelbaren Ereignissen. Weiterhin wurden drei Synagogen, vier 
Bethäuser, 34 Privatwohnungen, 193 Geschäfte, die Friedhofs- 
kapelle auf dem Neuen Israelitischen Friedhof, das Altersheim 
und die Höhere Israelitische Schule verwüstet bzw. zerstört. 
Daneben wurden 553 männliche Juden verhaftet und zumeist in die 



Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen verschleppt. 
Insbesondere letzteres sollte die Asuwanderung der Juden aus 
Deutschland beschleunigen. Die Gewalt des Pogroms ließ auch 
diejenigen aufschrecken, die bis dahin geglaubt hatten, es gäbe 
für sie trotz des NS-Regimes und seiner antisemitischen Politik 
einen Platz in Deutschland. Die bis dahin eher schleppend 
verlaufene Emigration von Juden aus Deutschland gestaltete sich 
zur regelrechten Flucht. 

Im Juni 1933 lebten, wie bereits erwähnt, etwa 11.500 Juden in 
Leipzig. Von diesen besaßen rund 3.800 Personen die deutsche, 
5.600 die polnische Staatsbürgerschaft, 1.500 Personen stammten 
aus Rußland-, der CSR und Rumänien, kanpp 600 v.a. aus Westeuro- 
pa. Zwischen 1933 und November 1938 verließen etwa 3.000 Mit- 
glieder der Israelitischen Gemeinde zu Leipzig Deutschland. Im 
Zeitraum Dezember 1938 bis Oktober 1940 gelang 3.100 Gemeinde- 
mitgliedern die Emigration. Mehr als 1.500 von ihnen wollten 
nach Palästina. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war eine 
Flucht bzw. Auswanderung auf Grund des erlassenen Auswande- 
rungsverbotes nur noch vereinzelt, oft unter unmittelbarer 
Lebensgefahr möglich. 

Von nun an wurde das Leben der in Deutschland verbliebenen Juden 
innerhalb kurzer Zeit immer neuen Restriktionen unterworfen. Die 
bis dahin noch bestehenden jüdischen Vereine, die u.a. für die 
materielle und insbesondere auch moralische Unterstützung der 
jüdischen Menschen untereinander ein wichtiger Ort waren, wurden 
im Verlaufe der Jahre 1939/40 in aller Regel zwangsaufgelöst. 
Im Frühjahr 1939 trat das Gesetz über die Mietverhältnisse der 
Juden in Kraft - Juden mußten ihre Wohnungen verlassen und 
wurden in sogenannten "Judenhäusern" faktisch ghettoisiert . 
Lebensmittelkarten für Juden wurden ab dem gleichen Zeitraum mit 
einem "J" gekennzeichnet. Ab dem Jahr 1940 mußten die Juden zur 
äußeren Kennzeichnung eine Armbinde tragen, ab September 1941 
war der "Judenstern" an der linken Brustseite an der Kleidung 
fest angenäht zu tragen. Im Oktober des gleichen Jahres wurden 
sie zur Zwangsarbeit verpflichtet. Einen Monat später untersagte 



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8 

man den Juden in Leipzig bis auf genehmigungspflichtioge Aus- 
nahmen die Benutzung der Straßenbahn. Ab 1942 erhoelten Juden 
kein Fleisch- und Milchzuteilungen mehr. Jüdische Wohnungen 
mußten mit einem Judenstern gekennzeichnet werden. 
Im Januar 1942 setzten die Deportationen in die Vernichtiungs- 
lager im Osten Europas ein. In mindestens neun Transporten 
wurden die letzten Leipziger Juden nach Riga, Theresienstadt, 
Auschwitz und Eelzyce bei Lublin gebracht. Damit erwarb sich 
Leipzig im Prinzip den zweifelhaften Ruhm "judenfrei" zu sein. 
Dieses Prädikat "judenfrei" strebten im übrigen viele deutsceh 
Städte in der NS-Zeit an und sezten alles daran, dieses zu 
erreichen.- Wie wir heute wissen überlebten 24 Juden in Leipzig 
selbst. Die Deportierten des letzten Transportes, der noch im 
Februar 1945 mit 169 Personen Leipzig in Richtung Theresienstadt 
verließ, überlebten auf Grund dessen, daß Theresiesnstadt kurze 
Zeit später von der Roten Armee befreit wurde. 

Innerhalb von nur zwölf Jahren erstarb das blühende Leben der in 
den Jahren der Weimarer Republik sechstgrößten jüdischen Ge- 
meinde Deutschlands. 

Die Gemeindeverwaltung, die im übrigen von der Gestapo perfider- 
weise als Erfüllungsgehilfe mißbraucht wurde, versuchte das Los 
der -Gemeindefaitglieder soweit es ging, zu lindern. Es wurden zum 
einen Uterstützung bei der Auswanderung in Form von sowohl 
Beratung als auch bei der Beschaffung der notwendigen Papiere 
z'oia anderen materille Hilfe, also Kleidung, Geld und Lebens- 
mittelgewährt. Die Juden Leipzigs mußten angesichts der ständig 
unmenschlicher werdenden Lebensverhältnisse immer enger zusam- 
menrücken. Aber trotzdem - die Widersprüche zwischen Einwande- 
rern bzw. Reichsausländern und deutschen Juden verschwanden 
nicht so schnell. Auch die Schicksalsgemeinde nach 1933 blieb 
durchaus zerklüftet. 

Die Briefe von Lina Rochmann sind Zeitzeugnis einer Betroffenen 
der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Sie erlauben einen 
einzigartigen Einblick in ihre konkrete Lebenswelt. 



'<) 




Nach allem was bisher bekannt ist, existieren derartige Brief- 
sammlungen für Leipzig nur noch zwei Mal. Aus Kanada sind 
ebensolche Briefe der Ephraim-Carlebach-Stiftung für deren 
Arbeit angeboten worden. Zum anderen veröffentlichte ein heute 
in Israel lebender ehemaliger Leipziger in einem gering aufge- 
legten Privatdruck Briefe seiner Mutter, aus dem Auszüge in der 
Judaica Lipsiensia veröffentlicht sind. 

Die Briefe der Lina Rochmann sind aber auch, und das ist das 
Besondere im Vergleich zu den eben genannten anderen Dokumenten, 
ein kulturell interessantes Zeugnis der Juden in Leipzig. Diese 
Briefe wurden in einer höchst interessanten Mischung von jid- 
dischen und deutschen Sprachelementen verfaßt, die als ein 
bestimmter Grad von Akkulturation verstanden werden kann. Die 
Briefe sind mit der Hand, in aller Regel mit Bleistift geschrie- 
ben. Lina R. benutzte das lateinische Alphabet, allerdings 
folgte sie keiner erkannbaren Orthographie oder Grammatik, die 
mit der deutschen Sprache verbunden sind. Groß- und Kleinschrei- 
bung erfolgten willkürlich, wobei das kleingeschriebene Sub- 
stantiv eindeutig überwiegt. Groß sind meist nur die Eigennamen 
geschrieben, manchmal auch selbst diese nicht. Sie folgte in der 
Schreibweise wahrscheinlich konsequent ihrer Aussprache. Das 
bedeutet, daß sie bestimmte Konsonanten, die das jiddische nicht 
kennt, auch nicht benutzte. Zum Beispiel taucht anstelle des 
Buchstaben -v- prinzipiell das -f- auf. Dementsprechend gibt es 
auch keine Umlaute. Statt des -ö- benutzte sie -ei-. Das deut- 
sche -ei- schrieb sie in aller Regel -aei-. Lange Vokale, in der 
deutschen Schreibschrift durch ein -h- oder das -ie- gekenn- 
zeichnet oder kurze Vokale, durch Dopplung der folgenden Konso- 
anten deutlich, existieren in dieser Form nicht. Neben der 
Satzgliedstellung erinnern diese Elemente stark an den jiddi- 
schen Ursprung. Hinzu kommt, daß die Briefe im Prinzip ohne 
jegliche Zeichensetzung geschrieben sind. Satzanfang und -ende 
bzw. Gliedsätze sind somit nicht auf Anhieb erkennbar.' 
Dem Leser bietet sich damit optisch ein verwirrendes Bild. Die 
Worte und deren Bedeutung bzw. die Sätze erschließen sich 



4 
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10 

eigentlich nur durch lautes Lesen, indem man also bewußt die 
geschriebenen Buchstaben ausspricht. Die benutzte Sprache von 
Lina Rochmann war weder deutsch noch jiddisch, sondern von 
beidem etwas. 

Es existiert damit, wie bereits angedeutet, ein aus sprachge- 
schichtlicher und damit kulturgeschichtlicher Sicht interessan- 
tes Zeugnis jüdischen Lebens in Leipzig. Die mehrheitlich 
osteuropäischen Einwanderer, die einen zwar nicht exakt zu 
quantifizierenden, aber doch erheblichen Teil der Leipziger 
Gemeindemitgliedschaft ausmachten, brachten u.a. das Jiddische, 
als gesprochene und geschriebene Sprache mit nach Leipzig. Im 
alltäglichen Gebrauch unterlag es natürlich Veränderungen, die 
zu solch interessanten Mischformen zwischen jiddisch und deutsch 
führten. Zweifellos hatte Lina Rochmann in ihrer ursprünglichen 
Heimat, in der sie 18 Jahre gelebt hatte, jiddisch gesprochen. 
In Leipzig nahm der Anteil deutsch in der gesprochenen Sprache 
zu, ohne daß sie jemals die deutsche Sprache wirklich beherrsch- 
te. Ihre Kinder dagegen, in Leipzig geboren und aufgewachsen, 
sprachen und schrieben deutsch problemlos wie aus ebenfalls 
überlieferten Briefen hervorgeht. 

Ähnliche Briefe, wie von Lina Rochmann, das heißt ähnliche 
Wortwahl, ähnlicher Satzbau und ähnliche Orthographie fand ich 
auch in diversen Akten der Polizei und Stadtverwaltung. Sie 
belegen, daß Lina Rochmann und ihr Umgang mit Sprache kein 
Einzelfall waren und sind ein Ausdruck für das Lebensumfeld, in 
dem osteuropäische Einwanderer in Leipzig sich bewegten. 



Wer war aber nun Lina Rochmann, von der hier immer wieder die 
Rede gewesen ist? 

Geboren wurde sie als Lassie Obermann am 15. Dezember 1881 in 
Czenstochau, das zum damaligen Zeitpunkt zu Kongreßpolen gehör- 
te. Das ist das auf dem Wiener Kongreß 1815 gebildete Königreich 
Polen, das in Personalunion mit Rußland verbunden war, faktisch 
unter russischer Herrschaft stand. In den Quellen wird es auch 
oft Russisch-Polen genannt. Im Alter von 18 Jahren, im Frühjahr 



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11 

des Jahres 1900 kam sie mit ihren Eltern nach Leipzig, in 
Leipzig nannte sie sich dann Lina. Diese des öfteren zu beobach- 
tenden Namenswechsel, das heißt die Eindeutschung von jüdischen 
Vornamen, bei osteuropäischen Juden kann als ein Zeichen von 
Akkulutration, von Annäherung an die deutsche Kultur gewertet 
werden. Man wollte sich von der Umgebung nicht mehr unterschei- 
den, auch nicht durch die Namensgebung. Sie übte den Beruf einer 
Putzmacherin aus. In Leipzig lernte sie bald darauf den von 
seiner 1. Ehefrau getrennt lebenden Zalel Rochmann kennen. 
Dieser stammte aus Warschau, war von Beruf Taschenuhrgehäusema- 
cher und handelte später auch mit Silberwaren. Seine Familie 
hatte bereits 1895 von Berlin kommend für zwei Jahre in Leipzig 
gelebt, war dann nach Zürich gegangen und über Wien zurück nach 
Warschau. Seit September 1898 lebten sie dann endgültig in 
Leipzig. Die Ehe zwischen Zalel Rochmann und seiner 1. Frau 
Ghana geb. Grosmann wurde 1905 im August geschieden. Kurze Zeit 
später heirateten Zalel Rochmann und Lina Obermann in Petrikau, 
ebenfalls Kongreßpolen. Ihr Wohnsitz blieb Leipzig. Aus dieser 
Ehe ginen drei Kinder hervor Bertha, Ester, die allerdings 
1918, im Alter von 11 Jahren starb und Adolf. 

Der Sohn Adolf, der sich später aus verständlichen Gründen 
übrigens Peter nannte, war der Empfänger der Briefe. Seine 
Schwester Bertha hatte einen rimiänischen Studenten der Landwirt- 
schaft, Sioma Gruschmann, geheiratet und war diesem nach Rumä- 
nien gefolgt. Die Familie, sie hatten eine kleine Tochter, hat 
den zweiten Weltkrieg nicht überlebt. 

Adolf Rochmann erlente 1926-1929 den Beruf eines Verkäufers für 
Kleiderstoffe, wurde aber 1931 in der Weltwirtschaftskrise 
arbeitslos. In den Jahren 1933-1939 war er als Versicherungs- 
agent tätig. In der 2. Hälfte der dreißiger Jahre versuchte er 
sich außerdem in der Herstellung von Siegelanhängern. Im Jahre 
1939 glückte ihm die Ausreise nach London, wo die Familie 
bereits früher ausgeanderte Verwandte hatte. 

Adolf Rochmann und seine Mutter waren zu diesem Zeitpunkt 
staatenlos, genaugenommen war ihre Staatsangehörigkeit unge- 



'^^ 






12 
klärt. Bis zum Ende des I. Weltkireges waren Zalel Rochmann, 
seine Frau und Kinder russische Staatsangehörige. Danach hatten 
sie sich offensichtliche nicht mehr um die Frage der Staats- 
angehörigkeit gekümmert, denn 1924, als Zalel Rochmann starb, 
war im Melderegister noch immer "russisch" als Staatsangehörig- 
keit eingetragen. Warschau gehörte aber nun zum wiedergegründe- 
ten polnischen Staat, so daß sie eigentlich polnische Staats- 
angehörige hätten werden müssen. Das polnische Staatsangehörig- 
keitsrecht war relativ kompliziert, besagte aber, daß auf dem 
Territorium Polens geborene Personen polnische Staatsangehörige 
wären. In den dreißiger Jahren wird jedenfalls für Lina Rochmann 
und damit auch für ihren Sohn angegeben, daß die Frage der 
Staatsangehörigkeit ungeklärt sei. Sie konnten damit nur einen 
deutschen Staatenlosenpaß erhalten. Mit einem solchen Paß war es 
noch schwieriger als ohnehin schon, ein Visum für ein Drittland 
zu bekommen. 

Ab April 1939 sind etwa 30 Briefe überliefert, die Lina Rochamnn 
an ihren Sohn schrieb. In den Briefen an ihren Sohn beschreibt 
Lina Rochmann in einer ganz persönlichen Sicht aus der unmittel- 
batren Betroffenheit heraus ihre Erlebnisse, Gefühle, Ängste und 
Verzweiflung in der Zwischenperiode - vom Novemberprogrom bis 
zum^ Beginn der Deportationen in einer erstaunlich offenen Art 
und Weise. Sie war zu diesem Zeitpunkt allein, das heißt ohne 
Verwandte in Leipzig und hatte niemanden, der für ihren Lebens- 
unterhalt sorgen konnte. Sie hoffte, ihrem Sohn nach England 
folgen zu können. Die Briefe sind zum Teil nicht datiert, die 
zeitliche Reihenfolge deshalb ganz sicher. Im folgenden möchte 
ich Ihnen Auszüge aus diesen Briefen vortragen in einer Art 
Übersetzung, d.h. einer Übertragung in das Hochdeutsche. Damit 
Sie aber einen Eindruck erhalten, trage ich Ihnen den ersten 
Auszug im Original und in der Übertragung vor. 



Brief Nr. 2 

Leipzig, den 13. wahrscheinlich April 1939 
"Liber Adolf 




13 
Mitwoch senen di Sachen gott Saei dank aein geladent 

der wagen ist fon hier Nach Kemniz und dort miet zu geladent Noch fon andere 
in der Mite des Waagen ist Fremde Sachen 
in baeide saeiten Rechz und Links senen unsere ganze Sachen 

wen Mit Gottes hilfe hinkomen wenin seist du sofort suchen aein Raum und ales anoff 
Neihmen 

Im gleichen Brief etwas weiter unten heißt es: 
"ich kan mier in den zimer gamischt kochen 
in der Kiche last si mich Nischt aein Mal waser holen 
Fon Kloset sol ich mier Waser Neimen 
ich mer das gamischt iberhalten 

zu Witeles imer Raufgein weigen etwas wames Waser holen kan ich doch och Nischt 

er ist doch och Nischt der besten 

ich Trockne aein Fon zures 

Solchen Peisech wi ich hate winsche ich der K. mit der A. 

di soln kaein beser Leibei haben wi ich 



In der hochdeutschen Übertragung: 
Lieber Adolf, 

Mittwoch sind die Sachen Gott sei Dank eingeladen [worden], der Wagen ist von hier 
nach Chemnitz und dort wird noch von anderen zugeladen. In der Mitte des Wagens sind 
fremde Sachen, an beiden Seiten, rechts und links, sind unsere ganzen Sachen. Wenn sie 
mit Gottes Hilfe hinkommen [= ankommen] werden, soUst du sofort einen Raum suchen 
und alles herausnehmen. 

Ich kann mir in dem Zimmer gar nichts kochen. In der Küche läßt sie mich nicht einmal 
Wasser holen, das soll ich vom Klosett nehmen. Ich werde das gar nicht aushalten. Ich 
kann doch auch nicht immer zu Witeles raufgehen wegen etwas warmem Wasser. Er ist 
doch auch nicht der Beste. Ich trockne ein vor Zures, solchen Pessach wie ich hatte, 
wünsche ich der K. und der A. Die sollen kein besseres Leben haben als ich. 



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« 



14 

Zures, eigentlich Zores, ist jiddish und heißt soviel wie Kummer 
oder Sorgen. 

Lina Rochmann beschreibt die Verschickung der persönlichen Dinge 
und Möbel mit Hilfe eines Spediteurs von Leipzig nach London. 
Die Auswanderer mußten jedes Stück Umzugsgut exakt dokumentie- 
ren. Nicht nur der Staat bereicherte sich in Form von Reichs- 
fluchtsteuer u.a. an den aus Deutschland fliehenden Juden, auch 
Speditionen und Versteigerungshäuser gehörten zu den Gewinnern 
an jüdischem Vermögen und sei dieses noch so gering gewesen. 
Zuam anderen, und das wird in den Briefen immer wieder kehren, 
beschreibt Lina Rochmann die konkreten Lebnsumstände. Die Juden 
in Leipzig wurden in sogenannten "Judenhäusern" immer mehr 
zusammengedrängt, ja eingepfercht. Die Wohnbedingungen waren 
z.T. katastrophal. Zwischen April 1939 und September 1941 mußte 
Lina Rochmann sechs Mal umziehen, wobei sie immer in Untermiete 
wohnte: im April 1939 von der Humboldtstr. 3 in die Humboldtstr. 
6, im Mai 1939 in die Lortzingstr. 1, im Juli 1939 in die 
Keilstr. 5, im September 1939 in die Löhrstr. 10, damals Walter- 
Blümel-Straße, das Haus der Israelitischen Religionsgemeinde, im 
Januar 1941 in die Löhrstraße 11 und im September desselben 
Jahre in die Gusatv-Adolf -Straße 7. Das war die Adresse der 
ehemaligen Höheren Israelitischen Schule in Leipzig, die zuletzt 
als "Judenhaus", wie es im Nazijargon hieß, genutzt wurde. 

Brief Nr. 3 
undatiert 

Ich bin ohne [einen] Pfennig Geld, ich bin ganz verzweifeh. Ich habe überaU schon 
angeborgt, und ich weiß nicht, von wo [=woher] ich [etwas] zum Zunickgeben nehmen 
soll. Ich kann gar nichts verkaufen. 



Lieber Adolf, wann denkst du, daß ich mein Visum bekommen kann, denn ich muß aus 
dem Zimmer ausziehen, ich darf mir in der Küche nichts kochen, und ich kann doch die 
Miete nicht noch einen Monat bezahlen. Die kostet 35 Mark ohne [ein] bissei warmes 
Wasser Sdafiir] zu bekommen. Die Witeles will, [daß] ich ihre Wohnung übernehmen 



1^ 



15 
soU, [das] kann ich doch nicht, ich weiß doch nicht, wie lange ich noch da bin; ob ich mir 
noch die Last machen soll [= aufbürden soll] mit dem Vermieten. Schreibe mir sofort, 
was ich machen soll. 

« t • 

Ich habe genug Zunes, ich kann das gar nicht mehr aushalten, die Zunes, die A. mahnt 
mich, auch die vielen Kosten und kein Pfennig Geld. Ich kann auf meinen Füßen nicht 
mehr gehen, Keller und Boden muß ich leer machen, und ich kann niemanden bezahlen 
fürs Helfen. Die A. zeigt mich an wegen des Räumens von Boden und Keller. Die Polizei 
war da, und ich weiß nicht wohin. 

Brief Nr. 4 

Leipzig, den 24. April 1939 

Ich weiß nicht, wovon ich jetzt die Miete bezahlen soll und auch den Umzug. Ich muß 
aus dem Zimmer raus; ich darf mir nicht [emmal] ein bissei Wasser warm machen, und 
ich habe nichts, wovon ich das bissei Essen kaufen [kann]. Ich habe dreimal annonciert 
und nicht ein Stück verkauft; nicht einmal das Radio. Wenn du [es] nicht glaubst, frage 
an [dort] wo ich wohne. Die sind sehr gemein, aber da werden sie dir die Wahrheit 
schreiben. 

Um ihren Lebensunterhalt zu sichern, versuchte Lina Rochmann 
Mobilar und andere Gegenstände zu verkaufen. Zu diesem Zeitpun 
kt war das nur noch sehr schwer möglich. Viele der im Oktober 
abgeschobenen polnischen Juden konnten für kurze Zeit nach 
Leipzig zurückkehren, um ihre Huashalte aufzulösen. Es standen 
Unmengen an Einrichtungsgegenständen zum Verkauf! 



Brief Nr. 5 
undadiert 



Lieber Adolf, wie lange kann meine Sachhe dauern ? Du weißt doch, wie jetzt die Zeit 
ist. Es ist sehr bitter mit uns, wir müssen aus den ganzen Wohnungen raus, nur in 
jüdischen Häusern müssen wir sich unterbringen [= dürfen wir wohnen], es sind sehr 
wenige jüdische Häuser [in die man ziehen kann], weil die Juden für ein Zimmer 50 Mark 
verlangen. Ich wohne bei Witeles in einer kleinen Kammer, ein Loch, Kohlen und Licht 
kosten was extra, und die müssen auch aus der Wohnung raus. Ich bin ganz kopflos, ich 



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16 

weiß nicht, was ich machen soll, kein Geld zum Leben, für Miete. Ich gehe hier zu- 
grunde, für mich ist niemand da, mir rauszuhelfen. 

• • • 

Ich habe die Uhren hingeschafft nach dem [= in das] Geschäft in der Gottschedstraße 
[?], er will mir nicht einen Pfennig geben, er sagt, du sollst ihm noch 12 Stück geben, 
dann wird er mir die 4 Mark geben, die eingekommen sind, sonst behält er das Geld ein. 
Kannst du mir einen Schein schicken, daß ich nach der Schweiz rein kommen kann ? Hier 
ist es sehr traurig für mich. Es hat doch keinen Zweck, das Warten, ich kann doch gar 
nichts verdienen und essen muß ich und Mittel und Krankenkasse auch bezahlen. Ich bin 
jetzt in ärztUcher Behandlung, weil ich dauernd schwindlich [bin] und Herzanfälle habe. 
Ich liege schon die ganze Woche zu Bett, bin jetzt das erste Mal aufgestanden. Ich bin 
sehr schwach. Es ist hier sehr bitter, jeden Tag ist es schlechter. 

Brief Nr. 6 

undatiert 

Lieber Adolf, 

sorge dahin, daß ich irgend fortkann, sonst ist [es] mit Staatenlosen sehr schlimm. Ich 
bitte dich, vielleicht kann die Tante mich als Wirtschafterin rausrufen, sonst schreibe dort 
an das Komitee, [ob es] fiir ältere Frauen [Stellen] als Wirtschafterin gibt. Kinder dürfen 
Eltern auch rausrufen, vielleicht kann ich dort eine Stelle annehmen. Frage doch dort 
beim Komitee. 

Gemeint ist das jüdische Flüchtlingskomitee in England. 

Brief Nr. 7 
undatiert 

Lieber Adolf, 

[habe] deinen Brief erhalten mit großer Aufregung. Du brauchst kein Geld für mich zu 
garantieren, nach dem jetzigen Gesetz kann man Eltern herausrufen ohne Geld. 



Mein lieber Adolf ! Ich bin gesund I Ich will arbeiten ! Und ich will verdienen. Gib eine 
Annonce auf Als Dienstmädchen, Köchin oder Hauswirtschafterin ! Ruf das Komitte an 
! Arbeit bei älteren Leuten oder bei Kindern oder Kranke zu pflegen. Gott wird mir 



17 



beistehen. 



Länger kann ich nicht [hier] sein, man verlängert mir den Aufenthalt nicht. Bis Ende Juni, 
vielleicht kann ich bis zum ISten bleiben, aber ich glaube nicht. Alle Polen sind ausgewie- 
sen. Ich war in der Gemeinde und [beim] Hilfsverein, die werden dir auch schreiben, was 
du machen sollst, du brauchst kein Geld. Die wollen sehen, daß ich dort eine Stelle 
bekomme. 

Lina Rochmann hatte eine Cousine in der Schweiz. Sie versuchte 
auch übre diesen Weg nach London zu kommen. Wie wir heute 
wissen, war die Einreise in die neutrale Schweiz an Geld gebun- 
den, das den Unterhalt der betreffenden Person sichern sollte. 
Außerdem zog sie in Erwägung eventuell sogar illegal in ein 
europäisches Land zu ghen und von dort die Emigration weiter zu 
betreiben. In dem Breif heißt es weiter: 

Wenn ich nach der Schweiz kann, muß ich eine Bescheinigung haben von der englischen 
Behörde, das dort für mich gearbeitet wird. Dann wird der Schweizer Konsul für mich 
ein Gesuch machen, das ich rein kann. Und die Schweizer müßten für mich garantieren, 
bis ich das Visum bekomme. Länger kann ich nicht dort bleiben. Vorübergehend. 

■ • • 

Witeles fahren am Dienstag auch fort, die gehen auch nach Belgien. Die verraten das gar 
nicht. Wenn ich dahin kommen könnte [ob ich dann] schneller nach der Schweiz oder 
nach England [käme]? 

Und wieder in bezug auf England: 



Wie ich dir schon schreibe [d.h. geschrieben habe], du [sollst nur] eine Annonce im 
Gemeindeblatt dort [aufgeben], daß du eine Stelle suchst für den Haushalt, für eine Frau, 
Alter 50, schreib jünger, nicht älter, oder für ein Altersheim als Wirtschafterin, oder als 
Köchin. [Da] wirst du sehen, daß du Offerten bekommen wirst, oder bei Kindern. [Dann] 
rufst du dort das Komitee an, sagst denen, daß ich im Haushalt alles machen kann, dann 
werden die für mich schon arbeiten. Erzähle, daß ich fort muß, ich darf nicht länger 
bleiben. Wenn man dir auf die Annonce schreibt, dann fährst du hin und sprichts mit den 
Herrschaften, du brauchst dich nicht zu schämen, kannst sagen, daß das deine Mutter ist 






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und bitten, daß man dir behilflich sein [soll], 



Brief Nr. 8 
undatiert 



ich habe genug Zunes. Ich kann gar nichts verkaufen und muß jetzt schon wieder aus der 
Wohnung raus und weiß nicht wohin. Ein Zimmer ist sehr schwer zu bekommen, [denn] 
alle müssen unter Juden wohnen und die sind sehr gemein, lassen nicht [= niemanden] in 
die Küche rein, um sich etwas zu essen zu kochen. Witeles Gauner [kann der Name 
stimmen ?] ist schon fort, er hat die Wohnung dem Wirt übergeben, ich muß zum ersten 
[des Monats] raus und kann kein Zimmer bekommen, und ich habe auch keinen Pfennig 
Geld. Ich weiß nicht, von wo ich die Miete nehmen [soll] und auf [= Geld für] den 
Umzug. Ich habe auch nichts auf das Essen. Ich bin schon ganz kopflos, von der 
Gemeinde kann ich nichts bekommen, die sind sehr gemein. Ich habe Dir geschrieben, 
was die machen, wenn man von ihnen etwas verlangt. Frag die Tante, ob sie mir etwas 
Butter schicken kann, ich esse immer trocknes Brot, [denn] ich bekomme nur eine 
Fettigkeit [? wohl Lebensmittelmarke für Fett] für die ganze Woche. Ich habe auch kein 
Fett, weil ich doch die ganze Woche nicht koche und genug rumzulaufen habe. Man hat 
Lauferei und bittere Zunes den ganzen Tag. Hast du eine Annonce für mich aufgegeben, 
um eine Stelle zu suchen ? Oder rufe beim Komittee wegen der Stellung an. 



Briet Nr. 10 
undatiert 



Lieber Adolf, 

ich war auf dem Schweizer Konsulat und [dort] haben [sie] gesagt, das ich mit einem 
Staatenlosen-Paß ein Visum vom englischen Konsul holen muß, wenn ich nach der 
Schweiz will, und ein Sichtvermerk für dort und gleich zum Weiterfahren von der 
Schweiz nach England, das Sichtvermerk muß ich von der Behörde in Leipzig haben. 
Wenn ich zur Erholung fahren will, muß eine Kaution auf der Schweizer Bank liegen. Es 
ist sehr schwer, dorthin zu kommen, ich soll nach Dresden zum Konsul fahren wegen 
[eines] Visums und mich dort befragen. Lieber Adolf, dazu muß man Geld haben. 
Ich schicke dir zwei Atteste, [sieh zu] welches besser ist. Der Doktor Richter wollte 
nichts anderes schreiben, er will sich nicht strafbar machen, hat er gesagt. Lieber Adolf, 
du sollst mir auf alles Antwort schreiben, das andere Attest muß ich bezahlen und weiß 



r 



19 
nicht, von wo ich was nehmen soU. Es ist in Leipzig sehr traurig, man kann kaum Zimmer 
bekommen. Ich werde das gar nicht aushalten, ich habe soviel Zures. Den ganzen Tag bin 
ich unterwegs, nur zu laufen, [dabei] habe ich Hunger, habe keinen Pfennig zum Leben. 
NDt einer Kartoffel lebe ich den ganzen Tag, und das borge ich ohne Geld, kein bischen 
Butter, kein Fett, ich kann nicht mehr auf den Füßen stehen. Der Doktor Richter heißt 
mich liegen, weil ich so schwach bin, ich darf nicht in die Sonne gehen. 

Zur Auswanderung war ein Gesundheitszeugnis nötig. Da Lina 
Rochmann kränklich war, was einer nehme ich an, es ging darum , 
ihr einen besseren Gesundheitszustand zu attestieren. 

Brief Nr. 12 

undatiert 

Mein lieber Adolf, 

ich habe deinen Brief erhalten. Ich habe dir geschrieben, daß der Doktor Richter mir kein 
Attest, daß ich gesunt bin. er will nicht, er sagt, daß er sich nicht strafbar machen will 
wegen mir. Mein Herz ist eiwin [= etwas ?] gut krank, ich stehe gut auf, und das hat 
damit nichts zu tun. Ich habe ihn gbeten, er machts nicht und ein anderer Doktor wirds 
auch nicht machen, und ich habe auch kein Geld [da&r] zu bezahlen. Ich habe ein Gesuch 
gemacht bei der Gemeinde, daß die mich unterstützen soUen, bis ich meine Ausreise- 
* papiere bekomme. Die haben mich abgelehnt, haben mir geschrieben, daß ich soll mich an 
das Arbeitsamt wenden wegen einer Stempelkarte. Bin ich dort hingegangen und habe 
gebeten, daß man mir eine Stempelkarte gibt. Die haben gesagt, daß es keine mehr gibt; 
ich soll fort gehen und in einer Stelle in einem christlichen Haus arbeiten. Ich kann doch 
jetzt nicht bei Christen arbeiten gehen. Ich habe noch keine Pfennig von der Gemeinde 
genommen. Die veriangt, daß ich arbeiten gehen soll. Ich war ganz wie vor den Kopf 
geschlagen; die haben wenig Arbeiter, deswegen nehmen die Juden. 

Die Israelitische Religiongemeinde zu Leipzig konnte den 
sozialen Anforderungen an sie nicht mehr gerecht werden. Immer 
mehr der noch in Leipzig verbliebenen Juden brauchten materielle 
Unterstützung, aber es gab kaum jemanden, der Geld dafür zur 
Verfügung stellen konnte. Vermögende Juden waren emigriert, 
jüdische Unternehmen waren arisiert bzw. befanden sich im Prozeß 



I 



20 

der Arisierung. Die Situation war verzweifelt, sowohl für den 
einzelnen als auch für die Gemeindeverwaltung. 

Brief Nr. 13 
undatiert 

Es ist jetzt ein großes Unglück unter den Juden - die ganzen Polen hat man jetzt 
ausgewiesen, auch verschiedene Staatenlose, bis zum 20. Juni müssen alle raus, und man 
weiß nicht wohin. Niemand läßt mich rein, ich muß jetzt auch [ein] Gesuch um Verlänge- 
rung machen und weiß noch nicht, wie es mit mir wird. Es ist sehr traurig. 

Diejenigen polnischen Staatsangehörigen, die am 28. Oktober 1938 
von der Abschiebung verschont geblieben waren wurden im Früh- 
jahr/Sommer 1939 ausgewiesen. 
Weiter heißt es: 

Man wirft mich von einer Stelle zur anderen, ohne [einen] Pfermig Geld. Verzweifelt. Die 

Sachen kann man für alles in der Welt nicht verkaufen, es ist alles wie tot. Und bedenke, 

wie bitter [es] mir ist, in Untermiete in einer solchen schmutzigen kleinen Kammer [zu 

wohnen], und ich darf mich nicht waschen und etwas zu kochen verweigert man mir 

auch. Ich koche mir schon 3 Wochen gar nichts, ich habe nichts zum kochen. 

* 
Brief Nr. 14 

undatiert 

Das Sichtvermerk in [meinem] Paß ist bis zum 30 Juni, [dann] wird das ungültig. Was 

soll ich machen ? Ich kann [es] doch nicht verlängern. 

Lieber Adolf, meine Aufenthaltserlaubnis ist bis zum 15. Juli 1939, das hat der Beamte in 

meinen Paß geschrieben. Man wird [sie] mir nicht verlängern. Ich bin ganz unglücklich. 

Vielleicht kannst du mir etwas, ein Schriftstück [darüber] schicken, das ich auf dem 

Fremdenpaß [amt] zeigen kann, daß ich auf das Visum warte. Der Paß ist bis 1940 

[gültig], das habe ich dem Beamten gesagt. Er hat gesagt, das hat damit nichts zu tun. 



Brief Nr. 16 

Leipzig, den 9. Juli 1939 

Ich habe wieder aus der Wohnung rausmüssen, Witeles haben die Wohnung dem Wirt 



■ 



21 



abgegeb, dann haben die ganzen Juden [ausziehen müssen]. Meine große Zunes, ich habe 
schon keine Kraft mehr, mein Aufenthalt wird nicht mehr verlängert, was soll ich 
machen. Ich bin fast kopflos. Auf unseren Köpfen brennt schon das Feuer 

Brief Nr. 19 

undatiert 

Ich habe einen englischen Brief bekommen von Leeds jewish Refligee Committee: We 
wish to inform you that we have made application for you to come to this Country and 
we hope to obtain the permit in a month's time. Leeds jewish Refugee Committee. 

Sie hatte einen Brief vom Jüdischen Flüchtlingskommitee in 
Großbritannien erhalten: Wir möchten Sie darüber informieren, 
daß wir einen Antrag für sie geschrieben haben, um' in dieses 
Land zu kommen. Wir hoffen die Erlaubnis in einem Monat zu 
erhalten. 

Weiter heißt es in dem Brief: 

[Ich] weiß nicht, von wo ich das Geld nehmen soll. Die Gemeinde gibt nichts, die ganzen 
Gelder sind [mit] Beschlag belegt, [deshalb] hat die Gemeinde nichts, kann niemandem 
Essen geben. Die dürfen nichts ohne Bewilligung der Gestapo. 

Jetzt muß ich wieder aus dem Zimmer ausziehen, das sind Polen, die müssen wieder fort, 
. ^ sind ausgewiesen [worden]. Es sind schon bald keine Juden mehr da, und man bekommt 
keine Wohnung, auch keine Zimmer. Ich weiß nicht, was ich [jetzt] wieder machen 
werde, [habe] keinen Pfennig Geld. 

Brief Nr. 20 

Leipzig, den 3. August [1939] 

Mit meinem Ausweis ist der letzte Termin der 15.8. Er hat mir einen sehr schlechten 
Brief geschrieben. Man wird mich einsperren, wenn ich nicht fort bin. [Ich bin] ganz 
kopflos. Es ist sehr bitter für uns jetzt, wenn ich Geld hätte, [wäre] ich nach Italien 
gefahren. [Ein] Visum kann ich bekommen, man muß aber 30 Pfund garantieren, sonst 
bekommt man keinen Aufenthalt. 

von der Gemeinde bekommt man nichts. Es ist sehr schwer. Die sagen, die müssen das 
Geld aufheben für ihre Deische ['^7'^]. Ich brauche auch Schuhe. Ich bekomme von der 



^i 



22 
Gemeinde 6,20 Mark die Woche, das langt nicht für mehr als trockenes Brot. Ich brauche 
Seife zum Waschen; bis ich etwas zu essen kaufen kann, habe ich schon kein Geld mehr. 
Spiritus muß ich auch kaufen, [brauche] auch 28 Pfennige fiir Zucker - was man alles 
braucht. Es hat mich genug Leben gekostet ind [ich habe genug??] Blut vergossen, bis 
ich das bekommen [habe]. Vor Pfingsten habe ich ein Gesuch gemacht, das erste [Geld 
?] habe ich erst am 15. Juü bekommen. Es ist leider sehr traurig, daß ich auf so eine Stufe 
gekommen bin, in der Gemeinde an der Türe mit dem Gesindel [zu stehen]. Wenn ich 
hingehen muß, breche ich immer zusammen, daß man mich rausfiihren muß. Wenn das 
noch lange dauern wird, wirst du für mich kein Visum mehr brauchen; ich kann das gar 
nicht mehrr ertragen. 

Es ist eher zu bezweifeln, daß die Gemeinde die deutschen Juden 
tatsächlich bevorzugt hat. Es dürfte sich vielmehr um einen 
subjektiven Eindruck von Lina Rochmann gehandelt haben, der aber 
verdeutlicht, daß das Gefühl der einheitlichen Schicksalsgemein- 
de durchaus nicht unbedingt vorhanden war. Letzteres beweist 
auch der folgende Ausschnitt: 

Brief Nr. 21 

Leipzig, den 19. August 1939 
, ^ Du würdest mich jetzt nicht erkennen, wie ich aussehe, wie ein Stock, so dünn [bin ich] 
geworden vor Zunes. Schon daß ich mich jede Woche anstellen muß auf der Gemeinde 
wegen der 6 Mark, [da] bin ich immer zusammengebrochen vor Schande und Aufregung 
[darüber] wie man behandelt wird von solchem Gesindel. Es ist alles Gesindel, die ganzen 
Angestellten von der Gemeinde. Schmulewitz aus der Löhrstraße, er ist der Macher, von 
ihm [= auf ihn] ist man angewiesen, und er schnauzt [einen] an wie ein Schnoner [??]. In 
meinem ganzen Leben habe ich von der Gemeinde nichts genommen und habe mich so 
schwer und bitter beklagt von das [= darüber], daß icch bei der gemeinde nicht an- 
kommen soll. Jetzt ist mir so schwarz vor meinen Augen, und das muß [ich] auch noch 
durchmachen. 



Brief Nr. 22 

Leipzig, den 23. August 1939 

ich habe deinen Brief erhalten, ich habe bis jetzt noch gar nichts erhalten, gar keine 



1 

s 



23 



MSS* kein Per™., auch W„ Vi»., Ich habe „ich ^, schon abge^e^ w». 

Gott mit mir machen wird. u'^^.on Wjinken 

ich wer.e ™. »« ein Ende machen, Ide^l ich kann das «,t n,e,ne b,«.ren. knnb^^ 

en Ta.e .ich. d.chn»che„. das hai.e ich doch -. aus, D,e Todes,n,s,, wenn d» 

JL so, habe ich von de, Drogene TaHenen bekonunen. da nehn,e ,ch dann en, paa, 

^1 U.cns l^hig, einscMafen, Vieie luden „,achen das. die k.„.n Aus™, 

haben. Mein Schicksal ist so. 



D 



ie beiden letzen B 



riefe gingen über das Rote Kreuz: 



f the British Red Gross and order of St. John 
War Organisation of the Britisn r^ 

16. Januar 1940 ^.^^ ^.^^ erreichen, 

Meine liebe Mama, ich hoffe dieser 
und ich hoffe dass du ge 



sundbist, schreibe sofort! Adolf 



ite die undatierte Rückantwort: 



Auf der Rucks e 

Mein lieber Adolf, 

ich bin gesund schreibe mir, ob Du aucn g 

Ich grüsse und küsse Dich, bleib gesund 

Mutter. 



auch gesund bist.Schreibe auch an Tante Obermann. 



itish Red Gross and order of St. John 



War Organisation of the Br 
12. August 1941 

r ^trTes.d Habe nnch veHob. Madei aus .,e, Pan^e, Ha. Ouch KachHch. 
von Herta? Ich bin gesund. Gib Lebenszeichen 
Küsse Adolf 



D 



ie Antwort auf der Rückseite 



Leipzig, den 14. Dezember 1941 

Nachricht. Berta keine Nachncht. Bm gesund. Emre.se 



Erfreut ueber umstehende 
Schweiz leider zurzeit unmoeg 



lieh. Schreibe puenktlich. Onkel, Tante sollen schreiben. 



■^i 



24 

Viel Glueck zur Verlobung. 
Herzinnigst Mama 

Nur noch kurze Nachrichten konnten ausgetauscht werden. Für 
längere Beschreibungen von Lebensumständen, Hoffnungen, Ängsten 
war kein Raum mehr, wären wohl auch kaum durch die sicher 
vorhandene Zensur gegangen. 



f 



Etwa 5 Wochen später wurden über 500 Juden aus den Leipziger 
Judenhäusern in der 32. Volksschule, in der Yorkstraße zusammen- 
getrieben, später auf dem Bahnhof in Viehwagen gepfercht und in 
das Rigaer Ghetto deportiert. Es war der erste Transport der 
letzten Leipziger Juden in die Gettos und Vernichtungslager in 
Polen vom 21. Januar 1942. Lina Rochmann war unter ihnen. Sie 
war zu diesem Zeitpunkt 60 Jahre alt. Wie die meisten anderen 
auch wurde Lina Rochmann irgendwo in Osteuropa ermordet. 



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Le^pOr^'^ ^-fuO'l^ (C<2mw\uviv4<y Co H^Lcfio^v - 4old<'r 5 S-^uuL-kurv.k,(g 



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LEO BAECK INSTITUTE 



129 EAST 73rd STREET NEW YORK N.Y. 10021 
TEL. (212) 744-6400 FAX (212) 988-1305 



6. Juli 1993 
bw-3 53/3-FG 



Herrn 

Prof. Dr. Manfred Unger 

Sächsisches Staatsarchiv Leipzig 

Beethovenstraße 4 

0-7010 Leipzig 

Germany 



Max Gruenewald 
Honorary President 

Ismar Schorsch 
President 

Franz Winkler 
\ ice President 

Fred Grubel 

l ice Presiden t 

and Secrctary 

Peter M. Toczek 
Treasurer 



Robert A. Jacobs 
Executive Director 



Lieber Herr Unger: 

Soeben erhalte ich das mir von Ihnen dedizierte 
Exemplar des Judaica-Inventars, J. Teil des 
Sächsischen Staatsarchivs Leipzig. Lassen Sie mich 
Ihnen danken und zugleich gratulieren. Ich glaube, 
es gibt wenige Archive in Deutschland, die ein so 
ausgezeichnetes Findbuch haben wie das von Ihnen 
herausgegebene Inventar. Ich freue mich, daß wir 
dieses wichtige Dokument nunmehr in unserem Archiv 
haben und den Benutzern unseres Archivs zur 
Verfügung stellen können. Weiterhin hoffe ich, daß 
die noch ausstehenden Teile des Inventars auch von 
Ihnen herausgegeben werden trotz Ihres Ruhestands. 

Mit herzlichen Grüßen 



Ihr 




Uy 



Dr. Fred Grubel 



Sächsisches Staatsarchiv 

Leipzig 

Judaica- Inventar 



I. Teil: Organisationen 



Sächsisches Staatsarchiv Leipzig 



Archivalische Quellennachweise zur Geschichte 



der Juden 



*iriaciQ.±c::: 



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— ^Lin^^&jrk 



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M^ At<J 





^\< Erster Teil; Organisationen 



1993 



Leipziger Archivinventare Bd. 5 

Zeitl. Umfang: 18. Jh. - 1989, vorwiegend um 1900 - um 1945 

Umfang: 230 AE 



Inhaltsverzeichnis 

Einleitung 
Anlage 



Seite 
I 
XIII 



Quellenausgaben und Literatur 



Archivalische Quellennachweise 



21 



Sächsisches Staatsarchiv Leipzig 
Beethovenstr . 4 (Reichsgericht) 



7010 Leipzig 






1. 

1.1. 

1.2. 

1.3. 

1.4. 

1.5. 

1.6. 

1.7. 

1.8. 



2 

2 

2 

2 

2 

2 

2 

2, 

2 

2, 

2. 

3. 
3, 
3, 



1. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 
7. 
8. 
9. 
10 



1. 
2. 



Bearbeitet von Steffen Held, Esther Ludwig, Manfred ünger 



5. 

6. 

7. 

8. 

8.1. 

8.2. 



9. 

9.1. 

9.2. 



Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig 
Leipzig 

Markkleeberg 

Markranstädt 

Mügeln 

Mutzschen 

Regis-Breitingen 

Taucha 

Zwenkau 

Vereine 

Synagogen und Betstuben 

Religiöse Vereine 

Wohltätigkeitsvereine und Fürsorgeeinrichtungen 

Politische Vereinigungen 

Kulturelle und gesellige Vereinigungen 

Jugendvereinigungen 

Berufsvereinigungen 

Sportvereine 

Frauenvereine 

Akademische Vereine 

Register zu 1 . - 2 . 
Organisationen, A-Z 
Vorstandsmitglieder, A-Z 

Antisemitische Vereine 

Sonstige Vereine 

Anti jüdische Maßnahmen nach 1933 

Novemberpogrom - Dokumente (Regesten) 

Drucksachen 

Zeitungen und Zeitschriften 

Die publizistische Darstellung Leipziger 

Organisationen im Gemeindeblatt (Auswahl) 

Synagogen-Gemeinden Delitzsch und Halle 
Synagogen-Gemeinde Delitzsch 
Synagogen-Gemeinde Halle 



22 
23 
24 

25 



26 

27 
31 
35 
40 
4^> 
45 
48 
50 
51 

52 

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68 

69 

72 

76 

79 

81 
82 
83 



Einleitung 

Ein dreiviertel Jahrhundert lang, von den 60er Jahren des 
19. Jahrhunderts bis in den Anfang des Holocaust hinein, zählte 
Leipzig zu den deutschen Großstädten mit einem vergleichsweise 
hohen Anteil jüdischer Bürger. Als sich 1864 die Einwohnerzahl 
der Stadt auf 85.000 belief, gehörten der Religionsgemeinde 
gerade eintausend Mitglieder an. Im Jahre 1925 erreichte die 
Mitgliederzahl mit 12.600 ihren Höhepunkt (=1,8 %) . Die Leipzi- 
ger jüdische Gemeinde rückte vom siebten auf den sechsten Platz 
unter den deutschen Großgemeinden vor. 

Nach 1933 gehörte Leipzig zu den Städten, die der Verfolgung, 
Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung am meisten 
ausgesetzt waren. 

Als die Religionsgemeinde 1945 wiederbegründet werden konnte, 
setzte sie sich hauptsächlich aus den wenigen Überlebenden der 
Deportationen zusammen, aus denen, die aus der Emigration die 
Heimkehr wagten oder - gleichfalls Überlebende der Todeslager - 
Leipzig als Wohnort wählten. Nur einige wenige hatten den Unter- 
gang des Dritten Reichs in Leipzig selbst erlebt. Im Jahre 1950 
hatte die Religionsgemeinde um die 300 Mitglieder. Aber die Ent- 
wicklung wurde rückläufig, zumal Anfang 1953 nicht wenige es für 
ratsam halten mußten, die DDR zu verlassen. Heute zählt die Ge- 
meinde um die 50 Mitglieder, auch wenn sich ein neuer Aufstieg 
abzeichnet. 



Diese kleine Gruppe jüdischer Bürger besitzt eine jahrhunderte- 
alte, wenn auch schwer gebrochene Tradition, die in allem Teil 
der Geschichte der Stadt ist. Die Existenz einer jüdischen Ge- 
meinde ist für die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts erkennbar. 
Mitte des 14. Jahrhunderts wird urkundlich eine "scola Judaeorum 
in Lipczk" genannt, eine Judengasse vor der Stadtmauer ist be- 
legt, und 1364 kommen erstmals Namen vor. Aber die Förderung 
durch den Landesfürsten und Verfolgungen lösten einander ab. 
Ende das 15. Jahrhunderts, in den Jahren steilen Aufstiegs von 
Stadt und Messe, scheint die Ansässigkeit überhaupt abzubrechen. 
Dabei bleibt es für drei Jahrhunderte, bis Ende des 18. Jahr- 









I 



I 



« 



II 

hunderts Seßhaftigkeit aufs Neue einsetzt. In der Zwischenzeit 
waren jüdische Kaufleute aber zu jeder Messe in Leipzig präsent. 
Am Ende des 18. Jahrhunderts, in einer großen Aufstiegsphase der 
Messe, war die Teilnahme der jüdischen Kaufleute des Ostens von 
geradezu ausschlaggebender Bedeutung. Aus ihren landsmannschaft- 
lichen Zusammenschlüssen ging um 1800 eine neue Israelitische 
Gemeinde hervor. Im Jahre 1814 stellte die Stadtverwaltung ein 
kleines Grundstück im Johannisthai für einen Friedhof zur Ver- 
fügung. Drei Jahre darauf erhielten die Brodyer Kaufleute im 
"Kleinen Fürstenkolleg" der Universität Platz für eine weitere 
Betstube; 1834 ist das Siegel der "Israelitischen Gemeinde" zu 
Leipzig belegt, zwei Jahre später wird der Rat der Stadt um ein 
Grundstück für den Bau einer neuen, großen Synagoge gebeten. Das 
Eigenleben der Gemeinde begann, als sie mehr und mehr aus dem 
Einfluß der Organisationen der Messebesucher heraustrat, was 
schließlich 1846 mit dem von der Landesregierung bestätigten 
Statut der Fall war. 

Die weitgehende staatsbürgerliche Gleichstellung der Juden, die 
Möglichkeit, Grundbesitz zu erwerben, die Gewerbefreiheit zu 
nutzen, nicht minder aber tiefe Veränderungen im Messegeschehen, 
die es ratsam erscheinen ließen, nicht mehr die Waren periodisch 
nach Leipzig zu begleiten, sondern dort seßhaft zu sein, führten 
zu einem schnellen Anwachsen der jüdischen Bevölkerung, im Jahre 
1871 zählte die Religionsgemeinde etwa 1.800 Mitglieder, 1900 
waren es schon 6.200. Kamen einst nur Kaufleute und ihre Gehil- 
fen nach Leipzig, so vollzog sich nun eine weitgehende Integra- 
tion in die gesellschaftlichen Strukturen der Großstadt. Der 
sozialen Zusammensetzung nach überwog der Mittelstand mit Ge- 
schäftsleuten, Handwerkern und Intellektuellen. Der häufigste 
Beruf blieb - bei aller Spannweite, die dieser Bezeichnung eigen 
ist - der des Kaufmanns. Die jüdische Bevölkerungsgruppe gewann 
entscheidenden Anteil an der Weltgeltung des "Brühl". Es gab 
namhafte Verleger, Großkauf leute und Bankiers, Anwälte, Ärzte, 
einige Künstler, auch Wissenschaftler an der Universität unter 
den Angehörigen der Religionsgemeinde. Aber es existierte auch 
ein jüdisches Proletariat, das sich aus gerade erst Zugewander- 
ten, Hausierern, Lohnarbeitern der Fellhandlungen, dagegen kaum 



i 






III 



aus Fabrikarbeitern zusammensetzte. Groß war von der Messe her 
der Anteil der Ost Juden; die Leipziger Gemeinde nahm darin den 
zweiten Platz in Deutschland ein. 



I 
I 



t 



Wenn man die Leistungen, den Beitrag der jüdischen Menschen zur 
Entwicklung der Großstadt an einigen Persönlichkeiten deutlich 
machen will, dann lassen sich beispielhaft der Bankier Hans 
Kroch, die "Könige des Brühl" Chaim Eitingon und Max Ariowitsch 
hervorheben, und das gerade wegen ihrer Stiftungen. Es sei nur 
an das nach seinem Stifter genannte, 1928 eingeweihte Eitingon- 
Krankenhaus erinnert. Zum alten Bildungsbürgertum Leipzigs zähl- 
ten nicht zuletzt die jüdischen Intellektuellen. Henriette Gold- 
schmidt, eine der Repräsentantinnen der demokratischen Frauenbe- 
wegung,' Pädagogin im Sinne Fröbels, eröffnete 1872 in Leipzig 
den ersten Volks-Kindergarten und ein Kindergärtnerinnenseminar, 
gründete 1911 die erste deutsche Frauen-Hochschule, sie war die 
Gattin eines der ersten Leipziger Rabbiner, Abraham Meyer Gold- 
schmidt. Der Initiator der Handelshochschul-Gründung und spätere 
Rektor, Abraham Adler, ist zeitweilig zugleich Vorsitzender der 
Israelitischen Religionsgemeinde gewesen. Ein Jahrhundert lang, 
bis Benno Landsberger, der 1933 zu den ersten gehörte, die ent- 
lassen wurden, beruhte der Ruf der Orientalistik an der Univer- 
sität gerade auf der Leistung jüdischer Gelehrter. Julius Fürst, 
der darin nach 1837 den Anfang machte, als er ein Lehramt für 
orientalische Sprachen erhielt, begegnet uns auch als Sekretär 
des Gemeindevorstandes und Mitglied der Statutenkommission. Oder 
Georg Witkowski hatte bis 1933 an der Universität die Professur 
für Literaturgeschichte inne, er stand zugleich viele Jahre dem 
Schiller-Verein in Leipzig vor. Henri Hinrichsen, der Verleger 
von C.F.Peters, stiftete der Stadt die Musikbibliothek Peters, 
förderte die Musikwissenschaft der Universität wie die Bestre- 
bungen Henriette Goldschmidts in denkbar großzügiger Weise. Die 
Philosophische Fakultät würdigte 1929 seine Verdienste mit der 
Verleihung des Ehrendoktors. Dieses Wechselseitige, das gerade 
in den Jahren der Weimarer Republik als Selbstverständlichkeit 
galt, gab es in allen Lebensbereichen, in der Alltagspraxis der 
Ärzte und Anwälte wie bei den Geschäftsleuten. Selbst an der 



w 



IV 



Höheren Israelitischen Schule unterrichteten auch nicht jüdische 
Lehrkräfte. Um so radikaler erscheint der Bruch 193 3. 



Antisemitische Vorstöße waren auch in einer an sich von Welt- 
offenheit geprägten Stadt nicht ausgeblieben. Bis zum Machtan- 
tritt der NSDAP hätte sie aber wohl niemand für die Keimzelle 
des Holocaust gehalten. Was sich dann ab 1933 in Leipzig ereig- 
nete, verlief im Grunde synchron zu den Wellen der Judenverfol- 
gung im Reich. Dennoch läßt sich einiges an Besonderheiten nen- 
nen, so die Massenveranstaltung der deutschen Juristen zu "Recht 
und Rasse" im November 1933 in der Stadt des Reichsgerichts und 
die Schikanen, wie sie in den ersten Jahren auf kommunaler Ebene 
in Leipzig praktiziert wurden. In einer Atmosphäre psychischen 
Terrors etablierte sich ein Netz von Institutionen der Verfol- 
gung, das 1939 seine größte Dichte erreichte. Die Anzahl der 
rassisch Verfolgten war dabei erheblich größer als die Zahl der 
Mitglieder der Religionsgemeinde, die sich 1933 auf etwa 11.500 
belief. Trotz ansteigender Emigration blieb sie mehrere Jahre 
lang konstant, da sich anfangs viele aus kleineren Orten in die 
Großstadt flüchteten. 

Der Verfolgung gegenüber formierte sich Widerstand, ein Ringen 
um Selbstbehauptung, dessen Zentrum die Religionsgemeinde 
selbst bildete. Die jüdischen Vereine waren 1933 bis auf wenige 
Ausnahmen erhalten geblieben. Es entstanden sogar neue. Sie 
gehörten zu den Trägern des Zusammenhalts. Der Zulauf, ihr Mit- 
gliederstand und die Beteiligung an Veranstaltungen waren größer 
als in den Jahren der Weimarer Republik. Eine dieser neuen Säu- 
len jüdischer Selbstbehauptung bildete der Kulturbund, der vier 
Jahre lang mit seiner Pflege humanistischer Kultur wie eine 
kleine Insel existierte. In Mitgliederzahl und Wirksamkeit er- 
reichte er 1936, vor der großen Emigrationswelle, den Höhepunkt. 
Teil des Widerstands war die umfangreiche Bildungsarbeit, die 
Umschulung auf solche Berufe, die in den Zielländern der Emigra- 
tion gefragt waren, schließlich die Hilfe bei der Auswanderung 
selbst oder eine Unterstützung - so weit das möglich war - bei 
Haft. Es gab in Leipzig mehrere jüdische Menschen, die 1933 am 
organisierten Widerstand gegen das Hitler-Regime beteiligt waren 






V 
und zu Zuchthaus verurteilt wurden. Zu nennen sind vor allem 
Alfred Gerst und Herrmann Gottschalk, die beide später im KZ 
ermordet wurden. Was von der Gemeinde, ihrem Sozialamt, den 
Vereinen, die zugleich Träger sozialer Einrichtungen waren in 
Denen Jahren geleistet wurde, stellt in der Geschichte der Stadt 
eine große humanistische Tat dar. sie war zugleich eine ent- 
schiedene Verteidigung des Erbes der Ideen der Aufklärung, der 
Gleichberechtigung aller religiösen Bekenntnisse und damit der 
bürgerlichen Gleichstellung der Menschen mosaischen Glaubens. 
An der Spitze der Gemeindeverwaltung stand bis Anfang Januar 
1939 - unterbrochen durch Verhaftung - Fritz Grübel. Stellver- 
tretend für die jüdische Resistence sind Kurt Sabatzky, der 
CV-Geschäftsführer, Conrad Goldschmidt, der erste Kulturbund- 
Vorsitzende, oder Hedwig Burgheim zu nennen, die den Kindergar- 
ten in der Leibnizstraße betreute und 1943 in Auschwitz ermordet 
worden ist. 

Die "Reichskristallnacht" stellt auch für Leipzig den entschei- 
denden Einschnitt dar. Vorausgegangen war ihr die Zuspitzung der 
Arisierungswelle, mit der die über ein Jahrhundert lang gewach- 
sene Sozialstruktur zerstört wurde. Viele Hunderte von Geschäf- 
ten und Handwerksbetrieben aller Branchen, dazu Großhandlungen, 
Kaufhäuser usw. wurden faktisch enteignet. Der "Brühl" hörte auf 
zu bestehen, noch bevor die Mehrzahl der typischen Brühlhöfe 
1943 ein Opfer der Bomben geworden ist. 

Die welle der Arisierung lief noch, als Ende Oktober 1938 in 
Gestalt der "Polenaktion" etwa 3.500 Menschen - die Zahl ist 
umstritten - in Sonderzügen an die polnische Grenze verschleppt 
wurden. Mehr als eintausend Personen gelang es, sich unter die 
Obhut des polnischen Konsulats zu flüchten, auch wenn das nur 
eine aufschiebende Wirkung hatte, da sie im Frühjahr 1939 
gleichfalls abgeschoben wurden. Wenige Tage darauf, in den Mor- 
genstunden des lO.November 1938 , lief der Pogrom an. In seinem 
verlauf brandschatzten die Nazis die beiden großen Synagogen. 
Fast alle anderen Synagogen und Betstuben wurden gleichfalls 
beschädigt und geplündert, allein in Leipzig-Mitte fast 200 
Geschäfte und 34 Wohnungen demoliert, über 550 Menschen fielen 
unter die Verhafteten der "Judenaktion", sie wurden teils nach 



VI 
Buchenwald, teils nach Sachsenhausen gebracht. Kaum eine Familie 
blieb verschont. Und unter den Verhafteten waren alle, die eine 
Schlüsselstellung in der Gemeinde innehatten. Die Mehrzahl kam 
später wieder frei. Für sie und viele andere war das ein weite- 
rer Anstoß, Deutschland zu verlassen. Ende 1938 gab es eine 
total veränderte Lage. Bis auf die Gemeinde selbst lebten die 
verfolgten - nach dem Verbot der Vereine - ohne organisierten 
Zusammenhalt. 

Der Novemberpogrom bildete den Kulminationspunkt einer forcier- 
ten Vertreibung aus dem deutschen Reichsgebiet . Am Ende stand 
die einheitliche Pauperisierung aller jüdisch Verfolgten. 
Wer geblieben war, geriet ab 1939 in den Arbeitseinsatz auf 
unterster Ebene und zu Niedriglöhnen, Zwangsarbeitern gleich. 
Die Reichsstatistik vom Mai 1939 gibt für die Stadt noch 5.805 
Juden an, darunter über 1.300 "Mischlinge". 

Der Aufhebung des Mieterschutzes folgte die systematische Ver- 
treibung aus den Wohnungen und die Ghettobildung in Gestalt 
sogenannter Judenhäuser in einigen Straßen westlich des Haupt- 
bahnhofs. Einzelne Verhaftungen waren an der Tagesordnung. Das 
Zusammendrängen bildete eine Zwischenstufe für die Deportationen 
der "Endlösung", die in Leipzig im Januar 1942 begannen. Neun 
Deportationen, die zusammen etwa 2.500 Menschen betrafen, sind 
nachweisbar. Der letzte Transport verließ Leipzig am 14. Februar 
1945 Richtung Theresienstadt. 

Die archivalische Überlieferung zur Geschichte der Juden in 
Leipzig läßt sich im Grunde (- 1945) in drei Phasen teilen. Die 
erste reicht vom Mittelalter bis in die Mitte des 19. Jahrhun- 
derts. Die zweite umfaßt das knappe Jahrhundert der staatsbür- 
gerlichen Gleichstellung bis zum Ende der Weimarer Republik, die 
dritte jene darauf folgenden zwölf Jahre. Die Sonderstellung der 
Juden seit dem Mittelalter hatte über Jahrhunderte an sich viel 
schriftlichkeit zur Folge, und zwar auf der Ebene des Territori- 
alstaates wie des Rates der Stadt . Das war praktisch begrenzt 
dadurch, daß es lange keine Seßhaftigkeit gab, sie auf wenige, 
vom Hof privilegierte Juden beschränkt blieb. Typisch für diese 
Phase ist die Signaturengruppe "Tit.L I, Juden" (1664-1868), wie 



# 



VII 
sie im Stadtarchiv überliefert ist. In ähnlicher Weise war das 
Kreisamt Leipzig mit der Sonderstellung des "Münz Juden" Gerd 
Levi befaßt, der 1710 aus Hamburg nach Leipzig kam. Dazu sind 
drei Aktenbände (1711-1750) - im Staatsarchiv - erhalten geblie- 
ben. Das gilt ebenso für die Bandserie über Messe Juden (1800- 
1812), mit denen sich - parallel zum Rat der Stadt - auch das 
Kurfürstliche bzw. Königliche Amt befaßt hat, und die im selben 
Bestand überliefert ist. In dem Maße, wie die Gleichstellung 
Platz griff, "normalisierten" sich die Unterlagen. Beispiels- 
weise die Anlage der Bauakte zur Gemeindesynagoge (1854/55) 
unterscheidet sich in nichts von zahllosen Bauakten, wie sie die 
Stadtverwaltung sonst führte. Oder beim Amtsgericht sind zum 
Vereinsregister Akten über jüdische Organisationen genauso ge- 
führt worden wie über alle anderen. Das gilt ebenso für die 
Vereinssachen-Registratur der Polizei, das Handelsregister des 
Amtsgerichts usw. Die Meldekartei des Polizeiamtes bzw. später 
-Präsidiums verzeichnet jüdische Personen oder Familien nicht 
anders als evangelische oder katholische, d.h. es gibt auf dem 
Registerblatt-Vordruck nur die abweichende Eintragung in der 
Spalte für Religion. 

Daneben muß man sich das eigene Schriftgut der Religionsgemeinde 

- ab ihrer Gründung - vorstellen bis hin zu den später von ihr 
herausgegebenen Druckschriften wie beispielsweise dem Gemeinde- 
blatt. Das gilt auch für Registraturen der Vereine, von denen 
jeder zumindest über einen Mitglieder-Nachweis, Protokolle von 
Mitglieder-Versammlungen sowie Schriftgut der Finanzen verfügt 
haben wird. Allein der Sportverein Bar Kochba kam zeitweilig auf 
über eintausend Mitglieder. Die größeren von ihnen hatten eigene 
Geschäftsführer, was immer auf eine entwickelte Schriftlichkeit 
schließen läßt. Sicher hat es schon bei den landsmannschaft- 
lichen Organisationen des 1 8. /l 9. Jahrhunderts Unterlagen gegeben 

- etwa bei den Brodyern -, auch wenn wegen der Diskontinuität 
der Registraturbildner von einer Überlieferungsbildung nicht die 
Rede sein kann. Eine Verwandschaft mit der Labilität kaufmänni- 
scher Registraturen liegt nahe. Immerhin sind Dokumente auf der 
Seite der Adressaten, bei der Stadtverwaltung oder der Univer- 
sität (im Stadt- bzw. Universitätsarchiv) erhalten geblieben. 



VIII 
Im selben Maße wie den jüdischen Menschen nach 1933 die Gleich- 
berechtigung genommen und sie zunehmend dem Terror ausgesetzt 
wurden, änderte sich die mit ihnen im Zusammenhang stehende 
Schriftlichkeit auf der behördlichen Seite. Sie wird Ausdruck 
und Mittel der Unterdrückung. Ab 1936 tritt die Gestapostelle 
Leipzig teilweise an die Stelle des Polizeipräsidiums, neue 
Stellen kommen hinzu, so z.B. das Rasseamt beim Oberbürgermei- 
ster. Andere, wie die Industrie- und Handelskammer, der Börsen- 
verein der Deutschen Buchhändler - dieser für das ganze deutsch- 
sprachige Buchwesen - oder das Amtsgericht Leipzig, führen die 
Registraturen weiter, aber mit repressivem Inhalt. In ihrem 
Umfang scheint bis 1938/39 die Schriftlichkeit proportional zur 
Verfolgung zugenommen zu haben. Da weder beim Polizeipräsidium 
noch bei der Gestapostelle Generalakten erhalten geblieben, auch 
Registraturhilfsmittel (Aktenpläne oder -Verzeichnisse) nicht 
überliefert sind, läßt sich Näheres zu Umfang und Art nicht 
sagen. Auch Vergleiche scheinen nicht zu helfen, da z.B. für 
Dresden noch weniger erhalten ist als für Leipzig. Wählt man 
einige der Vereinsakten aus, so ist erkennbar, daß bis Ende 1935 
die Kontrolle über die Vereine vom Polizeipräsidium ausgeübt 
wurde, dann gelegentlich die Gestapoleitstelle Dresden, ab Ende 
1936/Anfang 1937 ausschließlich die Gestapostelle Leipzig auf- 
tritt (PP-V 4437, 4439 u.a.). Die Gestapo übernahm zu diesem 
Zeitpunkt Polizei-Akten zu sich und führte sie weiter. Was die 
Meldekartei anbelangt, so ist vermutlich ab 1938 - mit der Ein- 
führung des Kennkartenzwangs - der auffällige rote "J"-3tempel 
auf die entsprechenden Registerblätter gekommen, auch noch mit 
dem Zusatz "4/4" u. dergl. Deutlicher kann der Wechsel von 
staatsbürgerlicher Gleichstellung zur existentiell bedrohlichen 
Ausgrenzung auf einem solchen Registerblatt gar nicht zum Aus- 
druck kommen. 



Als im Jahre 1939 das Netz der Verfolgung am engsten geworden 

ist, lassen sich als Exekutive zumindest die folgenden Behörden 
nennen : 

- die Gestapostelle Leipzig, Abt. II in der Hindenburgstraße 
(Friedrich-Ebert-Straße) , 



IX 

das Polizeipräsidium Leipzig, Abt. IV in der Wächter- 
straße , 

das von der Gestapo mit genutzte Polizeigefängnis an der- 
selben Stelle, 

der Sicherheitsdienst (SD), Abschnitt Leipzig und nicht 
zuletzt 

das der Stadtverwaltung angehörige "Amt zur Förderung des 
Wohnungsbaues" in der Harkortstraße 1, wo sich die Juden- 
stelle mit Exmittierung, ab Kriegsbeginn auch die Lebens- 
mittelkartenausgabe befanden und die Judenkartei geführt 
wurde. 



Ganz offensichtlich ist von dem, was an Schriftgut über die Ju- 
denverfolgung entstanden ist, nur sehr wenig erhalten geblieben. 
Es gibt Registraturen, die - jedenfalls nach dem gegenwärtigen 
Stand - in der Überlieferung völlig ausfallen. Dazu gehört in 
erster Linie die des Amtes zur Förderung des Wohnungsbaues (in 
der Zuständigkeit des Stadtarchivs). Das Haus ist durch Bomben 
total zerstört worden. Wahrscheinlich gelang es den dortigen 
Beamten, zunächst geborgenes Schriftgut vollständig zu vernich- 
ten. Erhalten sind lediglich einige Schriftstücke, die vom Amts- 
leiter - dem "Eichmann" von Leipzig Botho Furch - an den Ober- 
bürgermeister geschrieben wurden. Gleichfalls ist die Registra- 
tur des Rasseamtes der Stadtverwaltung verloren; ähnlich gilt 
das für die Unterlagen der NSDAP-Kreisleitung. Zu beachten ist 
allerdings eine Teilüberlieferung, die derzeit im Bundesarchiv 
Dahlwitz-Hoppegarten lagert. Vom SD ist auch nur ein Fragment 
geringen Umfangs und ohne Aussage zur Thematik des Inventars 
vorhanden. Von der Gestapostelle sind kaum mehr als 60 Aktenbän- 
de erhalten, gleichgültig, ob sie im Hauptgebäude Karl-Heine- 
Straße oder an anderer Stelle entstanden sind. Sie waren - münd- 
licher Information zufolge - im April 1945 zum Verbrennen im 
Krematorium des Südfriedhofs bestimmt . sie stellen den Teil 
dar, der noch nicht verbrannt war, als die amerikanischen Trup- 
pen einrückten. Sie gelangten ins Stadtarchiv, wo sie mehrere 
Jahre eigentlich unbemerkt liegen blieben. Mitte der 1960er 
Jahre gab sie das Stadtarchiv an das Staatsarchiv ab, wo sie 



aber nicht als eigener Bestand formiert, sondern in den Bestand 
Polizeipräsidium eingearbeitet wurden. Immer noch relativ dicht 
überliefert sind die Akten des Polizeipräsidiums. Das gilt so- 
wohl für die Vereinssachen wie für Personenakten und die Melde- 
kartei, die Gefangenentagebücher des Polizeigefängnisses usw. 
Allein an Personenakten gibt es um die 1.000 Bände. Einige sind 
schon in den 20er Jahren angelegt worden (Führerschein-, Paß- 
angelegenheiten ), viele erst in den 30er Jahren, aber die we- 
nigsten reichen über 1940 hinaus. Letzteres könnte Anlaß zu der 
Vermutung sein, daß danach nur noch die Gestapo Personendossiers 
geführt hat. Allerdings bricht die Überlieferung insgesamt um 
1939 weitgehend ab; über die Zeit von 1939 bis zum Beginn der 
Deportationen 1942 wissen wir kaum etwas. 

Als für das Inventar ergiebig erwiesen sich die Firmenakten des 
Börsenvereins im Umfang von etwa 200 AE, d.h. die Akten über 
jüdische Verlage und Buchhandlungen, ihre Arisierung, das 
Schicksal der Inhaber, und das bisweilen über 1945 hinaus. Das 
gilt erst recht für einen Verlagsbestand wie C.F.Peters, aber 
auch für die jüdischen Autoren in der Autorenkorrespondenz ande- 
rer namhafter Leipziger Verlagshäuser. Archivalische Quellen 
erheblichen Umfangs enthält der Teilbestand Devisenstelle, der 
sich übrigens über Leipzig hinaus auf ganz Westsachsen er- 
streckt. 

Bemerkenswert sind Bankbestände, die Handelsregisterakten des 
Leipziger Amtsgerichts, das Archivgut einzelner Betriebe wie 
z.B. das der Landmaschinenfabrick von R.Sack, wo Juden zeitwei- 
lig Zwangsarbeit verrichteten . Und es ist ein solcher Bestand 
wie der des Versteigerungshauses Klemm mit seinen lakonischen 
Aussagen zu den Deportationen der Endlösung zu nennen. 
Beim gegenwärtigen Forschungsstand zur Geschichte der Juden ist 
es das Anliegen des Inventars, die archivalischen Quellen dieser 
Thematik im Staatsarchiv nachzuweisen, und das in einer Weise, 
die ihrer Auswertung so weit als möglich entgegenkommt. Je ge- 
ringer die Quantität der Überlieferung, desto intensiver sollte 
die Verzeichnung sein. Und je weniger aus dem Zentrum erhalten 
blieb, desto mehr müßte die Aufmerksamkeit der "Peripherie" 
gelten. Das Inventar der Judaica beschränkt sich auf die 



XI 
archivalischen Quellen dieser Thematik im Staatsarchiv. Es geht 
davon aus, daß andere in eigener Verantwortung entsprechendes 
tun. Tatsächlich scheint nicht wenig über Leipzig in Archiven 
außerhalb von Leipzig zu liegen. Um nur wenige Beispiele anzu- 
sprechen: Im Bundesarchiv Potsdam gibt es die Zähllisten der 
Volkszählung von 1939. Leipziger Teile des Zentralarchivs der 
Juden aus der Zeit von Jacob Jacobsohn gelangten in das Leo- 
Baeck-Institut New York, nach Jerusalem und in das Bundesarchiv 
Außenstelle Coswig. Im Hauptstaatsarchiv Weimar befindet sich im 
Bestand KZ und Haftanstalten Buchenwald z.B. ein Aktenband mit 
den Haftprotokollen der Juden, die im Zuge der Reichspogromnacht 
in Leipzig verhaftet und in das KZ Buchenwald überführt wurden. 
Das Staatsarchiv ist um Bestandsinformationen dieser Art bemüht, 
erhielt von den gen. Haftprotokollen eine Kopie und verdankt Jad 
Vaschero in Jerusalem einen Mikrofilm Leipzig betreffende Erinne- 
rungsberichte. Grundsätzlich ist vor allem auf das Sächsische 
Hauptstaatsarchiv Dresden und das Stadtarchiv Leipzig zu ver- 
weisen. 

Was sich also von der gesamten archivalischen Überlieferung zur 
Geschichte der Juden in und um Leipzig im Staatsarchiv befindet, 
ist aus Zuständigkeits- wie Überlieferungsgründen nur ein Aus- 
schnitt. Zeitlich umfaßte er - von Ausnahmen im 18. Jahrhundert 
und nach 1945 abgesehen - nur etwa ein halbes Jahrhundert. 
Er reicht vom Ende des 19. Jahrhunderts bis um 1943/45. Damit 
umspannt dieser Ausschnitt gleichsam die zweite Hälfte der Peri- 
ode der Gleichstellung und die Jahre des NS-Staates. Regional 
ist es das Gebiet der Leipziger Religionsgemeinde, das' sich mit 
dem der Kreishauptmannschaft deckt. Es reicht aber - durch den 
Stadt-Bestand Delitzsch u.a. - im Norden in das damals preußi- 
sche Gebiet hinein. 



Erst in letzter Zeit ist eine für Leipzig neue und ganz anders- 
artige Quellengruppe greifbar geworden: Lebenserinnerungen. Zu 
nennen sind "Mein Leipzig" von Simson Jakob Kreutner, "Der letz- 
te Weg" von Gerda Gottschalk, "Der gelbe Stern in Leipzig" von 
Rolf Kralovitz, "Befreiung in Leipzig" von Judith Magyar 
Isaacsohn, "Die Scherben der Krone" von Joseph Leonhard und 



XII 
"Briefe einer Mutter 1939-1942" von Heinz Stern. 
Sehr zu beachten sein wird auch künftig alles an wertvollen 
Dokumenten, was in den Familien Betroffener überliefert ist. Im 
Jahre 1988 waren dies neben dem Fotoarchiv von Abram Mittelmann 
beispielsweise der letzte Gruß, den Luise Guttmann am 21. Febru- 
ar 1942, vor der Deportation in das Todeslager Riga, an ihre 
Schwester geschickt hat. 

Bei der Anlage des Inventars ist zu beachten, daß ihm in Gliede- 
rung und Reihung einige Zwänge auferlegt waren, die sich aus dem 
Fragmentarischen der Überlieferung ergeben. Manches mag auf den 
ersten Blick hin nicht genügend systematisch erscheinen. 
Durchweg ist durch erweiterte Verzeichnung, d.h. relativ aus- 
führliche Enthält-Vermerke über den originalen Aktentitel hinaus 
der Inhalt erfaßt worden. Der Ordnung der Verzeichnungseinheiten 
liegt Örtliches und Sachliches zugrunde. Da nicht nach Beständen 
verfahren wurde, war die Provenienz mit zu verzeichnen. Metho- 
disch folgt das Inventar sonst dem ähnlicher Publikationen des 
Staatsarchivs . 

Das Inventar ist mehrteilig konzipiert. Es konzentriert sich 
auf drei Schwerpunkte: 

- Organisationen, 

- Firmen und 

- Personen . 

Der vorliegende erste Teil gilt den Organisationen. Er enthält 
außerdem eine bibliographische Übersicht. 



Für Vorarbeiten, die 1987 im Hinblick auf den 50. Jahrestag der 
Reichspogromnacht geleistet wurden und die gerade in den ersten 
Teil des Inventars einflössen, ist Frau Roswitha Franke und Frau 
Gesine Ulimann zu danken. 



Leipzig, März 1993 



M. Unger 



XIII 



Anlage; 

Organisationsaufbau 

der Israelitischen Re liaionsgemeinde zu Leipzig 1932 /11 

- Gemeindeverwaltung 

Gemeindeamt 



u.a. Fürsorgeabtei lung 

Betreuung von Durchwanderern 
Darlehnskasse 

Gemeindevorstand 

Vorsteher 

Verwaltungs zweige 

Unterricht , Friedhof 
Finanzen 

Fürsorge, Synagoge und Gottesdienst 
Kaschrus 

Gemeindeverordnete 

Vorsitzender 

Gemeindesitzung 

Kultus und Unterricht 
Liberal : 

Gemeinde-Rabbiner ( zwei ) 

Kantor (zwei, gleichzeitig Religions- 

lehrer) 
Religionslehrer 

Synagogeninspektor und Bestattungsordner 

Chorleiter 

Organist 

Orthodox : 

Gemeinde-Rabbiner 

Gemeinde-Da j an 

Rel igionslehrer ( vier ) 

Religionsschulen und Lehranstalten 

Religionsschule I mit vier Abteilungen 

- Hauptschule 

- Südschule 

- Ostschule 

- Westschule 

Religionsschule II 

Auswärts-Unterricht in Döbeln, Leisnig, Markranstädt 
Oschatz, Würzen ' 



XIV 



Religionsschule des Vereins Ahawas Thora 
Höhere Israelitische Schule 

Schule für die hebräische Sprache und Literatur "Te- 
chijja" mit hebräischem Kindergarten 



- Büchereien 



Jüdische Lesehalle und Bibliothek 

Bücherei der Israelitischen Religionsgemeinde 



- Bethäuser 



u.a. 



Gemeinde-Synagoge 
Ez-Chaim-Synagoge 
Talmud-Thora-Synagoge 
Bethaus des Boyaner "Rebbe" 



(Liberal) 
( Orthodox ) 
( Orthodox ) 
(Chassidisch) 



- Woh3 tätigkeitsanstalten 



u.a. 



Landeskasse Sachsen für jüdische Wanderfürsorge 
Israelitische Speiseanstalt mit Isr. Kinderhort, 
Isr. Altersversorgungsanstalt, Solbad-Kolonie in 
Bad Dürrenberg 

Isr. Altersheim - Ariowitsch Stiftung 

Isr. Kindergarten 

Isr. Krankenhaus - Eitingon-Stiftung 



- Vereine 



Vereine mit gemeinnützigen Zwecken (23) 
Zionistische Vereinigungen (15) 

Jugend- und Sportvereine (lo) 

Studentische Vereinigungen (5) 

Verein selbständiger jüdischer Handwerker 



(1) 



(nach dem Jüdischen Jahr- und Adressbuch) 



jg^js 



4 



Goldschmidt Abraham Meyer: Gottesdienstlicher Vortrag zur Feier 
™ffnH ^ T^^-^" Bestehens der Israelitischen Religionsge- 

T IT i f.^V Leipzig am 2. Juni 1872, Leipzig 1872. 

Jellinek, Adolf: Die erste Conf irmationsfeier 1874 

Bericht des Vorstandes der Israelitischen Religionsgemeinde zu 
Leipzig über das Verwaltungs jähr 1875. ^ ^ 

Hensel, Sebastian: Die Familie Mendelssohn 1729-1847. Nach Brie- 
fen und Tagebüchern, Berlin 1879/ 1880/ 1888 

Die Judenfrage vor Gericht. Klage des deutsch-israelischen Ge- 
meindebundes in Leipzig gegen Autor und Verleger der "Eaon 
Waldegg'schen Judenfrage". Nach Proceß-Acten veröffentlicht 
von Richard von Grumbkow, Dresden 1883 

Hasse Ernst: Geschichte der Leipziger Messen, Reprint von 
1885, Leipzig 1963. 

Gedenkblätter zur Erinnerung an Rabbiner Dr. A.M. Goldschmidt ha 
^?^ f^^ Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Leip^ 

Mendelssohn-Stiftung zu Leipzig, Ansprache des Vorsitzenden in 
der ^H. ordentlichen Generalversammlung am 24. Februar 
IbSy, Leipzig 1889. 

Hasse, Ernst: Die Israeliten, in: Die Stadt Leipzig in hygieni- 
scher Beziehung, Leipzig 1891. lygieni 

Markgraf, Richard: Zur Geschichte der Juden auf den Messen in 
Leipzig von 1664-1839. Ein Beitrag zur Geschichte Leipzigs, 
Diss., Bischof swerda 1894. ^ ' 

Kaemmel^^Otto: Die Geschichte des Leipziger Schulwesens, Leipzig 

Gedenkblätter^an^Herrn Alphonse Jakobsohn in Leipzig gestorben, 
Uhse,^Marie^^ Henriette^ Goldschmidt, in: Leipziger Kalender, 

Benndorf, Paul: Der alte israelitische Friedhof in Leipzig, in- 
Illustrierte kieitung, Leipzig 127 (1906), S. 850. 

Ders.: Die Entstehung der israelitischen Friedhöfe, des neuen 
Johannis-, Nord- und Südfriedhofes. Ein Beitrag zur Stadt- 

R!f?=i^ f'- ^"' Illustrierte Zeitung, Wissenschaftliche 
Beilage, Leipzig 1907, S. 205-207. 

Uhse, Marie: Henriette Goldschmidt, in: Illustrierte Zeitung 
Leipzig 125 (1909), S. 825. J-i-ung, 

Witkowski, Georg: Geschichte des literarischen Lebens ' in Leip- 
zig, Leipzig 1909. ^ 

Eine Rauchwarenbörse in Leipzig, in: Leipziger Abendzeitung 
vom 10. Oktober 1912. ^ 

Jacobsohn, Bernhard: Fünfzig Jahre. Erinnerungen an Amt und 
Leben. Skizzen, Berlin 1912. 

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1913/14. ^ ^ 

Sechs Kongreßreden, hg. von der Zionistischen Ortsgruppe Leiozia 
zum 10. Todestag Herzls und zu Ehren des am 14. und 15.?uni 
1914 in Leipzig stattfindenden Delegiertentages der Deut- 
schen Zionisten, Leipzig: Drugulin 1914 

Geburtstagsfeier der Frau Dr. Henriette Goldschmidt, in: Leiozi- 
ger Tageblatt vom 25.11.1915. J-eipzi 

Schumacher Marie Luise: Henriette Goldschmidt zu ihrem 90 Ge- 

Sch?en\n™ IV N°7'»^«^ 1^15 , in: Leipziger Neueste Nach- 
ricnten vom 23. und 24. 11. 1915. 



Verwaltungsbericht des Vorstandes der Israelitischen Reliqions- 
gememde zu Leipzig für die Jahre 1910-1915, Leipzig 1915 

Henrxette Goldschmidt, in: Der Leipziger, 2 (1920) S 123 

Kohn, Pinchas Jakob: Die Bedeutung der Juden für die Leipziaer 
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Schaft, Bd. 13, Frankfurt/M. 1920, S. 281-288 

Netta, Gheron: Die Handelsbeziehungen zwischen Leipzig und Ost- 
""^„ ^'^'*°^^®"^°P^ ^^^ 2um Verfall der Warenmessen, Zürich 

J.92 • 

Skraup, Klara: Henriette Goldschmidt, in: Illustrierte Zeitung 
Leipzig 154 (1920), S. 188. ^' 

Blätter des jüdischen Turn- und Sportvereins Bar-Kochba e V 
Leipzig, Jg. 1, Nr. 1 - 2, Leipzig 1921 (Erscheinen einge- 

Leipziger Jüdische Zeitung, Leipzig Jg. l (1922) - Jg. 5 (1926) 

Siebe, Josephine/ Prüfer, Johannes: Henriette Goldschmidt Ihr 
Leben und ihr Schaffen, Leipzig 1922. 

Witkowski, Georg: Henriette Goldschmidt, die Begründerin der 
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Nachrichten vom 12.2.1922. 

Benndorf , Paul: Der Alte israelitische Friedhof in Leipzig in- 
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Braß, Emil: Aus dem Reich der Pelze. Geschichte des Rauchwaren- 
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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leiozia 
Jg. 1 (1925) - Jg. 14 (1938). ^' 

Kroker, Ernst: Handelsgeschichte der Stadt Leipzig, Leipzig 

Prüfer, Johannes: Ein Leben im Dienste des Frauentums. Erinne- 
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burtstages am 25.11.1925, in: Neue Leipziger Zeitung* vom 

^ £t • XJ.. J.Z720. 

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Leipzig Nr. 26 (1927), Nr. 21 (1929), Nr. 29 (1929) 
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Freudenthal, Max: Leipziger Messegäste. Die jüdischen Besucher 
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1928 (=Schriften der Gesellschaft zur Förderung der Wissen- 
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Das jüdische Volksblatt, Jg. 1, H. 1 - H. 26/27, Leipzig 1928 
(Erscheinen eingestellt). 

Kupfer, Max: Das Fremdenwesen Leipzigs im Mittelalter bis ins 
siebzehnte Jahrhundert, o.O. 1928. 

Leipziger Jüdische Wochenschau, Leipzig Jg. l (1928^ - 
Jg. 6 (1933). ^ ^ V ) 

Aus Wissenschaft. Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Buch- 
handlung G.Fock, Leipzig 1929. 



I 



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ysjahrigen Bestehen der Leipziger Gemeindesynaqoae 1855- 
1930, Leipzig 1930. 

Harmelin, Wilhelm: Hundert Jahre Marcus Harmelin 1830-1930 
Leipzig 1930. ' 

Zum hundertjährigen Bestehen der Rauchwaren- und Borstenkommis- 
sion Leipzig 1830-1930, Leipzig 1930. 

Kapp, Arno: Der erste Israelit in der Kramerinnung, in: Zeit- 
schrift für die Geschichte der Juden in Deutschland 

3. Jg., Berlin 1931, S. 131ff. 

^^i^®^' ^•- ^i® Häusernamen von Alt-Leipzig, Leipzig 1931 

Judisches Jahrbuch für Sachsen und Adreßbuch der Gemeindebehör- 
den. Ausgabe Leipzig, Leipzig 1931/32. 

Kapp, Arno: Elkan Herz, der Freund und Verwandte Moses Mendel- 
sohns, der Vater der ersten liberalen Judengemeinde in 
Leipzig, in: Zeitschrift für die Geschichte der Juden in 
Deutschland, 4. Jg., Berlin 1932, S. 198ff. 

Ders.: Jüdische Meßmakler und Kleinhändler in Leipzig, in: Zeit- 
schrift für die Geschichte der Juden in Deutschland 

4. Jg., Berlin 1932, S. 40ff. 

Leipziger Jüdisches Jahr- und Adressbuch 1933, Leipzig/ Berlin 

19 3 2« 

Festschrift Martin Drucker zum 65. Geburtstage, Hg. Julius Maa- 

nus, 1933, (Reprint Aalen 1983). 
Schöps, Paul: Der deutsch-russische Rauchwarenhandel vor dem 

Weltkriege, Leipzig 1933. 
So geht die Sache nicht, in: Leipziger Tageszeitung vom 19.8. 

1933, S. 5 (Verleumdung von Martin Drucker, Erich Cerf und 

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Eine Nacht am mittelländischen Meer. Programm zur Veranstaltung 

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Arlt, Fritz: Volksbiologische Untersuchungen über die Juden in 

Leipzig, Leipzig 1938. 
Blätter des Jüdischen Kulturbundes Leipzig e.V., Leipzig 

H. 1 (Jan.) - H. 10 (Okt.) 1938. 
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Archivalischp XJuellenn^nhuToj 



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se 



1. ^^^^^^^^■^^^y>e _Beli^imsgmeinde_znLei£z^ 
1.1. Leipzig 



PP-V 4065 



PP-V 4439 



PP-V 4437- 
4438 



Polizeipräsidium Leipzig 
Israelitische Religionsgemeinde 

Enthält nur: Aushebung neuer Gräber 

^n^!? ^P^^^^^^g des gefrorenen Bodens 
auf dem Friedhof Delitzscher Land- 
straße. 

Gestapostelle Leipzig 

Israelitische Religionsgemeinde, Jüdi- 
sches Lehrhaus 

Enthält u.a.: Lehr- und Stundenpläne 
("Rassenhygiene der jüdischen Ras- 
se"; hebräische, französische, engli- 
sche, spanische und portugiesische 
Sprachkurse.- Leistungen der Juden 
in Deutschland; politische und kul- 
turelle Entwicklung in Palästina 
u.a.), 1935-1938.- Vorträge von 
Kurt Sabatzky "Von der Judenemanzi- 
pation zur Ariergesetzgebung", 1936, 
und "Die rechtliche Stellung der Ju- 
den in Deutschland", 1937.- Vortrag 
von Robert Welsch-Berlin "Der Peel- 
Bericht und sein Widerhall", Febr. 
1938.- Vortrag von David Ochs "Er- 
ziehung und religiöses Leben in Pa- 
lästina", März 1938. 

Israelitische Religionsgemeinde 

4437 
4438 
Enthält u.a.: Übersicht zur Mitglieder- 
bewegung, Zahl der Auswanderer mit 
Arbeiter-Zertifikat nach Palästina, 
1935.- Berichte über zwei Reisen nach 
Palästina im Auftrage der Höheren Isr. 
Schule, 1935-1936.- Vortrag von Micha- 
el Traub "Konstruktive Selbsthilfe und 
die Ansiedlung von Juden aus Deutsch- 
land in Palästina", 1936.- Abschieds- 
feiern Ephraim Carlebachs.- Amtseinfüh- 
rung von David Ochs.- Gründung einer 
Kommission zur Errichtung einer libera- 
len Schule.- Vortrag von Alex Wachtel 



1929 



1935-1938 



1935-1938 
1938-1940 



PP-V 2265 



BT/RdB 
20664 



"Planmäßige Auswanderuna" - äi,fi .• ^ 

zani der Besucher, 1936-1^17 i:^^,. v. 
gegen beabsichtigte Ichl eßung finfSr 

u« j.n aer Kroch-Siedlung, 1937 - Auf- 

SSarh^^^^^^^^^"^^^^^ ^^^ fester 
den J^rH^^'^K ^P^-1^38.- Eingaben für 
den Verbleib ausländischer und Staaten- 

S'Leo^""'^"''"" • " Einlei tende Worte 
TnL ^! ^"""^ ^^^"^ "Schaffender Wille 
i^t^c^T/^^r ^^^^^" ^^^ Handwerker"! 
Gotti^H?'" ^^^""^^ ''"^ Wiederaufnahme des 
ße? r9?9!'' '"^ '^^'* Synagoge Keilstra- 

Amtsgericht Leipzig 



22 



1939-1942 



Israelitische Religionsgemeinde 

^''^IJ^^^^-^-- Antrag auf Eintragung als 
Judische Kultusvereinigung", 1939.- 
Mustersatzung für Kultusvereinigungen. - 
Satzung.- Auswanderung von Vorstands- 
mitgliedern, 1939-1940.- Eingliederung 
m die Reichsvereinigung, 1942. 

Bezirkstag und Rat des Bezirkes Leipzig 

Arbeitsunterlagen Israelitische Religions- 
gemeinde zu Leipzig 

(1922, 1933, 1938-1945) 1950-1989 
Enthält u.a.: Bestimmung eines neuen Vor- 
standes nach der Flucht der Vorstands- 
mitglieder Salo Looser und Fritz Gruns- 
feld in die BRD, Jan. 1953.- Satzung und 
Wahl eines neuen Vorstandes, 1954.- Vor- 
standswahl, 1958.- Protest gegen die 
Schändung der Synagoge in Köln, 1960.- 
Einweihung der restaurierten Synagoge, 
1962.- Protest gegen das geplante Verbot 
der westdeutschen WN.- Vorstandswahl, 
1963.- Protest gegen antizionistische bzw. 
antiisraelische Literatur und Artikel 
in der DDR und der Sowjetunion, 1987.- 
Mitgliederliste, 1988. 



* 



1.2. M arkkleeherg 



89 



Stadt Markkleeberg 
Israelitische Religionsgemeinde 

Enthält u.a.: Gemeindestatut der Isr 



1905-1925 



869 



1518/1 



23 



Religionsgemeind^ 7n t^^ 
Verzeichnis der in L^P.^^' ^^°5.- 
Juden, 1914 - ErhL? ^^"^'^ wohnenden 

und B4sitz:echse?aÄ:°;9ir'^"^"^^ 
israelitische Religionsgeaeinde zu Leipzig 

Enthält: Gemeinde-Statut der Israe/ÄfShei'°'"''' 
Religxonsgemeinde zu Leipzig, fg^B - Ver- 
rlefTtlTlit^ i\^-^tzs?h 2<;hnhaften S- 
S^^^'ingsäJde'rung?^^?;'!!^-' ''''' ''''- 

Das Judentum 



"'"'"'"pi^'/^if ^^^^^^ ^^^ Tennisklubs 

Rot Weiß".. Mitgliederliste, 1935 - 
Ausscheiden von Mitgliedern.- Ver- 
zeichnis der ansässigen Familien. - 
Einschränkung der Vermietung von 
Wohnraum.- Redeverbot für den Rab- 
biner Lothar Lubasch aus Wupperthal- 
Barmen . 



1935-1936 



1.3. Markranstädl- 



471 



^ 



472 



Stadt Markranstädt 

Einreichung der Verzeichnisse über in Markranstädt 
wohnende Israeliten an die Israelitische Reliaions- 
gememde zu Leipzig 

1884-1885, 1894 
Enthält: Revidierte Gerne indeordnung für die 
Israelitische Religionsgemeinde zu Leip- 
zig, 1884.- Angaben über die Mitglieder 
der Israelitischen Religionsgemeinde in 
Markranstädt, 1885, 1894. 

Verzeichnis der in Markranstädt wohnenden Israe- 
liten 

(1905) 1914-1920 
Enthält: Gemeinde-Statut der Israelitischen 
Religionsgemeinde zu Leipzig, 1905.- Ein- 
gabe der Religionsgemeinde für die Ein- 
führung von Grundsteuern und Besitzwech- 
selabgaben, 1914.- Einführung von Grund- 
steuern und Besitzwechselabgaben für die 
Mitglieder der Religionsgemeinde, 1919.- 
Verzeichnis der erwachsenen Mitglieder 
der Religionsgemeinde in Markranstädt mit 
Berufs- und Staatsangehörigkeitsangaben. 



1.4. Müaeln 



24 



196 



Stadt Mügeln 

IsrSStef "^"" ^"" '" °^^ «ohnhaften 

1894-1921 

''''''s?in!n''H-* ^i^.'^^^ ^^^ Sächsischen Zweig- 
stellen des Arbeiterfürsorgeaintes der jü- 
dischen Organisationen in Berlin zur Für- 
sorge ost^üdischer Flüchtlinge, 1921. 



1.5. Mutzschen 



368 



Stadt Mutzschen 

Die Israelitische Religionsgemeinde 

„ ., •-.4. ^ . (1905) 1906-1928 

Enthalt: Gemeinde-Statut der Israelitischen 
Religionsgemeinde, 1905.- Verzeichnisse 
der in Mutzschen wohnhaften Israeliten, 
1906-1920.- Änderung des Statuts, 1914 '.- 
Einführung von Grundsteuern und Besitz- 
wechselabgaben für die Mitglieder der 
Religionsgemeinde, 1919. 



2487 



Gemeinde der Juden 



Enthält u.a.: Eingabe des Kaufmanns Wolf 
Leeuwarden gegen das Verbot des Ein- 
kaufs in jüdischen Geschäften für Mit- 
glieder der NS-Frauenschaft wegen Ge- 
fährdung seiner Existenz, 1933.- Ver- 
bot der Erteilung von Zuzugsgenehmi- 
gungen für Ost Jüdinnen zwecks Heirat, 
1935.- Antisemitische Werbung für den 
Kauf von "Judenschildern" für jeden 
Ort.- Verbot des Betretens von öffent- 
lichen Bädern für Juden.- Verordnung 
zur Benutzung von kommunalen Archiven 
für die Geschichte des Judentums, 1936.- 
Auf Stellung einer Judenkartei, Jan. 1938.- 
Veroi'dnung über eine Sühneleistung der 
Juden deutscher Staatsangehörigkeit, 
Nov. 1938.- Verordnung zur Ausschaltung 
der Juden aus dem deutschen Wirtschafts- 
leben.- Verordnung zur Kennzeichnung von 
Reisepässen der Juden.- Verordnung über 
den Einsatz jüdischen Vermögens, Dez. 1938 



1933-1943 



1.6. Reais-Breil-inq on 



25 



48 



Stadt Regis-Breitingen 



Die israelitische Religionsgemeinde 

T?K»4-K^i4- i_ . 1^06-1908,1919-1929 191fi-1 Q-^T 
Enthalt auch: Bildung einer Hilfsstelle ' 

in Dresden, Leipzig u.a. sächsischen 



Städten, 1921. 



1.7. Taucha 



315 



317 



1940 



Stadt Taucha 

Verzeichnis der hier wohnhaften Israeliten 

1894-1909 

Enthält u.a.: Verzeichnisse der in Taucha 
wohnhaften Israeliten, 1907-1909. 

Besteuerung israelitischer Glaubensgenossen 

(1914-1916) 1916-1919 
Enthält: Einführung von Grundsteuern und 

Besitzwechselabgaben in den sächsischen 
jüdischen Gemeinden, 1916.- Steuerord- 
nung für die Israelitische Religions- 
gemeinde zu Leipzig, 1918. 

Beratungen des Bürgermeisters mit den Rats- 
herren 

1935-1936 
Enthält u.a.: Zutrittsverbot jüdischer Bürger 
für das Stadtbad, 1935. 



1.8, Zwenkau 



161 



161/1 



Stadt Zwenkau 

In Zwenkau wohnende Israeliten 

(1884) 1894-1910 
Enthält auch: Revidierte Gemeindeordnung 
für die Israelitische Religionsgemeinde 
zu Leipzig, 1884.- Gemeinde-Statut der 
Religionsgemeinde, 1905. 

Mitglieder der Israelitischen Religionsge- 
meinde im Stadtbezirk 

(1905) 1914-1919, 1926 

Enthält: Gemeinde-Statut für die Israeli- 
tische Religionsgemeinde zu Leipzig, 



27 



PP-V 4655 



der Schäden des Novemberpogroms . 



PP-V 4653 Bethaus Mischnajos 



1938-1939 



Enthält u.a.: Schäden des Novemberpogroms, 
1938.- Freigabe des Bethauses.- Namen 
der Verwalter.- Internierung des Lei- 
ters der Krakauer Betstube.- Auflö- 
sung, Sept. 1939. 

Krakauer Betstube 

1938-1939 
Enthält u.a.: Freigabe der unzerstörten 
Betstube für Gottesdienste, 1939.- 
Kündigung durch den Vermieter und Ein- 
stellung der Tätigkeit.- Abschiebung des 
Vorsitzenden nach Polen.- Tätigkeits- 
bericht des Bethauses Mischnajos. 



PP-V 4652 Tifereth-Jehuda-Synagoge 



1938-1939 



Enthält nur: Zerstörung im Zuge des No- 
vemberpogroms, 1938.- Beseitigung der 
Schäden und "Verkauf" des Grundstücks 



PP-V 4654 Tiktiner Synagoge 



1938-1939 



Enthält u.a.: Zerstörung des Betsaals, 
Nov. 1938.- Ablehnung des Antrags auf 
Freigabe für den Gottesdienst.- Gesuch 
um Aushändigung privater Kultgegen- 
stände.- Erzwungene Selbstauflösung, 
Jan. 1939. 



2.2. Religiöse Vereine 



PP-V 153 



Amtsgericht Leipzig 

Talmud Thora e.V. 

(1900) 1902-1941 

Enthält u.a.: Gründung.- Einrichtung ei- 
nes Betsaales in der Keilstraße 4, 1902.- 
Statuten, 1903, 1910.- Auseinanderset- 
zungen mit der Höheren Isr. Schule 
u.a. um den Zweck des Vereins, 1922- 
1924.- Widerstand des Vorstandes gegen 
die Aufforderung zur Einhaltung der 
Satzung, 1936.- Beschwerde der Mitglie- 
der wegen der Amtsführung des Vorstan- 
des, 1937.- Auflösung, 1939.- 



28 



pp-V 4444- 
4445 



CT 



AG Leipzig 
15210 



PP-V 641 



Gestapostelle Leipzig 

Talmud Thora e.V. 

4444 
4445 
Enthalt u.a.: Satzung, 1902.- Veranstal 
tungen in der Synagoge, 1933-1936.- 
Mitgliederverzeichnis mit Berufsan- 
gaben 1935.- Erzwungene Wahl eines 
neuen Vorstandes, Mai 1938.- Be- 
schlagnahme von Akten und Gegen- 
ständen sowie Beschreibung der Ver- 
wüstung der Synagoge am 10. November 
1938.- Verhaftung des Hausmeisters 
wegen "staatsfeindlicher Äußerungen" 
Gesuch zur Durchführung des Gottes- 
dienstes für polnische Staatsangehö- 
rige in der Synagoge.- Ausweisung 
des Buchhalters nach Polen.- Gesuche 
um Freigabe der Synagoge, von Kult- 
gegenständen sowie Unterlagen, 
Dez. 1938-1939.- Auflösung, 1939. 

Amtsgericht Leipzig 

Talmud Thora e.V. 



1902-1Q40 
1935-1939 



1936-1937 



Enthält: Zwangsversteigerung des Grund- 
stücks Keilstraße 4 auf Antrag eines 
Gläubigers.- Abweisung des Antrags von 
Rechtsanwalt Gurt Kroch auf einstwei- 
lige Einstellung sowie Beschwerde sei- 
nerseits dagegen.- Ersteigerung des 
Grundstücks durch die Grundstücksver- 
wal tungs-Treuhand-Aktiengesellschaft 
(Vorstand: u.a. Gurt Kroch). 

Chebra Kadischa e.V. 

1914-1930, 1938-1939 

Enthält u.a.: Satzung, 1914.- Vorstands- 
mitglieder mit Berufsangaben zu 1914, 
1919, 1923, 1930, 1939.- Orthodoxe Be- 
erdigungszeremonien, 1918, 1930.- Be- 
schwerde eines Mitglieds wegen Nicht- 
einhaltung der Satzung durch den Vor- 
stand 1929..- Probleme bei der Gewin- 
nung aktiver Mitglieder, 1930 - Umbil- 
dung des Vorstandes.- Mitgliederliste. - 
Auflösurg, 1939. 



Gestapostelle Leipzig 
PP-V 4645 Chebra Kadischa e.V. 



Enthält nur: Wahl eines neuen Vorstandes 



1938-1939 



29 



PP-V 3070 



PP-V 781 



1915-1925 



wegen der Auswanderung der meisten 
Mitglieder, Febr. 1939.- Auflösung. 

Polizeipräsidium Leipzig 

Verein "Mischnajis" in Leipzig 

Enthält u.a.: Satzungen.- Einrichtung ei- 
ner Betstube.- Mitgliederlisten, z.T. 
mit Angaben zur Person.- Namen der Vor- 
standsmitglieder.- Schilderung einer 
Gebetsstunde . 

Amtsgericht Leipzig 

"Ohel Jakob" in Leipzig 

1918-1939 
Enthält u.a.: Gründungsversammlung, 1918.- 
Satzung.- Generalversammlungen mit Na- 
men der Vorstandsmitglieder.- Auflösung, 
Sept. 1938. 



PP-V 725 



Evangelisch-lutherischer Zentralverein 
für Mission unter Israel 

Enthält u.a.: Satzungen.- Namen der Vor- 
standsmitglieder.- Beschluß über die 
Auflösung, Dez. 1935. 



1918-1938 



PP-V 4618 



Gestapostelle Leipzig 
Verein der Freunde Israels 

1937-1938 
Enthält u.a.: Bericht über den "Evange- 
lisch-lutherischen Zentralverein für 
Mission unter Israel".- Tätigkeit eines 
Bibelkreises in der Nikolaikirche, 1937. 



Amtsgericht Leipzig 

PP-V 74 3 Jüdischer Gesetzestreuer Verband e.V. 

Enthält u.a.: Gründung und Eintragung in 
das Vereinsregister.- Satzung, 1919.- 
Vorstandsmitglieder mit Berufsangaben 
zu 1919, 1925, 1927, 1934.- Beanstan- 
dung des Verbandsanliegens.- Entzug 
der Rechtsfähigkeit, 1936. 

PP-V 830 Ahawas Thora (Talmud Thora) e.V. 



1919-1938 



1920-1941 



Enthält U.a.: Statuten, 1920.- Vorstands- 
mitalieder mit Berufsangaben zu 1920, 

1927 1928, 1930, 1935.- Wahl des Äl- 
testenrates und des Synagogenvorstandes, 

1928 - Ausscheiden dreier Vorstandsmit- 



30 



eines 
O.D.- 



glieder, Dez. 1934.- Abschiebung 
Vorstandsmitgliedes nach Polen, o.^. 
Entzug der Rechtsfähigkeit, 1939.- Ein- 
gliederung in die Reichsvereinigung, 1940. 

Gestapostelle Leipzig 



pp-V 4406 
4407 



PP-V 4381 



- Ahawas Thora (Talmud Thora) e.V. 

4406 
4407 
Enthält u.a.: Neuwahl des Vorstands, 
1934.- Mitgliederliste mit Angaben 
zur Person, 1935-1937.- Listen der 
Vorstandsmitglieder und Angestell- 
ten mit Staatsangehörigkeit, 1938.- 
Erzwungenes Ausscheiden "ausländi- 
scher" Vorstandsmitglieder sowie 
Antrag auf Umwandlung in einen pol- 
nischen Verein, Mai 1938.- Abschie- 
bung der meisten Mitglieder während 
der "Polenaktion", Okt. 1938.- Sta- 
tuten, O.D.- Beschlagnahme und Ver- 
nichtung von Kultgegenständen, Bü- 
chern u.a. aus der Synagoge Fär- 
berstraße am 10. November 1938.- 
Anweisung zur Instandsetzung der 
Vorderfront der Synagoge sowie 
Verbot des Gottesdienstes, 28. Nov. 
1938.- Entzug der Rechtsfähig- 
keit, 1939.- Eingliederung in die 
Reichsvereinigung, 1940. 

Polizeipräsidium Leipzig 

Verband ostjüdischer Organisationen in 
Deutschland 



Enthält: Gründungsaufruf in der Leipziger 
Jüdischen Zeitung.- Zweck des Verbandes 



1920-1941 
1935-1938 



1925 



Gestapostelle Leipzig 

PP-V 4617 Mitteldeutscher Rabbinerverband 

Enthält nur: Besprechung im Haus der Re- 
ligionsgemeinde zu seelsorgerischen 
Problemen.- Wahl von Gustav Cohn zum 
Vorsitzenden, Jan. 1938. 



1937-1938 



31 



2_ .3. Wohltätiqkeitsvereine und ^Fürsorgeeinri nhfi,nqor> 



AG Leipzig 
GnR 211 



PP-V 4513 



PP-V 495 



PP-V 41 



Amtsgericht Leipzig 

Gesellschaft der Freunde zu Leipzig 

1886-1939 
Enthält u.a.: Ausgabenverzeichnis für wohl- 
tätige Zwecke.- Bilanz der Jacob-Nachod- 
Stiftung, 1886.- Statuten.- Namen der Vor- 
standsmitglieder.- Verzeichnis der Mitglie- 
der, 1887.- Tätigkeitsbericht, 1911.- Auf- 
lösung, Febr. 1939. 

Gestapostelle Leipzig 

Gesellschaft der Freunde zu Leipzig 

(1913) 1934-1939 
Enthält u.a.: Statut, 1913.- Mitgliederliste 
mit Angaben zur Person, Okt. 193 5.- Namen 
der Vorstandsmitglieder.- Analyse auf Mit- 
gliedschaft in anderen Vereinen.- Vereins- 
zugehörigkeit prominenter Gemeindemitglie- 
der.- Veranstaltungsverbot, Okt. 1936.- 
Verbindung zur Leipzig-Loge.- Verhängung 
einer Postsperre über Vorstandsmitglieder, 
Okt. 1937.- Zerstörung der Vereinsräume in 
der Humboldtstraße 1, Nov. 1938.- 

Amtsgericht Leipzig 



1899-1934 



Mendelssohn-Stiftung Leipzig 

Enthält u.a.: Statuten.- Protokolle der 
jährlichen Generalversammlungen.- Namen 
der Vorstandsmitglieder.- Auflösung, 
Juli 1933, 

Israelitischer Wohltätigkeitsverein e.V. 

1900-1939, 1945-1949 
Enthält u.a.: Verzeichnis der bestehenden 
Wohltätigkeitsanstalten mit Gründungs- 
jahr.- Protokoll der Gründungsversamm- 
lung', 1900.- Satzungen.- Namen der 
Kuratoriums- und Vorstandsmitglieder .- 
Eingliederung in die Reichsvereinigung, 
Sept 1939.- Wiedereinsetzung eines Vor- 
standes, Dez. 1945.- Löschung im Vereins- 
register, Okt. 1949. 



32 



pp-V 4442 
4443 



PP-V 312 



Gestapostelle Leipzig 



Israelitischer Wohl tat igkeitsverein e.V. 

4442 1937-1939 

T7r^^-V^••^4- , • . ^^43 1938-1939 

Enthalt u.a.: Mitglieder- und Vorstands- 
listen.- Angestelltenliste.- Namen der 
Mitglieder des Dürrenberg-Komitees. - 
Ersuchen um Weiterbeschäftigung von Per- 
sonen mit polnischer Staatsangehörigkeit, 
Apr. 1938.- Name einer Betroffenen der 
"Polen-Aktion", Okt. 1938.- Keine Zer- 
störungen während des Novemberpogroms . - 
Monatliche Tätigkeitsberichte mit Bedin- 
gungen in Altersheim und Kinderhort, Dez. 
1938-Okt. 1939.- Verkauf des Grundstücks 
in Bad Dürrenberg.- Aufnahme von exmit- 
tierten Personen.- Eingliederung in die 
Reichsvereinigung, Sept. 1939. 

Amtsgericht Leipzig 

Israelitischer Spar- und Versicherungs- 
verein für schulentlassene Mädchen 

1908-1920, 1936 
Enthält u.a.: Kostenbogen, 1908-1920.- 
Satzung, 1908.- Förderung der Berufs- 
ausbildung, 1913/1914.- Auflösung, 1920. 



^ra I 



PP-V 3007 



Polizeiamt Leipzig 

Wohltätigkeitsverein "Gemilath Chasodim" 

(1910) 1911-1913 

Enthält u.a.: Statut, 1910. 



PP-V 412 



PP-V 644 



Amtsgericht Leipzig 

Israelitischer Krankenunterstützungsverein 

"Bikkur Chol im" 

1911-1940 

Enthält u.a.: Statut.- Generalversammlungen 
mit Namen der Vorstandsmitglieder.- Auf- 
lösung, März 1939. 



Israelitischer Schul verein Leipzig 

1914-1941, 

Enthält u.a.: Gründungsprotokoll, 1914.- 
Satzungen.- Namen der Vorstandsmit- 
alieder.- Haushaltsplan von 1934/35 
und 1935/36.- Auflösung, Nov. 1939.- 
Wiedereinsetzung eines Vorstandes, 
Okt. 1945." Löschung im Vereinsregi- 
ster, Jan. 1949. 



1945-1949 



33 



PP-V 988 Leipzig-Loge U.O.B.B.XXXXIII No.496 



PP-V 3933 



T7 4-V.-14- ^ (1901) 1920-1939 

Enthalt u.a.: Statut, 1901.- Verbot, Auflö- 
sung und Beschlagnahme des Vermöaens 
1937. ^ 

Polizeipräsidium Leipzig 

Auflösung der Landeslogen, Sekten und theo- 
sophi sehen Vereine 

1933-1937 
Enthält u.a.: Jüdische "Leipzig-Loge" als 
einzige in Leipzig noch bestehende Loge, 
1935. 



PP-V 1020 



PP-V 4414 



PP-V 974 



PP-V 954 



PP-V 1804 



1920-1939 



1921-1937 



Amtsgericht Leipzig 

Israelitischer Krankenunterstützungsverein 
"Linas Hazedek" 

Enthält v.a.: Statut, 1922.- Auflösung, 
Apr. 1937. 

Polizeipräsidium Leipzig 

Israelitischer Wohltätigkeitsverein 
"Rasche Hilfe" e.V. 

Enthält nur: Zweck des Vereins, 1921.- 
Auflösung, 1937. 

Amtsgericht Leipzig 

Israelitischer Wohl tat igkeitsverein 

"Rasche Hilfe" e.V. 

(1919) 

Enthält u.a.: Satzung, 1919.- Namen der 
Vorstandsmitglieder.- Exemplar der 
Zeitschrift "Rasche Hilfe", 1923.- 
Auflösung, 1937. 

Israelitischer Verein für Krankenhilfe 

"Esras Chol im" e.V. 

(1920) 1921-1937 

Enthält v.a.: Gründungsprotokoll, 1920.- 
Satzung, 1921. 

israelitischer Kindergarten, Tagesheim ^-^-^^^^^^^^ 

Enthält u.a.: Namen der Vorstandsmitglie- 
der - Satzung.- Ablehnung einer Auffor- 
derung des Polizeipräsidiums zur Satzungs- 
änderung, Sept. 1936. 



1921-1938 



• 



34 



pp-V 4471- 
4472 



PP-V 4553- 
4554 



PP-V 2099 



AG Leipzig 
13.443 



Gestapostelle Leipzig 

Israelitischer Kindergarten, Tagesheim e.V. 



4471 
4472 



1930-1940 
1938-1939 



Enthält U.a.: Unterbringung eines Kindes 
christlicher Eltern, 1935.- Namen von 
Vorstandsmitgliedern und Angestellten 
mit Angaben zur Person.- Anordnung zur 
Satzungsänderung, 1937.- Vorstands- und 
Personalliste, Febr. 1938.- Zwangsent- 
lassung von Angestellten und Ausscheiden 
von Vorstandsmitgliedern mit "auslän- 
discher" Staatsangehörigkeit.- Ersuchen 
um Weiterbeschäftigung bzw. Wiedereinstel- 
lung.- Keine Zerstörungen während des No- 
vemberpogroms.- Tätigkeitsberichte mit 
Klagen über Personalmangel, Exmittierung, 
Auswanderung, Aufnahme von Flüchtlingen, 
Jan. -Sept. 1939.- Zwangsauf lösung mit 
Dokumenten Botho Furchs, Nov. 1939.- 
Eingliederung in die Reichsvereinigung, 
Dez. 1939. 

Felix Goldmann-Gedächtnisbund zur Erziehung 
jüdischer Waisenkinder 

4553 1934-1939 

4554 1935-1938 
Enthält u.a.: Satzung, 1934.- Namen der Vor- 
stands-, Kuratoriums- und Ausschußmitglie- 
der sowie der Angestellten mit Angaben zur 
Person.- Schilderung der räumlichen Bedin- 
gungen in der Jacobstraße 7.- Zwangsentlas- 
sung bzw. Ausscheiden von Personen mit "aus- 
ländischer" Staatsangehörigkeit, Apr. 1938.- 
Tätigkeitsberichte mit Mitteilungen über die 
Auswanderung einzelner Personen, Febr. -Apr. 
1939.- Eingliederung in die Reichsvereini- 
gung.- Personal- und Mitgliederliste. 

Amtsgericht Leipzig 

Felix Goldmann-Gedächtnisbund zur Erziehung 

1935-1939 



jüdischer Waisenkinder 



Enthält u.a.: Satzung.- Namen der Kurato- 
riums- und Vorstandsmitglieder.- Auf- 
lösung, Jan. 1939. 

Felix Goldmann-Gedächtnisbund zur Erziehung 
jüdischer Waisenkinder 1935-1939 



35 



Polizeipräsidium Leipzig 

PP-V 3663 Palästina-Amt Berlin, Zweigstelle Leipzig 

Enthält u.a.: Berufung Wilhelm Nemanns 
zum Auswanderer-Berater. 



PP-V 2178 



PP-V 4448 



PP-V 4449 



1936 



Amtsgericht Leipzig 

Rumänische Kolonie zu Leipzig e.V. (Colonia 
Romana Din Leipzig) 

1936-1941 
Enthält u.a.: Statut.- Namen der Vor- 
standsmitglieder.- Entziehung der 
Rechtsfähigkeit, Jan. 1940. 

Gestapostelle Leipzig 



Hilfsverein der Juden in Deutschland, 
Ortsgruppe Leipzig 

Enthält nur: Mitgliederlisten mit Be- 
ruf sangaben, 1937.- Entlassung von 
"ausländischen" Mitarbeitern, Apr.- 
Nov. 1938. 

Beratungsstelle des Hilfsvereins der 
Juden in Deutschland 

Enthält nur: Entlassung von "ausländi- 
schen" Mitarbeitern, 1938. 



1937-1938 



1938-1939 



• • 



2.4. Politische Vereinigungen 



PP-V 5007 



Gestapostelle Leipzig 

Centralverein deutscher Staatsbürger 
jüdischen Glaubens, Ortsgruppe Leipzig 
(später: Jüdischer Centralverein) 



1911-1940 



Enthält u.a.: Gründung, 1911.- Vortrage 
gegen Antisemitismus, 1911-1928.- Sat- 
zung.- Störung von Veranstaltungen durch 
deutsch-völkische bzw. nationalsoziali- 
stische Gruppen, 1925, 1928.- Verbot m 
Thüringen, März 1933.- Vortrage Kurt 
Sabatzkvs über Maßnahmen gegen wirtschaft- 
liche Beschränkungen und Diffamierungen, 
soSie Gesetzgebung u.a., 1933-1938.- Mit- 
aliederverzeichnis.- Vortrag von Julius 
?ai "Ne.than, Shylok, Judith", 1934 - 
Fe 1 i x-Go Idmann-Gedächtn i s f e ler . - Über- 
wachung Kurt Sabatzkys und Hans Jacobys 
1935.- Umbenennung in "Judischer Central 



36 



PP-V 3470 



verein", 1936.- Situation für Juden in 

^^o^f^^V^^^*^-: Einrichtung von Beratungs- 
stellen bei Arisierungen, Febr. 1938.- 
Uberwachung des Telefons und der Post Kurt 
Sabatzkys, Febr. -Nov. 1938 . - Beschlagnahme 
von Akten, 10. Nov. 1938.- Betätigungs- 
verbot, Dez. 1938.- Auflösung, Apr. 1939. 

Polizeipräsidium Leipzig 

Verein zur Abwehr des Antisemitismus e.V., 
Ortsgruppe Leipzig 

Enthält: Gründung der Ortsgruppe.- Liste 
der Vorstandsmitglieder mit Berufsanga- 
ben.- Satzung. 

Polizeiamt Leipzig 

PP-V 4231 Lesehalle für jüdische Arbeiter 

Enthält: Zugehörigkeit zum Jüdischen Arbei- 
terbund.- Ausweisung Chaim Schaf fmanns 
wegen polnischer Staatsangehörigkeit. 



1918 



1920 



PP-V 4295 



PP-V 4424 



1922 



Polizeipräsidium Leipzig 

Russische Tolstoi-Lesehalle in Mannheim 
und Jüdischer Arbeiter- und Kulturverein 

Enthält nur: Aufgabe der Lesehalle aufgrund 
der Kündigung durch den Hauseigentümer. - 
Namen von Mitgliedern. 

Jüdische Sozialdemokratische Arbeiterorga- 
nisation "Poale Zion", Ortsgruppe Leipzig 

1923-1935 
Enthält U.a.: Ansprache Eduard Bernsteins 
auf einer Versammlung, 1924.- Wohltätig- 
keitsveranstaltung des "Jüdisch-litera- 
rischen Vereins Leipzig".- Broschüre 
"Die palästinensische Arbeiterbank" .- 
Bericht und Zeitungsartikel über eine 
Lesung Felix Fechenbachs, 1925.- Flugblatt 
"einer Gruppe jüdischer Arbeiter und Stu- 
denten" mit Kritik zionistischer Posi- 
tionen.- Vernehmungsprotokoll des Elias 
Selinger mit Charakterisierung der Orga- 
nisation, Jan. 1935. 



PP-V 4 366 Jüdische Vereinigung "Esra" 

Fnthält nur: Satzung des Vereins in Dresden 
sSiL Namen der dortigen Vorstandsmit- 

glieder. 



1925 



PP-V 1339 



PP-V 4441 



37 
Amtsgericht Leipzig 

Zionistische Vereinigung Leipzig 

T?r.+-KöT4- „. 1925-1933, 1939 

Enthalt u.a.: Eintragung in das Vereins- 
register mit Satzung.- Auszug aus dem 
Protokoll der Generalversammlung, 1925.- 
Namen der Vorsitzenden. 

Polizeipräsidium Leipzig 

Zionistische Vereinigung Leipzig 

1934-1936 
Enthält u.a.: Theodor Herzl-Gedenkfeier , 
Juli 1934.- Broschüre "Herzl lebt!".- 
Tagung des Gruppenverbandes Mit- 
teldeutschland.- Aufruf des Jüdischen 
Nationalfonds (Keren Kajemeth Lejisrael).- 
Führertagung der Jugendgruppen.- Charak- 
terisierung der Jugendbünde.- Palästina- 
Woche, 1935.- Prospekt über den Gehrings- 
hof-Rodges, "der ältesten jüdischen 
landwirtschaftlichen Lehrstätte in Deutsch- 
land".- Polizeipräsident Knofe an das Ge- 
stapo-Amt Dresden mit Angaben zu Kurt 
Sabatzky und Alfred Jacoby.- Vortrag des 
Rabbiners Joachim Prinz.- Broschüre "Un- 
ser Weg - der Weg in die Freiheit" von 
W. Groß.- Abschiedsfeiern für Palästina- 
Auswanderer, 1936. 

Gestapostelle Leipzig 



PP-V 3937/9 Zionistische Vereinigung Leipzig 



1936-1939 



Enthält u.a.: Zionistentag in Leipzig. - 
Benennung der Führer der Jugendbünde . - 
Mitgliederzahlen.- Tagung des Gruppen- 
verbandes Mitteldeutschland mit Anwesen- 
heitsliste.- Würdigung Martin Bubers, 
März 1938.- Eindrücke einer Palästina- 
Reise Ludwig Lehrfreunds.- Durchsuchung 
der Synagoge sowie des Büros der zioni- 
stischen Ortsgruppe in der KeilstraBe mit 
Schilderungen über Zerstörungen, Verzeich- 
nis des beschlagnahmten Inventars, Nov. 
1938 - Namen der Vorstandsmitglieder, Jan. 
1939.'- Zeitschrift "Honar haoleh" , Juli 
1939.- Mitgliederlisten mit Angaben zur 

Person. 
Polizeipräsidium Leipzig 



PP-V 43 38 Pro Palästina-Komitee 



1929 



Enthält nur: Artikel aus den "Leipziger 



pp-V 4486 



geoung m Leipzig. 

Sedlun^^^v"^^ . Förderung des jüdischen 
Siedlungswerkes in der UdSSR (Geserd) , 
Ortsgruppe Leipzig ^«^j. 

Enthält: Vernehmung des Vorsitzenden Mos-s 
Klausner. 



38 



1932 



PP-V 4488 



PP-V 4426 



PP-V 4498 



PP-V 4499 
4500 



Verband polnischer Staatsbürger 

T?r.4-v^öi4. , . 1932, 1935-1936 

Enthalt u.a.: Artikel aus der periodischen 

Druckschrift "Gesamtüberblick über die 

polnische Presse" mit einem Bericht über 

das Gründungs vorhaben, 193 2.- Vernehmung 

der Gründungsinitiatoren Moritz Goldberg 

und Esra Salomon.- Aufnahmekarte für den 

Verband der Auslandspolen. 

Jüdischer Arbeiter- Turn- und Sportverein 

1933-1936 
Enthält: Auflösung als marxistischer Verband, 
1933.- Auswanderung der Vorstandsmitglie- 
der.- Mitgliedsbuch von Moritz Zollmann. 

Staatszionistische Organisation, Orts- 
gruppe Leipzig (früher: Verband der 
Staatszionisten) 

1933-1938 
Enthält u.a.: Gründungsausschuß, Juni 1933.- 
Informationsblatt der Berliner Zentral- 
leitung.- Charakterisierung der Berliner 
Organisation.- Schreiben Ludwig Goldwas- 
sers mit Darlegung der Ziele des Staats- 
zionismus/Revisionismus.- Satzung, Juli 
1933.- Informationsblatt mit Kritik an 
der Zionistischen Vereinigung.- Referat 
L. Goldwassers über Ziel und Weg des 
Staatszionismus . - Mitgliederzahlen . - 
Mitgliederliste, 1935.- Georg Kareski 
als Gastredner.- Eingabe der Zentrallei- 
tung an die Reichsregierung.- Flugblatt 
der Ortsgruppe Frankfurt/M., 1936. 

Gestapostelle Leipzig 



Staatszionistische Organisation 

4499 
4500 

Enthält u.a.: Mitgliederliste mit Angaben 
zur Person, 1935.- Namen der Vorstands- 
mitglieder einschließlich der Jugendgrup- 
pe "Herzlia" mit Angaben zur Person. - 
Zwanqsausschluß der Vorstandsmitglieder 
mit "ausländischer" Staatsangehörigkeit, 



1935-1938 
1938-1940 



39 



PP-V 4873 



Per;oi^?hA" ^^^"f ^^^flösung, Juli 1938. 

der Fnnv?^ '''''^ Vernehmungsprotokolle 
aer Funktionare, Aug. 1938. 

Polizeipräsidium Leipzig 

Bund der jüdischen Arbeitnehmer 

Enthält v.a.: Namen der Vorstandsmitglie- 
der. ^ 



PP-V 4531 Deutsch- Jüdische Sanitätskolonne 

Enthält nur: Verbot der Gründung. 
Gestapostelle Leipzig 



1934 



1934 



PP-V 4537 
4538 



PP-V 4508 
4509 



1934-1937 
1937-1939 



Paulus-Bund. Vereinigung nichtarischer 
Christen e.V. (früher: Reichsverband 
christlich-deutscher Staatsbürger nicht- 
arischer oder nicht rein arischer Abstam- 
mung; später: Vereinigung 1937) 

4537 
4538 

Enthält u.a.: Mitgliederlisten mit Berufs- 
angaben, 1934-1939.- Mitteilungsblätter 
aus Berlin, 1934-1939.- Gründung der Be- 
zirksgruppe Leipzig, 1934.- Rundschreiben 
der Bezirksgruppe Leipzig, 1935-1939.- 
Erzwungenes Ausscheiden des Vorsitzenden 
und von Mitgliedern.- Satzung.- Umbenen- 
nung in "Vereinigung 1937", Apr. 1937.- 
Auflösung, Aug. 1939.- Verzeichnis der 
beschlagnahmten Gegenstände.- Stellung 
zum Ersten Weltkrieg, zur Rassengesetzge- 
bung. 

Reichsbund jüdischer Frontsoldaten^ Orts- 
gruppe Leipzig 

4508 1935-1939 

4509 1938-1940 
Enthält u.a.: Mitgliederverzeichnis mit An- 
gaben zur Person, 1935.- Entlassung von 
"ausländischen" Funktionären, Apr. 1938.- 
Vorträge von Rosenthal-Berlin "Die Tages- 
arbeit des Reichsbundes jüdischer Front- 
soldaten (Auswanderungsfragen, Kriegs- 
opferangelegenheiten, Kameradenhilfe) so- 
wie von Arthur Prinz-Berlin "Stand und 
Aussichten der Überseewanderungen", Juli 
1938.- Beschlagnahme von Akten, der Bi- 
bliothek und der CV-Wanderbücherei sowie 
Betätiqungsverbot, Dez. 1938.- Wiederauf- 
nahme der Tätigkeit, Jan. 1939.- Emrich- 
tuna einer Kriegsopfersprechstunde und Be- 
ratung von Auswanderern, 1939.- Einglie- 



PP-V 4620 



derung in die Reichsvereinigung, Nov. 



40 



PP-V 4608 "Ort" -Gesellschaft 



'''zur%"-'" ^i^^l-^-namen mit Angaben ''''-'''' 
zur Person.- Briefabschriften einer Post- 
uberwachung vermeintlicher Mitglieder mit 
Bemühungen zum Verkauf der Fa. Her zog & Co. 
in Eschwege.- Schwierigkeiten bei der Er- 
naltung des jüdischen Kinderheims. - 
Historischer Rückblick mit Erläuterung der 
Organisationsstruktur.- Haushaltsplan des 
Sozialamtes der Religionsgemeinde für 1936/ 
1937 und 1937/38 mit Angaben zur Migration. - 
Informationsbroschüre der Reichszentrale für 
Schächtangelegenheiten.- Versorgung von Be- 
dürftigen.- Organisationszugehörigkeit von 
Samuel Hodes und Conrad Goldschmidt. 



PP-V 4621 Jüdischer Fonds "Keren-Hajischuw" 

Enthält: Charakterisierung des Aufgabenbe- 
reiches einschließlich der Fonds "Keren- 
Hatorah" , "Keren-Kajemeth-Lej Israel" , 
"Keren-Ha jessod" , "Keren-Tora-Waawodah" 
mit persönlichen Angaben zu den Verwaltern 

PP-V 3813 Jüdischer Fonds "Keren-Tora-Waawodah" 

Enthält: Charakterisierung des Aufgabenbe- 
reiches einschließlich der Fonds "Keren- 
Hatorah" , "Keren-Kajemeth-Lej Israel" , 
"Keren-Ha jessod" , "Keren-Ha jischuw" mit 
persönlichen Angaben zu den Verwaltern. 



1937 



1937 



Jüdischer Fonds "Keren-Ha torah" 

1937-1939 
Enthält: Charakterisierung des Aufgabenbe- 
reiches einschließlich der Fonds "Keren- 
Ha jischuw" , "Keren-Ka jemeth-Le jisrael" , 
"Keren-Ha jessod" , "Keren-Tora-Waawodah" 
mit persönlichen Angaben zu den Ver- 
waltern.- Spendenaufruf des Landesdi- 
rektoriums. 



2.5. Kulturelle u nd gesell ige Vereinigungen 



PP-V 1040 



Amtsgericht Leipzig 

verein Elite e.V. 1922,1937-1939 

Enthält nur: Verzeichnis der Vorstandsmit- 
glieder mit Berufsangaben.- Statut, 1922,- 



41 



PP-V 4505 



Entzug der Rechtsfähigkeit, Nov. 1937. 
Polizeipräsidium Leipzig 
Jüdische Kunstgemeinde 



1933-1934 



PP-V 4506 



PP-V 4569 



PP-V 2177 



Enthalt u.a.: Satzungsentwurf.- Program- 
matisches Anliegen.- Verbot der Konsti- 
tuierung durch das Sächsische Ministe- 
rium des Innern, Apr. 1934. 

Kulturbund Deutscher Juden (später: Jü- 
discher Kulturbund Leipzig e.V.) 

1933-1936 
Enthalt u.a.: Mitgliederlisten, 1935.- 

Polizeiliche Führungszeugnisse der Vor- 
standsmitglieder.- Erklärung über das 
programmatische Anliegen.- Protokollaus- 
sagen der Vorstandsmitglieder Hans Abel- 
sohn und Conrad Goldschmidt.- Schreiben 
der Zionistischen Vereinigung Leipzigs. - 
Schreiben des Vorsitzenden C. Goldschmidt, 
darin Negierung jeglicher assimilatorischen 
Bestrebungen.- Antrag auf Registrierung 
mit Satzung.- Protokolle der Mitglieder- 
versammlung und der Vorstandssitzung, Juni 
1936. 

Gestapostelle Leipzig 

Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde 
in Deutschland e.V. (später: Jüdischer 
Kulturbund in Deutschland e.V.) 

1935-1938 
Enthält: Ausführungsbestimmungen und Richt- 
linien für die Tätigkeit des Reichsver- 
bandes der jüdischen Kulturbünde in 
Deutschland, 1935.- Gestzliche Grundlagen 
der kulturellen Arbeit, 1935-1936.- Wie- 
deraufnahme der Arbeit des Reichsverban- 
des nach dem Novemberpogrom.- Entlassung 
des Geschäftsführers des Jüdischen Kultur- 
bundes Leipzig, Walter Carow, aus dem KZ 
Buchenwald, Nov. 1938.- Artikel des "Jü- 
dischen Nachrichtenblattes" über die Wie- 
deraufnahme der Arbeit des Kulturbundes 
ab Jan. 1939, Dez. 1938. 



Amtsgericht Leipzig 

Jüdischer Kulturbund Leipzig e.V 



Enthält u.a.: Satzung, 1936.- Auflösung, 
Dez. 1938.- Liquidation, 1939-1940. 



1936-1940 



42 



PP-V 4518 



PP-V 4592 



Polizeipräsidium Leipzig 

tltiger^^ Vereinigung jüdischer Berufs- 

Enthält u.a.: Mitgliederliste mit Angaben '"'^""'^ 
zur Person, Okt. 1935.- Veranstaltungs- 
verbot.- Beschluß der Auflösung, Mai 1936. 

Gestapostelle Leipzig 



Der bunte Karren (Arbeitsgemeinschaft iü- 
discher Künstler) 

Enthält nur: Kleinkunstabende im Battenberg- 
Theater. 



1936 



2.6. Juqendvereiniaungen 



PP-V 4481 



PP-V 4501 
4502 



1933-1939 
1938 



Gestapostelle Leipzig 

Verein Jüdisches Jugendhaus Leipzig 

1931-1939 
Enthält u.a.: Namen der Vorstandsmitglie- 
der.- Zustand des Gebäudes in der Luden- 
dorf straße 7, Nov. 1938. 

Jüdisch-nationaler Jugendbund "Herzlia"^ 
Ortsgruppe Leipzig 

4501 
4502 
Enthält u.a.: Rundschreiben Nr. 13 "Han- 
halath Habonim noar chaluzi", Berlin, 
zur bevorstehenden Führertagung, mit 
Statistiken zur Einwanderung in Palä- 
stina.- Auseinandersetzungen zwischen 
"Herzlia" und anderen jüdischen Jugend- 
organisationen, Okt. /Nov. 1933.- Beruf- 
liche, politische und sprachliche Vor- 
bereitung der Kinder auf die Auswande- 
rung nach Palästina, 1933-1938.- Ver- 
teilung von Schriften an jüdische Mes- 
segäste, 1934.- Verbot einheitlicher 
Kleidung und Symbole.- Verbot des Tra- 
gens von Uniformen in geschlossenen 
Räumen, 1935.- Rückgang der Mitglieder- 
zahlen.- Entlassung von Funktionären mit 
"ausländischer" Staatsbürgerschaft, Apr. 
1938-März 1939.- Theodor Herzl-Gedenk- 
f^eier der Staatszionisten, Juli 1938.- 
Politische Auseinandersetzungen zwi- 
schen jüdischen Organisationen, Aug. 
1938. 



pp-V 4529 



43 
Polizeipräsidium Leipzig 

Zeire-Misrachi . Brith-Chaluzim-Datiim 

Enthält- n ^ . o^- 4- 4- (1932) 1934-1939 

T^il •^:: ^^^^^t, 1932.- Charakteri- 
sierung Ihrer Jugendbünde durch die zio- 
nistische Ortsgruppe.- Namen der 
Vorstandsmitglieder mit Angaben zur Per- 
son.- Mitgliederzahlen.- Filmvorführung 
"Weg in die Freiheit", 1936.- Reichs- 
tagung mit Teilnehmerliste, Sept. 1937.- 
Keme Zerstörungen in der Geschäftsstelle 
wahrend des Novemberpogroms.- Einstellung 
der praktischen Tätigkeit, Jan. 1939. 

Gestapostelle Leipzig 



PP-V 4530 



Zeire-Misrachi . Brith-Chaluzim-Datiim 

1935, 
Enthält u.a.: Mitgliederliste mit Angaben 
zur Person, Apr. 1938.- Namen der Funk- 
tionäre mit Angaben zur Person, Apr. 
1938.- Zwangsausschluß von Vorstands- 
mitgliedern aufgrund ihrer "auslän- 
dischen" Staatsangehörigkeit . 



1938 



PP-V 452 2- Hechaluz 
4523 



4522 1934-1939 

4523 1937-1938 
Enthält u.a.: Charakterisierung der prak- 
tischen Arbeit, darin Schwierigkeiten, 

bei Landwirten eine Anstellung zu fin- 
den.- Charakterisierung ihrer Jugend- 
bünde durch die zionistische Ortsgruppe. - 
Namen der Vorstandsmitglieder mit Anga- 
ben zur Person.- Landestagung, Okt. 
1936.- Mitgliederzahl.- Einstellung der 
Tätigkeit, Jan. 1939. 

Polizeipräsidium Leipzig 



PP-V 4524 Jüdischer Jugendbund "Franz Rosenzweig" 

Enthält u.a.: Programmatik der Leipziger 
Ortsgruppe mit Namen der Vorstandsmit- 
Qlieder.- Charakterisierung ihrer Jugend- 



1934 



PP-V 4541 



ql__ 

bünde durch die zionistische Ortsgruppe. 

Ortsausschuß Leipzig und Landesausschuß 

Sachsen der jüdischen Jugendverbande -^934-1938 

Enthält u.a.: Sitzung der Leiter der Jugend- 
bünde - Protokollaussage des Leiters des 
Ortsausschusses mit Namen der angeschlos- 
senen Jugendbünde.- Gesamtmitgliederzahl.- 



44 



PP-V 4627 
4628 



PP-V 4546 



PP-V 4532 



PP-V 4533 



PP-V 4548 



Namen der Funktinnär-^i y«^^- > 

j- X uiijvuj.ünare mit Anqaben zur 

Apr'Jg^s?''''''''""'''""""^ '^'^ Tätigkeit, 
Gestapostelle Leipzig 

Landesausschuß Sachsen der Jüdischen 
Jugendverbände im Reichsausschuß der 
Judischen Jugendverbände e.V., Berlin 



Enthält v.a.: Mitgliederliste mit Angaben 
zur Person.- Namen der Funktionäre. 



4627 
4628 



1938 
1938 



Misrachi (Misrachistische Landesorgani- 
sation), Ortsgruppe Leipzig 

1934-1939 
Enthält: Wiederaufnahme der Tätigkeit, Okt. 
1934.- Einstellung der praktischen Arbeit, 
1939. 

Gestapostelle Leipzig 



PP-V 4547 Misrachi 



1938 



1935, 

Enthält: Mitgliederliste mit Angaben zur 
Person, Okt. 1935.- Namen der Vorstands- 
mitglieder mit Angaben zur Person. 

Polizeipräsidium Leipzig 

Habonim noar Chaluzi, Vereinigung der 
zionistischen Jugend 

1934-1939 
Enthält U.a.: Charakterisierung ihrer Jugend- 
bünde durch die zionistische Ortsgruppe. - 
Mitgliederzahlen.- Namen der Funktionäre 
mit Angaben zur Person.- Jugendtreffen 
mit Anwesenheitsliste, 1937.- Einstel- . 
lung der praktischen Tätigkeit, Jan. 1939. 

Gestapostelle Leipzig 



Habonim noar Chaluzi, Vereinigung der 
zionistischen Jugend 



1935-1938 



Enthält v.a.: Mitgliederliste mit Angaben 
zur Person, Okt. 1935.- Namen der Vor- 
standsmitglieder mit Angaben zur Person, 

Apr. 1938. 



Polizeipräsidium Leipzig 

Jüdischer Pfadfinderbund "Makkabi Hazair' 

Enthält u.a.: Rundschreiben an die Gaulei- 



1934-1939 



45 



des LaSt ^^^T ^^^ ^^^ Orientierung 
des Landesverbandes, Juli 1934 - Sonder- 

nummer der Älterensihaft der L;ipz?ger 

Si???:^?^^."^"'"^"""' ^--^ Haschair' 
Rrt^h S ^^^''^ Mitteldeutschland des 
TniInHK"^^^'!S-" CJ^^^^kterisierung ihrer 
Jugendbunde durch die zionistische Ver- 
einigung.- Festbroschüre zum Kino- und 
Bundesabend, Okt. 1934.- Namen der 
Funktionäre mit Angaben zur Person. - 
Zweitägige Führerbesprechung mit Teil- 
nehmerliste, 1937.- Mitgliederzahlen. - 
Einstellung der praktischen 
Tätigkeit, Jan. 1939. 

Gestapostelle Leipzig 

PP-V 4549 Jüdischer Pfadfinderbund "Makkabi Hazair" 

Enthält v.a.: Mitgliederlisten mit Angaben 
zur Person.- Zwangsausschluß von Funk- 
tionären aufgrund ihrer "ausländischen 
Staatsangehörigkeit" . 



1938 



2.7. Berufsvereinigungen 



PP-V 4435- 
4436 



Gestapostelle Leipzig 

Hilfsverein israelitischer Gewerbe- 
treibender (früher: Hilfsverein zur 
Unterstützung israelitischer Gewerbe- 
treibender) 

4435 1887-1937 

4436 1938-1939 
Enthält U.a.: Anmeldung und Statuten, 1887.- 

Wohltätigkeitsveranstaltungen, 1893-1921.- 
Mitgliederliste mit Angaben zur Person, 
1935, Ergänzungen 1936, 1937.- Vortrag 
"Ratschläge zur Gesundheitspflege in Pa- 
lästina", 1936.- Vorstandsmitglieder mit 
Berufsangaben, 1936-1937.- Jubiläumsfeier 
zum 50jährigen Bestehen in Zusammenarbeit 
mit dem Kulturbund, 1937.- Ausdehnung der 
Arbeit auch auf Nichtmitglieder, Okt. 
1938.- Beschlagnahme von Akten, Dez. 1938.- 
Ausweisung zweier Mitglieder nach Polen, 
Apr 1939.- Spenden und Beihilfen u.a. an 
BarAet Licht, 1939.- Eingliederung in 
die Reichsvereinigung, Okt. 1939. 



PP-V 124 



PP-V 1113 



PP-V 4455 
4456 



PP-V 2070 



PP-V 4516 



1926-1941 
1935-1938 



46 
Amtsgericht Leipzig 

Enthält u.a.: Statut, 1901.- Antragt 'auf ^Zu-'''"'''' 
erkennung der Rechtsfähigkeit, J902.- 
Satzungen, 1915, 1922.- Eingliederung 
m die Reichsvereinigung, 1939. 

Arbeitsgemeinschaft für den jüdischen 
Mittelstand e.V. 

T?r^4-K^T^- r^ ' ^ 1922-1930 

Enthalt: Gründung, 1922.- Satzung. - 
Auflösung, 1930. 

Gestapostelle Leipzig 

Verein jüdischer Händler und Reisender 
zu Leipzig (später: Verein polnischer 
Händler und Reisender) 

4455 
4456 
Enthält u.a.: Anmeldung und Statuten, 1926.- 
Ersuchen um polizeilichen Schutz einer 
Wohltätigkeitsveranstaltung, 1931.- Mit- 
gliederliste mit Berufsangaben und Er- 
gänzungen, 1935-1936.- Verbot zweier 
Wohltätigkeitsabende, 1936.- Umbenennung, 
1938.- Satzung.- Zwangsentlassung von 
Mitgliedern mit "ausländischer Staatsan- 
gehörigkeit" . 

Amtsgericht Leipzig 

Verein polnischer Kauf leute und Gewerbe- 
treibender zu Leipzig e.V. 

1934-1942, 1949 
Enthält u.a.: Protokoll der Gründungsver- . 
Sammlung, 1934.- Namen der Vorstandsmit- 
glieder.- Statut in deutscher und pol- 
nischer Sprache.- Löschung im Vereins- 
register, 1949. 

Gestapostelle Leipzig 

Verein polnischer Kauf leute und Gewerbe- 
treibender zu Leipzig e.V. 

1935-1940 

Enthält u.a.: Namen der Vorstandsmitglieder 
mit Angaben zur Person.- Mitgliederzah- 
l^n - Auszug aus dem Statut.- Programm- 
heft des 7. Kultur- und Gesellschafts- 
abends mit Verzeichnis der Stifter der 
Tombolapreise, Dez. 1937.- Teilnahme von 
Beschäftigten des Polnischen Konsulats 



AG Leipzig 
GnR 319 



PP-V 3492 



PP-V 4539 
4540 



47 

dernni^!'^ ^? Veranstaltungen.- Auswan- 

Vere?L f \^"^^ Personen.- Verbot als 

Vor^t^ ' f P^- "^^•- Verhaftung des 
Vorsitzenden Henryk Brecher. 

Amtsgericht Leipzig 
Handelsbank Iwria eCmbH 

EnthpiH- 11 ^ TT . , . 1933-1940 

Enthalt u a.: Verzeichnis der Mitglieder. - 

Namen der Vorstands- und Aufsichtsrats- 
mitglieder.- Beurteilung der Dresdner 
Bank für den ehemaligen Angestellten 
Werner Lieberg, Sept. 1933.- Satzung, Okt. 
1933.- Protest der IHK Leipzig gegen ur- 
sprüngliche Firmenbezeichnung "Volksbank" .- 
Änderung der Firmenbezeichnung in "Han- 
delsbank", März 1934.- Geschäftsberichte, 
1933-1937.- Sicherungsanordnung, Nov. 
1939.- Liguidation, 1940. 

Polizeipräsidium Leipzig 

Handelsbank Iwria eGmbH 

1935-1936 
Enthält nur: Gründung nach dem Erlaß des Be- 
ruf sbeamtengesetzes, 1933.- Mitgliederzah- 
len.- Liste der Vorstands- und Aufsichts- 
ratsmitglieder sowie der Genossenschafter 
mit Berufsangaben, 1935.- Einladung zur 
3. ordentlichen Generalversammlung, 1936. 

Gestapostelle Leipzig 

Verein selbständiger jüdischer Hand- 
werker 

4539 1934-1938 

4540 3-935-1938 
Enthält u.a.: Beteiligung von Juden an ei- 
ner Handwerkerausstellung, 1934.- An- 
schluß an den Reichsverband jüdischer 
Handwerker, 1934-1936.- Vorträge über 
aktuelle Fragen sowie die wirtschaft- 
liche und gesellschaftliche Stellung jü- 
discher Handwerker und Gewerbetreibender, 
1934-1936.- Auseinandersetzungen über 

die Lehrausbildimg für Auswanderer nach 
Palästina sowie das Erlernen der hebrä- 
ischen Sprache, 1934-1936.- Mitglieder- 
liste mit Berufsangaben und Ergänzungen, 
1935-1937 •- Erzwungenes Ausscheiden von 
Vorstandsmitgliedern mit "ausländischer 
Staatsangehörigkeit" , Apr . -Nov . 1938 . - 
Abschiebung dreier Vorstandsmitglieder 
nach Polen, Okt. -Nov. 1938.- Auflösung, 



PP-V 4597 



48 



Dez. 1938. 



Soll^a^^''^ israelitische Lehrerverei- 



gung 



rfnhf "K^^^^^^^^^^^l^^^s, 1905.- Be- 
richt über Gründung und Zweck des vir- 

BeS.frV'"'-- Mitgliederlisten mit 
ST^^f ^^^^^''•" Fortbildungskurs für 

schul tl?^\''^r" Umstellung auf Volks- 
schultatigkeit, Jan. 1938. 



2.8. Sportvereine 



PP-V 939 



PP-V 4402 



PP-V 947 



1920-1938 



Amtsgericht Leipzig 

Jüdischer Turn- und Sportverein 
Bar-Kochba e.V. 

Enthält u.a.: Namen der Vorstandsmitglie- 
der.- Satzungen.- Fusion mit dem Sport- 
klub Bar-Kochba e.V., 1924.- Namensän- 
derung in "Jüdischer Sportverein Bar- 
Kochba", Aug. 1932.- Anwesenheitsliste 
einer Generalversammlung, 1932.- Auf- 
lösung, Jan. 1938. 

Polizeipräsidium Leipzig 

Jüdischer Sportverein "Bar-Kochba" 

1920-1938 
Enthält u.a.: Charakterisierung ihrer Ju- 
gendbünde durch die zionistische Orts- 
gruppe, 1934.- Kreisausschußsitzung des 
Verbandes jüdischer Turn- und Sportver- 
eine, 1935.- Reden des Rabbiners Joachim 
Prinz . - Äußerungen Ludwig Lehrfreunds 
u.a. über Perspektivlosigkeit in Deutsch- 
land.- Kritik an der Besteuerung der ver- 
einseigenen Grundstücke.- Ferienreise 
von jugendlichen Mitgliedern nach Däne- 
mark, 1936.- Mitgliederzahlen.- Grün- 
dungstagung der Turntechnischen Obmann- 
schaft des Deutschen Makkabi-Kreises^ 
1937. 

Amtsgericht Leipzig 



Sportklub "Bar-Kochba" e.V. (später: 
Jüdischer Sportverein Bar Kochba) 

(1920) 

Enthält u.a.: Gründungsprotokoll, 1920.- 

Namen der Vorstandsmitglieder.- Satz- 



1921-1941 



49 



^nr^;:i^,!i?^ ^1^ ^^^ Jüdischen Turn- 



und Sportverein Bar-Kochba, 1924 - 

r?aenT^ ^f ^^^^^^^^t des langjäh- 

jin 1Q?«^'^'^^^^^ ^^^^^^ Lehrf?eund, 
Jan. 1938.- Zwangsverkauf der Sport- 
anlage, 1939. ^porx: 



PP-V 1160 



PP-V 1363 



Sportverein selbständiger Kaufleute 



1923-1924, 1939 



Enthält nur: Gründung und Statut.- Auf- 
lösung, 1924. 

Tennis-Club Leipzig "Rot-Weiß" e.V. 

Vr.^y.^1^ r.^ ^ 1925-1944, 1947-1949 

Enthalt u.a.: Statut, 1925.- Protokoll der 

Gründungsversammlung.- Namen der Vor- 
standsmitglieder.- Einsetzung eines Treu- 
händers, Juni 1939.- Auswanderung von 
Vorstandsmitgliedern . - Auf lösungsanord- 
nung, Sept. 1939.- Antrag auf Rücker- 
stattung des Klub-Eigentums mit Namen 
noch lebender Gründungsmitglieder, Apr. 
1947. 



PP-V 4534- 
4535 



Gestapostelle Leipzig 

Sportverein "Schild" Leipzig im Sport- 
bund des Reichsbundes jüdischer Front- 
soldaten e.V. 

. 4534 1934-1939 
4535 1935-1939 
Enthält u.a.: Richtlinien für den Sport- 
betrieb von Juden und sonstigen "Nicht- 
ariern", 1934.- Gründung.- Verbot der 
Benutzung des Sportplatzes Wundtstraße 
und Einlegung von Protest.- Pacht eines 
neuen Sportplatzes.- Diebstähle und Sach- 
beschädigung in der neuen Unterkunft durch 
HJ-Angehörige.- Unstimmigkeiten mit "Bar- 
Kochba", 1934-1935.- Mitgliederverzeichnis 
mit Berufsangaben und Ergänzungen, 1935- 
1937.- Altersmäßige Gliederung der Mit- 
glieder, 1936.- Verbot einer Veranstaltung 
zum zweijährigen Bestehen.- Versuchte 
Brandlegung und Einbruch im Sportheim im 
November pogrom, 1938.- Verhaftung des Vor- 
sitzenden und Verschleppung in ein KZ.- Be- 
schlagnahme von Gegenständen und Betäti- 
gungsverbot. 



2 - 9 . Frauenvf^T-oj ^p 



50 



Amtsgericht Leipzig 
CnR^^sy^""^ Israelitischer Frauenvere 



m 



(1860) 1875-1939 



""'Ser' 'e^S^T^ '^^ Vorstandsmi^t^uJ. '' 
^Z:" ^^^^^lie^erung in die Reichsvereini- 



PP-V 4559 
4560 



gung, Okt. 1939. 
Gestapostelle Leipzig 
Israelitischer Frauenverein e.V. 

4559 (1875-1930) 1935-1939 

4560 1935-1939 
.oi^ '^•^•- Ausschnitt aus der Satzung von 
1875.- Vorstandsänderungen, 1881-1930 - 
Satzung, 1920.- Mitgliederliste mit Be- 
ruf sangaben und Ergänzungen, 1935, 1939.- 
Verbot einer Generalversammlung, 1937.-' 
Erzwungenes Ausscheiden von Vorstands- 
mitgliedern mit "ausländischer" Staats- 
angehörigkeit, 1938.- Erzwungene Satzungs- 
änderung.- Eingliederung in die Reichsver- 
einigung, Okt. 1939. 

Polizeipräsidium Leipzig 



PP-V 4507 Frauengruppe Agudas-Jisroel -Leipzig 

Enthält nur: Hinweis auf Tätigkeit seit 
1931 im Zusammenhang mit einem Antrag 
auf Genehmigung einer Versammlung. 



1933 



PP-V 4622 
4623 



Gestapostelle Leipzig 

Verband jüdischer Frauen für Palästina- 
Arbeit (Wizo) 

4622 1938-1939 

4623 1938-1939 
Enthält u.a.: Mitgliederliste z.T. mit Be- 
ruf sangaben und Ergänzungslisten, 1937.- 

Liste der Vorstandsmitglieder, Febr. 
1938.- Erzwungener Wechsel des Vorstan- 
des, Apr. 1938.- Tätigkeitsbericht, Jan. 
1939. 



2.10. Akademic^nh^ Vereine 



51 



PP-V 4428 



PP-V 1531 



Polizeipräsidium Leipzig 

ueurschland, Ortsgruppe Leipzig 

^""^trll !?;j^;/^^f^"^enkünfte. 1926.- Vor- 
192? ^ An??^ Lessings in Leipzig, Apr. 
-Ly27.- Auflosung, März 1931. 

Amtsgericht Leipzig 

Alter-Herren-Verband Saxo-Bavaria 
Leipzig 

Enthält nur: Anmeldung, 1926.- Mitglieder- 
verzeichnis z.T. mit Beruf sangaben . - 
Satzung, 1926.- Vorstandswahlen, 
1926-1935. 



1926-1931 



1926-1940 



3. Register 7u 1-7 



52 



3 ■ 1 . Orqanisahi onen , A-.7 



Tttr'.t^.:Tl-^.^'^^'<^ ' F-uengrupp. 



Ahawas Thora e.V. 



Arbeitsgemeinschaft für den jüdischen Mittelstand 

BarlSSba' jS^^'^^ ^"""- ""^ Sportverein e.V. 
bar Kocnba, Judischer Sportverein 

Beth-Jehuda-Synagoge, Färberstraße 11 

verein "" ""' ^^^^^^itischer Krankenunterstützungs 

^^^^''J^f ^""^^^ Arbeitnehmer < jüdische Arbeits- 
geineinschaft> 

Künstler! ^^''''^" (Arbeitsgemeinschaft jüdischer 



PP-V 4507 
PP-V 830 
PP-V 4406 
PP-V 4407 
PP-V 1113 



PP-V 939 
PP-V 947 
PP-V 4402 
PP-V 4651 
PP-V 412 

PP-V 4873 

PP-V 4592 



Chebra Kadischa e.V. 

Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen 
Glaubens, Ortsgruppe Leipzig 



PP-V 641 
PP-V 4645 

PP-V 5007 



Deutsch-Jüdische Sanitätskolonne 



PP-V 4531 



Esra, Jüdische Vereinigung 

Esras Cholim, Israelitischer Verein für Krankenhilfe 
Evangelisch-lutherischer Zentralverein für Mission 
unter Israel, s. auch Verein der Freunde Israels 
Ez Chaim-Synagoge e.V. 



PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 



4366 
954 
725 
4618 
1484 
4458 
4459 



Felix Goldmann-Gedächtnisbund 



Franz Rosenzweig, Jüdischer Jugendbund 



PP-V 2099 

PP-V 4553 

PP-V 4554 

AG Leipzig 13 .443 

PP-V 4524 



Gemilath Chasodim, Wohltätigkeitsverein 
Gesellige Vereinigung jüdischer Berufstätiger 
Gesellschaft zur Förderung des jüdischen Siedlungs- 
werkes in der UdSSR (Geserd) , Ortsgruppe Leipzig 
Gesellschaft der Freunde zu Leipzig 



PP-V 3007 
PP-V 4518 
PP-V 4486 

PP-V 4513 



AG Leipzig, GnR 211 



AG Leipz 



Habonim noar Chaluzi <Brith Haboniin> 
Handelsbank Iwria E.G. m.b.H. 
Hechaluz, Jüdische Jugendvereinigung 

^?onl^?isrerfe;rirC4- '"^^""'""^ '^^ ''^^'^- 

hii^^H?^^"" israelitischer Gewerbetreibender (frü- 
her: Hilfsverem zur Unterstützung israelitischer 
Gewerbetreibender) =>iaexj.tiscner 

Üe^pzir^'"" ''^'' ^''''^" "'^ Deutschland, Ortsgruppe 
stelir''^'^'' '^^'' ^''^^'' ^"^ Deutschland, Beratungs- 



53 

PP-V 4532 
PP-V 4533 
PP-V 3492 

ig, GnR 319 
PP-V 4522 
PP-V 4523 
PP-V 4501 

•PP-V 4502 
PP-V 124 
PP-V 4435 
PP-V 4436 
PP-V 4448 

PP-V 4449 



Israelitische Religionsgemeinde 



PP-V 2265 

PP-V 4065 

PP-V 4437 

PP-V 4438 

BT/RdB Leipzig 20 . 664 

Stadt Markkleeberg 89 

Stadt Markkleeberg 869 

Stadt Markkleeberg 1518/1 

Stadt Markranstädt 471 

Stadt Markranstädt 472 

Stadt Mügeln 196 

Stadt Mutzschen 368 

Stadt Mutzschen 2487 

Stadt Regis-Breitingen 48 

Stadt Taucha 315 

Stadt Taucha 317 

Stadt Taucha 1940 

Stadt Zwenkau 161 

Stadt Zwenkau 161/1 

Israelitische Religionsgemeinde, Jüdisches Lehrhaus PP-V 4439 



Israelitischer Frauenverein 



Israelitischer Kindergarten, Tagesheim e.V. 



Israelitischer Schulverein 

Israelitischer Spar- und Versicherungsverein für 

schulentlassene Mädchen 

Israelitischer Wohltätigkeitsverein e.V. 



PP-V 4559 
PP-V 4560 
AG Leipzig, GnR 87 
PP-V 1804 
PP-V 4471 
PP-V 4472 
PP-V 644 
PP-V 312 



PP-V 
PP-V 
PP-V 



41 
4442 
4443 



Jüdische Jugendverbände, Ortsausschuß Leipzig und Lan- 
desausschuß Sachsen 
Jüdische Jugendverbände, Landesausschaß Sachsen und 

Reichsausschuß Berlin 
Jüdische Kunstgemeinde 



PP-V 4541 

PP-V 4627 
PP-V 4628 
PP-V 4505 



Judischer Arbeiter-Turn- und Sportverein 

Judischer Gesetzestreuer Verband IX 

Judischer Kulturbund in Deutschland e V 

Judischer Kulturbund Leipzig e.V. 



54 

PP-V 4426 
PP-V 743 
PP-V 4569 
PP-V 2177 
PP-V 4506 



Keren-Hajischuw, Jüdischer Fonds 
Keren-Hatorah, Jüdischer Fonds 
Keren-Tora-Waawodah, Jüdischer Fonds 
Krakauer Betstube 



PP-V 4621 
PP-V 4620 
PP-V 3813 
PP-V 4655 



Leipzig-Loge 

Lesehalle für jüdische Arbeiter 

Linas Hazedek, Jüdischer Krankenunterstützungsverein 



PP-V 988 
PP-V 3933 
PP-V 4231 
PP-V 1020 



Makkabi-Hazair, Jüdischer Pfadfinder-Bund 

Mendelssohn-Stiftung 
Mischna jis, Verein 
Mischna Jos , Bethaus 
Misrachi, Ortsgruppe Leipzig 

Mitteldeutscher Rabbinerverband 



PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 



4548 
4549 
495 
3070 
4653 
4546 
4547 
4617 



Ohel Jacob, Verein 
Ort-Gesellschaft 



PP-V 781 
PP-V 4608 



Palästina-Amt Berlin, Zweigstelle Leipzig 
Paulus-Bund. Vereinigung nichtarischer Christen 

Poale Zion, Jüdische sozialdemokratische Arbeiter 
Organisation Deutschland, Ortsgruppe Leipzig 
Pro Palästina-Komitee 



PP-V 3663 
PP-V 4537 
PP-V 4538 
PP-V 4424 

PP-V 4338 



Rasche Hilfe, Israelitischer Wohltätigkeitsverein PP-V 974 

e.V. PP-V 4414 

Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Leipzig PP-V 4508 

PP-V 4509 
Rumänische Kolonie zu Leipzig e.V. (Colonia Romana PP-V 2178 

Din Leipzig) 

Russische Tolstoi-Lesehalle in Mannheim und Jüdi- PP-V 4295 

scher Arbeiter- und Kulturverein 



Sächsische Israelitische Lehrervereinigung 
Saxo-Bavaria, Alter-Herren-Verband 

Schild, Sportverein des Reichsbundes jüdischer Front- 
soldaten e.V. 
Sportverein selbständiger Kaufleute e.V. 



PP-V 4597 
PP-V 1531 
PP-V 4534 
PP-V 4535 
PP-V 1160 



staatszionistische Organisati 



on, Ortsgruppe Leipzig 



55 

PP-V 4498 
PP-V 4499 
PP-V 4500 



Talmud Thora e.V. 



Tennis-Club Leipzig »»Rot Weiß»» e V 
Ti f ereth- Jehuda-Synagoge 
Tiktiner Synagoge 



PP-V 153 
PP-V 4444 
PP-V 4445 
AG Leipzig 15210 
PP-V 1363 
PP-V 4652 
PP-V 4654 



Verband jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit 
(Wizo) 

Itl^t^^ Jüdischer Studentenvereine in Deutschland 
Verband ostjudischer Organisationen in Deutschland 
Verband polnischer Staatsbürger 

Verein zur Abwehr des Antisemitismus e.V., Ortsgruppe 
Leipzig ^ ^^ 

Verein Elite e.V. 
Verein der Freunde Israels 

Verein israelitischer Gewerbetreibender, s. Hilfsver- 
ein israelitischer Gewerbetreibender 
Verein jüdischer Händler und Reisender (später: 
Verein polnischer Händler und Reisender) 
Verein Jüdisches Jugendhaus Leipzig 
Verein polnischer Kaufleute und Gewerbetreibender 
zu Leipzig e.V. 
Verein selbständiger jüdischer Handwerker 



PP-V 4622 
PP-V 4623 
PP-V 4428 
PP-V 4381 
PP-V 4488 
PP-V 3470 

PP-V 1040 
PP-V 4618 



PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 



4455 
4456 
4481 
2070 
4516 
4539 
4540 



Zeire-Misrachi . Brith-Chaluzim-Datiim 
Zionistische Vereinigung 



PP-V 4529 
PP-V 4530 
PP-V 1339 
PP-V 

3937/9 
PP-V 4441 



3.2.VorstandRmitql iVrioT-^ j^n; 

Abelsohn, Hans 

Abusch, Issi (Isaak) 

Ackner, Markus 

Ader , Jakob 

Adler, Leo 

Adler, Siegmund 

Adler, Wilhelm 

Aisenstadt, J. 

Alexander, Edgar 

Alexander, Edith (verh. Eisenberg) 

Alexander, Herbert 
Alterthum, Martin 

Alterthum, Toni 
Ariowitsch , Louise 
Ariowitsch, Max 
Aron 

Aronstein , Dagobert 
Außenberg, Meyer 



56 



PP-V 2177, 
PP-V 4426 
PP-V 4455, 
PP-V 2070, 
PP-V 2070 
PP-V 4508 
PP-V 4508 
AG Leipzig, 



4506, 4513 



4456 
4486. 



4488, 4516 



GnR 211 



PP-V 5007 

PP-V 4559, AG Leipzig 

GnR 87 
PP-V 495, 988, 4513 
PP-V 3937/9, 4437, 4438, 

4441 
PP-V 4622, 4623 
PP-V 4435, 4651 
PP-V 4435, 4448 
PP-V 4534 
PP-V 988 
PP-V 830, 4406 



Bachenheimer , Julius 
Badt , Jacob 

Bär 

Bamberger, Gustav 

Barr, Josef 

Barschack, Adolf (Alfred) 

Bartfeld, J. 

Bartfeld, Moritz 

Bau, Adolf 

Baum, Hans 

Beck, Regina 

Beer, Ernst 

Beer, Samuel 

Belmonte 

Berger, Jean (Jonas) 

Bergmann, Albert 

Bergmann , Bernhard 

Bergmann , David 

Bernstein, Leib Berl 

Bickart, Ludwig 

Biesenthal , Moritz 

Bindefeld, M. 

Blümlein, Carl 

Blümlein, Oskar 

Blum, Hugo 

Blum, Robert Jacob 

Blumenfeld, Curt 

Blumenfeld, Erich Walter 

Blumenfeld, Jakob 

Blumenthal, Clara (geb. Löwenheim) 

Blumenthal, Julie (geb. Scheidung) 



4459 



4540 

4435 
4435 
4435 

4623 



4436 

211 

4436 



PP-V 4508 
PP-V 153, 743, 1484, 4435, 

4458, 
PP-V 153 
PP-V 4435 
PP-V 4539, 
PP-V 5007 
PP-V 124, 
PP-V 124, 
PP-V 124, 
PP-V 3492 
PP-V 4622 
PP-V 641 
PP-V 124, 4435, 
AG Leipzig, GnR 
PP-V 124, 4435, 
PP-V 988 
PP-V 4522, 4523 
PP-V 5007 
PP-V 153, 
PP-V 4535 
PP-V 124, 
PP-V 743, 
PP-V 641, 
PP-V 153, 
PP-V 988 
PP-V 443 5 
P?-V 988, 
PP-V 4437 
PP-V 153 
PP-V 312 
PP-V 312 



4437, 4444, 4652 

4435 
830 
4645 
988 



4444, 4445 



Bollak, Gustav 
Borchardt, Hans 
Boritzer, Isaak 
Bornstein, Carl 

Bornstein (Bernstein), Fritz 
Braude, Jacob 

Braude, Meyer Leiba 
Brecher, Henryk 
Breit, Max Magnus 

Brenner, Bettina (geb. Pfeffer) 
Breslauer, Bella (geb. Weissmann) 

Breslauer , Bernhard 
Breslauer, Wilhelm 
Bromberg, E. Hermann 
Buchsbaum, Chiel gen. Hugo 
Bucki, Heinrich 
Burg, Josef 
Burgheim, Hedwig 
Burry 



57 

PP-V 4435 
PP-V 4532, 4533 
PP-V 4437 

AG Leipzig, GnR 211 
PP-V 4502 
PP-V 4437, 4438, 4439, 

4443, 4458, 4459, 4481 
PP-V 641, 4437, 4645 
PP-V 2070, 4486, 4516 
PP-V 4513, AG Leipzig 

GnR 211 
PP-V 1113 
PP-V 4560, AG Leipzig 

GnR 87 
PP-V 495 
PP-V 4437, 4438 
PP-V 644, 3492 
PP-V 4541, 4548, 4549 
PP-V 4508 
PP-V 4529, 4530 
PP-V 1804, 4471 
PP-V 4534 



Cahn, Flora (geb. Michael) 

Carlebach , Ephraim 

Carow, Walter Kurt 

Cerf, Arthur 

Chamizer, Ella 

Chirjner, Ruvin 

Cohn, Bruno 

Cohn, Esther Elsbeth (Else) 

(geb. Wittkower) 
Cohn, Ernst 
Cohn, Gustav 



Cohn, Hilde 
Cohn , Hugo 
Cohn , James 
Cohn, Max 
Cohn, Richard 
Cohn-Saxl, Bruno 



PP-V 1113, 4559, AG Leipzig 
GnR 87 

PP-V 4435, 4437, 5007 

PP-V 2177, 4569 

PP-V 124, 4435, 4436 

PP-V 2177, 4622, 4623 

PP-V 781 

PP-V 4508 

PP-V 4553, 4559, 4560, 
AG Leipzig, GnR 87 

PP-V 1531 

495, 974, 988, 
4436, 4437, 4439, 
4448, 4506, 4518, 
4554, 4617, 5007 



PP-V 124, 
4435, 
4441, 
4553, 



AG Leipzig 13.443 

PP-V 4532, 4533 

PP-V 3470 

PP-V 988 

PP-V 4435 

PP-V 4508, 4509 

PP-V 988 



Davidsohn, Asael 
Dienstag, Leo 
Dormann , S . 
Dressler, Leon 

Dubiner, Ludwig 
Dubiner, Wilhelm 



PP-V 4441 
PP-V 124 
PP-V 830 
PP-V 124, 
4554 
PP-V 2070 
PP-V 124, 



4435, 4436, 4553, 



412, 947, 1339, 



3937/9, 4435, 4441 



Frank, Karl 

Frank, Richard ^^-^ 124, 1363, 

Frankenthal (-stein) JospnhrT„T ^ PP-V 495, 644, 

Freudenthal '' "^^^^P^C Julius) pp-v 4537 

Freudenthal, Joseph ^^"'^ ^°°^ 

Friedmann ^ ^^-^ 4524 

Friedmann, Simche ll'l "^^28 

Frydwald, Isaak l^~^ "^^29, 4530 

Fuchs, Johannes ^-^ ^^^^ 



59 

4435, 4436 
1363, 3470 



Gelberg, Paul (Peisach) 

Gelles, Hirsch 
Gerber, Fritz 

Gerst, Bruno 
Gildingorin, Avigdor 
Gildingorin, Wigdor 
Gold, Fanny 

Goldberg, Siegmund Moritz 
Goldhammer , Jul ius 
Goldmann, Felix 

Goldmann, Fritz Salomon Scholaum 
Goldmann, Hans 

Goldmann, Kurt 
Goldrei , Beinom 
Goldschmidt , ( Frau ) 
Goldschmidt, Adolf 
Goldschmidt, Carl Cerf 



Goldschmidt , Conrad 

Goldschmidt , Julius 
Goldschmidt , Louis 
Goldschmidt, Mathilde (geb. Bon) 

Goldstaub, Semi 
Goldstein, Albert 
Goldwasser, Abraham (Adolf) 

Goldwasser, Ludwig Eleazar 



Gompertz, Erna 
Gottlieb, Moses 
Gottlieb, Siegmund 
Gottstein, Otto 
Graf, Hugo 
Groß, Richard 
Grübel , Fritz 



PP-V 153, 641, 1484, 4435, 

4437, 4458, 4459, 4645 
PP-V 4407, 4437, 4653 

PP-V 3492, AG Leipzig 

GnR 319 
PP-V 641 
PP-V 830 
PP-V 954 
PP-V 4622, 4623 
PP-V 2070, 4455, 4456, 4488 
PP-V 4435 

PP-V 124, 988, 1531, 4437, 

4518, 5007 
PP-V 153, 641, 4645 
PP-V 1531 
AG Leipzig 13.443 
PP-V 4437, 4441, 4522, 4523 
PP-V 153, 743, 830 
PP-V 1113 
PP-V 5007 

PP-V 2265, 3937/9, 4437, 

4438, 4439, 4441, 4513, 
4553, AG Leipzig 

GnR 211 
PP-V 644, 988, 1804, 4437, 

4438, 4448, 4506, 4513 
AG Leipzig, GnR 211 
AG Leipzig, GnR 21.1 
PP-V 4559, AG Leipzig 

GnR 87 
PP-V 124, 4435 
PP-V 988 
PP-V 124, 153, 



4435, 4437 



641, 743, 
r 4444, 4445 
PP-V 939, 1339, 4435, 4444, 

4498, 4499, 4500, 4501, 

4502 
PP-V 4560 
PP-V 153 
PP-V 1113, 3470 
PP-V 1363 
PP-V 3470 
PP-V 988 
PP-V 644, 4437, 4438, 4481, 

4541 



Grünblatt, M. 
Grunsfeld, Fritz 
Guttmann , Theodor 



Haas, Alice 
Haas, Benno 

Halberstam, Jacob Hermann 
Haller, Wilhelm 
Halm, Jacob 

£usi2^^.°S?/"" ^^-^"=^ von 
Hekscher, Siegfried 
Held, Albert 

Jein;/^?^!?^ ^^^^''^^ (geb.Jakobi) 
Hepner, El friede (geb. Lange) 

Hepner, Isaak 
Hermann 

Herzberg, Fritz 
Herzberg, Karl 
Heymann, Ernst 
Hirsch, Hans 
Hirsch, Harry 
Hirschhorn, Israel Hirsch 
Hodes, Samuel 



60 



Hönigsberg, Isak (Isidor) 
Hoff mann, Adolf 
Hoff mann, Michael 
Hofstein, Willy (Wilhelm) 
Holzer, Adolf 
Hurwitz, Adolf 
Hutterer, Aron 



4553, 4554 
4560, AG Leipzig 



PP-V 4653 

PP-V 644, 830, 2265 

PP-V 4407 



PP-V 4559 
PP-V 988 
PP-V 124, 4435 
PP-V 988 
PP-V 641 
PP-V 4618 
PP-V 2070 
PP-V 153 
PP-V 4513, 
PP-V 1804 
PP-V 4559, 

GnR 87 
PP-V 124, 830 
PP-V 4534 
PP-V 124, 
PP-V 4513 
PP-V 4448 
PP-V 2177 
PP-V 4508 
PP-V 4455, 4456 
PP-V 124, 153, 
988, 1484, 
4437, 4438, 
4459, 4513, 
PP-V 412, 2178 
PP-V 641 
PP-V 4539, 4540 
PP-V 1363, 2177, 
PP-V 124, 4435, 
PP-V 4426 
PP-V 4437 



4435, 4436 



641, 644, 
2265, 4435, 
4448, 4458, 
4645 



3492, 4506 
4436 



Israel, David 



PP-V 4455, 4456 



Jackson, David 

Jacob, Siegfried 
Jacobsohn , Alphons 
Jacobson , Max 
Jacoby, Alfred 
Jacoby , Hans 
Jäckel , Siegmund 
Jaffe, Max 
Jakoby , Kurt 
Jankel , Ferdinand 
Jankelowitz , Berhard 
Jedlitzki, Faybus 
Joske, Heinz 
Joske , Max 



PP-V 124, 4435, 4436, 

4554 
PP-V 3492 

AG Leipzig, GnR 211 
PP-7 4508 



4553 



PP-V 


4441, 4506, 


PP-V 


4508, 4534, 


PP-\7 


4539, 4540 


PP-v^ 


4597 


PP-V 


3492 


PP-V 


124 


PP-V 


4522, 4523 


PP-V 


974, 4414 


PP-V 


988 


PP-V 


988 



4534, 5007 
5007 



Josseisohn, Seimann 



PP-V 1040 



61 



Kaiser, Paul 
Kaiser, Siegmund 
Kajet, Wolf 
Kallmann, Martha 
Kanarek, Hirsch 
Kanner, Sally 
Kareski , Georg 
Kassner, Josef 

Katzenstein , Gustav 



Katzmann, David 
Kaufmann, Erich 
Kaufmann , Hugo 



Kaufmann, Trudi 
Kaufmann, Walter 
Kaufmann, Willy 
Kaydan , Mendel-Jankel 
Kestenbaum, Elias 
Kirschberg, A. 
Klausner, Moses 
Klein, J. 

Königshof er , Jonas 
Kohn, Alice 
Kohn, Jakob 
Kohn, Siegmund 
Kost, Karl Heinrich 
Krause, Julius 
Kreiter, Abraham 
Kroch, Hans 
Kroch, Samuel 
Krohn, David 
Kugler, Josef Leib 
Kummer 
Kummer, A. 
Kummer, Chaim 
Kuritzkes, David 



3470, 4553, 
AG Leipzig 



AG Leipzig, GnR 211 

PP-V 1363 

PP-V 4435 

PP-V 4559, 4560 

PP-V 830, 4406, 4407 

PP-V 1040 

PP-V 3492 

PP-V 124, 4435, 4436 

PP-V 124, 153, 641, 644, 

2265, 4435, 4444, 4445, 
4448, 4471, 4645, 5007 

PP-V 4534 

PP-V 3492 

PP-V 1113, 
4554, 
GnR 211 

PP-V 1113 

PP-V 1363 

PP-V 1113 

PP-V 4428 

PP-V 830, 

PP-V 4435 

PP-V 4486 

PP-V 3007 

PP-V 4441 

PP-V 4507 

PP-V 3070 

PP-V 124 

PP-V 947, 

PP-V 4553 

PP-V 4592 

PP-V 644, 

PP-V 153, 

PP-V 4455, 

PP-V 4437 

PP-V 4653 

PP-V 2070 

pp-V 4437, 

PP-V 644, 3937/9, 
4438 



3070 



4402 
5007 

4435, 

4444 
4456 



4448 



4655 



4437 



Lampel , Samuel 
Landau, Alexander 

Lehmann, Wilhelm 
Lehrfreund, Lotte 
Lehrfreund , Ludwig 



PP-V 124, 4435 
PP-V 153, 644, 4444, 4498, 

4499, 4500, 4501, 4541 
PP-V 1160 
PP-V 4622, 
PP-V 644, 

3492, 

4437, 

4534, 



4623 
939, 947, 2177, 

3937/9, 4402, 
4438, 4441, 4506, 

4554 



Lehrfreund , Sigmund 



PP-V 939, 947, 4402 



Lehrfreund, Sophie 
Leiser, Heinz 
Leschziner, Werner 
Levi, Adolf 

Levy, Hertha (geb. Berlin) 

Levy, Berthold 

Levy, Charlotte 

Levy , Max 

Lewek, Ernst Friedrich 
Lewin 

Lewinsohn, Conrad 
Licht, Barnet 
Lichtenstein, Max 
Lieberg, Werner 

Lif fmann , Siegmund 
Lifschitz, Leo 
Lindemann, Herbert 
Lippmann, Walter 
Lipschütz, Ury 
Littauer, Rosa 

Littmann 

Loebenstein, Naphtalin Friedrich 
Loeser, Alfred 
Loew, Erich Leopold 
Löwenheim, Hans 

Löwenstein , Berthold 
Löwenthal, Martin 
Löwi , Jenny 
Loinger, Chaim 
Lorch, Fritz 
Luft, Fritz Paul 
Lustig, Helene 



Magath, Aron 
Magnus, Henriette 

Maliniak, Hermann 

Mandelbaum, Leib 

Mandelbaum, Leo 

Margulies, Simon 

Margulis, Leo 

Mariam, Rudolf 

Markendorf, Georg 

Markendorf, Simon 

Mathias, Hedwig (geb. Spiegel) 

Mathias, Levi 

Matlin, Max 

Meier, Isaak 

Menasche, Ch. 

Merkin, Hirsch 

Merkin, Leib 

Metzner, Walter 



62 



PP-V 4622, 4623 

PP-V 5007 

PP-V 4548, 4549 

PP-V 124 

PP-V 312, 4559 

PP-V 3492 

PP-V 4560 

AG Leipzig, GnR 211 

PP-V 4618 

PP-V 988 

PP-V 1160 

PP-V 4435, 5007 

PP-V 124, 4435 

PP-V 3492, AG Leipzig 

GnR 319 
PP-V 124, 4435, 4436 



PP-V 153, 781, 


4444 


PP-V 4518 




PP-V 988 




PP-V 153, 4444, 


4445 


PP-V 4559, AG Leipzig 


GnR 87 




PP-V 5007 




PP-V 644, 1339, 


4441 


PP-V 4535 




PP-V 4524 




PP-V 988, 4437, 


4524, 4553 


4554 




PP-V 3470 




PP-V 4535 




PP-V 4559 




PP-V 153, 4444, 


4445 


PP-V 1040 




PP-V 1531, 4553 


, 5007 


PP-V 4560 




PP-V 3492 




PP-V 4559, AG Leipzig 


GnR 87 




PP-V 4455, 4456 




PP-V 4407 




PP-V 743, 830 




PP-V 3492 




PP-V 4501, 4502 




PP-V 1531 




PP-V 641 




PP-V 641 




PP-V 4559, 4560 




PP-V 988 




PP-V 1040 




PP-V 4653 




PP-V 153 




PP-V 830, 4406, 


4407, 4437 


PP-V 153, 1484 




PP-V 988 





(^ 



Meyer, Adolf 
Meyer, Josef 

Meyer, Wilhelm Viktor Clemens 
Meyerstem, Fritz 
Michael, Paul 
Michaelis, Willy 
Mittelmann, Abraham 
Mittelmann, Abraham 
Mnuchin, Norbert 

Morks, Samuel 
Moser, Georg 
Multer, Eljukin 
Muscatblatt, Alfred 
Muscatblatt, H.P. 



Nadel, Samuel 
Nadel, W. 
Nathansen , Gabriel 

Nathansen, Moses 

Nebenzahl 

Nemann , Hanna 

Nemann, Wilhelm (Willi) 

Neugass, Lucy (geb.Bensheimer) 

Neugass, Rudolf 

Neuhaus, Leopold 

Neumann, Frieda 

Neumann , Jacob 

Neumann, Rudolf Albert 

Nobel, G. 

Nothmann , Mar t i n 

Nussbaum , Bernhard 



Ochs, David 
Ochs , Gerda 
Oesterreicher , Hans 
Oistrach, Asriel 
Oko, Israel 
Oppe, Armin 
Oppenheimer , Bertha 

Oppenheimer , Fanny 

Oppenheimer , Ferdinand 
Ostrower, Pinkus David (gen.Pinkus 
Schwarz) 

Pelz, Richard 

Persner, Anna (geb. Perlmann) 

Pester, Ignatz 
Petzold, Margot 
Pfefferblüth, M. 



63 



PP-V 


988 




PP-V 


4597 




PP-V 


312 




PP-V 


4508 




PP-V 


830, 2265 




PP-V 


1363, 4534 




PP-V 


4448 




PP-V 


781 




PP-V 


4437, 4541 


, 4548, 




4549, 4627 


, 4628 


PP-V 


124 




PP-V 


4513 




PP-V 


153, 4444, 


4445 


PP-V 


644, 4539, 


4540 


PP-V 


124 




PP-V 


153, 4444 




PP-V 


4435 




PP-V 


153, 743, 
4407 


830, 4406, 


PP-V 


830 




PP-V 


2070 




PP-V 


4622, 4623 




PP-V 


644, 2265, 
3937/9 


3663, 


PP-V 


312, 1113 




PP-V 


1363 




PP-V 


988 




PP-V 


4622, 4623 




PP-V 


153, 4444 




PP-V 


2265, 5007 




PP-V 


743 




PP-V 


4439, 4441, 


4506 


PP-V 


4508 




PP-V 


4435, 4437, 


4439, 445 


PP-V 


4529, 4530 




PP-V 


4481, 4541 




PP-V 


4455, 4456 




PP-V 


4522, 4523 





PP-V 641, 4645 

PP-V 4559, AG Leipzig 

GnR 87 
PP-V 4559, AG Leipzig 

GnR 87 
PP-V 4441, 4546, 4547 
PP-V 641 



PP-V 4498, 
PP-V 1113 
PP-V 4455, 
PP-V 4498, 
PP-V 412 



4499, 4500 

4456 

4499, 4500 



Pick, Emil 
Pickholz, Moses 
Pietrkowsky, Arthur 
Pincus, Adolf 

Platzky, Hedwig (geb. Hirsch) 
Plaut, Emil 
Porges, Nathan 
Porges , Rosa 
Prinz, Moritz Isaak 
Pudor, Richard 



64 



AG Leipzig, GnR 211 

PP-V 743 

PP-V 781 

PP-V 124 

PP-V 312 

PP-V 5007 

PP-V 495, 5007 

PP-V 4559 

PP-V 743 

PP-V 3470 



Rabinowitz, Bernhard 
Rabinowitz, Rubin 
Rabinowitz, Sally 
Rabinowitz, Samson 
Reichwald, J. 
Reisapfel, Etel 

Reisapfel, Leopold (Leo Leibusch) 

Reiss, Hermann 

Riess, Leo 

Riess, S, 

Riess, Walter 

Ritter, Moritz 

Rose, Abraham 

Rosenbaum, E. 

Rosenberg, Berik 

Rosenblüth, Seelig 

Rosenfelder, Max 

Rosenthal, Fanny 

Rosenthal, Heinrich 

Rosenzweig, Fritz 

Rosner, Jonas 

Rothgiesser , Benno 

Rothgiesser, Max 

Rotter, Adolf 



PP-V 153 

PP-V 124, 4435 

PP-V 4435, 4439 

PP-V 153, 4444 

PP-V 124 

PP-V 4559 

PP-V 124, 4435 

PP-V 1160 

PP-V 988 

PP-V 974 

PP-V 1363 

PP-V 988 

PP-V 4444, 4445 

PP-V 8 30 

PP-V 4455, 4456 

PP-V 1040 

PP-V 644, 1113 

PP-V 4559, 4560 

PP-V 3470 

PP-V 1040 

PP-V 153, 974 

PP-V 641 

PP-V 641 

PP-V 124 



Sabatzky, Herta (geb. Neumann) 
Sabatzky, Kurt 



Sachs, Joseph Benjamin 

Sachs , Leo 

Sachsmann , Bernhard 

Sachsmann, Moses 

Safran, Cäcilie (geb. Lehr freund) 

Salm, Franziska 
Salomon, Esra 
Salpeter, Arnold 
Samkowy 
Samostz, Rosa 
Samson, Josef 
Samuel , Walter 



641, 743, 830, 
4546, 4547 



PP-V 5007 

PP-V 124, 4435, 4439, 4441, 
4508, 4509, 4539, 4553, 
5007 
PP-V 153, 
4406, 
PP-V 4534, 4535 
PP-V 124 
PP-V 124 

PP-V 3937/9, 4441, 4622, 
4623 

4560 

4486, 

4533 



PP-V 1113, 
PP-V 2070, 
PP-V 4532, 
PP-V 412 
PP-V 312 
PP-V 4455, 
PP-V 1339 



4488, 4516 



4456 



Schächter, Nathan 
Scharf stein, Meschulin 
Schauber, Marie Bertha 

Scheiner, Isaak 
Schenker, Uscher Chaim 
Scherbel, Hans 
Schick, Rudolf 
Schiff, Rudolf Ludwig Karl 
Schimmel, Benjamin 
Schischa, Moritz 
Schlanger, Leib 
Schmeidel, R. 
Schönbach, S.H. 
Schuldenfrei, Hermann 
Schuldenfrei, Jakob 
Schulsinger 
Schumer , Aron 

Schussheim, Sigmund (Siegfried) 

Schwadron, Jakob David 

Schwarzmann , Isaak 

Schwersenz, Heinz 

Seckbach, Kurt 

Seemann, Willi Wolf gang 

Seidler, Leo 

Selinger, Elias 

Selinger, Hirsch 

Siegel, Therese 

Sigall, Elie 

Sigall, Elsa (geb. Lehrfreund) 

Sigall, Rudolf 

Silberberg, Wolf 

Silberkweit 

Silberlust, Arnold 

Silbermann, Benno 

Silbermann, H. 

Silbermann, Isak 

Silberstrom, S. 

Simche, Emil 

Singer, Hans 

Singer, Max 

Skutsch, Felix Otto 

Soloweetschik, Kolja Jeremias 

Sonnenschein, Joseph 

Sperling, Chaim 

Spielmann , Jacques 

Spitz, Hermann 

Sprung, Moses 

Stein, Abraham 

Stein, Adalbert 

Stein, Israel 

Steinhardt, Karl 

Steinmarder , David 

Stern, Benno 



65 



PP-V 641, 743 

PP-V 830 

PP-V 4559, AG Leipzig 

GnR 87 
PP-V 2070 
PP-V 4437 
PP-V 1531 
PP-V 1113 
PP-V 4537, 4538 
PP-V 743, 830, 4406, 4407 
PP-V 124 
PP-V 830, 4406 
PP-V 4539, 4540 
PP-V 4435 
PP-V 4455, 4456 
PP-V 4455, 4456 
PP-V 2070 
PP-V 153, 743, 830, 4437, 

4444, 4445 
PP-V 124, 4435, 4436, 4553 
PP-V 3007 
PP-V 830, 4406 
PP-V 4532, 4533 
PP-V 1363 

PP-V 124, 4435, 4553, 4554 
PP-V 4455, 4456 
PP-V 4424 
PP-V 4654 
PP-V 1804, 4471 
PP-V 124 

PP-V 4441, 4622, 4623 
PP-V 4539, 4540 
PP-V 781 
PP-V 2070 
PP-V 4498, 4499, 4500, 

4501, 4502 
PP-V 4455, 4456 
PP-V 153 
PP-V 4539, 4540 
PP-V 830 
PP-V 830 
PP-V 4441 
PP-V 4539, 4540 
PP-V 4537, 4538 
PP-V 4435 
PP-V 781 

PP-V 830, 4406, 4407, 4437 
PP-V 988 
PP-V 988 

PP-V 2070, 4444, 4445 
PP-V 830 
PP-V 4508, 5007 
PP-V 743, 830 
PP-V 4435 

PP-V 124, 4407, 4435, 4437 
PP-V 1040 



66 



Stern, Feiwel 
Stern, Willi 
Sternheim, J. 
Sternheim, Josef 
Strauß, Adolf 
Strauss, Leopold 
Strauss, Meier 
Swarsensky, Helmut 



PP-V 974, 4414 

PP-V 2177 

PP-V 153, 2070 

PP-V 1020 

PP-V 641, 743, 4645 

PP-V 988 

PP-V 153 

PP-V 4445 



Tänzer, Elkan 

Tager, Meier 

Tamarkin, Max (Momscha) 

Tschopik, Ludwig 

Tschopik, Max 

Tschopik, Rosa (geb.Kazin) 

Tumpowsk i , Ado 1 f 

Tumpowsky, Louis Kolef 



PP-V 781, 
PP-V 153, 
PP-V 124, 
PP-V 412 
PP-V 124 
PP-V 312 
PP-V 124, 
PP-V 153, 



2070, 
4444, 
4435 



412 
1339, 



4437 
4445 



4444 



Unger , Leo 

Ury, Moritz 

Ury, Tanja (geb.Zunser) 

Ury, Walter 



PP-V 124, 781 

PP-V 988, 1113, 4435, 5007 
PP-V 2177, 4506 
PP-V 4435, 4441, 4448, 
4513, 4554 



Virsubski , Gerson 
Vogel , Sigmund 



PP-V 4437 
PP-V 4508 



Wachtel, Alfred (Alex Siegfried) 

Wachtel, Berthold 

Wachtel, Julius 

Wagenheimer 

Walltuch, Abraham 

Wanderer, Josef 

Wangenheim, Alice 

Wasserstrom, Julius 

Weigler, Adolf 

Weikersheimer , Siegfried 

Weinberger, Ch. 

Weinmann, Albert 

Weinrauch, Meier 

Weinwurzel, Josef 

Weiser, Max Samuel 

Weiss, Moses 

Weissmann , Bernhard 

Werczberger , Isidor 

Westheim, Anna 

Westreich 

Wischnowitzer, Wilhelm 

Witkowski , Georg 
Wittner, Hermann 



PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 
PP-V 

PP-V 
PP-V 



4437 

5007 

495 

4534 

4437 

153, 

4442 

4435 

830, 

644, 

830 

988 

124, 

1040 

4548 

4455 

2265 

4529 

4560 

2070 

4498 

4501 

4537 

5007 



4449 



641, 4444, 4445 



4406, 4435 
4441 



4435, 4436 

4549 
4456 
4442 
4530 



, 4499, 4500, 
, 4502 
. 5007 



Wohrizek, Emil 

Wolf, Josef 
Wolf, Rudolf 
Wolff, Berthold 
Woskin, Moses 
Wulf söhn, A. 



Zander, Amalie Ernestine 

Zander, Heinrich 
Zander, Paul 



Zeidler, Georg 
Zeidler, Max 
Zeitlin, Hans 
Zellner, Wilhelm 
Zernik, Feodor 
Zimetbaum 
Zimmer, Chaim 
Zollmann, David 
Zollmann, Moritz David 
Zollmann, Rudolf Salomon 



67 



PP-V 988, 5007, 
GnR 211 
PP-V 743, 830 
PP-V 4455, 4456 
PP-V 4435 
PP-V 4402, 4439 
PP-V 412 



AG Leipzig 



PP-V 4559, AG Leipzig 
GnR 87 

AG Leipzig, GnR 211 

PP-V 988, 1363, 3492, 4437, 
4438, 4481, 4553, 
AG Leipzig, GnR 319 

PP-V 4508 

PP-V 124 

PP-V 4513 

PP-V 124, 

PP-V 4509, 

PP-V 2070 

PP-V 4445 

PP-V 4539, 

PP-V 4426 

PP-V 4426 



4435 
4553 



4540 



4. Antisemit:i.cir>V|^ Verpi 



68 



ne 



PP-V 4405, 
4853 



PP-V 749 



PP-V 4854 



PP-V 4246 



Polizeipräsidium Leipzig 

Deutsche Erneuerungsgemeinde , sitz Leipzig 

4405 1919-1929 

19^9^ M^.'i^f h'^ Ausweisung der Ost Juden) 
zah?;o^?i^ ^f^^'^'^^^^^^^^i^-- Verbreitung 
?u^ "P?^^^ antisemitischer Flugblätter ^ 
(u a."Fur Freiheit und Gleichheit", "Was ist 
Judenhetze", "Karl Marx und die Judenfrage" 
"August Bebel und die Judenfrage", "Die ' 
Knechte des Welt Judentums", "Die Erfüllung 
der Zionistischen Protokolle", "Die Weisen 
von Zion"), 1919-1924.- Ablehnung der Be- 
schlagnahme des antisemitischen Flugblattes 

10000 Mark Belohnung" durch das Amtsgericht 
Leipzig, 1923. ^ 

Amtsgericht Leipzig 

Deutsche Vereinigung für Wahrheit, Volksauf - 
Klärung und Volksgesundung in Leipzig 

1919-1939 
Enthält u.a.: Gründung, 1919.- Satzung (keine 
Aufnahme von Juden, Philosemiten, Mischlin- 
gen und Angehörigen aus Mischehen; antise- 
mitische Propaganda; Orientierung an Theodor 
Fritsch' Buch "Der falsche Gott - Beweisma- 
terial gegen Jahwe"). 

Polizeiamt Leipzig 

Deutsche Vereinigung für Wahrheit, Volksauf - 
klärung und Volksgesundung in Leipzig 

1919-1939 
Enthält u.a.: Antisemitische Flugblätter 

"Verstaatlichung und Vergewaltigung aller 
deutschen Frauen und Mädchen" sowie 
"Deutschlands Verbände in der Hand von 
Deutschfeinden, Schwindlern und Betrügern?", 
O.D.- Einstellung des gerichtlichen Verfah- 
rens wegen Gefährdung des öffentlichen Frie- 
dens durch antisemitische Propaganda gegen 
die Vereinigung und die Verlegerin Emma 
Behr vor dem Landgericht Leipzig, 1920. 

Reichsbund zur Vorbereitung eines verfassungs- 
mäßigen Volksentscheides über die Lösung der 
Judenfrage e.V. ^ Sitz Halle/Saale 

1924-1926 
Enthält: Richtlinien der Parteilosen Vereini- 
gung zur Vorbereitung eines verfassungs- 



PP-V 4261 






Schriften durch die Kanzlei. 



5. Sonstige VpT-^irio 



PP-V 2415 



PP-V 2659 



PP-V 2710 






Polizeipräsidium Leipzig 

Allgemeiner wissenschaftlicher Verein "Unitas" 
für polnische Studierende der Universität Leio- 
zig ^ 

1891—1913 
Enthält u.a.: Mitgliedschaft von Martin Buber. 

Allgemeiner Deutscher Frauenverein, OrtsqrupDe 
Leipzig ^^ 

1895—1918 
Enthält u.a.: Vortrag von Alice Salomon "Die 

Teilnahme der Frauen an der sozialen Hilfs- 
arbeit", 1899.- Vortrag von Henriette Gold- 
schmidt "Die Frauen in der Gemeindepflege", 
1900.- Vortrag von Alice Salomon "Arbeite-' 
rinnenschutz", 1901.- Bericht von Henriette 
Goldschmidt über "Die Anstalten des Vereins 
für Familien- und Volkserziehung" anläßlich 
des 30jährigen Bestehens dieses Vereins. - 
Bericht von Helene Skutsch über den Berliner 
Frauenkongreß, 1912.- Vortrag von Frau Men- 
delssohn-Bartholdy über das Krippenwesen, 1914. 



PP-V 2648 Russisch-akademischer Verein zu Leipzig 



1899-1914 



Polnischer academischer Verein "Concordia" 
Leipzig 



PP-V 2837 Deutscher Verlegerverein 



1900-1912 



(1904-1905) 1906-1935 



PP-V 329 



PP-V 2938 



PP-V 965 



PP-V 748 



PP-V 1168 



PP-V 3137 



PP-V 1123 



PP-V 1186 



PP-V 1258 



Amtsgericht Leipzig 

VeJänd dJr Putschen J^,^^^^^^nfinaen (später: 

Reichsverband der Deni-^ k''^''^''^'^"^^™^^ ^^^w. 

na aer Deutschen Rauchwarenfirmen) 

Enthält u.a.: Gründuna u . ^ ^ ^^^^^^ 1909-1947 
lin, Solms Rosens?ock F^^^^ ^^^^" ''''^''^'- 
Albert Neugass 19?« ' w^f ''^''^ ^^^^^ ^'^^ 
in den engSen'virS?;"/^^ ^""^ ^^^^^^ ^^Iner 

israelitilS F?r2r'i92i ''TS'v ^^^ """ 
zeichnisse, 1923, 1928. Mitgliederver- 

Polizeipräsidium Leipzig 

??rSi;rS:?^S^^^^ Rauchwarenf irmen 
Firmen) ^''^''^ ^^^ Leipziger Rauchwaren- 

1909-1933 

Zentralstelle für Interessenten der Leipziaer 
Mustermessen e.V. in Leipzig leipziger 

1916-1943 
Amtsgericht Leipzig 

Vereinigung Deutscher Pelzwarenfabrikanten 
e.V. m Leipzig 



1919-1938 



Polizeipräsidium Leipzig 



Vereinigung russischer Studenten in Deutschland 
Ortsgruppe Leipzig 

1922, 1923-1926 

Vereinigung russischer Studenten in Deutschland 
(jetzt: Verband der Studenten der UdSSR in Leipzig) 

1922, 1923-1927 

Amtsgericht Leipzig 

Interessenverband der Aussteller der Meßhalle 
am Markt in Leipzig e.V. 

(1922) 1923-1949 

Gesellige Vereinigung Leipziger Kaufleute e.V. 
in Leipzig 

1923-1939 

Kaufmännischer Geselligkeitsverein Carlton 
e.V. Leipzig (früher: Kaufmännischer Gesel- 
ligkeitsverein Briston e.V. Leipzig) 

1924-1939 



71 



PP-V 1219 



PP-V 1390 



PP-V 3459 



PP-V 2083 



PP-V 2163 



PP-V 3691 



Polizeipräsidium Leipzig 

Polnischer Emigranten-Bund in Deutschland 
l^Zi' ^ Leipzig (später: Polnischer 

Auswanderer-Bund in Deutschland e.V.) 

Amtsgericht Leipzig 

Casino-Club selbständiger Kauf leute 



1924-1949 



1925-1927, 1941 



Polizeipräsidium Leipzig 
PP-V 1765 Deutscher Häute-Handels-Verband 

PP-V 4503 Polnische Kaufmannschaft Leipzig 



1930-1937 



1933 



Vereinigung der Deutschen Rauchwaren-Verede- 
lungs-Industrie, Fachgruppe Rauchwaren-Ver- 
edelung im Reichsverband der Deutschen Beklei- 
dungsindustrie (früher: Verband der Deutschen 
Rauchwaren-Veredelungs-Industrie) 

1934-1939 

Amtsgericht Leipzig 

Vereinigung der Deutschen Rauchwaren-Verede- 
lungs-Industrie , Fachgruppe Rauchwaren-Ver- 
edelung im Reichsverband der Deutschen Beklei- 
dungsindustrie (früher: Verband der Deutschen 
Rauchwaren-Veredelungs-Industrie) 

1934-1949 

Vereinigung der Deutschen Pelz waren Industrie 
im Reichsverband der Deutschen Bekleidungsin- 
dustrie (früher: Verband der Pelzwaren-Fabri- 
kanten e.V. Berlin) 

(1912-1935) 1935-1949 

Polizeipräsidium Iieipzig 

Vereinigung der Deutschen Pelzwaren-Industrie 
e.V. im Reichsverband der Deutschen Beklei- 
dungsindustrie 

1935-1936 



PP-V 3825 Leipziger Messehausverband e.V 



1938 



Amtsgericht Leipzig 
PP-V 2238 Leipziger Messehausverband e.V 



1938-1949 



6. Antij ürii sr he Maftn^hm^TT^n^^^^^^^ 



72 



33 



110 



L. 



2263 



Stadt Beigern 

Politische Angelegenheiten 

Emigranten m Schulungshaftlager, 1935 - 
^rte^SSdln" ^^f «i^^-trägeS ausgewan- 
1I36 R^f ^" "^^^ Olympischen Spielen, 
1936 - Betreuung jüdischer Bürger im WiA- 
terhilfswerk und Beteiligung am SpendeJ- 
aufkommen, 1936/37.- Verbot jüdischer ?er- 
?^??!i^ T" ^^"^^^ religiösen und kultu- 

f! n|"\' ^r;"*^""^ ^^^^•- Mitgliedschaft 
im "Paulus-'-Bund.- Verfolgung von Beamten 
DUdischer Herkunft in den Reihen der Srd- 
nungspolizei.- Aufenthaltsermittlungen jü- 
discher Emigranten.- Aufenthalt jüdischer 
Burger m Kurorten, 1938. 

Amtshauptmannschaft Borna 

Öffentliche "Fürsorge" für Juden 

1938~1 Q'^Q 

Enthält u.a.: Einschränkung der Warenbe- 
lieferung von jüdischen Geschäften, 
1938.- Unterstützung von jüdischen 
Bürgern polnischer Staatsangehörig- 
keit.- Gesetz über die "Mietverhält- 
nisse mit Juden".- Kontrolle jüdischen 
Vermögens . 

Stadt Brandis 



190 



193 



Allgemeine Polizeiangelegenheiten 

1929-1936 
Enthält u.a.: Verbot von Maßnahmen gegen jü- 
dische Geschäfte und Warenhäuser, 1935.- 
Verordnung über das Auftreten jüdischer 
Künstler.- Überwachung des Aufkaufs von 
Edelmetallen und Juwelen durch Juden ^ 
1936.- Verordnung zum Grundstückserwerb 
durch Juden. 

Allgemeine Polizeiangelegenheiten 

1937-1941 
Enthält u.a.: Verordnung Judenfrage und Denun- 
ziantentum, 1939.- Verbot der Beteiligung 
von SS-Leuten an Ausschreitungen gegen Ju- 
den und Tschechen.- Verbot aller Veröffent- 
lichungen des Bermann-Fischer-Verlages.- 
Verbot der Schriften des Leipzigers Heinrich 
Pudor "Die internationalen verwandtschaftli- 
chen Beziehungen der jüdischen Hochfinanz" 



679 



verpS^JS'^den ^^f^. " '^' Deutschland 
Stadt Delitzsch 



73 



1221-1222 Ortspolizeibehörde 



1560 



Enthält u.a 



1221 1930-1939 
R^^^T 1222 1831-1945 

C...HÜP4- Beflaggung von jüdischen Ge- 
schäfts- und Privathäusern, 1934.- Dienst- 

ieaenV?^"^?'" f " "^"^^ Polizeibeamtin 
wegen Hilfeleistung für eine Jüdin. 

Stadt Dommitzsch 
Emigranten und Juden 

1935—1939 
Enthält u.a.: Verordnung zur Erfassung aller 
Emigranten, 1936.- Verbot des Kissens von 
Flaggen für die Leipziger jüdische Firma 
"Schade & Füllgrabe GmbH".- Verbot sämtli- 
cher jüdischer Versammlungen und Veranstal- 
tungen, 1937.- Verordnung zur Ausschaltung 
der Juden aus dem Deutschen Wirtschaftsle- 
ben, 18. Nov. 1938.- Vereinheitlichung aller 
gegen Juden gerichteten Maßnahmen, Dez. 1938.- 
Herausgabe von "Schriften zur Judenfrage" 
durch den Theodor-Fritsch-Verlag Berlin, 
1939.- Maßnahmen gegen die versuchte Ent- 
fernung des "J" aus den Pässen durch deren 
Inhaber.- "Arisierung" der "Deutschen Ton- 
waren-Fabrik GmbH" in Dommitzsch. 

Amtshauptmannschaft Grimma 

Reichsbürgergesetz und Gesetz zum Schutze des 
deutschen Blutes und der deutschen Ehre 

1935-1944 
Notariate des Kreises Grimma 



Allgemeines 

1924-1939 
Enthält u.a.: Bestimmungen für den Grund- 
stückserwerb durch jüdische Bürger, 1936. 



161 



71 



122 



32 



87 



586 



74 

Amtsgericht Leipzig 
Öffentlichkeit und Sitzungspolizei 

'''£ot\:r;;-?^T ^^^^^ gerichtetes' vtr.'''' '''' 

Wichen clr.Vhf"^^ ^'^ '^^^^^^ ^^ öffent- 
iicnen Gerichtsverhandlungen, 1942. 

Staatsbürgerrecht 

Enthält u a • Vor.-,^^ k • ^ 1936-1944, 1948-1949 
Wertap;^;;^^^ ""^^^^ beschlagnahmter 
üf^^^f^ ^^"""^^ ""^^ J^^en, 1939.- Straf- 
verfolgung von Juden, 194 3. 

Behandlung von Gefangenen 

T?r^4-K^T4. 1936-1943, 1945-1951 

Enthalt u.a.: Trennung von jüdischen und 

nicht3udischen Personen bei der Unter- 
bringung und Arbeit im Strafvollzug, 1941. 

Rechtsanwaltschaft 

T?«4-Köi4. TT ^ 1936-1946 

enthalt u.a.: Vertretung von Juden in 

Rechtsangelegenheiten durch nichtjüdi- 
sche Rechtsanwälte, 1939, 1943,- Ver- 
setzung von Martin Drucker in den Ruhe- 
stand, Apr. 1944. 

Strafvollzug^ Allgemeines 

1941-1952 
Enthält u.a.: Inhaftierung von Juden in 

Straf gefangenenlagern im Emsland, im 

Zuchthaus Bautzen und der U-Haftanstalt 

Leipzig I.- Einweisung psychisch Kranker 

in die Landesanstalt Görden, 1942. 

Sächsisches Verwaltungsblatt. Teil I: 
Verordnungsblatt 

Einziehung volks- und staatsfeindlichen 
Vermögens 

1942-1944/45 
Enthält u.a.: Vermögensbeschlagnahme emi- 
grierter und verstorbener Juden. 

Deutsche Post 
Bezirksdirektion Leipzig 

Öffentliche Sprechstellen bei Privaten 

1935-1946 
Enthält u.a.: Verordnungen des Reichspost- 
ministers über Öffentliche Sprechstellen 
und Abgabestellen für Postwertzeichen bei 
Juden, 1938.- Verordnung des Reichspost- 
ministers "betr. Nachweis der deutschblü- 
tigen Abstammung für Inhaber amtlicher 



PP-V 4775 



PP-V 4965 



PP-V 4675 



PP-V 5004 



75 

Vertriebsstellpn i^<\^ r, x. 

für Inhaber öflentlfoh2^^r^^"^^^hen und 

1939. ortentlicher Sprechstellen", 

Polizeipräsidium Leipzig 

4775 1933 

mJ? iQ^r '/''"". '^''^ Sportvereins Leipzig, 
H^^ ^f."'.^^^ Leipzig-Loge, Apr. 1937; ^ 
?l3R T'""^ ^^^ ^^^^^^^ Israels", JaA. 
zi^k^l" ''''^ '^^'' ^^™^ "Ferda's Lese- 
Tätigkeitsberichte der Schutzpolizei 
und der Reviere 



Enthält u.a 



, ^ 1934-1938 

Auswanderung und Arisierung. - 



Brandanschlag auf die Synagoge Keilstraße, 
Juli 1938.- Schließung jüdischer Geschäfte - 
Erste "Polenaktion", z.T. mit Zahlenanga- 
ben, Okt. 1938.- Zerstörungen während des 
Novemberpogroms . 

Verbrauchergenossenschaften, Sperrung der 
Genossenschaftsanteile von Emigranten 

(1933) 1938-1941 
Enthält u.a.: Auswanderung des jüdischen 

SPD-Gemeindeverordneten in Gohlis bei 
Zeithain, Willy Lomnitz , nach Palästina, 
1933.- Ausbürgerung und Vermögensbe- 
schlagnahme , Sept . 1938 . 

Monatliche Berichte der Polizeireviere 
über besondere Vorkommnisse 

1939-1941 
Enthält u.a.: Haushaltsauflösungen jüdisch 
verfolgter Familien polnischer Herkunft 
nach der ersten "Polenaktion", Jan. 1939. 

SD-Abschnitt Leipzig 



Tägliche Inlandsberichte SD-UA Leipzig 

Enthält u.a.: Auswanderung unter Kriegsbe- 
dingungen in neutrale und feindliche 
Staaten; Einschränkung der Passagier- 
schiffahrt.- Stellung der Gestapo, des 
SD und des Ausländermeldeamtes in Bezug 
auf Umfang, die Bearbeitung und die 
Kosten der Auswanderung, Okt. 193 9. 



1939-1940 



290 



138 



136 



Firma Rudolf Sack 

?ff ^H^!^^ ^^'^ ^^^ Durchführung und den 
Stand der Rüstung im Betrieb 

''"''ÜarLh;n'"K^''''r^''^" ^^^ Transferstelle 

?™ M^ k"*"^"" ^^^ Arbeitskräfteangebot 
im Warschauer Ghetto, Aug. 1941. 

Enthält u.a.: Arbeitseinsatz ausländischer 
Juden, 1942. 



76 



1939-1942 



1942-1944 



Anforderungen von Arbeitskräften für die 
Rüstungsindustrie 

Enthält u.a.: Einsatz von Jüdinnen in der 
Munitionsfertigung, 1944. 



1942-1945 



7 . Novemberpogro m-Dokumente ( Regesten ^ 



Nov. 1938 - Febr. 1939 



PP-V 
3937/9 



Polizeipräsidium Leipzig 



Versuchte Brandstiftung in der Talmud- 
Thora-Synagoge Beschlagnahme des Schrift- 
materials aus dem Büro der Zionistischen 
Vereinigung. Zerstörung der Inneneinrich- 
tung der Synagoge und des Büros, Keil- 
str. 4. 



4406 
El. 11 



Beschlagnahme von Kultgegenständen und 
Büchern aus der Ahawas-Thora-Synagoge, 
Färberstr . 4 . 



Bl. 12 



Verzeichnis von beschlagnahmten Gegen- 
ständen aus der Synagoge. 



4435 
Bl. 6 



Keine Zerstörungen in der Geschäfts- 
stelle des Hilfsvereins Isr. Gewerbe- 
treibender, Reichsstr. 42/44. 



4444 
Bl. 27 



Abtransport von Aktenmaterial aus dem 
Gebäude Keilstr. 4. 



Bl. 27 



77 



si:;?!isLiu.sr„«i!''" "^^''" ='""- 



4458 
Bl. 4 



Bl. 5 

Bl. 6 

Bl. 7 

Bl. 9 

4471 
Bl. 6 



4481 
Bl. 3 



Bl. 3 



Bl. 4 



4509 
Bl. 8 



Bl. 9 



4513 
Bl. 79 



Bl. 80 



4529 
Bl. 81 



B^anf^An^/^r Ez-chaim-Synagoge durch 
ürana, Apels Garten 4. 

Auffinden einer Geldkassette. 
Sicherstellung einer Messingschale 
Bericht der Feuerlöschpolizei 
Beschlagnahme von Kultgegenständen 



Keine Zerstörungen im Isr. Kinder- 
garten (Tagesheim), Leibnizstr. 30. 



Zerstörung von Fensterscheiben und 
Türen des Jugend- und Handwerker- 
heimes, Ludendorf f Str. 7. 

Beschlagnahme von Schriftmaterial 
und Abtransport von Kleidungsstücken 
und Einrichtungsgegenständen. 

Bericht über den Umfang der Zerstö- 
rungen. 



Keine Zerstörungen in der Geschäfts- 
stelle des R.j.F., Kl. Fleischer- 
gasse 8 

Beschlagnahme von Akten und der Biblio- 
thek. 



Zerstörung der Räume des Vereins 
Gesellschaft der Freunde, Humboldt- 
str . 

Beschlagnahme von Aktenmaterial und 
Vereinsutensilien. 



Keine Zerstörungen im Misrachi-Aus- 
bildungsheim, Leibnizstr. 30 Eg. 
Beschlagnahme von Akten und der Bi- 
bliothek. 



78 



4553 



4569 



4651 
Bl. 1 



4652 
Bl. 1 



4653 
Bl. 1 



Keine Schäden in den Räumen des 

Felix-Goldmann-Gedächtnisbundes, 
Elsterstr. 

Keine Schäden in den Räumen des 
Judischen Kulturbundes. 

Verhaftung des Geschäftsführers 
Walter Carow, Einlieferung in das 
KZ Buchenwald. 



Zerstörung der Inneneinrichtung der 
Beth-Jehuda-Synagoge, Färberstr. 11 



Zerstörung der Tifereth-Jehuda-Sy- 
nagoge, Eberhardstr. 11. 



Zerstörung einiger Fensterscheiben 
des Bethauses Mischnajos, Humboldt- 
str. 24. 



4654 
Bl. 1 



Bl. 4 



Zerstörung der Fenster und Türen der 
Tiktiner Synagoge, Brühl 71. 

Teilweise Zertrümmerung der Innenaus- 
stattung . 



4655 


Bl. 1 


4965 


Bl. 210 



Bl. 211 



Bl. 212 



Bl. 213 



Bl. 215 



Keine Zerstörungen an der Krakauer 
Synagoge, Berliner Str. 10. 



Anzeigen und Festnahmen wegen staats- 
feindlicher Äußerungen, Plünderungen 
und Diebstählen. Bilanz der Zerstö- 
rungen im Polizeiabschnitt Mitte. 

Anzeigen und Festnahmen v^egen staats- 
feindlicher Äußerungen. Bilanz der 
Zerstörungen im Polizeiabschnitt West 
Verwüstung von Wohnungen und Geschäf- 
ten im Polizeiabschnitt Süd. 

Anzeige wegen staatsfeindlicher Äuße- 
rung im Polizeiabschnitt Nord. 

Zusammenfassender Bericht über die 
Zerstörungen und Festnahmen durch den 
Kommandeur der Schutzpolizei. 



5007 
Bl. 258 



Erich Aber: Schutzhaft, Emigration 



Bl. 260 



Bl. 262 



PP-S 
8513 



Beschlagnahme von Aktenmaterial an«, 
dem Büro des e.V., HumboldStr! t 

2eUe^^''^^°''''"^^" " ^^^ Geschäfts- 



Einlieferung von 553 Personen in das 
^°ii^^"??£^"9"i^ Leipzig mit dem Ver- 
merk politisch, Sonderaktion, Juden- 
aKuion. 



79 



Prozesse vor dem Landgericht Leipzig 



LG Leipzig Verhaftung von jüdischen Bürgern in 
7863 der "Krochsiedlung", Neu-Gohlis. 

Zerstörung des Neuen Isr. Friedhofs, 
Delitzscher Str. 



Junil946- 
Juli 1947 



PP-S 
208/16 



Verhaftung jüdischer Bürger in der 
"Krochsiedlung" , Neu-Gohlis . 



8 . Drucksachen 



8.1. Zeitungen und Zeitschriften 



PP-P 146 



PP-P 147 



PP-P 148 



Polizeipräsidium Leipzig 

"Jüdisches Familien-Blatt". Zur Unter- 
haltung und Belehrung für die israeli- 
tische Familie 

Enthält nur: Belegexemplar Nr. 7, 1891. 

"Zeitschrift des Hilfsvereins israeliti- 
scher Gewerbetreibender (J.P.) und für 
die Interessen des Judentims" 

Enthält nur: Belegexemplar Jg. 1, Nr. 1, 
1913. 



1891-1895 



1913-1916 



"Die jüdische Zeit" 

1917-1918 
Enthält nur: Antrag auf Genehmigung, 1917.- 
Unterstützung durch Rabbiner Carlebach. 



PP-P 149 



PP-P 150 



PP-P 151 



PP-P 152 



PP-P 154 



PP-P 155 



1920 



1924-1925 



80 

"Mitteilungen des Hilfsvereins russi- 
scher Juden in Leipzig" russi- 

Enthält nur: Belegexemplar Jg. 1, Nr. i. 
"Das ost jüdische Leben in Sachsen" 
Enthält nur: Belegexemplar Nr. 2, 1925. 
"Leipziger Jüdische Zeitung" 

'"'Katt""r ?-P-g- Jüdisches FaMlien-'''-'"'' 

blatt" 5. Jg., Nr. 6, 1924; 5. Jg., 
wr. 23, 1926.- Vereinigung zum "Allge- 
meinen Jüdischen Familienblatt. 

"Allgemeines Jüdisches Familienblatt" 

Enthält nur: Vereinigung von "Leipziger Jü-^^"*"^^^^ 
dische Zeitung" und "Leipziger Jüdisches 
Familienblatt" zum "Allgemeinen Jüdischen 
Familienblatt".- "Leipziger Jüdisches Fa- 
milienblatt" 7. Jg., Nr. 30; "Allgemeines 
Judisches Familienblatt", 7. Jg., Nr. 41, 
1926 • 



PP-P 153 "Jüdische Kinder-Zeitung" 



Enthält nur: Belegexemplar 1. Jg., Nr. 5. 
"Das Jüdische Volksblatt" 

Enthält nur: Belegexemplar 1. Jg., Nr. 1, 
1928. 

"Leipziger Jüdische Wochenschau" 

Enthält nur: Belegexemplare 2. Jg., Nr. 14 
und Nr. 48. 



1926 



1928-1929 



1929 



PP-P 156 



"Gemeindeblatt der Israelitischen Reli- 
gionsgemeinde zu Leipzig" 

1929-1939 
Enthält v.a.: Belegexemplar 5. Jg., Nr. 39 
mit einem Werbeprospekt eines Fleischer- 
meisters, 1929. 



PP-P 157 



"Jüdische Volksstimme" 

Enthält nur: Belegexemplar 1. Jg., Nr. 1. 



1931 



PP-P 158 



"C.-V. Zeitung" 

Enthält u.a.: Vertrieb durch die Fa. Ge- 
bauer.- Bezug nur noch durch Abonne- 
ment ab März. 



1935 



8.2. 



81 



Die Publizist-ischeParstennnrr t • • 

1925-1938. «»J^tung. jg. 1-14. Leipzj^g 

L.br.cht, carl: D« Sächsische Israelitische =e„ei„deverb.„a. 

-LH. jg. 2. Nr. 47 vcm 19. Nov. 1926. 

Wienskowitz: Die rechtliche Stellung der israelitischen Reli- 
gionsgemeinschaften, in: jg. 3 Nr. 3 vom 21 Jan. 

Goldmann, Felix: 40 Jahre Hilfsverein. Aus einer kurzen Vereins- 
geschichte. In: Jg. 3 Nr. 10 vom 11. März 1927. 

Cohn, Else: 75 Jahre Israelitischer Frauenverein. In: Jg 4 

Nr. 10 vom 9. März 1928. 

?r l^^l "^T "i^^^^^^^i^s israelitischer Gewerbetreibender. In: 
Jg. 5 Nr. 3 vom 16. Jan. 1929. 

Ein Jahr Jüdischer Jugendring Leipzig. In: Jg. 5 Nr. 5 vom 
1. Febr. 1929. 

25 Jahre Frauenverein "Ruth". In: Jg. 5 Nr. 8 vom 22 Febr 
1929. . ^i- . 

10 Jahre Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. In: Jg. 5 Nr 8 
vom 22. Febr. 1929. 

Zehn Jahre Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. In: Jg. 5 Nr. 10 
vom 8. März 1929. 

15 Jahre Israelitischer Kindergarten. In: Jg. 6 Nr. 2 vom 
10. Jan. 1930. 

Der Israelitische Kindergarten im eigenen Heim. In: Jg. 6 Nr. 46 
vom 14. Nov. 1930. 

Fünfundzwanzig Jahre Kinderheim der Leipzig-Loge. In: Jg. 6 
Nr. 48 vom 28. Nov. 1930. 

Das Jüdische Arbeiterheim. In: Jg. 7 Nr. 47 Vvom 20. Nov. 1931. 

15 Jahre Leipziger "Bar Kochba"! In: Jg. 10 Nr. 10 vom 9. März 
1934. 

Zum 20jährigen Bestehen des Israelitischen Kindergartens. In: 
Jg. 11 Nr. 3 vom 18. Jan. 1935. 



Fünf Jahre Handelsbank Iwria 
1938. 



82 



In: Jg. 14 Nr. 



42 vom 21. Okt. 



9. SYnaqogen-G eineinrlPn De1ii-^c:^v. u^d H^n. 
9.1. Synagogf^n-nemeindf^ DelitT^.c^nh 



3112 



2895 



2896 



Stadt Delitzsch 
Pflichtbuch 



1729-1821 
1720. 



Enthält auch: Text des Judeneides, um 
Die Niederlassung der Juden 

Enthält u.a.: Verfügung des Preußischen In- 
nenministeriums über das Führen von Re- 
gistern über Geburten, Trauungen, Schei- 
dungen und Todesfälle der Juden sowie 
Realisierung der Anordnung über das Füh- 
ren von festen Familiennamen, 1845.- 
Verfügung über den vorübergehenden Aufent- 
halt auswärtiger Juden, 1847.- Verfügung 
über die Erleichterung der Freizügigkeit 
inländischer Juden bei Wohnortwechsel, 
1848.- Gleichstellung der Naturalisation 
fremder Juden mit der ausländischer Chri- 
sten.- Übersicht über die Juden, 1850-1867.- 
Niederlassungsgesuche, 1851-1855.- Siegel 
der Israelitischen Religionsgemeinde zu 
Leipzig, 1852.- Gründung einer Israeliti- 
schen Corporation in Delitzsch, 1854.- 
Eingabe der Synagogen-Gemeinde Halle gegen 
die weitere Errichtung einer Gemeinde, 1855.- 
Aufnahme der Delitzscher Juden in die Syna- 
gogen-Gemeinde zu Halle, 1859.- Beschwerde 
gegen die Zuweisung zur Synagogen-Gemeinde 
und Gründung der Synagogen- 
Gemeinde Delitzsch, 1860. 

Die Niederlassung der Juden 

1872-1884 
Enthält: Berichte über Geburten, Sterbe- 
fälle und Staatsangehörigkeitssachen, 
1872-1874.- Übersichten über die Juden 
und den Schulbesuch jüdischer Kinder 
in der Stadt Delitzsch, 1874-1881. 



1812 
1815 



Bildung einer eigenen Judeng 



emeinde 



83 



2016 



2017 



1812 1861-1890 

1813 1892-1914 

1814 1914-1922 

birecht ?«;.iD Verzeichnisse der wahl- 
ReoSen^^n^ P^^^?"^"-- Vorstands- und 
Reprasentantenwahlen.- Statuten.- For- 

narHn^?^ Synagogen-Gemeinde zu Halle 
nach Anglxederung des Synagogen-Bezirks 
Delitzsch, 1897.- Schändung des Jüdi- 
schen Friedhofs, 1904.- Erlaubnis für 
Kantor Jakob Fried/Leipzig zur Ertei- 
lung von Religionsunterricht.- Verle- 
gung des Gemeinde-Sitzes nach Bitter- 
feld, 1926. 

Friedhof der Synagogen-Gemeinde 

1909 — IQP*^ 

Enthält u.a.: Erweiterungen des Friedhofs- 
Geländes.- Einweihung eines Ehrenmals 
für im Ersten Weltkrieg Gefallene, 1920. 

Beseitigiing des jüdischen Friedhofs aus 
baulichen Gründen 

TP *-v."-,4. r. ^.. , 1938-1941 

Enthalt: Schändung während der Reichsprogrom- 

nacht.- Einebnung aus hygienischen Gründen 
nicht möglich, 1941. 



9.2. Sy naaoaen-Gemeinde Halle 



877 



Stadt Beigern 

Die Verhältnisse der Juden und die in bezug hierauf 
ergangenen Verordnungen 

1845-1858, 1919 
Enthält u.a.: Verfügung des Preußischen In- 
nenmimisteriums über das Führen von Re- 
gistern über Geburten, Trauungen, Schei- 
dungen und Todesfälle der Juden sowie 
Realisierung der Anordnung über das 
Führen von festen Familiennamen, 184 S.- 
Aufhebung der Beschränkungen bei der 
Ausübung eines Gewerbes für Juden in den 
ehemals sächsischen Gebieten.- Verein- 
heitlichung bei der Abnahme der jüdischen 
Bürgereide in Preußen, 1847.- Verordnung 
zur Bildung von Synagogenbezirken in 
Preußen.- Verordnung des Preußischen 
Innenministeriums betr. Ausweisung bzw. 
Integration der während des Krieges aus 



84 



2097 



Polen eingewanderten Juden, 1919. 
Stadt Schildau 

Obersicht der persönlichen und gewerblichen 
Verhältnisse der Juden 

i:. 4-V.--.4. ^ . 1849-1863 

Enthalt auch: Eingabe der Synagogen-Gemeinde 

Halle für die Schaffung der Synagogen-Ge- 
meinden Halle und Eisleben, 1855,- Verord- 
nung des Preußischen Innenministeriums zur 
Naturalisation der Juden. 



♦ •• /■ 



Staatsarchiv Leipzig 



Archivalische Quellennachweise zur Geschichte 
der Duden im Staatsarchiv Leipzig 

- Dudaica-Inventar - 



2. Ausfertigung 
:^ 9 9 



Inhalt 



Einleitung 



Seite 



!• oüdische Organisationen 

1.1. Polizeipräsidium Leipzig, Vereine 

1.1.1. Dokumente des Amtsgerichts (dem Bestand 
Polizeipräsidium zugeordnet) 



1.1.2. Dokumente der Abt. IV, Übervvachunqsakte 



n 



1.1.3. Dokumente der Geheimen Staatspolizei 
1.2. Amtshaupt mann sc haften 



1.3. Heil- und Pflegeanstalt Döse 



n 



10 



10 



*M<ristallnacht"-Dokumente (Regesten von 
Einzelschrif tstücken) 



11 



üüdische Personen 



ö 



Verfolcite , A - 



. £— . 



ö . o 



Erster iJachtrag (A - Z) 
Zvjeiter fiachtrag (A - Z) 



Jüdische Firmeii und Personen im Bestand Lan- 
desfinanzamt Leipzig, Devisenstelle 

Versteigerung der Hinterlassenschaft Depor- 
tierter durch das Auktionshaus H. Klemm 



47 



Einzelakten in verschiedenen Bestände 



n 



41 



Literaturhinweise 



Zeitlicher Umfang: 18. Dh. - um 1945 



Umfang: 



Nachweise in ca. 1.500 AE 



Bearbeitung: Gesine Ullmann, 1. Ausfertigung, 1987 

M. Unger, R. Franke, 2. Ausfertigung, 1990 



Einleitum 



Für die Geschichtswissenschaft der DDR sind Verfol 



gung und Ver- 



nichtung der Juden im Rahmen der Faschismus-Forschung an sich 
immer ein Thema gewesen, wie Publikationen von K . Pätzold, 



K. Drobisch 



u 



• ^ 



eigeno Dagegen ist in der Öffentlichkeit des 



Landes diese drückende historische Last - Teil der Gesellschafts- 
katastrophen des 20. 3hs. - weitgehend verdrängt vjorden. Arbei- 
ten V4±e die von H. Eschwege sind vjohl mehr trotz der Hindernisse 
zustande gekommen, die es hier gab, anderes konnte von ihm nur 



in der BRD veröffentlicht werd 



en 



Ein Buch wie das von A. Diamant 



age 



über Dresden blieb hier eigentlich unbekannt. Selbst Gedenkt 
fanden lange wenig Widerhall, wie der vergleichsweise bescheiden 
ausgefallene Gedenkstein an der Stelle der Gemeindesynagoge an 
der Gottschedstraße zu erkennen gibt. 

Das änderte sich im Hinblick auf den 50. Jahrestag der Pogrom- 
nacht im Sommer 1988 ganz überraschend, wobei neue außenpoliti- 
sche Konstellationen Einfluß gehabt haben dürften. Daß aber in 
extrem kurzer Frist Ausstellungen möglich wurden und eine Reihe 



von Publikationen erschien - über Flaue 



n 



Görlitz, Chemnitz 



usw. - deutet an, daß die Thematik unabhängig von zentraler Ver- 
anlassung zunehmend beschäftigt hatte. 



Über die Vergangenheit der großen Leipziger Religionsgemeinde, 
die in Deutschland der Zahl ihrer Mitglieder nach den 6. Platz 



einnahm, ist von der Gemeinde salbst 



Vvien 



ig getan worden. Es gab 



die anläßlich des 75. Jahrestages der Einvjeihung der Gemeinde- 
synagoge erschienene Broschüre, dazu einige Beiträge im Gemeinde- 
blatt. Geschichte fand in dieser Zeitung gerade nach 1933 mehr 
Beachtung. Sie erschien als eine Quelle der Ermutigung. Nach 1945 
entstanden elementare geschichtliche Fragen, die aber lange nur 
summarisch beantwortet wurden» Erst 1963 erschien eine Untersu- 
chung zur "Endlösung"; danach wurde das Thema bis zum Ende der 
80er Jahre nicht wieder ernsthaft aufgegriffen. 

Im Sommer 1987 regte R. Franke in Verbindung mit einem Fachschul- 
praktikum^ eine Übersicht über die archival. Zeugnisse in den Be- 
ständen des Staatsarchivs an. Das Ergebnis veranlaßte eine Aus- 
wertung durch Dipl. -Arbeiten in Gestalt eines Oberseminars vor- 
zusehen. Mit dem Abschluß ist Anfang 1991 zu rechnen. In ähnlicher 



Weise wurde eine sozialgeschichtliche Dissertation vergeben, die 
voraussichtlich auch 1991 vorliegen dürfte. 

Als im Juli 1988 der Auftrag zur Mitarbeit an einer überraschend 



angesetzten Ausstellung ka 



m 



le 



lann im Kroch-Hochhaus - getra- 



gen vom Ausstellungszentrum der Universität, das dort sein Domi- 
zil hat - stattfand, ervjies sich auch dieses Spezialinventar 
dienlich. Das Erstaunliche aber vjar, daß im Zuge der Vorbereitung 
weitere Quellen zugewachsen sind: Im Sommer 1988 vjurde das Bild- 
archiv von Mittelmann, dem jüdischen Fotografen, entdeckt, das 
50 Jahre in einer Wohnung über den ehemaligen Geschäftsräumen 
im Peterssteinweg gelegen hat. Es bot die Möglichkeit, einfache, 
namentlich unbekannte Menschen, aber ebenso Rabbiner, Intellektu- 
elle, Kaufleute der Jahre bis 1938 in der Ausstellung in groß- 
formatigen Reproduktionen von den Glasplatten her gegenwärtig zu 
haben. Jüdische Bürger stellten einzelne, bewegende Bild- und 
Schriftzeugnisse, die in den Familien verwahrt worden waren, für 
die Ausstellung zur Verfügung. 



Die hohe Besucherzahl, der Widerhall, den die Ausstellung und 
die mit ihr verbundenen Aktivitäten fanden, gab Anlaß, im Nach- 
hinein einen Katalog vorzusehen. Die Ausstellung war lange abge- 
baut, als sich die finanziellen Voraussetzungen abzeichneten. 
Wiederum war die Zeit sehr kurz. "Juden in Leipzig" lag in Vor- 
ausexemplaren zum 9. November 1939 vor. Für diesen Zeitpunkt 
mögen die Textteile in etvja den Forschungsstand markieren. Trotz- 
dem muß betont werden, daß dieses große Kapitel Leipzig-Geschichte 
noch viel systematischer, auf den archivalischen und anderen 
Quellen beruhender Arbeit bedarf. Ihr soll die ergänzte Fassung 
des Inventars dienlich sein. 

Die originale Überlieferung gliedert sich zunächst in zwei Grup- 
pen: in die außerhalb Leipzigs liegenden Quellen und die in Leip- 
zig greifbaren. Zu ersterer zähl&n die Dokumente im Leo Baek-In- 
stitut und bei Yad Vashem in Jerusalem bis hin zu Erlebnisberich- 
ten ehemaliger Leipziger. Im ZStA Potsdam befindet sich jenes 
Archivgut der Gemeinde, das einst an das Zentralarchiv 6er Juden 
in Berlin gelangte, was offenbar noch vor 1933 erfolgt ist. Nach*- 



dem 1989 von Gerusalem gewünsch lG Archivalien des StAL verfilmt 
dorthin gegeben v^urden, ist mit der Gegenlieferung zu rechnen. 
In Leipzig ist es das über Jahrhunderte beim Rat der Stadt über 
die jüdischen Kaufleute ervjachsene Archivgut im Stadtarchiv, da- 
zu Archivalien von der Gemeindegründung bis zu den Deportationen 
der "Endlösung", wobei von den in den Jahren des Faschismus aus 
der barbarischen Repression gegen die als Juden verfolgten Men- 
schen nur ein ganz kleiner Teil dessen erhalten geblieben ist, 
v\ias damals bei den städtischen Behörden, z. B. beim "Amt für 
Förderung des Wohnungsbaus" , der Zentrale der Judenverfolgung 
nach 1939: an Schriftgut entstanden ist, aber bei der Bombenzer- 
störung des Hauses Harkortstr. 1 unterging. 

Zu nennen ist das im einzelnen nicht näher bekannte Archivgut 
der Gemeinde selbst, darunter die Kiitgliederkartei , die Depor- 
tationslisten, das Adreßbuch von Anfang 1933, wo das Exemplar 
der Gemeinde das einzig erhaltene zu sein scheint. In DB und ÜB 
befindet sich je ein Exemplar des Gemeindeblattes, das das offi- 
zielle Organ der Religionsgemeinde war (- 1938) und damit als 
normativ Archivgut anzusehen ist. Unbekannt ist das Schicksal 
jenes Schriftgutes, das im Novemberpogrom in den Synagogen, den 
jüdischen Vereinen, vjohl auch in der Religionsgemeinde wie bei 
verhafteten, deportierten Menschen von der Gestapo beschlagnahmt 
wurde. Es muß beachtlichen ümfangs gewesen sein. 

Einzelne kostbare Zeugnisse jüdischer Geschichte sind im Staats- 
archiv Dresden, darunter die Urkunden des 14. Jhs • , vjährend der 
Standort der Handschrift des Or Sarua mit der Erstervjähnuno der 
mittelalterlichen Leipziger Gemeinde z. Z. nicht bekannt ist. 

In privater Verfügung befindet sich das Fotoarchiv Mittelmann, 
und zu verweisen ist auf den Fonds der Reproduktionen, der bei 
der Ausstellung und der Vorbereitung des Katalogbandes 1988/89 
beim Auftraggeber, dem Rat des Bezirkes, Abt. Kultur, entstand. 



Was die Überlieferung im Staatsarchiv anbelangt, so ist sie - im 
Unterschied zu den archival. Quellen z. Bo des Stadtarchivs - erst 
seit rdo 25 Jahren greifbar. Die Provenienzen sind Amtsgericht, 



Polizeiprädidium, Gestapostelle, aber auch - i 



n kleinerem Umfang 



und auch das Vviar im Inventar 1990 nachzutragen - die Devisen- 
stelle des Landesfinanzamts, das Versteigerungshaus Klemm, ein- 
zelne Akten in Betriebsbeständen. Während die ca. 1.500 Per- 
sonenakten (PP-S-Signaturen) aus dem VPKA in das Staatsarchiv 
gelangten, befanden sich die ca. 200 Akten über Vereine (Ver. 
S. - bzw. dann PP-V-Signaturen) zunächst im Stadtarchiv. Wie 
sie dahin gekommen sind, läßt sich nicht belegen. Zu vermuten 
ist, daß sie bei der "Aktentod"-Aktion im April 1945 übrig ge- 
blieben waren und über das Neue Rathaus ins Stadtarchiv gelang- 
teno Sie wurden in den 60er Oahren zuständigkeitshalber an das 
Staatsarchiv abgegeben. Dort vermied man nicht ohne Grund, einen 
eigenen Gestapo-Bestand zu formieren und nahm sie in den des 
Polizeipräsidiums auf. 



Insgesamt kann festgehalten werden, daß die in Leipzig über- 
lieferten üudaica trotz der großen Kriegsverluste und der ge- 
zielten Aktenvernichtungen gegen Ende der Naziherrschaft immer 
noch vergleichsweise erheblichen Umfange sind. Mit fortschrei- 
tenden Kenntnissen und verbessertem methodischem Instrumentarium 
ist nach den Erfahrungen von 1938 durchaus mit v,/eiterem Zuwachs 
an Umfang und Aussagekraft zu rechnen. 



\ 



Der größere Teil des Inventars ist in einem Zuge im Frühsommer 
1987 entstanden (Tle 1. - 3.1.). Gleich ausgefertigt war das 
Ergebnis dann den genannten Arbeiten von 1988/89 dienlich. Da- 
bei ergab sich die Notwendigkeit von Nachträgen (3.2. - 3.3.). 
Und es erschien auch sinnvoll, Akten der Devisenstelle einzube- 
ziehen. Schließlich kamen 1989/90 die Dokumente aus der Firma 
Klemm hinzu. Und aus der Praxis des Benutzerdienstes erwuchs 
im Laufe von drei Jahren eine Serie einzelner Feststellungen, 
so daß es unumgänglich v,/urde, das Inventar neu auszufertigen. 
Auch diese Fassung kann noch nicht als eine abschließende ge- 
wertet vjerden. Vielmehr ist es ei^ eine Vorstufe für ein umfas- 
sendes und dann auch für die Drucklegung geeignetes Inventar der 
Judaica Lipsiensis, dessen Konturen sich aber schon abzeichnen. 
Der schnellen Arbeitsweise an den ersten Teilen ist es geschul- 
det, daß zwar streng nach Provenienzen gegliedert wurde, da- 
durch aber Zusammenhänge, selbst Bandfolgen, verloren gingen. 



Und gerade bei den Akten über die jüdischen Organisationen be- 
friedigt weder die chronologische Reihung, die oft zufällig an- 
mutet, noch die einfache Verzeichnung. Wenn die Nachträge (3.2. 
- 3.3.) nicht eingearbeitet wurden, dann um einen Aufwand zu 
vermeiden, der gegenvjärtig nicht gerechtfertigt wäre, aufs 
Ganze aber nötig ist. Auch bei den Regesten zu Schriftstücken 
der Pogromnacht genügt manche Formulierung weder inhaltlich 
noch formal. Während in den Teilen bis 3.3. Vollständigkeit an- 
gestrebt wurde, beschränkt sich Tl. 4 auf eine Auswahl und 
macht damit auf das Findhilfsmittel zum Bestand Devisenstelle 
aufmerksam. Beim Tl. 5 ist Gruppenverzeichnung verwendet wor- 
den. Der Tl. 6 ist naturgemäß ein Behelf. So wäre es nötig, 
Zo B. in den Ämter-Beständen durchweg nach Judaica zu suchen. 
Und nicht minder würde es naheliegen, Verweise aufzunehmen, 
allein auf eine solche gewichtige Aktengruppe wie "Tit. LI" 
(1664 - 1863) im Stadtarchiv. Aber vielleicht gestalten sich 
die Wechselbeziehungen zwischen Auswertung und Erschließung der 
Judaica derart, daß sich die Reife des Forschungsstandes für 
die Weiterarbeit am Inventar würde nutzen lassen. Und vorteil- 
haft wären dann auch nähere Kenntnisse sowohl über das Archiv 
der Religionsgemeinde selbst wie über das, was z. B. in Jerusa- 
lem oder New York über Leipzig liegt. Einzubeziehen v.'äre die 
Überlieferung der Landesebene im Staatsarchiv Dresden v;ie das 
Archivgut aus der Religionsgemeinde, das sich in Potsdam befin- 
de t u s w . 

So ist die zvMoite Fassung des Inventars ein deutlicher Fort- 
schritt, aber ebenso nur Zwischenstufe angesichts der ausgrei- 
fenden Aufgab 



e . 



Leipzig, 03. 08. 90 



-'i 



1> Jüdische Organisationen 

'i ^ .Polizeioräsidium Leipzi. 



V u reine 



1 ^ «1 •Dokumente det 



41 
124 

153 

312 



300 



412 



641 
644 

781 
939 

1 0GO; 



Ö30 

954 

974 

947 



1113 



1040 



amtSoerichLs (1 roveuienz, deiii Beotand 

zu^,eoranüt) 



iviendelsso]:in~Stiftun^;;,Leij..k.i^ 



1899-1934 



Isr.eiitischer vvohltA^ti^Keicsverein I9OO-I949 



Hilfsverein Israelitischer Gev^erbe- 
treibender zu Leipzig 

Tel Imud-Torah- Verein 

Isr:.elitischer opc^r- und Versiehe-^'., 
rongsverein für schulentlassene 
iviädchen 

Wohltätigkeit 3 verein ''Jemilath 
Ghasodiiu'* 



Israelitischer Verein "Bikur Gholin" 
später: lGr:_..elitischer KranKenunt.;r- 
stützun.-:Gv^rein 



1902-1941 

1902-1941 
I9O8-1936 



1911-1913 



1911-194.0 



Chebra Kadischa (fromrae Vereinigung) 1914-1939 



Israelitischer ochulverein,Lei . ig 
e.V. 

Verein ''Ohei Jacob'' zu Leiozi^ 



19^iZ|.-io49 



1919-1939 



Jüdischer Turn- und üxOruverei 



n 



! t -;:■ r- V- 



ft 



r;.ar-i\ocnDa",e. v .Lei,, ig 



Israelitischer Krankenunterstüt- 
zungsverein "Linas liazedek'' ,e .V. 
Leip:-is . 



I 920-1 v3S 



1920-1939 



Ahav.jLS Lh ora , e . V . Le i,. z i 



o 



Israeiioischt^r verein für iiranken- 
hilfe "Lsras Oholim",e .V.Leipzig 

Isr eliüischer .vohltatigtieitsver- 
ein ''Rasche lliife" 

S ortklub "Lar Kochba^' ,e . V.Lei^^ig 
später: Jüdischer oporüv.rein "Bar 
Kochba*',Fu5balla;yueilung 

Ärbei"üs.jemeinschaf t für den Jüdi- 
schen ..xittelsöand,e. V.Leipzig 

Verein Llite^e. V.Leipzig, jüdischer 
GeselliR;keitsverein 



1 920-1 941 
1921 -1937 

I92I-I930 

1921-19^+1 



1922-193 



1922-1 :;39 



■O' 



1160 



Sportverein selbztändig^^r Kaufleute I923-I939 



Pi^-V 



-:->- 



1339 

1 ÖÜ4 

2099 

2177 

226:^ 



Zioniotische Vereinio^n^ Lex^/^i^^ 

^j^-u^o^ iiZ ühaiaijütco-Schiil-v^tr . 

Isr ;::liti;3ctiür Kind^iv.arten, l'c^^^es- 
heim,Lei^J-.i5 

j^elix-Goldmann-GedäcIiGi-isbund zur 
üjrziehung jüdischer ..aisenKiridtir 

Jüdischer Kulturbund,e. V.Lei_^'Zig 



Israelitische Heli;:;iv)nsKemeinde 
Lei^jzig 



■v._i 



192:;-1933 
1926-19^0 
1930-19^^0 



1935-1939 



1936-19^-0 
1939-1942 



Verweis: 

"Deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens", Zeitungsartikel 

Leipziger Zeitung v. 29. Sept. 1893, Nr. 227 

In: StAL, Bezirksschulrat Grimma ITr. 884 



-3- 



1 ü . 2 . Do kuiiieii ü e de r Ab ü e i 1 ung IV 
( über vvac hun,-,.:;aki: un ) 



politische Abteilung 



PP~V 
3070 
3^70 

743 

4231 
4402 

4414 

4424 



4366 
4381 

4428 

4065 

4338 
4486 



4507 
4505 
45O6 

4498 



4524 
4531 

4o73 



Verein "idischnajis'» in Lei^^v^ig 

Verein zur Abwehr des Antisemitis- 
mus -ürijs^,ruppe Leij^zi^-- 

Jüdischer Gesetzestreuer Verband, 
e.V. Leipzig 

Lesehalle für jüdische Arbeiter 

Jüdischer Sportverein "Bar Kochba'* 
in Leipzig 

Israelitischer ^Vohltätigkeitsverein 
"Rasche Hilfe" zu Leipzig 

Jüdische sozialdemokratische Arbei- 
teror:^anisi.tiun "xoale Zion" 
-Ortsgruppe Leipzig- 
Jüdische Vereinigung "jjiSra" 

Verband ostjüdisch-r Or.,anisationen 
in Deutschland 

Verband Jüdischer StudentenV'.reine 
in Deutschland -Orusgrupoe Leipzig- 



lsr .elitische Religionsge;,ieinde zu 
Leipzi, 







Pro Palästina-Komitee 

Gesellschaft zur l^'ürderung des jü- 
dischen oiealungowerkes in der 
udooiX (aeseroi) -ür^.sgruppe Leipzig 



Jüdische Kunstgemeinde 

Kulturbund Deutscher Juden, spät .:r: 
Jüdischer Kulturbund Leiozi^^ 



191^^-1923 
I9I8 

1919^1938 

1920 
I92O-I938 

1921-1937 
1923-193^ 



1925 
192!? 

1926-1931 

1929 



1929 
1932 



Agudas-Jisroel-Leipzig,Fro.uengrup^;e I933 



1933-1935 
19j3-1936 



Staatszionistische uranis^^tion -Gros- 1933-1^33 
^ruppe Leipzig, frÜLier: Verband der 
£ta:.tszioriisten,Ed.I 



o 



Jüdischer Jugendbund. "?ranz itosen- 



1 ->:! 



Zvveig 

Deutsch- Jüdische oaniuätskolonne 

Bund der jüdiscnen Arbeitnehmer 



1934 
1934 
1934 



-4- 



PP~V 
4441 
4518 

4541 



3492 



44^9 



»66 



^oo3 



Zionistische '/ereinißunü ^ei. z.ig 

Geselll^re Vereinigung- jüdischer 
Beruf st äüir^ip 

Ortsausschuiü Leipzig und Landes- 
ausschuß oachsen der jüdischen 
Jugendverbände 

Handelsbank "I;7ria",e.G,m.b.H. , 
judische i:;anK 

Staatszionistische Ort-i^anisation, 
-ürtserruppe Leipzig-,früaer: Verband 
der otaatszionisten,Bd.II 

Palästina- .^mt Berlin, Zweigstelle 
Leipzig 



1934-1936 
1934-1935 



1934-1930 



1935-1936 



1935-1938 



1936 



■5- 



^■^ 5 V 






^^ .'}.Y)o\Mmenx,e der Geheimen dtaatGi^olizei (irovenienz Ge 
;s::a.-OJbcüie,mib den Ji^n. v^n Pi^Vzu zitieren) 



PP-V 



^^35 



4444 



5007 



4406 



4455 



4458 



4471 



4481 

449^ 
4501 



^4537 



^513 



^539 



4534 



4522 



4529 



4532 



4546 



Hilfsverein Israelitischer Gewer- 
betreibender, e . V.Leipzig, Bd. II 

Taiiaud-Thora- Verein, e.V. Leipzig, 
Bd.I 

Zentrcilverein jüdischer Staatsbür- 
ger de utscherfGlaubens, -Ortsgruppe 
Leipzig-, Si-äter: Jüdischer Zentral- 
verein 

Verein Ahavas Thora (Talmud Thora) , 
e.V. Leipzig, Bd.I 



1887-1937 



1902-19^0 



1911 -.194-0 



1920-19^1 



Verein jüdischer Händler und Reisen- 1926-19^1 
der zu Leipzig, Bd.I 



Ez-Ghaim-3ynagoge,0tto-8chill-3tr. , 
e.V. Leipzig 

Israelitischer Kindergarten, Pages- 
he im, e.V. Leipzig, Bd.I 



1926-19^2 



1930-1940 



Verein Jüdisches Jugendhaus, Leipzig 1931-1938 



Jüdisch-nationaler Jugendbund "Herz- 19J3-1939 
lia'',-ürt.v.gruppe Leipzig-,Ba.I 

•»Vereinigung 1937"(vürläuf i^e .^eicus- 193^-1937 
bijrger reindeutschbiüti ^er Abstam- 
.aung ) , frühe r : Paulusbund- Vereinigung 
nichuarischer Christen, e .V.Berlin, 
vorher: Reichsverband chriotlich-deut scher 
Staatsbürg'-;r nichtarischer oaer nicht 
reinarischur Abs oaniinung, .od.I 

Gesellsch-^ilt dt^r Freunde zu Leipzig 1934-1938 



Verein selbotandiger jüdischer Hand- 
werker zu Leipzig, Bd.I 



1934-1 .38 



Sportverein *»bcaild"Leipzig im Sport- 1^34-1939 
bund des Reichsbundes jüdischer 
Front so Idat en , Bd . I 



Jüdische Jugendvereinigung "Hecha- 
luz",Bd.I :. - ' .., 



1934-1939 



Zeire-Misrachi Brith.Ghaluzim-Datiura 193^-1939 
(Jüdischer Bund), Bd.I 



"Habonim noar chaluzi'^ Vereinigung 
der zionistischen Jugend, iid.I 



o 



1934-1939 



'n'disrachi'^-Iviisrachistische Landes-^ ^ 1934-I939 
orii'anisation, -Ortsgruppe Leipzig-, Bd. I 



PP-V 



-7- 



4548 



4553 



n 



407 



^^37 



4439 



44^6 



4530 



4540 



4547 



4p 54 



4p 



69 



^535 



4445 
45O8 

4559 

4560 
4p ■v)^ 

3937/9 



Jüdiocht:r~.:iadrinder-iiurid ^'-akkaoi 

Hazair'^Bd. I 

Felix-Gülmarm-Gedächbnisbarid zur 
iiirziehun^ jüdi.,cher .vaitienkinder 
m Lei_^zig,Bd.I 

Verein Ahvas Thora (i^almud 'i'aoraj, 
e.V.Leipziu,,Bd,II 

lüraeli tische Heii^^ions^emeinde 
zu Lei.:zi-,Bd.II 

Israelitische i^eligionsgeiaeinde 
zu Leipzig:;, Jüdisches Lehraaus, 
Sonaerband BiidungKurse 

Verein judischer Händler und Hei- 
sender zu Leipzig, Bd. II 



1934-19^9 



193-^-1939 



1935-1938 



1935-1938 



1935-1936 



1 935-1 938 



Zeire-i.iisr..chi Brith,Ghaluzirn-Datiu:ii, 1935-1938 

Judischer Bund, 3d. II ^ 

Verein selbfetändi-er jüdischer Band- .935-103« 

werter zu Leipzig, Bd, II ^^" 



»<i;T-; c- 



Misrachi" Misracnis tische Landesor- 1935-1938 
ganiSL:tiun,-Orstsrup.e Leipzig-, Bd. II 

Felix-Goldmann-Gedächtiiisbund zur 

^rziehung Jüdischer .>aiseniiinder 

m Leipzig, Bd. II 1935^193)^ 

Jüdischer Kulturbund in Beutscnland, 19'^5-1c'^p 
e.V. >-^-^ • y^«-» 

Sportverein "öcaild" Lei^^zig im oDort-19^5-lQ'<Q 
Duna des Heichsbundes jüdisctier x^'ront- 
solcl:.x;en,üd.II 

Talmud- Tb or-a-Vere in , e . '/ . Le i ; z ig , Bd . 1 1 1 c.yj_^ 93 9 

Heichsbund Jüdiücher /ronb^olaacen, 1q^5_iq^o 
-UrtsveroLind Leipzig-, Ed. I "^•' 

Isr^.liriscner Frauenverein, e .V.Leip.ij^, 1935.1 939 



Isriielitidcher Frauenverein.ü.V. 
-ueipzigjBd.II . , . 

"Der bunte Karren", Krbeits, eiaein- 
scnuft jüdischer Künstler "' 

Zionistische Vereinigung Lei^.zig 



1935-1939 



1936 



1935-1937 



Pi-y 



-6- 



4597 



'^533 



'^ ■' ^\ ■~i 



4621 



44-48 



4:^23 



4608 



461 7 
4618 
4442 

^538 



Sächsische - lorLic-iitische Lehrcr- 
Vcreinigunß' 



«tu 



liabonira noa.r chaluzi",yereirii^un^^, 
dur ^ionistisciien Jugend, Bd. II 



Jüdiöcher ronds "Kereii-Hajischun" 

Hilfsverein der Juden in Deutsch- 
Icuid , -ür ts^ru^.;pe Le i^.^zig-. , üi. V . 

Jüdische Jugendvereinigun^' '^liecha- 
luz",3d.ll 

Gesellschal'b zur Föry^deran5 des 
Handwerks und der Landwirt sc aar L 
unter den Juden - Ürt-Cjesellschs.it 

Liitteldeut scher Rabbinerverband 

Verein der Freunde Isra;;ls 

Isr elitischer vVo ltäti(;i;keits- 
verein zu Leipzig,e .V. ,Bd. II 



1936-1937 






Jüdischer Fonds "Keren-l'ora-^Vaawodah'' 1937 



c 



937 



1937-1933 



1937-1938 



1937-1938 



1 937-1 930 
1937-1938 
1937-1939 



'Tereinigung 1937' -vorläufige Reichs- I937-I939 
bürger nicht reindeutschblütiger Ab- 
stammung, früher rPaulusbund- Bereini- 
gung nicharischer Ghristen,e .V. Ber- 
lin, vorher: Reichs verband christlich- 
deutscher Staatsbürger nicht arisch-r 
oder nicht reinarischer Abstammung, 
Bd. II 



4620 
4459 



4302 



4>49 



4627-4628 



4436 



4443 



4449 



Judischer Fonds ''Keren-Katorah" 

iiiZ-Chaim-Synagoge,Otte-ociiill- ./br. , 
. V • Le ipzig , Bd . II 



1937-1939 
1938 






Jüdisch-nationaler Jugendbund "Herz- I938 
1 i;:^" , -Ort sgru^:pe i^eipzig , nd • II 



Jüdischer-rfadfinder-iiuncL "luakkabi 
Hazair",Bd.II 

LandesausschuB jSachsen aer Jüdi- 
schen Jugcnverbände. im Reichs- 
ausschuii der Jüdischen Jugendver- 
bändc:,e .V.Berlin, Bd. I und II 

Hilfsv^rein Israelitischer Ge^; r- 
betreibender,e . V.Le ipzig, x-jd. III 

Israelitischer vvohltätigkeitsver- 
e*»in,e .V.Leipzig, Bd. III 

Beratungsstelle des Hilfsvereins 
der Juden in Deutschland 



1938 



IS 



30 



I930-I939 



1938-1939 



1938-1939 



pp-7 



,Q, 






I,jraeiiüiücher Kindergarten, 'j.v^.^eS' 
uei.ii, e •¥. Leipzig, Bd-Ii 



4622-45^3 Verbaua jüdischer Frauen fuiP Pa- 

läs"cina-Axbüit/',//izü,Bd* 1 und II 



4645 



4651 



4652 



4653 



46>5 



4438 



4500 



4509 



"Ghebra Kadischa" Judische Beerdi- 
gurieisbrüduriSGhaf t ,Leipzi>^ e .V. 

Büth-Jehuda-oynaf^oge , Leipzig- G.1 , 
Eärberstr.11 



Tif ereth-Jehuda-Syn^^tgoge , Leipzig 
C.1 , p.b erhardst r . 11 . Hof 

Bethaus MischnajDs, Leipzig G.1, 
Humboldstr. 24 

Tiktiner Synagoge, Leiozig G.1 , 
Brühl 71 Hof 1 

Krakauer Betstube ,Leipzi-^ G.1, 
Berliner oLr.10 Hof 

Israelitische ReliA^ionsKemeinde 
zu Leipzig, Bd. III 



u 



O' 



3tacitszioni.^.tische Organisation, 
-ürüsgruppe Leipzig-, früher: 
Veroand der otaatszioni3ten,Bd.lII 

iieichsbund jüdischer Frontsoldaten, 
-Gr üsverband Leij,.zig- , Bd. II 



I930-I939 



I930-I939 



1 930-1939 



1938-1939 



1938-1939 



I93Ö-I939 



I93Ö-I939 



I93Ö-I939 



1938-1940 



I930-I94O 



1 936-1 940 



-1 0- 



1 «2 *jij1itshauptmannscliaf teil 



AH Borna 



c 



9^7 ^ 



Ant is e iiii ij is c he Be v;e .^:ung 



^ö93-'f*fV' 



All Oschatz 



9C •- Q 



2965 



iiihegesuridheitsrjjese uz 



Ehegesetz vom 6. Juni 1936 
PersonenstandSi^:esetz - iiiinzelsachen 



1935-19^^2 
1 93Ö-1 9^^-^ 
1930-1945 



AH Leipzig 
3090 



Jüdische Gewerbebetriebe 



1 938-1 941 



1»3* Heil- und Pflegeanstalt 



Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen 

64 Verlegung des Israelitischen 

Krankenhauses in die Anstalt 



1939 -19*3 






2.Kri:3tallnacat - Dokumente (in Re^esten) 
PP-V Polizeipräsidium Leipzig - Vereine 



3937/9 



Sicher:.t eilung von Jertgegenständen 
aus der jüdischen oj/nago^e Keilstr.4.- 

Brandschaden und Zerstürani:^en in der 
jüdischen Synagoge Keilsür.4,'' 

/olgende Blätter :Bitten um Hückgaüe 
• der Akten und Ent Siegelung 

4406 Erfassung auf gefunden. r Gegenstände 

uus der jüdischen Synagoge Färber:i;traBe 

Weisung an den Verein Ahavas Thora 
zur Instandsetzung der Synagoge 
Färbe rstral^e 

4444B1.40 Besichtigung der zerstörten Synagoge 

des Talniud- Po rah- Vereins 

VI-58B1.3 Brand der jüdischen Synagoge Otto-SchiH- 

-it^r-Str, 

B1.4 Sicherstell-ong von ,vertgegenstäaden 
aus der abgebrannten Synagoge 



B1.5 



B1.6 



B1.8 



Sicherstellung einer Messingschale aus 
der ab.:^ebrannten Synagoge 



Be, 



rieht der Peuerlöschoolizei suiri Brand 
der Synagoge 



Sicherstellung von Gegenständen jus der 
ab^2;ebrannt e n Sy nag og e 



447IBI09 Bericht zum Zustand des Isrc..eliüischen 



Kmaei'garu -ns 



4i?ü9 



^513 



.-7 



ustand der Synagoge d^s Reichsbundes^^ 
üdischer i^rentsoldaten - nicht zerstört 



Zustand der aXäuaie der "Ge^^ellschaf t der 
Freunde zu Leipzig" - zerstört 



4529BI.8I Zustand des "Misrach^^-Uinschichtungsheims 

- nicht zerstört jixkten und Bücher sicher- 



c::esx;ellt 



4534BI.74 Zustand d-or Räuaie des Sportvereins ^^Schild" 

- nicht zerstört, Akten, Sportpreise, Pokale 
erhalten, ninweis auf dnterkunf tsheim des 
Sportvereins Leipz.ig-Phekla - vermutlich 
Einbruch und Brandlegung 



4553 



Zustand der Räume des Felix-Goldraann-Ge- 
dächtnisbund - nicht zerstört 



10.11.1933 



14.11.1938 



10.11 .1938 



28.11.1938 



30.11.1930 



10.11.1933 



11.11.1938 



11.11.1938 



14.11.1938 



14.11.1938 



27 •'! '1.1938 



25.11 .1938 



24.11.1938 



:i5.li.l938 



^4.11.1938 



30.11.1938 



— 1^— 



^-^63 



4651 



4652 



Zustcüad der Räume des Jüdischen Kul- 
turbundes - nicht zerstört 

Verhaftung:: des Geschäftsführers vValter 
Garow und .v'eiterleitunt^- nach KZ Buchen- 
wald 

Zustand der Privatsynagoge Eeth Jehuda 
- zerstört , Bücher und Kult^e^enstände 
noch vorhanden 

Zustand der Frivatsynagoge Tifereth Je- 
huda - zerstört, Bücher und Kultgegenstände 
noch vorhanden 



4653B1.1 Zustand der Synagoge Mischnajos - gering- 
fügige Zerstörungen 

B1.3 EntSiegelung und i-'reigabe der Synagoge 

4654B1.1 Zustand der Tiktiner Synagoge - zerstört 

aiü 10.11.1938 und versiegelt am ^^.11.1938 



4655 



•Zustand der Krakauer 3yn:igoge - nicht 
zerstört ,aiii 28.11.1938 versiegelt 



4965B1.212 Staatsfeindliche Äußerungen, die sich auf 

die "Judenaktion'' beziehen 

B1.213 "Zehn Anzeigen zu staatsfeindlichen Äuße- 
rungen bezüglich der ''Judenaktion" 

B1.210 Zerstörung von jüdischen Geschärften, Pri- 
vatvvuhnungen und Syna^'ogen nach der ::ir- 
•nordung des Gesandt ::vcaafüsrates vom Rath, 
gleicher v.ortlaut auf B1.215 in der :';usan- 
menfassung vom 2.1.i,1v3^ 

B1.211 istaatsfeindliche Äußerungen bezüglich aer 
Judenve rf o Igungen 

B1.217 Zerstörung judischer aoschäfte , gleicher 

.Vortlaut auf B1.222 in der Zusammenfassung 
vom 3.1.1939 



11.11.1938 



1.12.1938 



30.11.1938 



25-11.1938 



30.11.1938 

14.12.1938 
24.11.1938 

28.11.1938 

29.11.193s 
29.11.1938 
30.11.193Ö 



30.11.1933 



29.12.1938 



5007B1.260 Abtransport der Karteien und des ochrif t\vech-10.11 .193- 

sels des Jüaiscsen Zentralvereins zum 
SD-Ob -rabschnitt KLhe in Leipzig, Syndikus 



Sabatzky konnte nicht festgenommen werden 

Bl.^66 Siehe rsüellung von .«ertgegenständen anläß- 
lich der''Protestaktion'* gegen die Juden 



22.11.193s 



B1.262 Zustand der Räume des Jüdischen Zentralver- 29.II.I938 
eins - nicht zerstört 



B1.263 IjJnt Siegelung und Freigabe der Geschäfus- 
stelle des Jüdischen Zentralvcreins, Tä- 
tigkeit s verbot 



13.12.1938 



- 13 - 

3. Jüdische Personen 
3.1. Verfolgte (A-Z) 



7889 


Breisin, David 


1925-1929 


2433/48 


Eisenstedt , Jenny 


1941 


399/48 


Fleischaer, Ernst 


1926-1944- 


790? 


Engländer, Horst 


1939-1955 


399/49 


Franken, Max 


1941 


601 


Gabor, Schlomo 


1922-1937 


573 


Galanty,Mechel 


1931-1940 


590 


Gang, Moritz 


1937 


581 


Garf unke 1, Josef 


1922-1939 


646/67 


Gart enlaub,Ruc hei 


I9O6-I939 


572 


Geber, Frieda 


1922-1940 


558 


Gelb 


I93&-I939 


583 


Gelb, Adolf 


1927-1939 


571 


Gelbart, Mos es 


1924-1940 


621 


Gelernter, Norbert 


1932-1941 


646/24 


Gellberg, Sara Thea 


1939 


570 


Gelles, David 


1928-1939 


574 


Gelles, Lipa 


1938-1940 


646/165 


Gerber, Gha je 


1920-1921 


646/97 


Gerson, Golde 


1939-1940 


589 


Gerst, Alfred 


1934-1940 


603 


Ger st, Bruno 


1934-1939 


593 


Gevvür"cz, Jacob 


1926-1940 


622 


Gerst , Marianne 


1935-1941 


602 


Gersten, Lazer 


1922-1939 


569 


Gewürt z , Malka 


I930-I939 


604 


Gindsberg , Joseph 


1939 


555 


Gluzmann, Karoline 


1938-1939 


568 


Gnirrosiüh, Simon 


1938-1939 


594 


Gniwosch, Ghania 


1936-1939 


646/99 


Götzinber,Grete 


1939 


562 


Gold, Israel 

/ 


1938-1941 


566 


Goldfaden, Salka 


1933-1939 


565 


Goldfinger, Chaim 


1923-1939 


600 


G Idmann , Hajis , Dr . me d . 


1929-1939 


567 


Goldberg, Rafael 


1936-1939 


560 


Goldraann, Isaak 


1933-1939 



.-^i^ 



576 


Goldstein, Albert 


1924-1939 


617 


Goldschmidt, Alfred 


1935-1938 


618 


Golaschmidt,Hans Peter 


1935-1939 


575 


Goldstein, Israel 


1923-1942 


599 


Goldstein, Joachim 


1937 


580 


Goldstein, Toni 


1938-1939 


596 


Goldsztejn, David 


1937-1939 


597 


Gompertz, Ursula 


1938 


646/ 94 


Gorne,Gerd 


1938 


561 


Gotelf ,Pai7/el 


191Z|.-.193g 


646/76 


Gotölieb,Ilse 


1938 


646/69 


Gott lieb, Rudolf 




564 


Gott lob, Michael 


1932-1939 


598 


Gottschalk, Helga 


1938-1939 


577 


Graber , Abraham 


1938-1939 


563 


Graber, Ghaim 


1930-1941 


554 


Gradus, Israel 


1938-1939 


557 


Grae3se,Elsa 


1939-1940 


592 


Grau, Simon 


1938-1940 


579 


Gross, Ghaim 


1938-1939 


582 


Gross , Ohar lo t Le 


1935 


585 


Großnaß , Hermann 


1934^1939 


646/73 


Grube 1, Lisa 


1938-1939 


646/147 


Gruberger , Fritz 


1931-1938 


646/4 


Grubstein, Sara 


1927-1941 


591 


Grünbaum, Hersch 


1923-1938 


578 


Griinberg , Mar iem 


1938-1939 


637 


Grünfeld, Susanna 


1942 


559 


Grünspan, Marianne 


1 933-1939 


606 


Gutmann, Robert 


1930-1938 


640 


Gutter,Rosa 


1943 


710 


Haas, Benjamin 


1936-1939 


1133 


Haas , Le on 


1938-1940 


879 


Haber, Maximilian 


1935-1939 


1135 


Hahn, Herbert 


1938-1940 


861 


Halpern, vVilly 


1932-1942 


1216/187 


Harne 1, Marie 


1940 


1144 


Hauff, Marie 


1936-1945 


885 


ffi auptmami,Selok: 


1935-1938 



-15- 



1216/232 


Hei tler,Leo 


193/1-1939 


717 


Heinrich, Jara 


1939-1940 


ö05 


Held,Albert499§ 


1935-1936 


1216/234 


Heller, Bernhard 


1938-1939 


797 


HendlicZjFiszel 


1919-1920 


1117 


HemciiijMorduch 


1937-1938 


771 


Hepner, Icko 


1922-1925 


1216/237 


Her ling, Rachel 


1930-1939 


970 


Herschlik, Felix 


1927-1 938 


1080 


Herz, Max 


1921-1938 


9?^He«'öT 


SÄiOfflOH 




772 


Herz,Salomon 


1923-1939 


799 


Herzfeld, Rolf 


1936-1937 


718 


Hesse, Fritz 


1938-19^0 


837 


Hirsch, Er^.vin 


1937 


1021 


Hirsch, .Valter 


1941-19/4.2 


713 


Hirschfeld, Albert 


1937-1945 


1216/215 


Hirschfeld, Marie Sara 


1941 


1216/244 


Hirschfeld, Otto 


193/^-1938 


922 


Hirschhorn, Hirsch Israel 


1931-19/^.0 


1175 


Hof fner, David 


1933^1939 


1216/209 


Hof mann, ferner 


1936-19^0 


755 


Holländer , Oskar 


1928-1939 


712 


Hamburger, ^dith 


1937 


708 


Horn,//oif 


1936-1938 


716 


Horov/itz, Samson 


1938-1939 


800 


Hutterer,i!;ugen 


1936-1939 


1262 


Ibrahimbegowic , Isme t 


19^2 


1221 


Igel, Hermann 


1938-1939 


1261 


Imoczinska, Jozef a 


1944 


1259 


IsaakjISlias 


1933-1939 


1223 


Isaak,Kurt 


1938-1941 


1244 


Israel, Jonas 


1923-1947 


1233 


Israel, Jakob Michael 


1938-1939 


1258 


Israelsohn , Alfred 


19/^.1-19/^.3 


1217 


Issermann, David 


19O6-I912 


1235 


Itzihger, Josef ine 


1911-19/1.3 



-16- 



1309 

1364/23 
1242 

1290 

1312 

1245 
1231 
1234 
1230 
1236 

1839/25 
1547 
1839/8 
1664 

1839/23 
1839/17 

1839/173 
1839/168 
1839/26 
1631 

1617 
1548 

1839/205 
1 365 
1510 

1839/5 
1839/22 

1839/19 
1839/32 

1544 

1387 
1538 

1839/133 

1839/9 
1839/18 

1839/191 
1546 



Jabloriüky , Eugen 
Jacobi, Gustav 
Jacobson, i^rich 
Jacoby,Kurt 
Jakobowit z , Abrara 
Jakubowit seh , Tvlordc he 
Jamschon, Ghaim 
Jaiiischon,Leiba 
Jankowerner, Wolf 
Juda,Szaja 
Kalter, Israel 
Kalter, Osias 
Kamlut ,Rosa 
Kamitzer, Sigmund 
Kann, Albert 
Kanner, Moritz 
Kanste in, Käthe Sara 
Kanstein,Salomon Israel 
Karger, Isaak 
Karger, Israel 
Kar p, Michael . 
Kastner, Mo jzesz 
Katz, Bettina 
Katz, .Vilhelm 
Kauber,Diena 
Kaufmann, Erich 
Kaufmann, Hans 
Kauf laann, Isaak 
Kaufmann, Julius Israel 
KaufteiljGhaja 
Kessel, iviordche 
KesT:enbaum,E'elix 
iCnoblauch, Franziska 
Knoblauch , Jakob 
Körner, Fritz 
Kohn, Johanna 
Kolber, Israel 



1912-1930 
1934^-1939 

193/1^19/4.1 
1921-1933 

1935-1938 
1923-1933 

1938-1939 
1938-1940 
1939-19^0 
1922-1940 

I93S-I939 
1929-1938 

1935 

1924-1938 

1912-1940 

1941 

1941 

1938-1940 

1936-1939 
1926-1937 

1938-1939 
1938-1939 
1933-1936 

1938-1939 
1928-1939 

1 938-1 939 
1923-I929 

1939-1940 

1928-1939 
1936-1948 

1922-1939 
1935 

1935-1938 
1932-1942 

1938-1939 
1938-1939 



-17- 



1520 

1839/11 

1839/27 
2025/6 

2025/25 
1901 
2025 \^G 
2025/18 

2025/31 

1950 

2025/16 

1884 

2025/32 

2025/33 
2025/24 

2J504 
2025/15 

1905 

1922 

2025/27 

2025/12 

2025/20 

2025/10 

2025/4 

2025/21 

2025/29 

2025/7 

20:-5/28 

2025/11 

2025/30 

2025/69 

2025/9 
2025/8 

2025/23 
2025/22 



Krämer, Pinkas 
Kroii;^ , Iriaen- ard 
Kugler, Josef 
Lachmann , Moritz 
Lachmann, .ialter 
Larabek, Hirsch 
Lanibek, Oskar 
Landau , Gha j e oc he ine 
Landau, Z alle 1 
LaridsbergjLeon 
Lastmann, Salo 
Lederberger, Moses 
Leibel,D\vojne 
Leibstein, Julius 
Leidinger, Erwin 
Leipziger, Walüer 
Leiser, Heinz 
Lempart ,3ara 
Lenhard, Oskar 
Lerner, Margarete 
Lese her, David 
Lewin, Guonon 

Lewin, Käthe 

Lewin, Willy 

Lev^insonri, Siegbert 

Levy,r^/iartin 

Leyser,Geoerg 

Leyser, Horst 

Lichtwitz, Eva 

Liebenthal, Susanna 

Litt mann, Sara 

Löbenstein,Levi 

Loewy,Karl 

Looser, Alice 

Lotse, Max 



I930-I939 
1937-1 938 
1921-1930 
19OB-I930 
1930-1939 



1931 

1939 

1^37 

1937 
1 940 

1939 
1938 

1939 
1937 

1939 
1940 

■1939 



1938 

1925- 
1938- 
1 91 0- 

1923- 
1938- 
1931- 

1923- 
1938- 
1936- 
1936- 
1938- 

1935- 
1938 

1935 
1938 
1942 

1931 

1927 

1938- 

1932- 

1934 

1936- 

1939 
1'942 

9938 



1938-1946 
I934-I9Z1.9 



-1939 

1939 
■1939 

•1939 



X 



-1ö- 



2284 
2220 
2307 

2297 
2281 
2280 
2296 
2283 

2275 
2276 
2286 

2309 
2126 

9 

2279 
2301 

227s 

2303 
2129 

2267 
2291 
2182 
2200 

2063 
23O6 
2304 
2127 



2299 



2274 

2273 
2260 

2117 
2112 
2298 

2133 
2 185 
2285 



ivlahlmann, Max 

Mainzer, Leopold 

Malzoff, jalter 

Manjla, Adolf 

Möinela, Jacob 

L'lannhe im, Arthur 

MaripeljRudi 

Marienberg , Isaak 

Markendorf , Ge org 

Markowitz, Siegfried 

Mar sc hak , Sawe 1 

Mathe s', Klara 

Ma^^ , Richard 

Mayer, Max 

Mayer, Schleimer 

Mayers t ein , Fritz 

Meerfeld, Max 

Mendel, Harry 

Mendel , oiegbert 

Menaelsohn-Barthüldy, Edith 

Mendler,GusT;i 

MendlewitschjLea 

Messing, Israel 

Meyer, Hugo 

Meyer, Isidor 

Meyer, Valery 

Meyerowitz, Peter 

Michael, Paul 

Michael, Otto 

Michaelis, Krnst-Günter 

Michaelis , .Villy 

Michlewit seh, Leib 

Michlewitsch,Sally 

Mohr, Ernst 

Molkner, Karl 

Montag, Siegmund 

Moronovvcz , Jakob 



I93Ö 

1936-1942 

1932-1941 

1936-1938 

1938-1939 

1937 

1922-1939 
1936-1940 
1931^1939 

1930-1935 
1930-I940 

1937-1939 

I930 

1937-1938 

1935 

1935 

1938' 



1933 



1 928- 



"I939 
■19^5 
.1938 



1 938-1 9W 
1919-1943 

1920-1939 
1922-1942 

1932-1939 
1932-37 
1938-1939 
1937-1945 
1 932-1 942 

1936-1939 
1925 

1893-1939 
1 922-1 940 

1927-1940 

1938-1939 
1921-1943 

1938-1940 



-1 9- 



2317/29 

2317/31 

2128 

2116 

2305 
2160 

2322 
2331 

2433/13 

2339 

2353 
2320 

2329 

2334 

2433/6 

2338 

2352 

2333 
2337 
2363 
2330 
23I8 
2332 

2357 
2336 

2354 
2335 
2327 
2341 

2319 
2360 

2336 
2328 
2340 



Moses jNatliaa 
kioschkev/i o z , i^rne stine 
Mottet, Alfred 
Müller, Moses 
Mult er, Salomon 
MuscheljSzaja 

KT achf olger, Sara 
Nadel, Heinrich 
Nadel, Moses Hirsch 
Nadelreich, Leo 
NadelreiEh, Schülern 
Naimn, Berthold 
Nathan, Hans 
Nathan, Rolf 

Nathansen, Gabriel 
Naumann, Mau-c 
Nebenzahl, Sc hmelke 
Nebenzahl, //olf 
Neger, Julius 
Neger, Moses 
Neger, Salo 
Ne sc hling , Samue 1 
Neubauer, Sc hlome 
Neufeld, David 
Neufeld, Minna 
Ne uin ann , Ab r a h am 
Ne umann , Abraham 
Ne umann , Ludwig 
Ne umann , Markus 
Neumann, jRegiaa 
Neumsinn, //al üer 
Not hm ann , Mart in 
Nothmann , ^^inna 
NusinoÄ, Adolf 



1':^39 

'9^9-19^2 

1938-1939 
1915-1940 

1929-1940 

1922-1932 



1930. 

1938- 

1928. 

1922. 

191 6. 

1938- 

1938 

1935- 

1935- 
1920- 

1917- 
1919- 
1936- 
1921- 
1938- 
1936- 

1925- 
1938- 

1939 
1926- 

I9I6- 

1935- 
1925- 

1936- 
1926- 

1937- 
1937- 
1928- 



-1939 
-1939 
-1932 
-1936 

-1939 
-1939 

-1938 
A 941 

■19^4- 

-1938 
.1943 

•1939 

■1939 

■1939 

■1938 

■1939 
.1939 

•1939 

•1939 
■1942 

•1938 
■1939 
•1939 
•1938 

•1939 
■1938 



-20- 



di'\Z 


Nußbaum, Bernhard 


1912-1938 


23i>5 


Nuss bäum, Max 


1937-1939 


2362 


Nußbaum, oamuel 


1930-1939 


247? 


e s t e r r e i c h e I' , H ari s 


1929-1939 


2455 


Oesterreicher, Sulanith 


1935-1939 


2484 


Ose Ika, Mendel 


19^9-1936 


2470 


Ostreger, Karl 


1926-1939 


2473 


Ost reger, Moritz 


1938-1 94-0 


2472 


Ostrodski, Max 


1929-1939 


2487 


OstrcWvjr, David 


1909-1942 


2816 


Pachtmann, Moses 


1938-1939 


281? 


Pacht m.ann, Fessel 


1938-1940 


2812 


Palaszniki,Golda 


1923-1940 


2604 


Pax'naß, Israel 


1912-1941 


2814 


Parysiak,Szyja 


1924-1939 


2610 


Peczenik, Ascher 


1 908-1 940 


2854/12 


Peiser, Fanny 


1926-1940 


2811 


'Toni, Pergament er 


1917^1939 


2645 


Petruschke,Max 


1923-1939 


2815 


Petruschke , Schulim 


1938-1939 


2804 


Pf irsichbaum, Fritz 


1937-1939 


2601 


Pf ir sie hbaum, Hermann 


1911^19^^2 


2801 


Phillippsohn, Julius 


1935-1937 


2607 • 


Platzek, Albert 


1914-1936 


2603 


Plotek,Malke 


1920-1941 


2806 


Plotek,LIoritz 


191 8-1039 


2807 


Podolanski, Kerman 


1932-1937 


2802 


Pomeranz, Arnold. 


1933-1940 


2321 


Popper, Joachim 


1929-1942 


2823 


Popper, Marie 


1923-1940 


2825 


Porges,Paul 


1921-1939 


2608 

t 


PotokjJuda 


1924-1940 


285^/67 


Prinz, Adolf 


193B 


2818 


Prinz, Isaak 


1924-1940 


2819 


Prisel,ßli^a 


1935-1937 


2824 


Prisel, Marie 


1936-1940 



-21- 



2857 

3114 

2919 
3117 
2895 
3104 

2906 
2918 
3322 



2909 
3115 

3122 
2901 

3101 

3400/53 

3109 

2961 

2902 

3124 

3144 

3148 

2896 



v^iuaas , Johanna 
HachvvalskijSlojine 
Radzivviller, Rachel 
Radziiyiller, Rey;ina 
Raf alo wie z, Jankiel 
Rand, Sali 
Rapaport , Israe 1 
Rappaport, David 
Raschewbacb,Moschek 
Raskin, Marien 
Rat h, Phillip 
Rauchwerk, Susche 
Recht, Isidor 
Reiber, Mircia 
Reiber, Samuel 
Reich, Abraham Israel 
Reich, Lazar 
Reich, Leo 
Reich, Samuel 
Reichler, Abraham 
Reig,Mortko 
Reinin,:er, Jaques 
Reiss,Golda 



2915 


Reiter, Isaak 


2907 


Reiter, Isaak 


2916 


Richard, Agnes 


2908 


Nuchim,Rieß 


3110 


Rimalovver , Josef 


2889 


Rimalower , Rita 


31 66 


Rismak, Lazar 


3121 


Rißmak,iiJrich 


3145 


Rittberg, Siegfried 


3149 


Ritwo , Naum 


3349 


Riwkin , Sc hmui 1 


3313 


Rochocz,Kurt 


3150 


Rößler,Ghuma 


3143 


Rosen, Hersch 


3303 


Rosen, Leon 


3210 


Rosenbauni, David 


2991 


Rosenbaum , Edith 



1 942-1 ^/V7 

1923-1939 

1938-1939 
1936-1 930 
1934-1939 
1938-1940 

1925-1937 

1938-1939 
191 6-1 940 

1938 

1927-1940 

1932-1940 

1938-1939 

1939 

1938-19^1-0 

1941-19^1-2 

1925-1940 

1933-1936 

1938-1939 

1921-1939 
1938-1940 

1935-1936 
1^38-1939 
1938-1939 
1 926-1 939 

1939 

1923-1939 
1937-1940 

1938 

1921-1939 

1937-1938 

1936-1937 

1935-1939 
1920-1940 

1913-1939 
1 924-1 942 

1935-1940 

1 91 8-1 942 

1922-1941 
1939 






3400/35 


Hosenbaum, .üioias 


191^1.^19/1.0 


33^6 


RosenbaujJ, Josef 


1936-1939 


3126 


Rosenbaum, .Volf 


1932-1938 


3147 


Rosenberg, Leo 


1935-1939 


2960 


Rosenberg, Samuel 


1936-1939 


3086 


Rosenberg, //illy 


1925-1943 


3214 


Rosenblatt, Hersch 


1 905-1 949 


3123 


Rosenblum, Leib 


1927-1936 


2887 


Rosenblut, Jakob 


1936-1939 


3315 


Rosenblüth, Selig 


1 91 6-1 940 


3146 


Rosenduft , Israe 1 


1928-1932 


3102 


Rosenfeld., Israel 


I930-I939 


3142" 


Rosenfeld, Jeremias 


1931^1940 


3108 


Rosenfeld, Maier 


1 938-1 940 


2917 


Rosenfeld, Therese 


1938 


2903 


Rosenheim, //alter 


1939-1940 


3116 


Rosenkran 7,, Nathan 


1928-1939 


2890 


Rosen t aal, David 


1931-1940 


3400/80 


Rosenthal, Betty Sara 


1939 


3125 


Rosenthal, Heinrich 


1926-1 93s 


2886 


Rosenthal, Isidor 


1929-1939 


3112 


Rosenthal, Josef 


1926-1940 


2913 


Rosenthal, Otto 


1928-1939 


3213 


Rosenzweig, Fritz 


1922-1939 


Äeeea-Bweig, 






3II8 


Rosenzweig, Jalcob 


1937-1938 


2965 


Ros enzwe ig , Mende 1 


1924-1938 ^ 


2995 


Rosner, Jonas 


1920-1939 


31 06 


Rotcaig,iTaftal 


1 938-1 939 


2893 


Rothenberg , Han s 


1938-1939 


2892 


Rothschild, Fritzi 


1938-1939 


3151 


Rotstein, Berek 


1929-1939 


2891 


Rot stein, David 


1 925-1 934 3 


3302 


Rotstein, Schmul 


1917-19I8 f 


2910 


Rotler,Sugenie 


1936-1938 


2993 


Rotter, Israel 


1920-1939 


2885 


Rotter, Josef 


1928-1939 



•^> 



3101 
2912 
3120 
3332 

3347 
3107 
3309 
3215 
320s 

3207 
2992 

3105 
2911 

3350 

3119 



2894 
3450 

3499 
3756 
3562 

3577 
3585 
3611 

3797 
3622 

3615 
3845 
3644 

3609 
3564 
3448 

3605 
3420 
3476 
3481 
3441 
3610 

3594 
3697 



Rottcr, Joccf 
Rot t er, Mendel 
Rotter, Pesia 
Rüben, Hugo 
Rubin, Aren 
Rubin, Chemie 
Rubin, Frieda 

Mailecb, Rubin 
Rubinstein, Bernard 
Rubinstein, Josef 
Rubinstein, Leib 
Rückel,Golda 
Rücke 1, La ja 
Rudkjvsky , Isidor 
Rudkowsky, Her sehe 1 
Rudnik,Roza 
Rus che witzky, Simon 
Ryngier,Majer 
Sachaenhaus, Phillip 
Sachsenh aus, Rebe ca 
Sager, Leo 
Salamon,Gilja 
Salainonc zifc, Is aal^ 
Salata, Ghaim 
Sadomon,Esra 
Saloraon, Gerhard 
Salomon, Heinz 
Salomon, Hermann 
Salomon, Horst 
Salomon, Israel 
Salohion, .Volf 
Salomons , Frieda 
Samler, David 
Samson, Josef 
Sand, ^olfgang 
Sandstein, Ghil 
Satory, Isaak 
Secemski,>kron 
Seceraski , Rywen 

öeelenfre und, Bruno 
Seemann, Kurt 



1028 1939 

1938-1939 
1936-1940 

1 937-1 941 
I920-I940 
1 920-1 940 
1937-1940 
1913-1922 
1935-1940 

191 8-1 939 
1914-1936 

1919 
1938-1940 

1936-1939 
1920-1934 

1936-1937 
1 91 8-1 942 

1932-1936 

1939 
1938-1940 

1912-1938 

1931 

1922. 

1924. 



A y ^^ 



•1939 

•1939 
.1940 

•1939 
■1938 

■1937 

•1938 

•1939 

-1939 

•1939 
•1939 



1917 
1930 

1937 

1935 
1924 

1926 
1938 
1937 
1938 

1919 

1938-1939 
1922-1939 

1910-1938 
1938-1940 

1925-1939 

1938-1939 

1928-1937 



/ 


-24- 




3^55 


Segal, Heinrich 




34^4 


Segal, ochmul 




3817 


Segel, Israel 




31^23 


Seiden, Henri 




3657 


Seidler, Esther 




3^49 


Seidler, Jacob 




34-14 


Seidler, Leo 




3494 


Seidler, Mar j a 




3691 


Seidowsky , Adolf 




3790 


Seidowsky, Siegfried 




3445 


Seile, Abraham 


f 


3738 


Seinwe Is , Heinrich 




3484 


Sekerjajeb, Scheib 




3613 


Sei ig, Hans 




3475 


Solinger,. Jendel 




3722 


Selinger,Salonion 




3604 


Sei 1er , Abraham 




3853 


Seiler, Zurthel 




3616 


Sender, Ghaim 




3620 


Serok, David 




3589 


Seß 1er , Abraham 




3596 


Sichel, Max 




3550 


Siegelberg, Heinrich 




3495 


Siegelberg, Isaak 




3530 


Siegler,Ji)gon 




3598 


Sieg 1er, Herbert 




341 


Sieradzki, Moritz 




3788 


Sieradzki, Samuel 


• 


3624 


Sigal 1 , Joachim 




3731 


Sigall, Josef 




3452 


Sigall, Martin 




3703/04 


Sigall,Salomon 




3500 


Silberberg, Ghaim 




3847 


Silberberg, Frieda Sara 




3619 


Silberberg, Markus 




3780 


Silberberg, Simon 




3617 


Silbermann, Benno 




3706 


Silbermann, Hersch 




3586 


Isaak, Silbermann 




3453 


S i Ib e r mann , IteßS 





1930-1939 

1938-1940 
1929-1939 

1924-1941 
1936-1938 

1938-1939 

1930-1939 

1933-1939 

1929-1940 
1935-1940 

19J8-1940 

1920-1939 
1944 

1937-1938 

1923-1940 

1922 
I9O4-.1939 

1938-1940 

1925-1937 
1936-1940 

1921-1939 

1938-1939 
1922-1950 

1938-1940 

1935 
1938-1940 

1932-1938 

1936 

1920-1938 

1923 
1932 
1917 



.1936 
■1937 

'I943 
.1 940 



1938 
19^40 

1935-1939 

1921-1939 
1928-1940 

191 8-1 938 
1938-1940 

1933-1937 



•25- 



3606 
3607 



3717 

3715 
3721 
3816 
3841 

5900/53 

3489 

3491 

3521 
3805 
3900 
3465 
3483 
3412 
3431 
3647 
3900 

3413 

3435 

34ö8«fce*fiife 
3626 

3713 
3618 

3470 
3815 
3543 
3496 
3492 
3645 
3478 

3637 
3418 

3653 
3749 
3733 
3777 
3623 

3443 



oilbermann,Mordolai 
Silbermaxin, .v'enzel 
Silberraann, Zoltan 
Silberfeld, Hans 
Silberlcweit ,Lew 
Silberstein, Erich 
Silberstein, Isaak^ 

Bilberstein, Salomon 
bim on, Werner 

Sindel, David 

Singer, Anczel 

Singer, Israel 



.1/0 If 



«"1 ^ 



P'P 



r, Georg 



Sinf 



.Ser,KaxL3 
Singer, Leo 
Singer, Max 
Singer, Mendel 
Singer, Samuel 
Singer, Susanne 
Singer, jolf 
Singf er, David 
Skaler, Norbert 
Skarnik, Benjamin 
SkoraorowGky, Isabell 
oobeljLeib 

Sobelmann, Alfred 
Sobelmann,iL'rich 
Sobelmann, Kirsch 
Sochaczewer, Gerhard 

3ochaczev;ska,Bluma 
Sokal,Blima 
Sokoler, Izaak 
Soldinger, Moses 
Sommerfeld, Ernst 

Sommerfeld, Hermann 
Sonder, iirtur. 

Sondov/it seh, David 
Sonnenberg, Adolf 
SonnenreiQh, Szulem 
Sonnenschein, Adolf 
Srodek, Jakob 



a 



1920 

1 905-1 9O6 

1920 

1928-1939 

1928-1937 

1936-19-^1 

1917-1938 

19O6-I9I6 

1935-1938 
1938-19^+0 

1923-1939 
1910-1939 

1936 

1938-1939 

1930-1938 

1934-1939 

1938-1940 

1923 



1931 
1938 

1933 
1937 
1930 

1927 
1929 



-1938 



1930- 
1936- 
I9I8- 
1934- 

1933- 
1938- 

1931 

1932- 
1936- 
1930- 

1931- 
1921- 

1922- 

1915- 
1934- 
1939 



-1939 
-1940 

-1 939 

■1 940 

1936 

1935 
1941 

1937 



n 
^ 



-193 

-1937 
-1940 

■1940 

■1939 
■1937 
■1944 

•1936 
1929 

1936 

1940 

1942 



-Zb- 



3522 

3590 
3629 
3742 
3743 

3493 
3490 

3621 

3442 

3900 

3497 
3784 

3485 

3426 

3447 
3558 

3553 

3962 
4358 

3915 
3930 
4002 

3933 
3932 
39ÜÖ 

3913 
4035 

4001 
4488 

3937 
3928 

43>5 
4343 
3972 
4349 
3946 

4537 
3940 

3996 

4003 



SrodekjRyfka 


1938-1939 


Srodek, Meier 


1923-1925 


ouchestow,Ghaja 


1938-1940 


Süss , Frie dric h 


1 91 9.1 920 


SüsSjHersch 


1929 


Süßmann , Salomon 


1919-1939 


SuhljUrew 


1938-1939 


Sygall,Lea 


1939-1943 


Szaja, Leser 


1919-1935 


SzilitjMoszek 


1933-1940 


Szladkov/ski , Feige 


1933-1938 


Szlafsztyn,Marjem 


1938-19^0 


Szlafszteyn,Mordka 


1934-1936 


Sznicer,Jankel 


1938-19^0 


Sppigelniarin,Moi.x^esz 


1931 


SzwarcbergjAbrarn 


1938-1939 


Szyjxa, Jonas Chaim 


1923-1947 


Szyja,Rosa 


1938-1947 


Schacher, Mo rdko 


1935 


Schächter, Heinrich 


1933-1936 


Schächter, Itzig 


1920-1939 


Schagrün,Leo 


1938-1940 


Schagnöiijgara 


1938-1940 


Schanzer, Aron 


1938-1939 


Schanzer, Bella 


1930-I939 


Schanzer, David 


1936-1940 


Schanzer, Feigel 


1938-1939 


Schanzer, Joachiiü 


^936 


Schanzer , Mar ie 


1930-19^:0 


Schanzer , Zelda 


1932-1936 


Schapira, Ghaim 


1938-1939 


Schapira,Chaim 


1923 


So hapira, Nathan 


1 91 9-1 940 


Schapira, Salomon 


1924-1938 


Schapiro, Irene 


1935-1939 


ochapiro,Efiiii 


1923-1931 


Schapiro, Ruw in 


1928-1938 


Scharf , Israel 


1929 


Scharf , Jacob 


1938-1939 


Scharf, Siegfried 


1934-1939 


Scharf ling, Oskar 


1938-1940 



■2'/. 



3925 

3': 



3yi8 

391^ 
4093 

4538 

4084 

3950 
4 543 
4646 
3924 
3944 

3939 
3909 
3949 
3906 

3931 

4245 

4406 

3905 
3916 

3963 

4004 

3935 
3920 

4249 

3951 
4435 
4701 
4283 

4285 
39^8 
3911 

3919 
4020 

3945 

39^3 
3910 

3941 

3938 



Sc harf s t e in , Abraham 
3chc.tz, Desederins 
SchaoZjiürvw'in 
Scheindlinger, Ita 
Sc he ine r , Maye r 
Scheiner, Sindel 
Scheinmann, Josef 
Sehe inowitz, Selig 
Sehe 1er, //ofgang 
Schenkel, Izak 
Schenkel, Karl 
Sc he nke 1 , Mos e s 
Sc henke 1 , Fanni 
Schenker, Mendel 
Schenker, Us eher 
Scherzer, Viktor 
Scherzer, Zipora 
Scheskin, Israel 
Scheuer, Hirsch 
Schidlow , Ghaske 1 
Schidlowjivlathes 
Schidlow, Salomon 
Schiffmann,Hoschir 
Schild, Leopold 
Schimmel, Benjamin 
Schindler, Max 
ochlaJc , Israel 
Schlagran, Heinrich 
Schlangenkopf ,Gara 
bchlanger , Reisla 
Sc hie ichkoren, Keni 
Schleichkorn, Hirsch 
Schleichkorn, Regina 
Schleier, Alexander 
Schlesinger , Sophie 
Schmeidler,Leib 
Schmerler, Mendel 
Schmerler, Jitta 
Schmerzler, Karl 

Schneid, Mendel 



1920. 
1936. 
1934. 
1935- 

1933- 
1926. 
1922. 
1924- 
1 934. 
1922- 
1926- 

1925- 
1932- 
1938- 
1923- 
1935- 
1938- 
1920- 

1937 

1931- 
1935- 

1905- 
1933- 
1903- 
1926- 

1889- 
1904- 
1931 
1924 

1938 
1938 
1920 
1924 

1935 
1 927. 

1919 
1909 
1938 
193s 



•1 941 
•1 940 

•1939 
1939 
■1940 

-1940 

-1931 
-1949 

-1940 

-1940 

-1939 

-1939 

-1939 
-1940 

-1939 
-1938 
-1940 

-1928 

-1937 
-1936 
.1935 

-194-0 
■1939 

- 1 940 

■19^0 

-1920 

•1933 
•1933 

.1940 
.1940 

■1 940 
•1 940 

•1937 
■1939 



-1939 
■1939 

.1940 
.1940 



1938-1939 



-28- 



4173 
3904 
3922 

4713 
4579 
3961 

4340 

3921 

4877 
4194 

3947 
3903 
3917 

4482 
4610 
4172 

3934 

4705 

3926/3927 

3901 

4264 

4491 

3907 

4478 
4492 

4900/15 
3942 

3960 

4174 

4053 
3929 

4180 
3912 
4484 

3943 
4915 
7024/33 

4914 
7023 
7024/12 



Sctineider,-^da Sara 
ochnitmarin, Jeanette 
Schnitmann, Ruivin 
Sc hni t mann , J ake 1 
Sclanitlniann, Sarah 
Schnit z er , Ar on 
Schönbrot , Abraham 
Schönbrot , Ef raim 
Schönemann, Mandel 
Schönfeld, Ghaim 
Schömvasser , Hans 
Schräge, Samuel 
Schreiber , Julius 
Schreyner, Moritz 
Schuck, Olga 
Schütze, Frieda Sara 
Schuldenfrei, Hirsch 
Schullehrer , Salomon 
Schulmann , Isaak 
Schulsinger, Jakob 
Schulsinger, Mos chek 
Schumer, Abraham 
Sc humer, Aron 
Schumer, Josef 
Schume r , Juda-Le ib 
Schuf sheim,Sindel 
Schwamenau, HermanijL 
Schwaraenau, Spulen 
Schv\/artz , Karl Israel 
Schwär zbard, Leib 
Schv/arzbard, Schabse wolf 
Schwarzberg , Ilse 
Schwarzmann , David 
Schv/arzmann, Isaak 
Schwarzmann , Jakob 
Speier, David 
Spektor,3ine 
Spe kt or ow , Ge dali 
Spektorow,Nison Mordchai 
Sperber, Schy ja 



1941 
1 91 ö- 
1911- 
1934- 

I9II- 
1923- 

1922- 
1937- 
1923- 
1937- 
1937- 
1917- 
1935- 
1937- 
1936- 
1 942 

1925 

1933 
1924 

1937 
I9I8 

1938 
1913 
1931 
1938 



1939 
1939 
1935 
1928 
1940 
1940 

1939 
1940 

1939 

1938 
1940 

1939 

1939 
1940 



-1940 



-1937 
-1938 



■1939 

■1935 
■1932 

•1939 



1935 

1921-1940 

1940 

1928-1943 
1922-1926 
1941 
1927-1938 

1938-1939 
1935-1 9^+0 

1917-1939 
1929-1940 

1920-1939 
1920-1934 

1919-I9Z1.0 



'.;_^- 



7Ü2V3 


Sperling, üJster 


7024/34 


Speth, Ludwig 


4905 


SpieH;el,Ge"bzel 


7024/30 


Spiei^el, Josef 


7024/13 


Spiegel, Jude s 


7024/18 


Spiegel, Leiser 


7024/23 


Spiegel, Siegbert 


7021 


3piera,Sara 


7024/11 


Spr ei, Marie 


3498 


Sprei,Salomon 


7024/27 


Sprung, Erna 


7024/9 


Sprung, Jacob 


7024/1 


Sprung, Moses 


5062 


Stadtländer , Fritz 


5005 


Ständig, Samuel 


5024 


Stamberger , Simon 


5263 


Stark, Helene 


5022 


Stark, I^ddor 


4928 


St aub , Sara 


5241 


St auber , ITat hnn 


5267 


Stechler, Moses 


5137 


Steigmann, Gzarna 


3900/51 


St e iginann , El ias 


4931 


Su e igrnann , Le v 


5018 


St e igrnann , .viordko 


51 60 


St e igrnann , Me chlie 


5085 


■St e igrnann , Nat ha n 


5061 


Steigmann, oc ha Je 


5075 


Stein, Beirach 


5034 


Stein, Israel 


5135 


Stein, Jakob 


5265 


Steinfeld, Jonas 


5242 


Ste inhauer , May 


5139 


St e init z , V/o If g ang 


5070 


Sreinmarder, David 


8264 


Stelzer, Frieda 


5011 


Stern, Helene Sara 


5244 


St e rn , He rmann 


5262 


Stern, Jechil 


5007 


Sternberg , Jac ob 



1937 

1 91 7 

1905 

1919 
1938 

1923 
1936 

1923 
I930 

1937 
1936 

1 938 

1923 
1920 

1932 
1920. 

1938 
1921 

194-1 

1926 

1 904- . yc,^ 

1938^1940 

1938-1939 

1939 
1924- 

1938 

1923- 
1923- 
1938- 
1911. 
1924- 

1935- 
1926- 

1941. 
1919- 



.193^ 
•1 9^0 
•1 g^t-o 
■19^0 
.19^2 
■194-3 

•1938 
.19^0 
.1940 

•1939 
■1939 
■1938 

■1936 

■1939 
-1940 

-1939 

-1942 
■192.^ 



2 



194 
1932- 
1923- 
1938- 

1936 



.1943 

•19^0 

.1944 

.1940 

.1934 

■1939 
.1940 

•1939 
.19^2 

■1939 

.1943 
■1938 
•1940 



^30- 



5266 
5256 
5122 

5033 

5226 

^977 

4981 

5136 

5173 
5114 

3900/52 

5264 

5172 

4968 

5107 

5159 

5048 
5216 

5191 

4980 
4961 

5435 

5700/46 

5560 

5437 

5565 

5333 
5406 

5303 

5421 

5377 

53^5 
5^5^ 
5647 
5516 
5496 

5672 

5399 

5393 
5369 



Ste rnbe rg , Malke 
St e rnb e rg , S i iü j n 
Sternberg, Schimon 
Sternheim, Abraham 
Sternheim, Heinrich 
Sternheim, Isidor 
St e rnhe im , Mende 1 
Sternlieb , Edgar 
St e rnr e ic h , Ge org 
Sternreich, Juda 
Stimler, Samuel 
Stimmler, Ar on 
Stopnitzer, Israel 
Storch, Moses 
Stotzky, Schaja 
Straßburg , Ghana 
Strauß, Leopold Israel 
Edith Streissler 

Stümler, Ghana 

3tümler,Uscher 

Sturm, Paula Sara 

Tadeliss, Israel 

Tann, Alfred Israel 

Tannenbaum, Ghai n 

•Tannenbaum, Manuela 

Tänzer, Klkan 

Tar g OS z, Josef 

Awram Tarschis 

Teichner, .Verner 

Teitelbaum, David 

Tempel, Beile 

Tempel, Laura 

Te mp e 1 , Manf r e d 

Tempel,Naphtali 

Tempel, Ghaskel 

Tempel, Samuel 

Tenenbaum, Ghaim 

Tenenbaum, Meyer 

Tenenbaum, Samson 
Tenzer, Israel 



1 920-1 940 
1936-1940 

1923-1940 

19l9_ig20 

1932-1939 

1937-1939 
1 938-1 9'^^0 

1 936-1 S42 

1932-1938 
1905-1939 
1938 

1935-1943 



1917- 
1929- 
1926- 

1925- 
1 920. 

1931- 
1924- 

1925- 
1942 



1 



922. 



1927- 

191 8' 

1929- 
1920. 

1933- 
19I8- 

1935- 
1922- 

1925- 
1937- 
1938- 
1916- 
1938- 
1926« 
1923- 
1909- 

1921- 
1937- 



.1925 
•1939 

■1939 

.1940 

•1939 
.1942 

■1 940 
.1940 

-1940 
.1942 

-1939 

-1933 

-1929 
-19 38 

■1937 
-1936 
-1936 
-1939 
-1939 
-1939 

-1939 
-1940 

-1939 

-1 940 
-1940 

-1938 
-1940 



-31- 



5370 


Tepper, Kurt 


1935-1936 


b^85 


Tepper, -volf 


1929-1940 


5367 


Tepper, Toni 


1932-1938 


5^^89 


Tepperinann, Izaak 


1927-1933 


5400 


Thal, Sit ta 


1923-1939 


5669 


Thau, ozulem 


1 91 2-1 940 


5700/13 


Thiebault, Adolf 


1939-1946 


5304 


Thorn,Dina 


1935-1939 


5471 


Top ins ki , Nuc he rn 


1926 


5523 


Trachtenberg, Rubin 


1932-1937 


5595 


Tr ac ht e nb e rg , Sams n 


1 920-1 940 


5358 


Tramer, lernst 


1935-1939 


5431 


Treumann, Juda 


1921-1936 


5368 


Triebv/asser, Gha ja 


1 938-1 940 


5446 


Triebwasser, Hermann 


1932-1942 


5477 


Triebwasser , ozloma 


1930-1931 


5644 


Trübwas s e r , Rywe n 


1 91 7-1 940 


5640 


Tr^esniower, Isaak 


1 91 6-1 91 9 


5518 


Trzesnio wer, Mendel 


1938-1940 


5320 


Trzesniover, Moritz 


1937 


5341 


Tschopik,Rosalie 


1939 


5510 


Tuchner, rieisel 


1938-1939 


5Z157 


Tugendhaft , Israel 


1937-1940 


5384 


Tuinpowsky , Seliaa 


1921-1940 


5366 


'r5rgenhaft,Iiudel 


1938-1939 


5468 


Tykoc inski , Rosa 


1935-1940 


5762 


Ucko, Hermann 


1936-1930 


5720 


Üeberück, üirna 


1942 


5739 


Uhrmache r , Le 


1938 


5710 


Uhrmacher , Sa loiaon 


1920-1938 


5755 


Ulimann, //olf 


1892-1 943 


5726 


Unger , oalomon 


^9^9 


5769 


Urbach, Josef 


1928-1941 


5770 


Urbach,Sally 


1931^1941 


5735 


Urbach, Karl 


1935-1940 


5713 


Ury, ',v alter 


1927-1938 


5939 


Verständig, Chaim 


1919^1924 


5850 


Verständig, Moses 


1 923-1 943 


5843 


Vogel, Lea 


1921-1922^ 



J)^' 



5825 


Vot:^el,Pinkas 


7617/2 


Wachsberg, Renata 


6071 


^vagner,Alma Sara 


6717/57 


;Vainberg, David 


6196 


Vvald, Jacques 


640^ 


w aldman n , Mende 1 


6359 


■.Valzmann , Sc hui im 


6290 


//anderer, Hirsch 


6420 


Wanderer, Max 


6^79 


V7ang, Edgar 


6336 


Wang, Leopold 


6287 


Wapnika,Rjrvvka 


6358 


;iVarniberg, Samuel 


6526 


i/^aschitz, Josef 


6284 


V/asserlauf ,Hinda 


6676 


^/asserlauf ,Leib 


65 9ö 


tos se rmann , Fe ige 


6292 


Wassermann, Max 


6537 


fcs se rmann , Samue 1 


6426 


-Vasse rmann, ,/olf 


6120 


Wajnrych, Ghaskel 


6225 


WajnbergjiVioses 


6237 


Wajsglas,3chloma 


6016 


Wat mann, Ras ia 


6103 


/veber, Israel 


62öÖ 


vVegn-r, -.manuei 


6202 


.Veil , Jakob 


6117 


Wei 11, Heinz 


6193 


Wein, Samuel 


6286 


Weinberg , Heinrich 


6218 


We inbe rg , Is aak 


6285 


Weinberg, Jacob 


6356 


Weinberger, Claim 


6620 


v7einberger,Hermanr 


6480 


Weingarten, Samuel 


6588 


Weininger, Samuel 


6463 


Weinrauch, Samuel 



1931 

1906-1940 

1941 

1932-1939 
1936-1937 

1926-1934 
1933-19/1.0 

1938-1939 
1932-1940 
1936-1940 
1934 

1938-1939 
1938-1940 

1923-1939 
1938-1940 

1933-1939 
1919^1939 

1936-1938 

1919-1939 
1925-1927 

1933 
1927 

1919-1934 
1940 

1937-1938 
193S-1940 

1938-1939 
1926-1937 

1936-1941 

1939-1940 

'1 93 5-1 940 

1938-1940 

1933-1939 
1928-1938 

1935-1938 
1919-1943 

1934-1939 



jy 



6005 


V/e ins 1 c k , Inkas 


1936-1939 


6216 


V/einstock, Samuel 


1938-1939 


6022 


We ins t e in , Albe rt 


1936 


651^ 


Weinstein, Max 


1926-19^-0 


6539 


V/e int raub , Ado If 


1931-1936 


6048 


V/eis, Mos es 


1912-1939 


6311 


V/e isbord, Joseph 


1923-1937 


6272 


Weiser, Ghana 


1919-1939 


6355 


Weiser, Ghana 


1938-1939 


6513 


Weiser, Max 


1937-1939 


6717/81 


Weißenstein, Heinz 


1938 


6242 


Weisser, Hersch 


1908-19^0 


6614 


V/eis3,Ghaim 


1920 


6357 


weiss, Helena 


1938-1939 


6109 


Weiß, Jakob 


1921-1940 


6205 


Weiß,Salomon 


1938-19^2 


63^6 


Weißel, Stephan 


1931-1938 


6368 


» Weißmann, Josef 


1937-19^3 


6601 


Weitz, Moritz 


1933-1939 


6187 


We Is ch , He rmann 


1915-1939 


6214 


Welzer,Max 


1938 


6110 


Welzer,Pinkus 


1914-1939 


6017 


Wenzel, Glara 


19^0 


6144 


WertheinijLutz 


1936-1938 


61 3^ 


Wesly, Hermann 


1926-1939 


6527 


West reich, Isaak 


1920-1939 


6414 


Wien, Regina 


1923-1939 


6217 


Wiesel, Anczel 


1938 


6104 


//iesenfeld, Friedrich 


1837-1940 


6021 


Wie tepsky , Erwin 


1936-1933 


6567 


WillneyGerschon 


1920-1939 


6278 


WilkomirskijNochim 


1938-19^0 


6538 


Windmehr, Aren 


1936-1938 


6011 


Witlmann, Benjamin 


1935-1939 


6353 


Wirth, Josef 


1931-1941 


6289 


Wischnitzer,Tauba 


1938-19^0 



-3^- 



6439 


■/vitteles,Kersch 


1909-1939 


6310 


Witte Ison , Nat han 


1923-1937 


6325 


Wittmann,iiJmanuel 


1923-1941 


6282 


V/o hl, Rubin 


-^9?^ 


8374 


Wotwiesel, Herbert 


1923-1942 


6531 


Wolf , Benjamin 


1923-1939 


6509 


Wolf,Isaak 


1930-1939 


6603 


Wolf, Israel 


1900-1912 


671 7A0 


Wolf ,Riven 


1929-1939 


6279 


Wolle, Ghaim 


1938-1940 


6523 


Wolle, Hersch 


1923-1942 


6283 


Wolle, Jacob 


1938-19^0 


6568 


Wolpert,Dora 


1922-1939 


6009 


Wolszlegier, Luise von 


1935 


6450 


Wydra, Meyer 


1934-1939 


6600 


Wr onke r , Rudo If 


1927-1938 


6478 


Wronker, Siegfried 


1935-1939 


6354 


Wrzos,Ghil Majer 


1939 


6315 


Wühl, Israel 


1920-1921 


6164 


Wühl, Jacob 


1933-1939 


6573 


Wühl, Mathias 


1922-1940 


6496. 


Wulf SQhn , Isaak 


I9I8-I935 


6280 


Wunder , Er ade 1 


1938-1940 


6806 


Z ab a, Sara 


l93^-*-"9^0 


7007 


Zander, Israel 


1915-1939 


6859 


Zander, Paul 


1937-1939 


7006 


Zbar,Babette 


1934-1936 


6809 


Zetingut, Moses 


1939-1940 


6897 


Zeiger, Josef Leib 


1923-1933 


6812 


Zelichower,Nanni 


1938-1940 


6751 


Zel lner,Ludv/ig 


1919-1940 


6884 


Zell ner, Rudolf 


1925-1938 


6744 


Zemachowitsch, Alexander 


1937-1939 


6811 


Zigler, Ghaim 


1938-1940 


6839 


Zig ler, Emma 


1930-1937 


6790 


Zimels, ^/ilhelm 


1938-1940 


6957 


Zimmermann, Fanny Sara 


1942 


6825 


Zimmermann , Franz 


1929-1939 


6846 


Zimmermann, Gittel 


1 938-1 940 



-35- 



6885 
6971 

6821 
6774 
6849 
6792 
6807 
6910 
6820 
6803 
6873 
6923 
6862 

6805 
6804 
6770 
6801 
6896 
6898 
6924 



Zingher,Lupu 
ZinghePjMoise 
Zips er, Adolf 

Zipser, Breindel 
Zolimaim, David 
Zollmann , Morit z 
Zollinann, Moses 
Zehnwirth, Jacob 
Zucker, Angelo Moise 
Zucker, Isaak 
Zucker, Josef 
Zuckerberg, Julius 
Zudkowitz, Isaak 
Zumer,Scheindel 
Zummer, Arnzel 
Zwecker, Jakob 
Zweifel, Alfred 
Zweifler, Leib 
Zwerge 1, IsL.ak 
Zwerge 1, Süljmann 
Zwicker, Ignaz 



I9II-.I933 

1925-1943 

1933-1939 
1938-1939 

1927-1939 
1934-1937 

1938-1940 

1938-1940 
1931-1939 

1938-1940 

1938-1939 
1928-1938 

1932-1939 

1932-1937 
1938-1940 

1938-1939 
1927-1939 

1938-1939 
1915-1940 

1923-1936 

1933 



- 36 - 



3.2. L'rrter TTachtra^ (A-Z ) 



58/1 ' 

58/13 

208/4 
208/110 
7831 
409 
208/2 
208/3 

220 

240/104 
240/91 

295/11 

295/7 

295/8 

295/27 

399/46 
399/1 

646/75 
424 

612/4 

425 . 

646/153 
418 

416 

1120 
906 
911 

1232 
1338 
1243 

1237 
1240 

1632 

1834 

1798 

1622 

1725 

1839/194 

1839/7 

2025/1 8 

2006 

1848 

1975 
2025/14 

1990 



Ächkermann, Ghaim 
Alt mann, Iser 
Abraham, Isaak 

Bäume 1, Vif ilhe Im 
Baden, Natheai 
Blumenthal , Ernst 
Bosch, Tauchel 
Brandes, Josef 
Broder, ;Elias 

Czaja, Johannes 

Doku;^, Josef 
Dura , Hans 

Ehrenkranz , Gilda 
Eisenbach, Georg 
Erlbaum, Rudolf 
Estersohn, Gittel 

Feuer, Israel 
Fischer, Adolf 

Glaser, Rudolf 
G las s, Ludwig 

Goldacker, Johannes 
Goldfaden, Adolf 
Graubart , Georg 
Grosz, Arnold 
Grüneberg , Paul 

He leine , Abraham 
He übe rger, Bernhard 
Heubertier, Josej^h 



Jacob, Max 

Jakubowitz, Herschi ik 
Jonas, Egon 
Joske, Julius 
Jünger, Robert, Israel 

Kahne, Markus 
Kauf m ann , Hans 
Kempner , Joac him 
Ke rn , Hanne heu 
Kirschbaum, Hermann 
Klebe, Herbert 
Kuznit zky , Emma 

Lehmann, Walt er 
Levy, Josef 
Liebl, Josef 
Li ebmann , Erna 
List, Edward 
Löwenberg, Erich 



I9I8-I930 
1931^1939 

1942 

1 905-1 941 

1922,1940-1941 

1923-1949 
1922 

1900-1939 
1904-1939 

1929-1951 

19^9 
1939-194-1 

1938-1939 
1933^1934 

1935 
1938-1944 

1921-1934 
1935-19^0 

1938-1939 
1926 

1930-1939 
1913-1938 

1923-1942 

1 937-1 9Zfi 



18 99- 194-4 

1929-1937 
1921-1939 

1929-1933 
1 942-1 943 

1936 
1914-1939 



1936-194-0 

1928-1939 
1936 

1926-1941 
1 926-1 942 
1930-1939 

1924-1939 

1 924-1 941 
1 929-1 941 
1 935-1 940 
1932-1938 
1928-1938 
1910-1939 



37- 



2213 
2087 
2135 
2113 

22^5 
2038 
2232 

2486 
2464 
2478 
2488 
2443 
2471 

2611 

2805 
2820 
2606 
2813 
2803 

33^^ 
3212 

3031 
3000 
3111 

3045 
3211 

3167 

3033 
3261 

'3387 
2966 

313^ 
2914 

3037 

3113 

3900/3 
3762 

3552 
3710 
3425 
3528 
3440 
3754 
3575 

4286 
4u21 

4313 
4807 
4324 
4652 
5003 

5145 
5021 

5599 
5357 
5591 
5392 



Mann, 'jValter 
Marcus, Mar Jim 
Marc usy, Max 
Mehnert , Ilse 
Menasc he , J ac ob 
Merkelt; , August e 
Müller, Hugo 

Ochsenhaut, Adolf 
Oc hsenhaut , Ros e 
Odenae iraer , Egon 
Odenheimer, Heinrich 
Ollendorf , Friedrich 
Oppe, Armin 

auch Paker Meerfeldt,Ghune 

Pinkus, Hertha 
Pohl, Fritz 
Presburger,Eliezer 
Priesel, Marie 
Proskauer,Hans 

Rafe, Albert 
Rapaport,Leo 
Reiber, Claim 
Reicher, Heinz 
Rein, Hermann 
Reindl, Josef 
Reis, Hermann 
Richter, Sally 
Rigick, Alexander 
Rosendeutscher , Ludwig 
Ros enb aum , Karl 
Rosenbaum, Werner 
Rosenberger,Ludv/ig 
Ros ens t e in , Ger son 
Rosenthal , Gustav 
Rothschid,Max 

Sandbank, Frieda 
Seckel, Heinrich 
Abi^aSegal , Abraham 
Segal, Esther 
SegaljFeiwel 
Se 1 in^' e y , He r mann 
Silberberg, Louis 
Simon, Isaak 
Skomorowsky , Hirs ch 

Schaub ,Hidegard 
Schauer, Richard 
Schiff, Rudolf . 
Schmerl,Rosa 
Schneider , Ernst 
Sc hülle hrer,Naft all 
Stern, Julius 
Sternberg, Isidor 
Stotzki, Moritz 

Tager, Meer 
Teicher, Julius 
Temkin,Schmul 

Teufelbaura,Natan 



193s. 
I9I6 
1930- 



192"^ 



CJ^ 



1 91 8- 

19A'-1- 
1932- 

1923- 
1938- 

1937- 
1919- 
1937- 
1920- 

1913- 
19I8- 

1928- 
1919- 
1935- 

1936- 



1939 

1939 
1939 

.1938 
.194-3 
■1939 

■1939 

■1939 

•1939 
.19^2 

■1939 
•1939 

.1940 

.19^1 
■194-6 

■1939 
•1936 
•I930 



1912-1942 

1920-1938 

191 8-1933 
1936-1937 

.1 925-1 94-2 

1934 

1922-1942 

1922-1938 
1915-1938 

1920-1938 

1894-1 91 5 
1933-194-2 

1931-1938 

1938-1939 
191 8-1 938 

1921-1938 

194-0 

1920-193^ 
1925-1939 

1917 
1930-1931 

1 920-1 939 
1939-194-0 
1 904-1 91 5 
1921-1935 



1936 

1938-1 

1932 

1907-1 
1 920-1 

1930-1 
191 8-1 
1919-1 
1 925-1 



939 

941 
937 

935 
928 
920 

934 



1912-1938 

1938. 

1907-1937 

1923-1924 



-3ö- 



56^3 

5891 
5953 

6320 
6410 

6051 
6186 
6194 
6510 

65^3 
6321 

6395 

6184 

6519 
6498 

6597 



Triebv/asser,Pinkas 

Vogel, Ghaira 
Vogel, Getzel 

Wahl,Hersch 
tfVald, Israel 
Waldmann, Nathan 
Wand, Josef 
Weich, Perez 
Weiraann,Ghaim 
We inbe rg , Is aak 
Weingarten, Abraham 
Weinre'b,Leib 
We int raub , Natan 
We inwur ze 1 , Chaim 
Weinwurzel , Josef 
Wolf,Chaskel 



1905-1935 

1928-1935 
1 920-1 942 

1921-1922 

1924-1933 
1931^1932 

1909-1941 

1936-1937 
1 927-1 928 
1925-1928 

1923-1927 
1910-1911 

1912-1913 

1922-1931 

1920-1932 

1920-1925 



- 39 - 



3>5, Zweiter Nachtrag (A - Z) 

Bei vyeiteren Arbeiten wurden (1990) noch Akten der Überwachung 
jüdischer Personen festgestellt o 



PP-S 



urn 1935 



5222 
282 
621 
622 
600 
617 
618 
557 
5083 
3666 
469 
637 
813 
805 
927 

922 
800 
1290 
1389 
1518 
1617 
1631 
1632 
1510 
1387 
1383 
1374 
1630 
5520 
1922 



Clemens , Käte 

Eisen, Leib 

Gelernter, Norbert 

Gerst, Marianne 

Goldmann, Hans, ür . med. 

Goldschmidt, Alfred 

Goldschmidt , Hanspeter 

Graesse, Elsa 

Graf , Hanna 

Gronich, Elie 

Grunbaum, Jakob 

Grunfeld, Susanne Charlotte Adelheid Paula 

Hasner, Walter 

Held, Albert 

Schv^jarz, Felix 

mit Hirschfeld, Käthe Amalie 

Hirschkorn, Israel Hirsch 



ugen 



Huttlerer, E 

üacoby, Kurt 

Junker, Erika, Dr. med. 

Karafiol, Chil 

Karf , Michel 

Karger, Israel 

Kahane, Marcus Jakob 

Kauber, Viena 

Kessel, Max 

Kleeblatt , Bernhard 

Knoblauch, Josef 

Kosiner, Robert, ür. med 

Kroch mal, Henriette 

Lenhard, Oskar, Dr. med. 



- 40 - 



PP~S 
2025/10 



Levvin , Käthe 
mit Lewin, Fedor 



mit Löwenben 



Ell 



2220 

2213 

2135 

2113 

2245 

2129 

2200 

2274 

2273 

2260 

2112 

2117 

2111 

2121 

2128 

2116 

2127 

2336 

2328 

2535 

3195 

3122 

2951 

3124 

3167 

3033 

3121 

3126 

2960 

3123 



3037 
3125 
3120 
3450 
3448 



Mainzer, Leopold 

Mann, V/alter 

Markusy, Max 

Mehner, Ilse 

Menasche, Jacob 

Mendel, Siegbert 

Messing, Hersch 

Michael, Otto, Dr. med. 

Michaelis, Ernst-Gunther 

Michaelis, Vaily, Dr. med. 

Michlewitsch , Sally 

Michlowitsch , Leib 

Mosberg, Hermann 

Moses, Max 

Mottek, Alfred 

Müller, Moses 

Meyerowitz, Peter 

Nothmann, Martin, Prof. Dro med 

Nothmann , Minna 

Perlmutter, Artur 

Rabinovjitz , Saly 

Recht , Isidor 

Reich , Leo 

Reichler, Dabora 

Richter, Sally 

Rigick, Alexander 

Rißnak, Erich 

Rosenbaum , Wolf 

Rosenberg, Elias Samuel 

Lewy, Ludwig 
Rosenblum, Leib 

Rosenthal, Gustav, Dr. med. 

Rosenthal , Heinrich 

Rüben, Hugo 

Sachsenhaus , Philipp 

Samler, David 



- 41 - 



PP-S 

3420 

3900/3 

3577 

3564 

3455 

3444 

3552 

3441 

3657 

3449 

3414 

3691 

3445 

3550 

3452 

3847 

3440 

3900/50 

3453 

3900/53 

3412 

3900/43 

3900/41 

3413 

3435 

3423 

3413 

3653 

3443 

3446 

3900/51 

5035 

5011 

5075 

5070 

4977 

4981 

? 



Sand, Wolf gang 

Sandbank , Frieda 

Salomonczik , Israel 

Salomons , Frieda 

Segal , Heinrich Hermann 

Segal, Hersch 

Segall, Abram 

Secemski, Aron 

Seidler, Esther 

Seidler, Jacob. 

Seidler, Leo 

Seidowsky , Adolf 

Seile, Abraham Pinkus 

Siegelbe rg, Heinrich 

Sigall, Martin 

Silberberg, Frieda, Oberschwester 

Silberberg, Louis 

Silberlust, Lea 

Silbermann, Robert Moses 

Simon, Werner 

Singer, Mendel 
mit Singer, Rose 

Singer, Siegmund 

Singer, Wolf Moses 

Singfer, David 

Skaler, Norbert 

Solowestschik , Oeremias Kolja, Dr. me^ 

Sommerfeld, Hermann 

Sonder, Artur 

Srodek, Oakob Leib 

Srodek, Ryfka Perla 

Steigmann, Elias Abraham 

Steigmann, Jakob Nathan 

Stein, Chaja, verw. Prinz, geb. Majer 

Stein, Johanna 

Steinmarder, David 

Sternheim, Isidor 

Sternheim, Mendel Lip 

Stimmler, Aron 

mit Schanzer, Jakob 



- 42 - 



PP-S 

3900/52 

4968 

4961 

3442 

3900/44 

3447 

3558 

3553 

5005 

4980 

5437 

5591 

5377 

5516 
5345 
5454 
5357 
5369 
5370 
5367 
5304 
5513 
5523 
5595 
5358 
5380 
5368 
3546 
5446 
5320 
5518 
5341 
5510 
5457 

5366 
5384 



Stindler, Samuel 

Storch, Moses 

Sturm, Paula 

Szilit , Moszek 

Szlaclkov'»/ski , Fanny 

Szwarcberg, Abram 

Szyja, Chaim 

Szyja, Rosa 

Ständig, Samuel 

Stümmler, Uscher 

Tannenbaum, Emanuel 

Temkin , Leopold 

Tempel, Canne Beila 
mit Tempel, Nathan 

Tempel, Chaskel 

Tempel, Laura 

Tempel, Manfred 

Teicher, Julius 

Tenzer, Dakob Israel 

Tepper, Kurt 

Tepper, Toni 

Thorn, Dina 

Torton, Hilla 

Trachtenberg , Rubin 

Trachtenberg, Samson 

Tramer, Ernst Isidor Alexander 

Trembatzky, Boris 

Triebwasser , Chaja Sara 

Triebwasser, Hans 

Triebwasser, Hermann David 

Trzesniover , Isaak 

Trzesniower , Mendel 

Tschopik, Rosalia 

Tuchner, Rahel 

Tugendhaft, Israel 

Tugendheft, Hudel Helene 
Tumpowsky, Selma 





- A 


PP-S 




5468 


Tykocinski, Ros 


6071 


Wagner, Alma 


6359 


Walzmann , Chuma 


6479 


VVang , Edgar 


6336 


VVang , Leopold H 


6358 


Warmberg, Samue 


6214 


Welzer, Max 


6381 


Vi/ertheimer , Dav 


6356 


Weinberg, Chaim 


6480 


Weingarten, Sam 


6463 


Weinrauch, Samu 


6216 


Parnass, Leon 
mit Weinstock , 
mit Weinstock, 


6357 


Weiss, Helena 


6048 


Weiss, Moses 


6355 


Vi/eiser , Ghana 


6368 


Weissmann, Efro 


6217 


Wiesel, Antzel 


6567 


Willner, Gersch 


6464 


Wittelson, Sali 


6353 


Wirth, Dakob Do 


6461 


Wohlfeld, Siegm 
mit V^ohlfeld, M 


6568 


Wolpert , Dora 


6478 


Vi/ronker , Siegf r 


6354 


Wrzos, Majer 


6573 


Wühl, Mathias 


6164 


Wühl, Jacob 


6450 


Wydra, Majer 


6806 


Zaba , Sara 


6809 


Zehngut , Moses 


6807 


Zehnwirth, Riwe 


6812 


Zelichowa, Hann 


6811 


Zigler, Chaim 


6790 


Zimels, Viilhelm 


6774 


Zollmann, David 


6792 


Zollmann, Moses 

*■ 



ans 



id Theodor 

Oosef 
uel 
el Ephraim 

Samuel 

Naf tali (Nathan) 



im Oosef 



an 



sef 

und 
alk, 



ied, Dr. med 



- 44 - 



PP-S 

6804 
6801 
6803 
6805 



Zvjecher, Oakob 
Zweifler, Nissen Leib 
Zucker, üosef 
Zummer, Ester 



- 45 - 



4. Düdische Firmen und Personen im Bestand Landesfinanzamt 
Leipzig , Devisenstelle 



(Auswahl) 

Bankhaus Kroch (ab Okto 1939: Industrie- u. Handelsbank AG) 

164 1933 - 1940 

165 1938 - 1939 

166 1939 

167 1939 - 1944 

Enthält u. a.: Zahlreiche Auswanderungsvorgänge, darunter von 
Hindi Cerf mit Verzeichnis der bei der Emigration nach Frank- 
reich 1938 zur Ausfuhr beantragten Sachen (165), von den 
Professoren Isidor Richard und Benno Landsberger, 1939 (165), 
von Fritz Grübel 1938 u. 1940 (165, 167).- "Unentgeltliche 
Unterstützung für Lebensunterhalt" von Ella Kroch, KZ Ra- 
vensbrück, durch ihren Mann Hans Kroch aus Amsterdam, 1941 
(167). 



C. Eitingon AG 

639 1935 - 1940 

Enthält u. a.: Bilanzprüfungen im Zuge der Arisierung.- Aus 
lanc|skonten. 



Bamberger & Hertz 

205 1937 - 1940 



Enthält u. a«: Reise von Gustav Bamberger nach Paris, 1937. 
Auswanderung des Prokuristen Spitz, 1940o 



- 46 - 



Rechtsanwalt \iVit tenberg 
371 1937 

Enthält: Finanzielle Probleme des in die USA ausgewanderten 
Max Manasse. 



l 



M. & I. Ury 

496 1937 - 1938 

Enthält u. a.: Verfahren mit dem Konto eines emigrierten jüdi- 
schen Bürgers. 



Wirtschaftsprüfer Ackermann 
185 1938 - 1942 

Enthält u.a.: "Sicherstellung" der bei der Polenaktion 1938 
zurückgelassenen Einrichtungsgegenstände der Werkstatt und 
der Wohnung des Schneidermeisters Vt/eitz«, 



Eit in gon- Stiftung 

826 1938 - 1942 



Enthält u.a.: Protokoll einer Besprechung der Leiter der 
Devisenstellen vom Nov. 1938.- Liste der "nichtarischen" 
Firmen Leipzigs.- Vorschriften über jüdischen Kulturbesitz. - 
Kennkartenzwang, 1940.- Mustersatzung jüdischer Kultusver- 
einigungen.- Beitragsordnung der Reichsvereinigung.- "Ver- 
fügungsbeschränkungen" im Zusammenhang mit den Deportationen 
der "Endlösung", Dan. 1942. 



- 47 - 



5, Versteigerung der Hinterlassenschaft Deportierter im 
Bestand H. Klemm, Leipzig 



Durchgeführte Versteigerungen 1938 - 1944 



21 



nach Apr. 1945 



Enthält: Tabellarische Übersichten mit Namen der Eigentümer, 
Auftraggeber, Erwerber^ und der finanziellen Erlöse. 



Einzelne Versteigerungen 1943 - 1944 



47 



1945 -- 1947 



Enthält u. a.: Kurzbericht "Vorgänge bei der Durchführung 
von Verwertungen beweglichen Vermögens zwangsv;eise ab- 
transportierter Juden", Mai 1945. 



Vtohnungsauf lösungen 
2-16 



1938 - 1945 



Enthält u. a.: Hinterlassenschaft von Paul Hinrichsen, 
darunter seine Autographensammlung namhafter Musiker, 
1942 - 1943. 



- 47a,- 



Gestapo 
525 



1938 - 1943 



Enthält u, a.: Geldbeitrag für Deportation am 10. Mai 1942. 
Grundstück von Prof. Benno Landsberger. 



Rechtsanwalt Drucker 
257 1939 - 1942 



Enthält u.a.: Hilfe bei Auswanderung, darunter für Eleonore 
Breslauer und das Ehepaar Fried.- Kostenübersicht für AuS' 
Wanderung nach Mittelamerika über die SU, 1940. 



Wirtschaftsprüfer Franz Stoiber 
390 1939 - 1943 

Enthält u.a.: Zwangsweiser Grundstücksverkauf von Max Ariowitsch 
und Abraham Mittelmann (beide im Ausland). 



Israelitische Religionsgemeinde 
331 1939 - 1942 

Enthält u. a.: Finanzielle Probleme bei der Auswanderung in 
zahlreichen Fällen. 



3. Ariowitsch 

1315 1939 - 1940 

1316 1939 - 1941 



Enthält u. a.: Bericht über die Fortführung der Rauchwarenfirma 
unter den Bedingungen der "Sicherungsanordnung" vom Febr. 1940 



- 47b - 



Sperrkonten mehrerer Firmen und Personen 



u 



601 



1942 



Enthält u« a«: "Ouden-Evakuierungsllste" der Gestapo-Dienst- 
stellen Plauen und Zwickau mit über 60 Bürgern von Plauen 
und 17 aus Zwickau, Apr#ri 1942.- Lohnliste von 38 "jüdischen 
Pflichtarbeitern", Mai 1942.- "Vet^wertung** des Hausrats 
vermutlich deportierter Juden durch das Versteigerungshaus 
Klemm mit einer Serie von Abrechnungen, Febr. - Aug. 1942. 



- 43 - 



6o Einzelakten in verschiedenen Beständen 



Kursächsische Amt er 



Amt Borna 



Beschränkungen des jüdischen Wuchers bei Ausstellung von 
Schuldscheinen für Christen 



588 



1811 - 1812 



Amt Leipzig 



Verteilung der Waagepflicht für französische, westfälische 
und holländische Juden zviischen landesherrlicher und Rats- 
vvaage zu Leipzig sov^jIg die durch Wegfall der CJudenzettel 
unterbrochene Übersicht der einreisenden fremden Juden 



139 



1809 



Duldung des jüdischen Mandelshauses Joel Meier, Leipzig 



134 



1S16 



Ältere Amtshauptnannschaf ten 



Eingabe gegen das Einwandern von Juden 



2074 



1716 



Aufenthalt Handel treibender Juden an bestimmten Orten Sachsens 



1531 



1835 - 1851 



- 49 - 



Amtshauptmannschaften 



AH Sorna 



öffentliche Fürsorge für Jude 



n 



2265 



1939 



AH Döbeln 



Arzte 



200 



u 



1918 - 1942 



Enthält u. a.2 Auskünfte über jüdische Ärzte, 1933 



Entlassung jüdischer Beamter 



1450 



1935 



Samrnelrundschreiben an die Bürgermeister 



141 



r-> 



1942 - 1945 



Enthält u. G.: Fahndung nach Juden und Mischlinge 



n 



AH Grimma 



Verordnung über Oudengevverbe 



1951 



1933 - 1939 



- 50 - 



Städte 



Beigern 



Verordnungen über die Verhältnisse der Dude 



n 



o 



77 



1845 - 1919 



Politische Angelegenheite 



n 



110 



Enthält u 



1933 - 1939 



Ol • 
• C4 • • 



Angaben über Juden und Emigrante 



n 



Delitzsch 



Pflichtbuch 



311; 



1720 - 1821 



thält u. a.: Judeneid 



JisierlGGSLinq von Juden 



o '"^ o •'; 



184G - 187: 
1872 - 188; 



cn 



thält u 



• Ci • • 



Schulbesuch jüdischer Kinder 



Ausvjeisunq russischer Jude 



n 



133' 



1903 - 1910 



Lista.i russischer oucler] 



- 51 - 



,3o7 



lOOi 



Q 



Maßnahmen gegen Duden amerikanischer Staatsangehörigkeit 



1339 



1916 - 1928 



Ausweisung von Auslä.iclern 



^2po 



.oo 



1906 - 1903 



Enthält u« a.: Verzeichnis russischer 3udon nit Auf- 
forderung zum Verlassen Preußens. 



Is raelit icche Religionsgemeinde 



39 



1906 - 1925 



L3eschi';orden cenen Polizeibeamt 



1221 



1950 - 1959 



enthält u. a.: Repressalien gegen eine Jüdin, 19c3 



Po 1 iz e i ve r Vv'a 1 1 u n n 



1222 



1931 - 1943 



Enthält u. a«: ßeflaggung jüdischer Geschäfte, 1934. 






larlckleobe rg 



Israelitische I'^oligionsgemeinde zl: Leipzi 



369 



o 



1906 - 191 



v^ 



Enthält u. a.: VerzeichnisGC clor in Gautzsch vjohnh, 



r L e n 



Gud 



en 



Jud 



e n L u m 



1518/1 



1935 - 1936 



Enthält u. a.: Mitgliederlisten des Tennis-Klub Leipzi 
Rot-Weiß. 



9 



Schildau 



Obersicht der persönlichen und gewerblichen Verhältnisse 
der Juden 



2097 



1849 - 1860 



Naturalisation des KQufrnanns Heynemann-Marcuse aus Sülz- 
heim - Hannover 



209 



n 



1353 - 1360 



Naturalisationsanträge für Händler 



2099 



1354 



- 54 - 



ReichGVori'^jeisunG der Juden Jantof Uppma 



ppmann 



1192 



1935 - 1937 



Würzen 



Übertretung des Sabbats durch D. G. Seitler und seine Be- 
strafung 



1868 



1757 



Polizeipräsidium Leipzig 



PP-V 



Lesehalle für jüdische Arbeiter 



4231 



1920 



Ru SS o -Tolstoi Lesehalle und jüdischer Arbeiter- und 
Kulturverein Mannheim 



42 



QR 



1922 



Enthält u 



• C4 



Gericht über Auflösung 



[Notariate des Kreises Grimma 



Regelung des Grundstückervverbs durch Duden 



1936 



r- —7 



isaak Tochmann, Warschau, jüdischer 1-landelsmanr] 



2100 



13Ö0 



Naturalisation des Handelsmannes Moses Dzialovjsky 
aus Rußland 



2101 



1874 - 1891 



Schkeuditz 



Schulbesuch jüdischer Kinder 



200, 
201 



1840, 1842 



Gevverbeuntersuchung gegen jüdischen Händler Hirsch Herz 
aus Brandenburg 



576 



1851 - 1853 



Taucha 



Verzeichnis der in Taucha vjohnenden Juden 



315 



1394 - 1909 



Besteuerung Angehöriger jüdischer Religion 



317 



1913 - 1919 



- r: 






Amt sqe richte 

- ' . . . 



Grimma 



Strafsache (Verstoß gegen Paßvorschriften) Georg I 
(Jude) ^ 



xramer 



929 



193; 



Leipzig 



Vereinsregister 3d. 40» Bl . 56 Nr« 1962 
Felix-Goldmann-Gedächtnisbund 



13443 



Aufbau und Aufgaben 6er Polizei 



162 



Enthält u. a.: Schreiben der 



1937 - 1950 



Ui 



Gestapo an Amtsgericht 



ber "Tarnung jüdischer Geschäfte", 1937 



Öffentlichkeit und Sitzungspolizei 



161 



Enthält u, a.: Anord 



1936 - 1948 



nung über AnvMesenheit von Juden i 



:uhörerräumen von Gerichten, 1941 - 1942 



n 



Staatsbürgerrecht 



71 



1936 - 1949 



Enthält u, a.: Erfassung \fQn jüdischen Vermögen 



- 56 - 



Behandlung von Gefangenen 

122 

123 

Enthält u, a«: Strafvollzug an Juden« 



1935 - 1951 
1937 - 1952 



Jüdische Prozeßagenten und Rechtsbeistände 
31 



1938 - 1949 



Repressalien gegen Duden 



1194 



1941 



Judenfragen 

1265, 
1266 



1941 - 1944 



Kennkarten für Juden 



1407 



1942 " 1943 



Strafvollzug , allgemein 

86 
37 



1936 - 1952 
1942 - 1952 



Enthält u, a«: Unterbringung jüdischer Geisteskranker. 



- 57 - 



Laiidqerich t Leipzig 



Tarnung und Unterstützung jüdischer Gewerbebetriebe 



5669 



1943 - 1946 



Betriebe 



Karl Krause, Leipzig 
Polygraphische Maschinen 

Ausarbeitung über die rechtliche Stellung der Juden 
in Rumänien 



63 



1940 



Go A, Schütz 
Maschinenfabrik, IVurzen 

Geheime Anordnungen des Reichsministeriums 

56 



1939 - 1940 



Enthält u» a.: Entscheidungen in der Judenfrage, 193S, 



Meier &. V^eichelt, 

Eisen und Stahlvjerke , Leipzig 

Vi irt Schaftsgruppe Gießereiindustrie 



189 



1938 - 1941 



Enthält u. a.: Be/lieferung jüdischer Firmen. 



- 58 - 



IHK Leipzig, Tätigkeitsberichte 



122 



1937 - 1938 



Enthält 



LI 



• • 



Anträge jüdischer Bürger auf Auslandspäs 



Auftragsstop für jüdische Unterneh 
gänge. 



se .- 



Hl 



en.- Arisierungsvor- 



Ro Sack KG 
Landmaschinenbau , Leipzig 



Persona lang elegenheite 



n 



141 



Enthält u . a 



1937 - 1939 



• • 



Inhaftierung wegen Verkehr mit Juden, 193 



u 



Leipziger Baumwollspinnerei AG 

Sächsische Bezirksgruppe der Sachgruppe Gaumwoll 



Spinnerei 



23' 



1936 - 193 



o 



Enthält u.a.: Anordnung über Auswechslung jüdischer Handels- 

\ / /'^ »^ 4* fc** /-^ •■— /— ^ »/^ ^ f^ "7 f~^ 



Vertreter, 1938 



Protokolle von Vertr 



161 



au ans ratssit Zungen 



193S 



Enthalt u. a.: Entlassung jüdischer Belegschaftsangehöriger 



- 59 - 



Papierfabrik Fockendorf 
Gesetzessammlung 



202 



1940 - 1944 



Enthält u.a.: Verordnungen über die Behandlung von Juden 

aus den Jahren 1933 - 1942 (in: Polizei- und Arbeitsrecht). 



Kammgarnspinnerei Stöhr & Co AG , Leipzig 
Exportlieferungen an jüdische Geschäfte 



361 



1941 - 1943 



Messe- und Ausstellungs AG, Leipzig 
Verkauf von Zeitungen auf dem Messegelände 



300 



1923 - 1934 



Enthält u. a.: Diskriminierung jüdischer Zeitunosverkäufer 
y31.- SiLuacion rur ouden, 1934. 



Leipziger Messeamt 



Zionistenkonqreß 



336 



1925, 1931 



Einreisebestimmungen für jüdische Messebesucher 



1330 



1938 - 1940 



- 60 - 



Bezirksschulrat LeijDzig 

Verfahren gegen Beru fsschullehrerin 



180 



1937 - 1959 



Enthält u. a.: FreujKiliches Verhalten gegenüber Juden, 1950 



Ermittlungsverfahren gegen Lehrerin 



179 



1938 



- 1939 



Enthält Uo a.: Fotos in USA geflüchteter Ouden. 



Börsenverein der dt. Buchhändler zu Leipzig 
Ausschluß vom Buchhandel 



F 28305 



1942 - 1944 



enthält u, a.: Unterdrückung jüdischer Firmen im Ausland 



VE3 Edition Leipzig 



ICorrespoiidenz u. a. 



zu "Jüdischer Kunst" 



257 



19G4 - 1969 



61 



Literaturhinweise 

Der Umfang der Publikationen zur Geschichte der üuden ist in- 
ternational denkbar groß; und er ist weiter im Wachsen begriffen 
Die Arbeitsinformationen der Germania Oudaica (1989) kündigen 
allein für die Zeit um 1990/91 nahezu 900 Titel an. Es sollen 
daher nur wenige Hinweise, und zwar 

- allgemein-methodisch 

- und für Sachsen gegeben werden: 



R. Hilberg, La destruction des juifs d' Europe, Paris 1988 
(letzte z. Z. greifbare Ausgabe, eine neue deutsche ist für 
Ende 1990 angekündigt) 



Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Duden unter der national- 
sozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 - 1945, 
2 Bde, 1986 



Germania Oudaica. Arbeitsinformationen über Studienprojekte 
auf dem Gebiet der Geschichte des deutschen Judentums und des 
Antisemitismus. Ausgabe 14. Bearb. v. M. Richarz u.a., Köln 
1989 



H. Krausnick, Oudenverfolgung , in: Anatomie des SS-Staates, 
Bdo 2, München 1989 



K. Pätzold/I. Runge, Pogromnacht 1938, Berlin 1988 
Verfolgung, Vertreibung, Vernichtung. Dokumente des faschisti« 
sehen Antisemitismus 1933 bis 1942, Leipzig 1987 



62 



Geschichte und Kultur der Juden in Bayern« Aufsätze« Hrsg. v 
M« Treml u.a., München 1988 



Geschichte und Kultur der Duden in Bayern. Lebensläufe. Hrsg. 
V. M. Treml u. a., München 1988 



Leipziger Jüdisches Jahr- und Adreßbuch 1933. Leipzig-Berlin 
1933 



M. Unger, Juden in Leipzig. Verfolgung u. Selbstbehauptung 

in archival. Quellen 1933 - 1945. in: Archivmitteilungen 1988, 

H. 5 



M. Unger/H. Lang, Juden in Leipzig t Leipzig 1989 



A. Diamant, Die Geschichte der Juden in Leipzig. Aufstieg, 
Vernichtung, Neuanfang, Frankfurt/M. (in Vorbereitung) 



A. Diamant, Chronik der Juden in Dresden, Darmstadt 1973 



W« Kreschnek, Die Verfolgung der Juden in Chemnitz während 
der faschistischen Diktatur von 1933 bis 1945, Chemnitz 1988 



R, Otto, Die Verfolgung jüd. Menschen in Görlitz von der Er- 
richtung der faschistischen Diktatur bis zur Deportation 
(1933 - 1945), in: Görlitzer Magazin 1988 



Nachtrag 



Stadt Markkleeberg 



89 



Israelitische Religionsgeraeinde 

Enthält u.a,: Gemeindestatut für 
israelitische Religionsge- 
meinde in Leipzig. 



1906-1925 



R.Sack 
142 



Bauraaßnahmen und V/erkluftschutz 
Enthält u.a.: Grundstücksverkauf 
eines Juden, 1938. 



1937-1939 



Ältere Amtshauptmannschaften 



1531 Aufenthalt Handel treibender Juflen 
an gewissen Orten in Sachsen 

2074 Eingabe gegen das ii^inwandern 
betrügerischer Juden 



1836-1851 



1716 



Leipziger Messe- und Ausstellun^s AG 

326 Werbeschreiben der fijussteller auf 
der Buchmesse 

Enthält u.a.: Propagandaschriften 
gegen die jüdische Bevölkerung, 



1935-1938 



Gewerbekaminer L eipzig 



278 



Judenfra^en, Nicharierf ragen, Rassen- 
pflege, Ahnenforschung 1935-1937 

Enthält u.a. : L'iaterial über faschistische 
Judengesetze sowie das Bemühen der 
Handwerker und der Kammer zu deren 
Dur c hs e t zung •